Fassung? Verloren!

Verdammt. VerdammtVerdammtVerdammt. Vorhin habe ich mich (für mein Dafürhalten) zum ersten Mal P. gegenüber so richtig die Fassung verloren. Ich fühle mich furchtbar. Wie muss sie sich erst fühlen? Ach Mann… :-(

Folgende Situation:

Nach dem gemeinsamen Spielen im Indoor-Spielplatz mit unseren befreundeten Kids sind wir immer erst recht spät zu Hause. Das P. hatte vorgestern Nacht eine Magenverstimmung (nachts ein komplett vollgek*tztes Kind aus dem Bett holen, Bett neubeziehen, heulendes Kind + dessen Haare waschen macht so richtig Laune). Also hat sie gestern nicht viel gegessen. Heute war sie wieder in der Kita, ihr ging es gut.

Wir kamen also nach Hause, sie war schon ziemlich nölig, weil sie im Kindergarten nur noch selten mittags schläft. Ich hab mich ans Kochen gemacht, sie durfte Maulwurf gucken. Soweit so gut.

Seit neuestem isst P. gern Fruchtzw*erge. (Davon kann man halten, was man will, wir hatten jetzt gerade auch mal welche da) Abends gibt es die hier eigentlich nicht. Sie hat sich einen aus dem Kühlschrank geholt und wollte den Essen. Ich hab mich auf den Kompromiss eingelassen: Erst Kartoffeln, dann der Fruchtzw*rg.

Großer großer Fehler!

Sie brüllt, sie schreit, sie zetert, sie flippt aus… Verständlich, klar. Aber irgendwann zehrt es trotzdem an den Nerven… Ich wollte hier aber nicht von dem Deal abweichen. “Wenigstens ein Stück Kartoffel kosten, dann kannst du deinen ‘Gark’ essen.” – nichts zu machen.

P. schmeißt sich auf den Boden und brüllt, brüllt, brüllt. Dann klettert sie zu mir auf den Schoß. Ich bleibe noch immer ruhig. Sie schnieft und guckt mich tränenüberströmt an: ‘Guuuuaaaaaaaaark!’ – Ich: ‘Erst ein kleines Stück Kartoffel kosten, nur ein klitzekleines Stück!’ Sie haut mich. Ich setz sie runter. Sie haut mich wieder.

Ich bin richtig genervt. Ich sage zu ihr, dass sie mich nervt. Und dass es mich nervt, dass sie nicht ein kleines Stück von der verkackten Kartoffel essen will, dann kann sie doch ihren verdammten Quark haben. Dann gibt es jetzt keinen Quark. Pech gehabt. Noch größeres Theater. Ich befinde mich in der Zwickmühle, meine Neeeerven… Der Geist ist willig, aber die Mutter ist schwach.

Immernoch Gebrüll. Ich sage, dass sie doch einfach in ihr Zimmer gehen soll. Oder ob sie nicht doch einfach ein Stück… und dann kriegst du doch deinen ver*ickten sch*iß Quark!” – ‘RÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!! Neeee-äh-äh-äh-iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin!!!!!!’ Und ich? Kann’s nicht mehr hören. Mehrere Sicherungen knallen durch.

Ich stehe auf, nehme die Gabel mit dem Stück Kartoffel, halte ihren Kopf fest und versuche ihr die Gabel in den Mund zu stopfen. P. wehrt sich (natürlich), ich heule fast. Sie sowieso. Sie würgt die Kartoffel raus und…

… kotzt die komplette Küche voll.

Fazit: 

Ich fühle mich schrecklich. Richtigrichtig schrecklich. Das war einer meiner bisher finstersten Mutter-Momente. Ich schäme mich. Ich weiß nicht, wie ich nach so einer Aktion mit meiner 2-jährigen Tochter umgehen soll. Sie war ziemlich verstört. Klar, sowas kennt sie von mir ja nicht…

Ich habe überlegt, ob ich was dazu schreibe, denn ich bin da wirklich nicht stolz drauf. Aber ich hab’s gemacht. Weil auch das dazu gehört. Und weil’s passiert ist. Ich bin keine verdammte Super-Mom…

Und übrigens weiß ich noch immer nicht: Hätte ich sie den Quark dann essen lassen sollen anstatt auf  ”wenigstens kosten” zu bestehen? Hätte ich lieber das Abendessen beenden sollen?

P.S.: Ich hätte hier gern die Regel, dass sie das Essen wenigstens probiert. Dann muss sie es auch nicht essen, wenn sie nicht mag… Ich hab hiermit enorme Probleme, weil sie sich meistens einfach weigert. Mich kotzt das tierisch an. Aber nur zur Klärung: Mein Kind muss prinzipiell nichts essen, was sie nicht will! Und schon gar nicht aufessen. Davon halte ich nichts.

Herdprämie, Heimchen, … – What the FUCK??? – Vol. 2

“Damals” (im November) habe ich hier meine Meinung zum Betreuungsgeld rausgebrüllt. Aus aktuellem Anlass will ich das Thema doch noch einmal aufrollen. Weil: Was denken “die” sich eigentlich?

Zugegeben… Die Meinung in meinem ersten Artikel darüber würde ich mittlerweile nicht mehr wirklich so unterschreiben. Aber vor allem die Art wie FRAUEN (natürlich nur Frauen!) in “Mütter-Klassen” eingeteilt werden, macht mich nach wie vor kirre.

Mal sehen… Wen präsentieren uns Politik und Medien denn da? (Achtung! Satire!)

1. Die “Hartz IV-Eltern”

Die “Hartz-IV-Eltern” leben aus Bequemlichkeit auf Kosten des Staates und sind prinzipiell gar nicht in der Lage, sich um ihre Kinder zu kümmern. Eigentlich sollten die gar keine Kinder bekommen dürfen. Ein diesbezüglicher Gesetzes-Entwurf liegt bereits vor. Deshalb werden “die” jetzt auch der Einfachheit halber aus dem Betreuungsgeld ausgeschlossen: Kein Geld für euch, Schmarotzer! Seht halt zu, wie ihr (und eure Kinder !) allein klarkommen oder sucht euch mal einen “anständigen Job”! Dann können wir weiterreden.

2. Das Heimchen

Das Heimchen steht unter der Fuchtel ihres übermächtigen Mannes und geht vollkommen in der Kinderbetreuung auf. Sie erwartet vom Leben nichts und wünscht sich die “gute alte Zeit” der 1950er-Jahre zurück, in der die Verhältnisse noch so schön geklärt und übersichtlich waren. Die 100 Euro steckt ihr der Mann jeden Monat in den Reizwäsche-BH, den sie immer unter Bluse und Schürze trägt, während sie ihm nach der Arbeit eine warme Mahlzeit serviert und das Kind ruhig hält, damit er sich entspannen kann. Sie spart das zusätzliche Geld in einem Porzellan-Schweinchen, um sich am Ende des Jahres eine schöne Handtasche davon zu kaufen.

3. Die Karrierefrau

Kinder gehören zum Leben dazu, sonst hätte sich die Karrierefrau gefühlt wie eine Versagerin. Sie arbeitet bis zum Zwangs-Mutterschutz, will die Geburt schnell hinter sich bringen, besorgt sich für die erste Zeit Putzfrau und Nanny und will spätestens wieder arbeiten gehen, wenn das Kind “aus dem Gröbsten raus” ist. Weil auch die Karrierefrau für ihren Sprössling so schnell keinen Krippenplatz bekommt, schickt sie ihr Kind erst mit 3 (statt der geplanten 2) Monaten in eine private Kindertagesstätte, für die sie 1200 Euro im Monat bezahlt. Sie schaut verächtlich auf die Heimchen (siehe 2.) und Hart IV-Eltern und kann die Diskussion über die “Herdprämie” überhaupt nicht verstehen.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Politiker und Medien ein wenig zu viel RTL-Nachmittagsprogramm gucken… Oder woher nehmen die dieses klischeehafte Gesellschaftsbild?

Wer irgendwie nicht in der Debatte um das Betreuungsgeld vorkommt, sind ganz normale Eltern.

Zum Beispiel Mütter und/oder Väter, die vielleicht einen guten Job haben könnten, die sich aber FREIWILLIG dafür entscheiden über das erste Jahr hinaus für eine gewissen Zeit mit ihrem Kind Zuhause zu bleiben, um es zu betreuen. Die Eltern werden TROTZDEM (oder gerade deshalb!) den Kontakt zu anderen Kindern suchen und sich um die Freizeitgestaltung Gedanken machen! Für die Eltern sind 100 Euro oft aber einfach ein bisschen sehr egal. Ein kleiner, netter Bonus, der aber an der “Gesamtsituation” nichts verbessert oder -schlechtert.

Oder Eltern, die gerne arbeiten gehen wollen und die vielleicht sogar einen Betreuungsplatz haben könnten, die ihr Kind mit 13 Monaten aber noch nicht wirklich als “reif” für die Fremdbetreuung empfinden. So ging es mir zum Beispiel. Klar, ich hätte zu 100 (150) Euro mehr im Monat vielleicht nicht unbedingt “nein” gesagt, finde aber dass es 1. sehr viel wichtigere Punkte gibt, und 2. die riesige Diskussion (und die Art, wie sie geführt wird) zum Kotzen.

Oder andere Elternteile, die vielleicht gerne arbeiten wollen oder sich selbstständig machen möchten, studieren wollen und die sich krumm machen, um irgendeinen (!) Betreuungsplatz zu finden (von einem, der ihren Vorstellungen entspricht ganz zu schweigen), deren Kind aber überall abgelehnt wird, weil es einfach nicht ausreichend Plätze für Kleinkinder gibt. Auch die würden sich über 100 Euro zusätzlich im Monat irgendwie “freuen”, wären aber unter Garantie glücklicher, wenn das viele Geld in den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote gesteckt werden würde.

Die Politik gibt Eltern 100 Euro, die lachhaft sind, um ihre “Arbeit als Eltern” zu “würdigen”. Die Medien verreißen die Eltern, die mit ihren Kindern Zuhause bleiben als “rückständig”. Was soll das?

Mal im ernst: Es geht um H-U-N-D-E-R-T Euro. Was soll das bringen und was soll das sein?

  • Eine “Entschädigung” für Eltern, die leider keinen Krippenplatz bekommen, weil es einfach zu wenig gibt und die deshalb ihr Kind Zuhause betreuen MÜSSEN? Warum dann nur 100 Euro? Was ist das für ein lächerlicher Betrag für eine “kompetente Rundum-Betreuung”?
  • Eine “Verdienstausfallsentschädigung”, um das (durch den nicht vorhandenen Betreuungsplatz) fehlende Einkommen eines Elternteils auszugleichen? Dann wären 100 Euro ebenfalls lachhaft.
  • Ein “Zusatz-Geld” für Eltern, die ihre Kinder gern Zuhause betreuen wollen? Was soll man denn mit 100 Euro machen? Was soll das an der grundlegenden Situation der Eltern ändern?
  • Eine “Prämie” für “den Dienst am Kind”??? Warum? Und auch hier: 100 Euro???!!!

Woher kommen die 100 (150) Euro eigentlich? Wie begründen die sich? Was ist die Rechtfertigung für den lächerlichen Betrag?

Und um auf das aktuelle Thema “Kein Betreuungsgeld für Hartz-IV-Eltern” zurückzukommen:

Eltern, die momentan (aus welchen Gründen auch immer !) auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, sollen ja jetzt von der Unterstützung durch 100 Euro zusätzliches Betreuungsgeld ausgeschlossen werden, weil “gerade Kinder aus bildungsfernen Schichten von den Betreuungsangeboten profitieren”. Letztere Aussage mag ja irgendwie noch nachvollziehbar und gar nicht so doof sein. Nur erklärt das nicht, woher “Hartz IV-Eltern” (allein diese Bezeichnung regt mich schon so auf!) einen Betreuungsplatz zaubern sollen. Zunächst einmal kann sich eine “Hartz-IV-Familie” eventuell eine Betreuung durch eine KiTa oder Tagesmutter gar nicht leisten. Davon mal abgesehen sind KiTa-Plätze knapp und auch die KiTa-Leitungen nicht vor elitärem Denken gefeit: Das Kleinkind welcher Familie wird eine Kindergarten-Leitung wohl bevorzugt aufnehmen? Das Kind von Hartz-IV-Empfängern, Arbeitern oder Ärzten? (Entschuldigt die Klischees! Dient hier der Verdeutlichung der prekären Situation!) Davon mal abgesehen, dass Eltern in der KiTa eigentlich einen Arbeitsvertrag vorlegen müssen, um den Anspruch auf einen Betreuungsplatz zu rechtfertigen…

Davon, dass in Deutschland nach wie vor über 300.000 KiTa-Plätze fehlen und das Geld NATÜRLICH besser hier angelegt wäre, will ich jetzt gar nicht erst anfangen… Dafür bräuchte man ja kompetente Erzieher_innen. Aber irgendwie will niemand mehr Erzieher_in werden… Komisch. Dabei sind 900 Euro Entlohnung nach Tarifvertrag für einen knochenharten 7 to 5-Job ohne Plan B für (zwangsläufig eintretende) Krankentage doch ein tolles Angebot (O.o)

Mein Fazit:

Für mich ist (wäre) das Betreuungsgeld neben all den oben aufgeführten Gründen besonders lachhaft, weil ich es vor allem so sehe: Die Politik verabschiedet ein prinzipiell sehr gutes Gesetz: Ein gesetzlicher Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ALLE Kinder ab einem Jahr. Tolle Sache. Danach diskutiert die Politik über die Einführung einer Sozialleistung, die – schon BEVOR das erste Gesetz in Kraft tritt – mittelfristig das Problem lösen soll, dass der Platzanspruch ab 1 de facto nicht realisierbar ist. Das ist einfach absurd!

Ein besserer Weg wäre meiner Meinung nach, die ganze Energie, das viele Geld und die Zeit in eine Neuverhandlung der Bestimmungen in den Tarifverträgen für pädagogische Fachkräfte zu investieren. DAS ist der eigentliche Punkt! Die Aussicht, in einer Kindertagesstätte zu arbeiten muss wieder attraktiv werden – vor allem auch für Akademiker_innen! DANN wollen wieder mehr hochqualifizierte Leute in diesem Bereich arbeiten und DANN können mehr KiTas gebaut werden und DANN können mehr Kinder mit einem sinnvolleren Betreuungsschlüssel kompetent betreut werden und DANN gehen Eltern wieder ruhigeren Gewissens arbeiten und: Wer sein Kind trotzdem Zuhause betreut, hat sich DANN dafür vollkommen freiwillig entschieden.

So.

Wenn schon Kacke, dann aber…

Ist doch nicht zu fassen!

Nicht nur, dass ich krank bin, die letzte Woche nicht arbeiten konnte, P. die letzten Tage ebenfalls kränkelte, nachts nicht schlief, K. seine Dienste abgeben musste, aber auch selbst mit den Nerven fertig ist und mir deshalb nicht so viel abnimmt, wie ich es gern hätte… Wir sind ALLE total kaputt.

Neeeeeeeein! Das wäre eindeutig zu einfach.

Gestern durfte ich dann feststellen, dass mir mein (8 Monate altes, einzelangefertigtes tolles neues Lieblings-)Fahrrad geklaut wurde. Ich hab’s sonst IMMER in den Keller gebracht. Am Dienstag nach dem Einkaufen habe ich es mit Tüten und meinem Krank-Zustand aber nicht geschafft und dann vergessen, dass ich es noch runterbringen wollte. Ich hab das verdammte Fahrrad tatsächlich zu ALLERERSTEN Mal über Nacht im eingezäunten Hof an die Fahrradständer angeschlossen – mit einem dicken, fetten STAHL-SCHLOSS. Und jetzt ist es weg. (Hab ich nicht letztens erst darüber gegrübelt, warum so viele Menschen so niederträchtig sind?)

Aber niiiiiicht, dass das reichen würde.

Wir waren heute noch einmal beim Kinderarzt und das P. hat: Mittelohrentzündung. Das heißt, es gibt jetzt Antibiotika. Das heißt, es geht nächste Woche nicht in die Krippe. Das heißt, ich bin eine weitere Woche alleine mit einem quängelnden, schreienden, brüllenden Kleinkind Zuhause. Das heißt, ich kann eine weitere Woche nicht arbeiten. Das heißt, ich werde demnächst auswandern.

Könnt ihr mir bitte bitte bitte alle Geheimtipps verraten, wie man – vor allem wenn man a) selber krank und b) innerlich total gestresst ist, weil man sein Arbeitspensum als Freiberuflerin nicht einmal annähernd schafft – ein 1,5-jähriges dauerkrankes, nölendes, schreiendes Kind erträgt?

Versteht mich nicht falsch! Sie tut mir wahnsinnig leid, man merkt ja richtig, dass es ihr nicht gut geht. Sie ruft nachts nach mir und ich hole sie in unser Bett. Sie wacht früh auf und weint, lässt sich nicht beruhigen. Das kenne ich gar nicht von ihr! Ich versuche wirklich ihr gerecht zu werden, sie zu beschäftigen, abzulenken, mit ihr zu spielen…  kuschele viel mit ihr oder halte sie einfach nur fest, wenn sie weint… Aber… Oh Mann! Ich finde es wirklich wahnsinnig anstrengend… Sie will wirklich jede Sekunde etwas anderes, weiß aber oft selbst nicht, was sie eigentlich möchte oder sie will unmögliches. Ich hab aber gerade einfach nicht die Kraft die ganze Zeit zu springen, hin und her, hier und da… Dann fängt sie sofort an zu brüllen, zu schreien, zu weinen, zu ningeln, wenn ihrer Forderungen nicht sofort Folge geleistet wird. Meine Ohren klingeln, mein Kopf pulsiert…

Ich weiß nicht, wie oft K. und ich in den letzten Tag gedacht und/oder gesagt haben: “Ich halte es nicht mehr aus!!!” Was macht man denn, wenn man es mal WIRKLICH (kurzfristig) nicht mehr aushält? Dafür gibt es einfach keinen Plan, oder?

*seufz*

DasGehtVorbeiDasGehtVorbeiDasGehtVorbeiDasGehtVorbei….

Land unter!

(Jammer!)

Wir haben unser Osterwochenende in Berlin gut überstanden und den Kopf fein frei gekriegt. Am Sonntag hatte ich schon tierische Halsschmerzen und böse Befürchtungen, weil: Unsere Gastgeberfamilie war auch krank. Wir folgten also.

Ostermontag-Nachmittag haben wir uns dann vermutlich im (vollkommen überbuchten) Inter Connex von Berlin nach L. den Rest geholt und siechen nun vor uns hin.

Ich fühle mich total kacke. Hals weh, Husten weh, Nase weg, Kopf weh und ich leide wie es sonst nur Kerle können (ist das jetzt sexistisch bzw. gender-mäßig ungut? Wahrscheinlich… Aber dafür wisst ihr sicher, was ich damit meine…).

Gestern Abend hatte das P. dann auch noch fast 40 Fieber, das hielt die ganze Nacht. Sie hat de facto NICHT geschlafen und wir waren heute Morgen dementsprechend durch. K. hat seine Dienste abgeben müssen, weil ich (Loser, ich) es nicht hinbekomme, mich in meinem Zustand “adäquat” um mein Kind zu kümmern. Ich will einfach meine Ruhe. Durch die abgegebenen Dienste fehlt dementsprechend nicht nur mein, sondern auch sein Einkommen für eine ganze Woche. Hoch lebe die Freiberuflichkeit!

Aber immerhin hat er mal seine Dienste abgeben… ICH finde zwar, dass er ein ziemlich großes Drama daraus macht (für jemanden, der quasi NIE “krank macht” im Gegensatz zu seinen Kolleg_inn_en), aber: er nimmt mir das kränkelnde Kind ab.

Sonst hier das grippale Standard-Programm: Viel trinken, viel Ruhe, viel Schlaf, Paracetamol-Zäpfchen für P., -Tabletten für mich, erstmals Nurofen-Saft für sie. Und dann wird das wieder. Hoffentlich. Das Wochenende habe ich allerdings allein mit Kind vor mir. Ich bete, dass es mir bis dahin besser geht.

(Zusatz)

Da er sich um die Kleine kümmert, komme ich neben meinem Leiden zu diversen Dingen, die man sonst im Kleinkindalltag gar nicht erst versucht: Lesen, Denken und Schreiben. (Ja! Ich fühle mich schlecht dabei! Zum LesenSchreibenDenken reicht’s, aber um das Kind zu bespaßen nicht…)

Worüber ich dabei so nachdenke, suppe ich mal im nächsten Post.

Motzkoffer Deluxe!

Mein Kind befindet sich seit geraumer Zeit in der “Motzphase”. Das hab ich so nicht bestellt, und ich würde diese Funktion gerne reparieren lassen. Es ist an-stren-gend. Und so schnell, wie P. momentan ausrastet, kann ich einfach weder denken, noch gucken und schon gar nicht adäquat reagieren. Wie soll man denn da bitte noch pädagogisch wertvoll handeln???

Hier einige Ausrast-Auslöser des gestrigen Tages:

1. Frühmorgens, weil ich die Knöpfe von ihrem Body zumachen wollte.

2. Beim Abholen in der KiTa, weil ich das “falsche” Essen mit hatte (Knusperbrot mit ohne Zucker).

3. Beim Einkaufen:

a) weil sie auf einer viel zu hohen Balustrade laufen wollte
b) weil ich die Tür der öffentlichen Toilette zugemacht habe
c) weil ich den Auto-Einkaufswagen nicht ohne Unterbrechung bewegt habe (um halt etwas EIN-ZU-KAUFEN…)
d) weil sie nicht mehr im Auto-Wagen sitzen wollte
e) weil sie wieder zurück in den Auto-Wagen wollte
f) weil wir den Auto-Wagen abgestellt haben
g) weil wir den Auto-Wagen nicht mitgenommen haben
h) weil sie auf den Arm wollte, ich aber einpacken musste

4. Auf dem Nachhauseweg:

a) weil sie auf den Arm wollte und nicht laufen
b) weil sie laufen wollte und nicht auf den Arm
c) weil sie sich vor Wut auf die Knie hat fallen lassen und das (Überraschung!) weh tat
d) weil sie mit der Bahn (auf der anderen Straßenseite) fahren wollte
d) weil wir dann in eine Bahn eingestiegen sind
e) weil die Türen der Bahn zugegangen sind
f) weil die Türen der Bahn aufgegangen sind (wtf?!)
g) weil ein Kind in der Bahn einen Riegel hatte (und sie nicht)
h) weil sie nicht durch die fahrende Bahn laufen durfte
i) weil wir aus der Bahn ausgestiegen sind
j) weil sie auf den Arm wollte und nicht laufen
k) weil sie laufen wollte und nicht auf den Arm
l) weil sie dann doch auf den Arm wollte (erwähnte ich, dass ich Einkaufstüten zu tragen hatte?)
m) weil eine Frau mit Baby auf dem Arm uns überholt hat
n) weil sie dann, als wir in unsere Haustür sind, das Baby nicht mehr gesehen hat (30 Minuten Wutgeschrei)

5. Zuhause:

a) weil sie die Schuhe anlassen wollte
b) weil sie die Jacke anlassen wollte
c) weil sie die Jacke ausgezogen haben wollte
d) weil sie Kekse wollte
e) weil sie saure Gurken wollte
f) weil sie mit der Kühlschranktür spielen wollte
g) weil sie auf ihrem Hochstuhl rumklettern wollte
h) weil sie Kekse wollte

undsoweiterundsofort

*Haare rauf*

Böse angezählt vom KV (und das kam so)

Mir geht’s momentan meistens kacke, manchmal “geht so” – not worth to beschreib en Detail.

Die Eingewöhnung in der KiTa ist abgeschlossen – die Betreuungszeit wurde heute von 9 bis 14 Uhr beschlossen. Schlafen hat letzten Donnerstag auf Anhieb (und wider Erwarten) wunderbar funktioniert.

Da P. fängt an zu sprechen und zu verstehen. Auf einmal ganz schön viel. Am Wochenende, ziemlich genau am Sonntag, ist mir richtig bewusst geworden, dass sie sich gerade wieder total verändert (hat). Sie hat lange Haare bekommen und läuft und redet und macht nach und isst mit dem Löffel und trinkt aus dem Becher und, und, und… K. hat das vor kurzem auf den Punkt gebracht:

Es gibt Zeiten, da ist so ein Kind nur anstrengend. Und in den Zeiten ist es auch optisch ziemlich unsüß. Dann gibt es andere Zeiten, da könnte man das Kind auffressen, weil es so verschmust, verspielt, wissbegierig und schön ist. Gerade ist eine der anderen Zeiten. Und dann ist es ist auch wieder toll ein Kind zu haben.

Am Wochenende waren wir mit P. übrigens zum ersten Mal rodeln – bei so etwa 3 cm Schnee. Haha. Aber es hat geklappt, wenigstens hinten am großen “Berg”. Oh! Doch was erzählenswertes (halbwegs). Ich wurde nämlich von K. ganz böse angezählt. Und das kam so (ACHTUNG! POLEMIK! ;) )

K. beschließt am Sonntag total kurzfristig (so um 10 Uhr morgens), dass er mit P. doch mal den Schlitten einweihen könnte (so um 16 Uhr nachmittags). Ich wollte eigentlich Zuhause bleiben um mal in Ruhe zu “arbeiten” (im Internet rumzuschnarchen). Kurzerhand habe ich mich aber doch für’s Mitgehen entschieden (nach 3 Tagen mal Frischluft ist ja auch nicht so verkehrt).

Der Schlitten für P. ist neu und unbenutzt (Geschenk von Oma zu Weihnachten). Im Geschenkpaket inbegriffen war so ein Rücken-Dranmach-Dings und ein Fußsack (braucht man heutzutage). Da(s) konnte(n) wir (er) natürlich nicht (mal eher) wissen (dran denken). Naja. Dann ohne Rückenteil. Wird schon so gehen. Jedenfalls hat der (meiner Meinung nach sowieso ständig viel zu überbesorgte) “Kindsvater” mir dann MEHRFACH (allerdings) gesagt, dass ich aufpassen soll, wenn ich den Schlitten ziehe (wozu ich effektiv eh kaum kam, weil er es sicherheitshalber lieber selbst gemacht hat). Das wäre enorm wichtig, erklärte (befahl) er mir, weil nämlich: Das P. sitzt da gar nicht gut und sicher drauf (sie saß total okay drauf) und sie hält sich auch kaum fest (musste sie auch nicht, lag ja eh kaum Schnee, deshalb hat ER sie eh die meiste Zeit getragen und ICH habe den Schlitten getragen (-.-)).

Am Rodelberg (Hügelchen) angekommen, haben wir festgestellt, dass ganz schön was los war (das gesamte Viertel wollte scheinbar mit seinen “Bälgern” den Minimalschnee nutzen). Wir sind dann 1 – 2  Mal den Hang runtergerutscht, das P. war auch bei recht guter Laune (abgesehen vom Keks-Geschrei) BIS (und jetzt kommt’s!): Die unvorsichtige Mutter (ich) mit dem armen P. den Berg runterrast (runter-schildkrötet würde es auch besser treffen). Kaum dass beide gut unten angekommen sind (nach 5 Minuten) will sie zurück auf den Berg stürmen (schlurfen). Dabei gibt sie natürlich NICHT (sehr wohl) hundertprozentig  darauf Acht, dass das Kind auch sicher auf dem Schlitten sitzt, OBWOHL (der nervtötend überbesorgte) K. sie doch vorher EXTRA MEHRMALS darauf hingewiesen hatte. Auf das ruckartig-hastige (völlig normale) Losziehen des Schlittens KONNTE das Kind verständlicherweise NICHT vorbereitet sein (P hat sich einfach zur Seite gedreht, weil da ein anderes Kind mit seinem Schlitten ankam). Das Kind wurde daraufhin unsanft (ganz, ganz, ganz leicht) von dem hohen Schlitten (aus MAXIMAL 30 cm Höhe) mit dem Kopf (mit der dick gepolsterten Schneeanzug-Wange) vom Schlitten gerissen (gerüttelt) und ist infolge dessen hart (seicht) auf den Boden GEKNALLT (lang gestriffen). Dabei hat es sich bestimmt mittelschwere (keine), eventuell bleibende Verletzungen zugezogen (ein bisschen Schnee ins Gesicht bekommen) und außerdem eine traumatisches Erlebnis erfahren müssen (sich erschrocken, weil es kalt im Gesicht war). Daraufhin war die Stimmung natürlich im Eimer (und K. war vorrangig pissig, weil sich P. nur von mir trösten lassen wollte und nicht von ihm. Haha!)

So jetzt wieder im Klartext:

Was mich daran angekotzt hat war, dass er ein totales Drama daraus gemacht hat und mich mit Vorwürfen à la “Ich hab’s dir doch gesagt und du passt dann MAL WIEDER nicht auf und dann passiert es natürlich doch!” behaftet hat. Erstens: “Mal wieder” (Ja klar, ich bin total UNFÄHIG auf mein Kind aufzupassen). Zweitens: Ich stelle mir vor, dass man in so einer Situation (und es war ECHT nicht schlimm) einfach gemeinsam das Drama-Kind beruhigt, ein bisschen in sich rein lacht und dafür sorgt, dass die Stimmung bald wieder okay ist. Stattdessen benimmt K. sich (für meine Begriffe) selbst wie ein Kind und zieht so eine “Das hast du nun davon, weil du nie auf mich hörst”-Nummer ab (-.-) Ich fand das mehr als albern und außerdem blöde, weil ich folgendes schon kommen sehe: In ein paar Jahren hat P. das “Spiel” gecheckt und wird in solchen Momenten noch extra “Aua” schreien und K. und mich dann schön gegeneinander ausspielen… Das habe ich ihm versucht zu erklären, er wollte das aber einfach nicht verstehen, weil er sich stur an der doofen Situation mit dem Schlitten festgehalten hat (um die es mir schon gar nicht mehr ging – typischer Frauenfehler).

Ich habe aber einfach keine Lust jedes kleine Drama von P. mit zu unterstützen und auch selbst eine große Nummer aus jedem “Aua-Weh” zu machen – ich “hasse” diese Art von Eltern! “Oh Gott, Junior, komm her, hast du Aua gemacht? Hast du Aua gemacht? Wenn ich den erwische, der dir das angetan hat…”

Ich finde, dass ein Kind mal hinfallen kann. Und ich finde, dass ein Kind sich mal die Finger einklemmen oder verbrennen kann. Vielleicht muss es das sogar. Es darf sich verschlucken, sich überfressen, sich ein Horn holen und stolpern… Und es darf (verdammt nochmal) beim Rodeln Schnee ins Gesicht bekommen! Solche Dinge passieren. Das gehört doch irgendwie auch dazu, oder?

Bin/war ich da zu “unsensibel”??

KEKSE my ASS!

Arrrrrrrrrrrrgh!!! Der, der die Kekse erfunden hat soll sich SOFORT im Sekretariat melden! Sie/Er/Es ist nämlich dafür verantwortlich, dass K. und ich um ungefähr 3 Millionen Nervenzellen ärmer sind, seitdem…

Das P. in der “Keks-Phase” (ist)!

Es gab mal eine Zeit, da hatte das P. noch keine Zähne. Die Zeit dauerte bei uns bis zum 4. Monat.

Es gab mal eine Zeit, da war das P. tendenziell untergewichtig und wir haben uns über jeden Krümel gefreut, den sie gegessen hat und über jede 100 Gramm, die sie zugenommen hat.

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass wir einige Sachen gut gemacht haben – also für uns “gut”. Wir haben ihr zum Beispiel keinen Schnuller angewöhnt, also werden wir ihr nie einen Schnuller abgewöhnen müssen. Wir haben ihr von Anfang an nur Naturjoghurt und Quark gegeben, nicht diese süße Pampe – sie liebt das Zeug! Sie schläft durch, schon fast von Anfang an. Und zwar 12 Stunden am Stück. Von 20 Uhr bis 8. Wir können uns nicht beklagen. Sie sitzt beim Essen am Tisch. Und so weiter. Irgendwas müssen wir also irgendwie richtig gemacht haben.

Und wir haben einige Sachen verkackt! Ich hab sie ganz am Anfang (ja! Vor allem aus Faulheit) an der Br.st nuckeln lassen, zur Beruhigung und zum einschlafen. Total gute Idee, wenn man ein mega-empfindlicher Hauttyp ist. Resultat: Dauergerötete, off.ne, jucke.de Br.stwarzen. Als ich nicht mehr konnte (sie war drei Monate alt), wollte ich ihr ab und zu Pulvermilch geben.Resultat: Krankenhaus, weil sie den Scheiß nicht vertragen hat. Als ich mit 12 Monaten endgültig abgestillt habe, war sie so an das einschlafen an der Brust gewöhnt (und ich wieder so schwach), dass sie nur beim Nuckeln an der Flasche eingepennt ist. Haben wir ihr abgewöhnt, jetzt schläft sie so.

Aber die Kekse: Was für ein ätzendes Scheiß-Thema!!! Es macht mich WAHNSINNIG!!!

Sie steht auf und sagt als erstes: “Giii?”. Kriegt sie nicht. Kurzes Ningeln, weiter erstmal nichts. Nach dem Wickeln läuft sie in die Küche zu dem Schrank, in dem irgendwann mal die Kekse gelagert wurden und verlangt nach: “Giii?” Kriegt sie nicht. Wutanfall. Ausraster. Hysterischer Schreikrampf vom feinsten. Beruhigung? No way! Wir bringen sie (ja, manchmal DESHALB brüllend) in die KiTa – und sind total erledigt. Eigentlich müsste ich in der Zeit arbeiten, aber ich erhole mich oft einfach und “wappne mich” für den Rest des Tages. Wir holen sie wieder ab, kaum ist sie Zuhause: “Giii?! Giii!? Giiii?!” Kriegt sie nicht – ich habe mir vorgenommen, dass sie nur noch einmal am Tag (zum Vesper) sowas bekommt. Dann ist kurzzeitig die Welt in Ordnung. Aber nur solange bis sie (meiner Meinung nach) genug hat. Das sieht sie grundsätzlich anders und auch dann gibt es wieder Stress. Man kann sie nicht ablenken, nicht mit ihr spielen, sie beruhigt sich nicht allein, sie ist erst ruhig, wenn sie einen ver*ickten Keks bekommt. Also nicht einen, sondern zwei Packungen oder so.

Was kann ich denn da machen???

Eine zeitlang sind wir gut gefahren, indem wir das einfach komplett ignoriert haben und wir dann einfach was anderes mit ihr gemacht haben. Geht nicht mehr. Sie dreht total am Rad. Sollen wir das einfach ertragen und beten, dass es so schnell wie möglich vorbei ist? Ich gebe (gerade in letzter Zeit, mir geht es einfach nicht gut gerade) immer häufiger nach, obwohl ich das nicht will. Aber ganz ehrlich? Ich ertraaaaaaaaaage dieses Gebrülle einfach auf Dauer (und JEDEN TAG) nicht :(

Mein Körper macht mich krank!

(Wer keine Lust auf einen Jammer-Post hat, der sollte an der Stelle nicht weiterlesen…)

ES KOTZT MICH AN! MEIN KÖRPER MACHT MICH KRANK!

Und dieser Satz stimmt in vielerlei Hinsicht…

Ich bin 23 Jahre alt und habe manchmal das Gefühl im Körper einer 80-jährigen zu stecken. Was haben sich meine Erzeuger eigentlich gedacht, als sie auf die Idee kamen gemeinsam ein Kind zu bekommen???

Ich fühle mich langsam wie ein beschissen paranoid-hypochondrischer Vollidiot. Ich bin permanent mit den Unzulänglichkeiten meines Körpers beschäftigt. Dauernd ist irgendwas. Ich fühle mich nie, nie, nie vollkommen leistungsfähig. Und ich kann mir das selbst nicht “verzeihen”.

Punkt 1: Neurodermitis

Habe ich seit meiner Geburt. Als Kind bin ich regelmäßig wie eine Mumie rumgelaufen, mit verbundenen Armen. Mit 5 oder so war ich zum ersten Mal 6 Wochen alleine zur Kur an der Nord- oder Ostsee und hab mich gefühlt wie im Heim. Im Sommer jucken meine Armkehlen und Kniebeugen und die Haut über meinen Augen und unter meinem Hals schuppt sich ab. Im Sommer-Ferienlager wurde ich liebevoll als “Schimmelpilz” bezeichnet, weil sich meine Haut bei kurzer Sonneneinstrahlung sofort einen Sonnenbrand einfängt und sich daraufhin schält. Im Winter kratzen zu warme Klamotten. Im Herbst und Frühling habe ich Probleme wegen Heuschnupfen.

Punkt 2: Allergien

Ich bin allergisch. Gegen so ziemlich alles. Tierhaare jeder Art, Schimmelpilze, Pollen, haufenweise Baum- und Strauchkram, Penicillin und wahrscheinlich gegen diverse Nahrungsmittel wie Nüsse und die ganzen Klischees. Daran hab ich mich gewöhnt. Das hat zur Folge, dass ich meine Lieblingsjahreszeit (Frühling) nie genießen kann, weil ich entweder total verquollen und verrotzt bin oder todmüde von den histaminblockierenden antiallergischen Pillen. Und ich kann viele gute Freunde nicht Zuhause besuchen, weil ich nach spätestens 10 Minuten weder gucken, sprechen noch atmen kann.

Punkt 3: Morbus Crohn

Vor etwa zwei Jahren kam die Diagnose Morbus Crohn. Mein Darm ist sozusagen überempfindlich und reagiert erstens total auf minimalsten Stress (WIRKLICH minimal) und verteidigt sich gegen sich selbst, sozusagen. Obwohl das nicht nötig wäre. Er greift also die eigentlich gesunden und wichtigen Zellen und Schleimhäute im Darm an. Ich hatte schon immer einen recht nervösen Darm. Wenn ich aufgeregt oder gestresst war, hab ich Durchfall bekommen (Ist das jetzt zu intim? Dieses Thema ist bei mir leider Alltag. Und es kotzt mich übrigens tierisch an, dass so unglaublich viele Leute das so unglaublich lustig oder eklig finden *schnaub*). In der Pubertät hat sich das gesteigert. 2008. Stress mit Leben und Band und Beziehung. Darm verrückt. Das hat dann nicht mehr aufgehört. Nachdem dir ewig Ärzte und Bekannte erzählen, dass du mal einen Gang runter schalten sollst, wird dann doch mal geguckt. Also: Chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Mein Lampenfieber wurde schlimmer und irgendwann bin ich ein halbes Jahr so gut wie gar nicht mehr vor die Tür gegangen, weil ich ständig Schiss habe, in irgendeiner unmöglichen Situation plötzlich aufs Klo zu müssen. Das nervt total. Keine entspannten Spaziergänge mit Freunden, Essen gehen ist auch eher uncool und eigentlich bin ich deswegen dauernervös. Ob Schub oder nicht. Diese Krankheit macht einen irgendwie ein bisschen bekloppt. Die “normalste Sache der Welt” wird zum Über-Thema. Ich habe keine Ahnung mehr, wie es ist, wenn die Ausscheidungen des eigenen Körpers einfach stinknormal und eben KEIN Thema sind.

Punkt 4: Hashimoto-Thyreoiditis

Wahrscheinlich der neuste Streich meines fantastischen Körpers *schrei* Und siehe da: Eine weitere Autoimmunerkrankung. (Fällt das denn eigentlich niemandem auf? Diese scheiß Krankheiten sind ALLESAMT Autoimmunerkrankungen… Mein Körper ist sein größter Feind!) Die Schilddrüse diesmal. Da werden irgendwie zu viele oder zu wenig Schilddrüsenhormone produziert und das beeinflusst so ziemlich viel, was das eigene Befinden angeht. Die Werte sprechen eindeutig dafür. Ich fühle mich beschissen. Schlapp, müde, antriebslos, total kaputt. Ich habe Herzrasen, ständig ein glühendes Gesicht und kalte Hände und fühle mich grundlos total zittrig-panisch. Die Ärzte sagen: “Eine spezifische Behandlung ist derzeit nicht erforderlich”. Na großartig! Pech gehabt, oder wie? Und WIEDER so eine beschissene Krankheit, die keiner so richtig ernst nimmt. So nach dem Motto: “Schlafen Sie sich mal richtig aus, dann wird’s schon wieder gehen.” Geht es nicht. Diese Zustände sind UNAUSHALTBAR! Und ich kann sehr wohl “Ich fühle mich ganz normal müde und geschafft” von diesen ständig wiederkehrenden Symptomen unterscheiden! Ich fühle mich total ausgelaugt und bin absolut nicht arbeitsfähig. Damit soll ich nun halt klarkommen, obwohl es ganz offensichtlich einen Auslöser gibt? Ich raff’s nicht.

Punkt 5: Und dann war da noch…

Ich war letzte Woche Freitag dann doch mal beim ALLGEMEINARZT (zu der Spezies sag ich jetzt mal nichts)… Seit etwa einem Monat schwillt etwas unter meiner linken Kieferhälfte beim Essen extrem an. Vorbelastungen (Krebs) in der Familie inklusive. Madame Ärztin glotzt mich also besorgt an, tastet hier und da und sagt: “Ja, schon sehr geschwollen” (Ach nee, danke!) Ich soll das untersuchen lassen… Röntgen und was weiß ich… Ach nee, doch gleich CT. Ob ich mir jetzt Sorgen machen muss, frage ich sie. “Naja. Ich kann nichts ausschließen. Schönes Wochenende!” Ich war total im Arsch und hab mich die nächsten Monate im Krankenhaus verbringen sehen. Irgendwann ist ja auch mal gut, oder? DREIUNDZWANZIG, verdammt!!! Jedenfalls sitze ich montags übernervös in der Radiologie und soll in die Röhre (PANIK! Siehe: Morbus Crohn – 15 Minuten in einer Röhre ohne Klozugang – kommt ihr langsam mit? (Falls an der Stelle überhaupt noch wer lesen sollte…)). Zum Glück musste ich da NICHT rein, weil: Ein Ultraschall hat gezeigt, dass das SPEICHELDRÜSENSTEINE sind. SPEICHELDRÜSENSTEINE? Wtf!!?? Was es nicht alles gibt. Wieder was gelernt. Die müssen jetzt jedenfalls raus und woher die kommen, dass kann mir irgendwie auch keiner erklären. Mir auch egal, Hauptsache es ist nicht das schlimmstmögliche.

Gut also. Ich haue mir jeden Morgen haufenweise Zeug rein… Mesalazin, Azathioprin gegen den Crohn, Kurkumin, Hericium-Vitalpilz (krasses Zeug!) und Vitamin D vom Antroposophen (ja! So weit ist es schon gekommen!) und Selen als erste Maßnahme für/gegen die Schilddrüse…

Besser geht’s mir trotzdem nicht.

(Obwohl: Nachdem ich 2 Monate diese Pilz-Kapseln genommen habe, ging es mir deutlich besser. Jetzt sind die alle und es geht wieder schlecht. Ist das jetzt Einbildung??)

Falls das irgendjemand gelesen haben sollte:
Hat irgendjemand irgendeine Idee, was da los ist???

Müssen die echt ALLES kommentieren?

“Selber laufen wäre aber besser, wissen Sie, ne?” raunzt mir die EZ2 zu, als wir uns kurz vor der KiTa treffen und ich das P. in der Manduca auf dem Rücken habe. “Da bewegt sich das Kind und Sie ersparen sich die Rückenschmerzen, ahaha”

Ich: “Ahhaha… Jaaaaaaa” *Stirn runzel* Dabei hätte man es ja belassen können. Aber nee, nee, nee… EZ2 holt aus:

“Wissen Sie, es ist ist wirklich besser, die Kinder selbst laufen zu lassen. Dann kommt der Kreislauf in Schwung. Und sie ist doch auch schon zu groß für das Ding, oder? Da tut Ihnen ja sicher der Rücken weh, oder nicht?!” Suggestiv-Frage.

Ich: “Aaaach, die war heute so schrecklich gelaunt und ja ja, sooonst, da lasse ich sie ja auch laufen, klar, immer. Und nööö, Rücken tut da eigentlich nicht weh. Sind ja immer nur die kurzen Strecken, wissen Sie?”

EZ2 weiß es besser: “Na sicher, das merken Sie ja nicht JETZT… Das rächt sich alles später, ganz bestimmt. Da werden Sie dann an meine Worte denken.”

Ich: “Hmhmn.”

Baaah, das nervt. Versteht mich nicht falsch. Ich mag die EZ1 und EZ2, solange sie sich mit meiner Tochter beschäftigen. Das können die gut. Mittlerweile mag ich auch die komische FSJlerin. Solange sie sich mit meiner Tochter beschäftigt und ich ihre Knatsch-Stimme nicht länger als 5 Minuten beim hinbringen und abholen ertragen muss.

Was ich nicht mag sind ungebetene Kommentare meiner Verfahrensweisen, MEIN Kind betreffend. Und was ich noch weniger mag ist meine absolut unzureichende Schlagfertigkeit frühmorgens kurz nach 9.

Ich trage mein Kind gerne, solange es noch geht. Und ich lasse mein Kind laufen. Ich versuche meinem Kind das Essen mit dem Löffel beizubringen. Sie hat nicht wirklich Bock drauf, ich habe keinen Bock auf Stress. Also lassen wir das langsam angehen. Mein Kind schläft bisher nur, wenn sie allein im Zimmer ist. Auch das wird sich ändern. Ja, ich ignoriere die Wutausbrüche und “auf den Boden werf-Aktionen” der P. oft, aber nicht immer. Und manchmal geb ich meinem Kind einen verdammten Keks, wenn ich das Genöle nicht länger aushalte. NA UND?

Mann ey. Ich fühle mich automatisch wie auf dem Schulhof. EZ2 ist die Lehrerin und ich bin die Schülerin: “Ja, ich habe in der Pause hinter dem Schulhaus geraucht und unerlaubt das Schulgelände verlassen. Das tut mir leid und es wird nicht wieder vorkommen.”

Arrrrrrgh! Meine Nerven!!!

Heute hat mein Kind mich ECHT genervt. Es wütet, es trotz, es ist beleidigt…

Heute morgen fing alles ganz gut an. K. bringt das P. in die KiTa, sie macht sich immer besser, isst mittlerweile widerstandslos mit. Morgen “darf” sie beim Mittagsschlaf zugucken. Ich bin gespannt. Ich habe den schnellen Erfolg des Flasche abgewöhnens noch nicht verdaut, glaub ich – sie schläft WIRKLICH einfach so ein! In der Hinsicht: Keine elterlichen Klagen.

ABER: Diese AUSRASTER ständig… Das hat sich die letzten Tage schon angekündigt und hatte ab heute Mittag seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht:

  • Auf Platz eins der Wutgründe aktuell unerreicht: Madame verlangt bestimmt nach einem “Giii? Giii?! Giiii!!!!!!!????” (= Keks) und bekommt aus diversen Gründen keinen: Wutanfall (in etwa 10 – 40 Mal am Tag)
  • Sie hat einen Keks / eine Schachtel / eine Cremedose oder andere wichtige Utensilien in der Hand, die in den Jackenärmel muss – man wagt es ihr kurz das Objekt der Begierde zu “entreißen: Ausraster.
  • Sie versucht in die Wanne zu steigen, schafft es aber nicht (und baden ist ohnehin auch nicht geplant): 10 minütiger Heulflash.
  • Quengelware im Supermarkt (die sie nicht bekommt): Unerträgliches Geningel mit Tendenz zum Kreischen.
  • Ich koche, sie will schon essen, es dauert aber noch (“leggar, leggar! da! da! bittä?!”): Das komplette Programm (inklusive auf den Boden werfen und den Kopf irgendwo aufschlagen oder an den Haaren zerren oder sich selber hauen)
  • Und weiteres, auf das man sich UNMÖGLICH einstellen kann (und vermutlich sollte): Vom auf den Boden setzen über’s auf den Arm nehmen bis zum Wasser trinken oder Reiswaffel statt Keks andrehen wollen oder Straßenbahn fahren oder in die Manduca setzen oder Strumpfhose anziehen oder Mütze aufsetzen oder es klingelt an der Tür oder oder oder…

So sehr ich mein Kind liebe… Heute habe ich mich seit langer Zeit wieder mal beim 2-minütigen “Aaaaaaaaaaaaah”-Schreien erwischt. Woraufhin (ihr ahnt es), dass P. einen saftigen Wutanfall echote (x_x) – und ich war fast versucht die Gute Nacht-Geschichte ausfallen zu lassen. (Hab ich aber nicht gemacht. Finde ich ja doof, sowas.)

Und noch ein bisschen Rumgeheule zum Schluss: Das P. war in den letzten Wochen so ein angenehmer, niedlicher, aufgeweckter kleiner Mensch. Die letzte anstrengende Phase hatten wir kurz bevor sie endgültig Laufen konnte und mit dem Laufen (und den acht durchgebrochenen Backen- und Eckzähnen) war sie urplötzlich vergessen. Urlaub war toll. Krippe geht gut. Babysitten bei den Großeltern klappt. Flasche abgewöhnt ohne Probleme. Und jetzt DAS!

Sicher… Das hat bestimmt einen ganz tollen Grund, wichtige Ursachen und es ist ganz garantiert ein mega-wichtiger Schritt auf dem Weg zur “Menschwerdung”, a–b–e–r: DAS MUSS JA AUC IRGENDJEMAND ERTRAGEN KÖNNEN (in einer Woche, in der die Mens. schon seit 5 Tagen auf  sich warten lässt, der Freund in gefühlt Übersee arbeitet – man quasi alleinerziehend ist – und irgendwie eh der Wurm im Inneren klemmt).

*seufz*

Von mir gibt es dafür ein eindeutiges: “Hääää?” Ich dachte die berühmte “Trotzphase” kommt erst so ab 3 ???

((Und die “Wart’s mal ab, das wird noch viiiiiiiiiiiiel schlimmer”-Kommentare sind hiermit AUSDRÜCKLICH-S-T untersagt!))