Hier einige ganz persönliche, ausschließlich auf unseren Erfahrungen basierende, Empfehlungen und Anti-Empfehlungen rund um’s Kind:
JA’s:
- TRAGEN
Manduca-Babytrage (mit 2 Wochen zum ersten Mal benutzt, schätzen gelernt und bis heute dem KiWa vorgezogen – inkl. allem ökologisch korrekten PiPapo). Am Anfang (bis etwa dritter Monat) ist übrigens ein Tragetuch am allerbesten – (hab ich aber erst später festgestellt und daher (leider) nicht gemacht)
- VERNETZEN
Sucht euch Mütter mit gleichaltrigen Kindern. Geht zusammen in eine Krabbelgruppe oder trefft euch bei jemandem Zuhause. Zieht den Kleinen, wenn’s warm ist, die Windeln aus und lasst sie nackig rumkrabbeln. Ihr könnt quatschen und euch austauschen oder heulen, die Kleinen bekommen Luft an den Po und alle sind danach meistens zufriedener als vorher. Teure Kurse oder so braucht man dafür meiner Meinung nach überhaupt nicht.
- SCHLAFEN
Wir hatten ein Beistellbettchen. Das ist ein kleines Babybett, dass man an das Elternbett dran machen kann. Am Anfang hat das P. auch oft mit im großen Bett geschlafen, weil ich sie oft in den Schlaf gestillt habe und auch nachts beim Stillen einfach eingepennt bin. Aber noch bis sie 12 Monate alt war, hat sie bei uns geschlafen und ist erst dann ins große Bett in ihr Kinderzimmer gezogen. Die Sache mit dem Beistellbett würde ich immer wieder so machen. Wir hatten ein FabiMax-Bettchen, weil wir das Geld für ein teures BabyBay nicht ausgeben wollten und waren zufrieden damit.
- ABHÄNGEN
Wir hatten in der alten Wohnung schon unseren “Diwan” – ich hatte das Bett aus meinem WG-Zimmer mit in die Wohnung von K. genommen und es hat dort das Sofa ersetzt. Die ersten Monate habe ich mit P. fast ausschließlich dort verbracht. In der neuen Wohnung haben wir die Matratze meines alten Bettes auf eine Art “Futonbettgestell” (fast ebenerdig) in P.s Zimmer gelegt. Das eignet sich perfekt zum Rumhängen – das Kind spielt oft friedlich vor sich hin, weil ihr anwesend seit und ihr könnt währenddessen in Ruhe lesen, schlafen oder sonstwas tun.
- ESSEN
Seit P. circa sechs Monate alt ist, futtert sie die Dinger ständig: Moniletti Mais-Stangerl. Nichts drin außer Mais, super längliche Form zum Festhalten auch schon für ganz Kleine… Perfekt! (Ich sollte langsam mal VK-Provision verlangen. Mittlerweile sind die im Bioladen regelmäßig ausverkauft wegen dem ganzen Weitersagen!)
- BERUHIGEN
Als das P. noch ganz klein war hat sie manchmal so schrecklich gebrüllt hat, dass ich es kaum ausgehalten habe. Irgendwann haben wir festgestellt, dass eine Sache zuverlässig hilft: Rauschen bzw. Sch-Laute. Weißes Rauschen aus dem Radio, Wellenrauschen von CD oder (und das war am besten): Kind pucken, auf die Knie nehmen, Kopf locker in beide Hände legen, die eignen Knie hin und her bewegen (das Köpfchen bewegt sich bzw. “schuckelt” dann etwa in euren Händen) und dabei mit dem Mund ganz nah ans Ohr vom Baby gehen und “SchSchSchSchSchSch” machen. Das P. ist 100 Mal innerhalb von Minuten eingeschlafen. K. hat die Technik am Ende richtig perfektioniert ;)
- BESCHÄFTIGEN
Bücher. Ab etwa 11 Monate waren die Soundbücher “Wer brüllt denn da?” und “Wer kräht denn da?” mit echten Tierstimmen und Knöpfchen auf jeder Seite – viel Spaß für’s Kind und (trotz Geräusch) wenig Nerv für euch! Später machen der kleine Maulwurf, Nulli und Priesemut oder Jasper.
- KLAMOTTEN
Wenn ihr euch irgendwie in Richtung Basteln fühlt, legt euch eine Nähmaschine zu – ich hab über die Kleinanzeigen eine Nutzbare für 50 Euro bekommen. Kindersachen nähen geht schnell, ist unkompliziert und ersetzt teure Yoga-Stunden ;)
- KOPFWARM
Mützen mit Kordeln / Knöpfen oder gleich Schalmützen – alles andere bleibt eh nicht da, wo es soll (Und das nervt! Besonders, wenn man das Kind vorzugsweise auf dem Rücken trägt.) Zum Selber machen: Empfehlen kann ich das Schnittmuster “Muraveinik” aus der Ottobre Kids 03/2011.
- WASSERDICHT
Den Softshell-Anzug von Jako-o kann und möchte ich euch echt empfehlen (Entschuldigt bitte die Werbung, aber das Teil ist DEFINITIV sein Geld wert! Versucht das Ding (so wie ich) gebraucht zu bekommen. Hält Spielplatz, Wind, Regen, Schmutz und scheinbar alles ab! Wir haben bereits den 3. der Art – also die dritte Größe…)
- PRAKTISCH
Wickelbodys für das Neugeborene. Kann ich nur empfehlen. Ich fand es am Anfang schrecklich, dem Baby irgendwelche viel zu engen Halsausschnitte über den Kopf zerren zu müssen. Am besten gleich bei der Erstausstattung damit anfangen.
- BABYSHALE
Die Maxi Cosi Cabriofix-Babschale (mit EasyBase!) – Bis 15 Kilo, wir fahren (mit 13 Monaten) immer noch darin. Eine der besten Anschaffungen überhaupt! Die Base steht fest im Auto und die Schale wird einfach reingeklickt. Flexibel ist man trotzdem, da man die Schale (in anderen Autos für kurze Strecken, z.B. Großeltern o.ä.) einfach angurten kann. Unser Nachfolger wird übrigens ein…
- RÜCKWÄRTSGERICHTETER SITZ / REBOARDER
Wir haben kein Auto und haben deshalb auch keinen Autositz. ABER trotzdem: In Skandinavien schon längst Normalität, hier in den Köpfen leider noch immer nicht angekommen. Kinder sollten bis zum vierten Lebensjahr rückwärts fahren. Ich empfehle an dieser Stelle dieses Video. Empfehlenswert ist der HTS BeSafe iZi Combi X3 (hier kann ich allerdings nur nach Tests und Nutzermeinungen urteilen, da wir selbst keinen eigenen besitzen). Bei den Zwergperten findet ihr umfangreiche Infos zum Sitz (und könnt ihn auch im Online-Shop bestellen). Weitere Infos zum rückwärtsgerichteten Fahren gibt’s auch in diesem Artikel der FAZ und in diesem weiteren sehr aufschlussreichen Video.
- FEUCHTE LUFT
Die empfohlene Schlaftemperatur für Babys liegt bei 16 bis 18 Grad. Außerdem sollte man für eine gute Luftfeuchtigkeit im Schlafraum sorgen. Vor allem bei Husten, Erkältung und Grippe ist eine gute Luftfeuchtigkeit eine gute Sache. Für uns hat ein Hygrometer zur Erstausstattung gehört. Diee sind z.T. wirklich günstig und eine absolut sinnvolle Anschaffung, wie ich finde. Dazu noch ein elektronischer Luftbefeuchter, vor allem wenn man (wie wir) in einer trockenen DG-Wohnung mit Gipskartonwänden wohnt.
- LESEN
Unbedingt: Jesper Juul, zum Beispiel mit Dein kompetentes Kind. Das ist ein Buch, das eigentlich allen Eltern zur Geburt geschenkt werden sollte. Weil vieles einfach so wahr und plausibel ist. Sei deinem Kind gegenüber aufrichtig! Sei ein Mensch und kein Eltern-Roboter! Auch der Leitfaden für faule Eltern von Tom Hodgkinson ist gut, um sich zu entspannen, obwohl eher unterhaltsam. Gerade in der heutigen Zeit ist sein Credo “Lasst eure Kinder in Ruhe!” einen wichtigen Punkt.
- SITZEN
Wir haben mit dem “Peg Perego Prima Papa” angefangen, weil man die Lehne in eine etwas liegendere Haltung stellen kann. Ist mir heute aber zu viel Plastik. Mit 13 Monaten kam endlich der Tripp Trapp von Stokke und das Klischee stimmt: Der Stuhl ist echt super! Den kann ich nur jeder Familie wärmstens empfehlen – wem der Preis zu happig ist, der sollte via eBay Kleinanzeigen nach einem gebrauchten Modell suchen. Unserer hat haufenweise Abnutzungsspuren, ist aber trotzdem noch einwandfrei zu benutzen.
- BÜCHER
Wir haben echt viele Bücher. Welche Bücher bei uns in welchem Alter besonders angesagt waren, findet ihr hier.
NEIN’s:
- BABY BJÖRN-Babytrage!
Bitte benutzt keine Baby Björn-Tragehilfe (Baby Björn Carrier), wenn ihr euer Kind tragen wollt! Die Haltung, in der die Kinder in der Trage hängen, ist absolut unnatürlich, da das gesamte Gewicht des Kindes auf dem Schambein hängt. Kleine Kinder sollten in einer etwas gekrümmten Haltung in der Tragehilfe sitzen, die Beinchen angehockt. Das ist bei der BB-Trage nicht der Fall, die Beinchen baumeln herunter. Außerdem wirbt der Hersteller damit, dass man die Babys auch in Laufrichtung tragen könne: Vollkommen unverständlich, weil diese Tragweise sowohl für den Kopf der Kinder (Stichwort Reizüberflutung) als auch für die Haltung absolut nicht empfehlenswert ist! ÖkoTest hat hierzu im März 2011 geurteilt: “Absolut inakzeptabel ist dagegen der Baby Björn Comfort Carrier: “Das Baby hängt in dem Gestell, dadurch kommt es zu einer starken Überstreckung der Wirbelsäule, die sich sogar negativ auf die motorische Entwicklung auswirken kann”. Eine etwas detaillierte Erklärung findet ihr hier.
- Babybadewanne (nie benutzt)
- Falls euch jemand die Bücher “Oh je, ich wachse” (= “Wie? Das kann dein Kind noch nicht? Dann gib ihm einen Klapps, das ist okay!”) oder “Jedes Kind kann schlafen lernen” (= “Sperr dein Kind einfach in sein Zimmer und lassen es brüllen, das braucht es!”) andrehen will oder ihr die rumstehen habt: Schmeißt sie weg. Das sind beknackte Bücher, die mehr verunsichern als alles andere und meiner Meinung nach eine Reihe mehr als fragwürdige “Ratschläge” geben.
- Angelcare-Windeleimer, weil sinnlos. Auch andere, als Windeleimer verkaufte Mini-Mülleimer sind blödsinnig, weil viel zu klein. Wir haben einen stink-(im wahrsten Sinne des Wortes)-normalen 60l-Mülleimer. Da passen ‘ne Menge vollgekackte Windeln rein und wir haben ihn schon mehrfach als eine der besten Anschaffungen fürs Kind bezeichnet.
- Dicke, wattierte Schneeanzüge für das Neugeborene – unmöglich die kleinen Ärmchen da rein zu bekommen, dann lieber viele Schichten und ein warmer Fußsack
- überteuerter Kinderwagen (Stichwort Bugaboo, Emmaljunga): Ja, auch ich wollte so eine Luxus-Karre haben und bin mehr als froh, dass uns einfach das Geld dafür gefehlt hat. Weil: Brauchten wir nicht. Die Babywanne wird in etwa sechs Monate benutzt und eh gepolstert mit Decke oder Schafsfell. Achtet lieber darauf, dass der Sportwagensitz Sinn macht (mit Verstellmöglichkeit in verschiedene Sitz-/Liegepositionen, sinnvoller Position des Sicherheitsbügels, etc.) oder kauft euch einen billigen, gebrauchten Wannen-KiWa und investiert dann, wenn ihr wisst, was ihr und das Kind brauchen in einen ordentlichen Sportwagensitz (oder gleich eine gute Tragehilfe).
- überteuerte Baby-Markenklamotten (Petit Bateau und Konsorten…). Passen nur ein paar Wochen und sind irgendwie für’n A.sch. Außer dass die relativ süß aussehen können die nämlich nichts. Achtet lieber darauf, dass die Klamotten bequem für die Babys sind. Mit breiten Bündchen an den Hosen zum Beispiel. Und KEIN MENSCH braucht Rückenknöpfe bei Kinderklamotten für kleine Babys. Weihäl die da ja dauernd drauf liegen müssen.
- zu viel Spielzeug. Dann lieber immer mal wechseln – also einige Sachen anbieten, den Rest erstmal unsichtbar machen. Alltagsgegenstände faszinieren insbesondere Kleinkinder eh mehr. Das P. hat erst mit 2,5 Jahren angefangen, sich wirklich für Lego etc. zu interessieren.
ÜBERSCHÄTZTES SPIELZEUG:
Spielzeug, was oft für ein bestimmtest Alter empfohlen wird; wofür sich das P. aber gar nicht interessiert hat:
- so ein eklig klingendes Mini-Xylophon
- eine Stoffpuppe ab dem 1. Geburtstag
- ein Brummkreisel
- das berühmte Rody Hüpfpferd
DAGEGEN WAR DER RENNER:
- Bild mit schwarz-weißen Sternchen (ab Geburt)
- Knisterbuch mit starken (!) Farben und Kontrasten (4 Monate)
- Puky Wutsch (1,5+)
- Knete (2+)
- Spielküche (2+)
- dicke Malstifte (2+)
- Kinder-Arztkoffer (2+)
- Aufkleber (2,5+)
- Kinderschere (2,5+)
- Stempel (2,5+)
- Lego duplo (2,5+)
- Taschenlampe (2,5+)
To be continued… Anregungen eurerseits gerne in den Kommentaren!
Pingback: Neue Empfehlungs-Rubrik! « BABYKRAM & KINDERKACKE
so unterschiedlich kann es sein :)
den windeleimer find ich z.b. superpraktisch. auch auf meine (teuren) kiwas würd ich nicht verzichten wollen, wobei wir “nur” einen gesslein und jetzt einen hartan haben. und auch hier wieder ganz anders: den sportwagenaufsatz haben wir fast gar nicht genutzt und uns stattdessen ziemlich schnell nen buggy zugelegt. und auch bei deinen JAs erschließt sich mir die sinnhaftigkeit dieses anzugs überhaupt nicht ;)
aber spannend find ich es allemal, wie andre mütter das so sehen und erfahrungsberichte sind sowieso viel wert ;)
Den Anzug werd ich mir mal für nächstes Jahr merken, mal sehen ob’s den dann bei eBay gibt oder so.
Wir haben so einen Mini-Mülleimer und bringen den etwa alle 3 Tage runter, viel länger würde ich die vollen Windeln auch nicht sammeln wollen. ^^
Und worin badet ihr die Kleine denn?
Und teure Babyklamotten erschließt sich mir der Sinn auch nicht ganz, da man die ja eh alle paar Wochen komplett neu einkleiden muss und unsere Sachen am Anfang auch regelmäßig von oben bis unten vollgekackt/spuckt wurden. Aber ist wahrscheinlich alles auch eine Frage der finanziellen Mittel. ^^
wir haben gar keinen extra-windeleimer, sondern packen die in den ganz normalen hausmüll, der wird am regelmäßigsten geleert.
zum babybjörn: das gesamte gewicht des kindes ruht durch die unvorteilhafte haltung auf seinem schambein, könnte man vlt noch dazu schreiben
hauck, chicco, hello kitty usw sind auch mist.
generell: wer 600 euro fürn kiwa ausgeben kann, soll sich bitte auch einfach ne vernünftige tragehilfe besorgen!
Die Info zum BabyBjörn hab ich mit rein genommen, Danke dafür!
Die 600 Euro-Tragehilfe-Ansage find ich ein bisschen radikal ;) Ich kann die Menschlein, die gerne einen KiWa nutzen schon verstehen (allerdings nicht unbedingt für den Preis). Aber ICH finde Tragen total praktisch und angenehm…
nichts gegen kinderwagen-nutzer.
ich versteh bloss immer nicht, warum für den monate im voraus recherchiert und gespart wird, aber ne manduca ist dann zu teuer.
da solls dann die 20-euro-trage von rossmann tun.
(wobei man dem kind damit wesentlich mehr schaden kann als mit nem billig-kinderwagen)
SuperSache: ein großes Bett im Babyzimmer. Dann kann ein Elternteilchen in seinem/ihrem oder dem Familienbett doch mal mehr schlafen. Sollte der kleine Mensch Nähe/Liebe/Futter wollen ist dafür in seinem eigenen Bett genug Platz. Also kein Streicheln durch Gitterstäbe, kein mit-rein-quetschen und so.
Auch super: Ein Mobile das so leicht ist, dass es sich durch pusten antreiben lässt. Nix Armausstrecken sondern kuscheln und pusten und sich irgendwann freuen, dass der kleine Mensch mitpustet.
Vielen Dank für diese Liste – haste prima gemacht und ich find, die könnte man mal weiterverbreiten.
Nachtrag Reboarder: nein, beim Rückwärtsfahren wird Kindern nicht eher schlecht als beim Vorwärtsfahren (entweder es wird ihnen sowieso übel oder gar nicht), nein, die Kinder sehen nicht weniger beim Rückwärtsfahren, im Gegenteil, sogar mehr und für die kindlichen Augen angenehmer, weil das “Hinterherschnellen” entfällt sondern alle anvisierten Objekte langsam aus dem Blickfeld verschwinden, und nein, die Kinder bekommen keine Bein- oder Beckenkrämpfe, da erstens genug Platz zwischen Kindersitzrand und Autorücksitzlehne ist, um Kindis Beine zu platzieren und zweitens Kinder bis etwa zehn Jahre absolut problemlos und gern längere Zeit in Schneidersitz und anderen, uns Erwachsenen eher fragwürdigen Sitzpositionen verharren.
Sehr lustig, wie unterschiedlich das wirklich ist! Und es ist halt doch so, daß die einmal Mamis mit Kindern unter 3 sich immer berufen fühlen, dem Rest der Welt jetzt mal zu sagen, wie es ist und nicht anders ;) Ich denke, es gibt keine absolute Antwort, weil alle Kinder und alle Eltern unterschiedlich sind.
Wir hatten und haben beispielsweise einen Babybjörn, der super ist (ist allerdings ein anderer).
Ich würde meinen “überteuerten” Hartan NIEMALSNIE tauschen! Kann aber dafür getrost auf einen Buggy verzichten, das kann der nämlich auch und die Babywanne (in die man noch ewig gepasst hätte, die aber nicht gefiel, weil man nicht gern liegt) ist zum Fußsack geworden.
Auch die Babybadewanne hatten wir verhältnismäßig lang im Einsatz und würde auch jetzt Wasser sparen…
Rückwärtsgerichteter Sitz ist sicher eine prima Sache – wenn das Kind mitmacht und dann nicht 4 Stunden von FfM bis LE brüllt, weil es rückwärtsfahren scheiße findet (ob das wegen Schlechtwerden oder der Tatsache, daß es nix sieht ist, sei mal dahin gestellt, für kurze Strecken ist reboarden gut und sicher auch besser, wenn das Kind mitmacht – es funktioniert aber halt nicht alles universell für alle)
Was das Schlafzimmer angeht, hab ich noch einen Geheimtipp für Angsthasen: http://www.ploetzlicher-kindstod.org/index.php?verhindern
gibt es hier für weniger als 50 €: http://www.pharmacy2u.co.uk/productdetail.aspx?code=BASMCA
Ich glaube dran und habe tausend mal ruhiger geschlafen das erste Jahr!!!
Und das Mama-Gäste-Bett haben wir auch im Kinderzimmer ;)
Line;
bzgl Babybjörn – es geht nicht darum, ob man die persönlich mag oder nicht, es geht darum, dass sie ergonomisch einfach nicht sinnvoll ist.
Im Übrigen glaube ich nicht, dass hier irgendwer irgendwem sagen will (oder sich dazu berufen fühlt zu sagen), wie etwas ist oder eben nicht, sondern die Autorin sprach gleich zu Beginn ihrer Ausführungen von “Empfehlungen/Anti-Empfehlungen”.
Und bzgl Reboarder – krass ausgedrückt: lieber ein unzufriedenes als ein totes oder schwerverletztes Kind.
Da hast Du natürlich recht. Ich bezweifle aber stark, daß unser Auto sicherer wird, wenn der Fahrer vom brüllenden Kind abgelenkt ist.
Über Babybjörn habe ich schon beides gelesen, muß ich sagen – und über unser Modell nichts schlechtes, aber nun ist das Kind ohnehin langsam zu schwer dafür.
Was ich noch empfehlen könnte sind: Ein Dampfsterilisator, wenn man Schnuller benutzt; den NUK-Flaschenwärmer, Milchpumpe (und auch da scheiden sich ja die Geister) und das Avent Aufbewahrungssystem. Was ich toll finde, aber für uns nicht sinnvoll war, war dieser Dampfgarer von Avent – das Kind wollte leider nicht wirklich lange Brei haben, sondern gleich selber halten und essen.
Und ich darf diese Art Listen für nicht sinnvoll befinden, glaube ich. Es gibt gefühlte 1,000 davon im Netz und alle widersprechen sich und (von den Fakten, daß die neuen Modelle von Babybjörn wohl ergonomisch nicht gut sind mal abgesehen) alle haben sie recht, weil nun mal jede Familie anders tickt. Was die einen totalen Schwachsinn finden, finden andere total toll und wichtig (Beispiel “Cool Twister” mit dem ich nix anfangen kann). Ich glaube, der beste Rat, den man geben kann ist der, sein Kind erstmal kennen zu lernen – und Wickelbodies ;) Da sind sich auch mal alle einig.
Und man muß ja auch nicht immer alles sofort glauben – http://www.urbia.de/archiv/forum/th-2641675/Zeitschrift-quot-Eltern-quot-befuerwortet-Baby-Bjoern-hab-ich-was-verpasst.html
nur mal so zwischendurch: ich habe die manduca parallel zum emmaljunga(luxus-)kinderwagen genutzt und mein kind lag 14 monate in der wanne! ;-) auch heute nutzen wir ihn häufig und gern! neben dem angelcare-windeleimer und der babybadewanne (etwa 15 monate genutzt) eine der besten anschaffungen für uns! ;-)
was für den einen unnütz, ist für den anderen unglaublich praktisch und toll! <3
gruß
Ich mag die Liste. Der Manduca ist so ziemlich eine der wichtigsten Anschaffungen bei uns, neben der Doppelmilchpumpe. Allerdings haben wir auch für den Kinderwagen etwas mehr ausgegeben: Hintergrund: Wir brauchten ein Modell, das sich so klein machen lässt, dass es in unseren Kleinwagen passt. Denn die Alternative neues Auto oder etwas teurerer aber dafür kleiner Kinderwagen war dann doch recht eindeutig…
Die Babybadewanne haben wir übrigens auch in fleißgster Nutzung… wo badet man denn sein Kind sonst, wenn nicht da drin? Ins Waschbecken passt es schon lange nicht mehr, und die große Badewanne nimmt doch schon enorm viel Wasser und ist anstrengender in der Reinigung – zumal wir Eltern sie nie benutzen, also eigentlich auch nicht regelmäßig reinigen müssen…
Ich würde mich freuen, wenn du noch mehr Tipps zum Thema Kindersachen selbst nähen geben könntest… wo bekommt man taugliche Schnittmuster und geeignete Stoffe her, die nicht mit Schadstoffen belastet sind?
Das ist ja auch echt von Mama zu Mama / Familie zu Familie unterschiedlich. P. haben wir am Anfang im Waschbecken gewaschen (sie war ja aber auch echt winzig!) und dann mit in die große Wanne genommen. Ich fand das baden in der kleinen Wanne total umständlich, mit dem halten und gleichzeitig waschen und so. Heute machen dir Wanne immer nur etwa 1/4 voll.
Schnittmuster / Nähen
Schnittmuster suche ich im Netz, bei dawanda oder bekomme ich aus der Ottobre und passe sie an. Wenn ich Kauf-Klamotten habe, die ich vom Schnitt gut finde, dann zeichne ich den Schnitt auch schon mal ab. Stoffe: Bestell ich oft bei Michas Stoffecke. Da sind auch einige made in Germany… Ansonsten gibt’s auch einige Seiten wo’s Bio-Stoffe gibt… Leider muss man dafür dann auch wirklich den entsprechenden Geldbeutel haben. Nähen ist leider kein billiges Hobby und ich komme viel zu selten dazu.
Also ich kann eine Babywanne nur empfehlen. Mein Sohn ist acht Monate alt und badet immer noch darin. Mein Mann und ich baden beide nicht gern und aus diesem Grund ist die kleine Wanne echt praktisch. Von der Wasserersparnis mal ganz abgesehen.
Bei den Mützen stimme ich dir absolut zu, ein Krampf die Dinger nicht ständig über den Augen zu haben…
Wickelbodys fand ich wiederum absolut unnötig, kommt wohl sehr aufs Kind an, meinem Sohn machte das über den Kopf ziehen gar nichts aus.
Eine Manduca nutzen wir auch, beim nächsten Kind werde ich auch viel früher mit dem Tragen anfangen…
Ich nutze in der Zwischenzeit gar keinen Windeleimer mehr, sondern jede Windel kommt einzeln in eine Kosmetikeimermülltüte und wandert sofort in die große Tonne.
Viele andere Sachen von deiner Liste stehen bei uns ja erst an und ich freue mich jetzt schon, deine Tipps umzusetzen.
Vielen Dank für die vielen Hinweise, du hast jetzt definitiv eine neue Leserin gewonnen!
Gruß Bea
Die beste Investition ever war bei uns der Beco Baby Carrier! Wir haben M1 stundenlang darin getragen meist Nachts wegen Krämpfen. Er mochte aber auch einfach unsere Nähe. Dazu hatten wir einen Gymnastikball auf dem wir dan gesessen/gehopst sind. Das hat Wunder gewirkt.
Letzten Sommer hatten wir M1 in den Ferien mit 40 Grad Fieber noch damit auf dem Rücken getragen. Er war da 2.5 Jahre alt. M2 habe ich von Anfang an auch praktisch nur getragen. War für mich einfach einfacher als auf ein wildes M1 und einen Kiwa aufzupassen. So hatte ich M2 immer dabei.
Zum Schlafen muss ich sagen, wir haben unsre Kinder (jetzt 1 und 3) noch immer links und rechts neben unserem Bett in ihren Betten. Ich geniesse das total und das “ins Bett bringen” und “durchschlafen” klappt so problemlos wie ich es mir nur wünschen kann. Das Buch: Jedes Kind kann schlafen lernen bekam ich bei meinem ersten Kind von einer Nachbarin und bin sooooo froh dass ich das nie, nie, niemals nicht bei meinen Kindern angewandt habe. Ich persönlich finde es schrecklich. Ich zeige meinen Kindern Grenzen auf aber beim Schlafen ( und beim Essen) lass ich lieber mal fünfe grade sein.
Das mit dem Schschschschsch haben wir erst bei M2 herausgefunden und ich möchte anmerken dass es in 99 von 100 Fällen funktioniert. Ercht wahr!
Den Rest kann ich so mehr oder weniger auch unterschreiben. Kiwa haben wir nen Phil&Teds gekauft und ich find ihn den grössten Blödsinn überhaupt. Wir planen im Moment keine weiteren Kinder mehr aber sollten wir irgendwann noch eins bekommen wird das eh getragen bis es so gross ist dass es in einen einfachen Schirmbuggy passt. M2 wird mit ihren 12 Monaten übrigens immernoch gerne getragen.
Rückwärts-Autositz kenn ich für grössere nicht. Wir haben für beide den Maxi Cosi Priori XP und ich bin sehr zufrieden mit denen.
Ausser bei der Babywanne bin ich anderer Meinung (in der hab ich schon als Baby gebadet) wir sparen so Unmengen an Wasser. Mein Mann und ich baden ebenfalls beide nicht so gerne und so können unsre beiden Monster (meist nacheinander, sassen aber auch schon zusammen drin, das wird dann aber eng:-)) mal schön in der Wanne planschen.
Generell find ich solche Listen auch nicht schlecht weil man sich ja selber rauspicken kann was einem zusagt und was nicht.
Was ich aber am wichtigsten finde und es ist schade dass mir dass keiner gesagt hat als ich ganz frisch Mutter wurde: zieh dein Ding durch und lass dich nicht vom elenden Geschwätz und (gutgemeinten) Ratschlägen von Schwiegermüttern, Nachbarn, Bekannten oder wem auch immer zuschnorren. Zu guter letzt tragt ihr die Verantwortung für eure Monster und müsst mit euren Entscheidungen leben und nicht die anderen. Ich hatte zum Beispiel lange bis ich zugeben konnte dass meine Kinder bei uns im Zimmer (teilweise auch bei uns im Bett) schlafen. Früher hat mich das total verunsichert wenn Leute mich über unsere Schlafsituation ausfragten oder warum wir unsere Kinder soviel tragen oder das böse, böse Pucken (was ich auch erst bei M2 ohne! schlechtes Gewissen gemacht habe. Ich stosse auch heute noch auf Unverstäntnis wenn ich den Leuten meine riesige Bettenlandschaft präsentiere, es ist mir aber inzwischen egal. Ausserdem ist es zum rumtoben oder kuscheln oder Purzelbäume üben total genial:-)
So jetzt bin ich aber fertig :-)
Liebe Grüsse und gute Nacht,
Rylana