Umfrage: Was macht ihr…?

… (meistens), wenn eure Kinder schlafen?

Warum fremdeln Kinder?

Ja warum denn nur?

Säuglinge unterscheiden recht schnell zwischen Mutter (oder Bezugsperson) und leblosen Dingen. Sie spüren, dass sich Empfindungen, Gefühle und Erlebnisse wiederholen. Noch etwas später nehmen sie Beziehungen wahr – von ihnen selbst zu Personen und Gegenständen, aber auch von Personen und Gegenständen zu anderen Dingen und anderen Personen, die nichts mit ihnen zu tun haben müssen.

Der Säugling merkt auch bald, daß Wesen und Dinge untereinander Beziehungen eingehen und auch unabhängig von ihm miteinander etwas anstellen. Das sind für ihn Geschehnisse. Wenn er wach wird, wird er z.B. von einem Wesen, meistens seine Mutter, auf dem Bettchen hochgehoben und auf ein Ding, einen deutlich härteren Untergrund als das Bett gelegt (Wickeltisch). Dann wird er von Dingen entkleidet (er spürt nur, daß ihm etwas über die Haut gezogen wird, das vielleicht klemmt oder kratzt), und danach wird er zwischen den Beinen mit einem kühlen oder warmen, fließenden Ding (nämlich Wasser, o.ä.) berührt und abgerieben. So geht es stetig fort. Das Wesen, die Mutter, flüstert, raunt, lächelt, liebkost, streichelt, spricht, die Dinge fühlen sich irgendwie an, fließen wie Wasser, blenden hell wie die Lampe, oder tun von sich aus überhaupt nichts wie der Schrank oder das Bild an der Wand. Mutter, Flüssigkeit, Licht und Dinge wie Kleidung und Bild kommen zu bestimmten Zeiten zusammen vor und verursachen an ihm, dem erwachenden Subjekt ein Geschehen. Das Wichtigste dabei ist: es gibt angenehme Geschehnisse und unangenehme. Einem bestimmten Geschehen folgt ein anderes und diesem wiederum ein anderes. Sind alle diese Geschehnisse angenehm, verspürt nun das Subjekt im Säugling ein freudiges Gefühl, dem er, sobald ihm seine Gesichtsmuskel einigermaßen gehorchen, durch ein Lächeln Ausdruck verleiht.

Empfinden Säuglinge etwas als unangenehm, fühlen sie sich unwohl und drücken das z.B. durch Schreien aus und wollen damit sagen „Es soll aufhören“.

Die kleinen Menschlein merken, dass es eine Person (zunächst ein Ding von vielen) gibt, die permanent mit etwas zugange ist, was immer in diesem Moment für sie spürbar ist: Der eigene Körper. Der Säugling spürt den Körper nur dann als Teil von sich, wenn die Mutter mit ihm beschäftigt ist.  Ist diese Verbindung nicht mehr da, empfindet das Kind eine ungeheure Angst. Es spürt sich nicht mehr und ist verwirrt. (Stichwort: „Das Leih-Selbst“) Die Mutter bzw. die primäre Bezugsperson ist für den Säugling tatsächlich etwas existenzielles und insofern ist eine Trennung von ihr verbunden mit existenzieller Angst.

In Situationen, die dem Kind Angst machen, weil sich ihm z.B. eine mehr oder weniger fremde Person nähert, zeigt das Kind der Mutter, dass es sich fürchtet (Schreien, Hinwendung zur Mutter) und geht davon aus, dass die Mutter es beschützt. Die Situation muss dabei nicht bedrohlich sein. Das Gefühl des Unbehagens oder der Furcht entsteht urplötzlich in dem Kind, es kann die Empfindung noch nicht kontrollieren oder reflektieren – es kann die Situation allein noch nicht „aushalten“.

Die Zeit des Fremdelns beginnt ganz vereinzelt noch vor dem 4. Lebensmonat, geht dann mit etwa einem halben Jahr ihrem zahlenmäßigen Höhepunkt entgegen und läßt danach wieder langsam nach, um wiederum in Einzelfällen beinahe nahtlos in ein der Trennungsangst ähnliches Verhalten im Rahmen der Anhänglichkeit (s.u.) überzugehen. Das hat frühere Interpretatoren dazu veranlaßt, von einer Achtmonatsangst zu sprechen, um ängstliches Verhaltens bei Säuglingen in einem Begriff zu erfassen.

Nach 6 Monaten beginnen Kinder langsam ihre Umgebung genauer wahrzunehmen. Sie bemerken, wenn sie sich in einer unbekannten Umgebung befinden.

Da der Säugling zur Orientierung und Absicherung seiner Position die gewohnten Umgebungsmerkmale immer wieder „aufsucht“, wird deren gänzliche Umgestaltung wieder jene Unheimlichkeit in ihm hervorrufen, die er gerade in seiner vertrauten Umgebung überwunden hat.

Was sagt uns das? Unsere Kinder BRAUCHEN uns, um sich halbwegs im Klaren darüber zu sein, wer und wo sie sind.

Sie klebt.

Und zwar an MIR!

Jeder anderweitige Personenkontakt wird weitgehend verweigert. Andere Menschen sind aber auch äußerst furchteinflößend. Papa zum Beispiel. Oder das seltsame Kind im Spiegel. Oder Oma. Alle komisch.

Das ist jetzt in etwa die dritte und bisher schlimmste Fremdel-Phase oder besser: Anhänglichkeits-Phase. Das fing in Italien schon an (okay, ungewohnte Umgebung), dann ging es hier weiter (okay, Umstellung auf Zuhause) und hört auch nach zwei Wochen nicht auf (okay, ich habe abgestillt. okay, sie ist krank).

Sie wirft sich entrüstet auf den Boden, wenn ich kurz auf Toilette gehen will. Sie setzt sich fordernd auf die Schienbeine und streckt mir die Arme entgegen – das heißt: „Ich will JETZT auf deinen Arm. S-o-f-o-r-t!“ Manchmal bekomme ich diese „Aufforderung“ allerdings nicht mit und steige über sie hinweg, wenn sie mir „im Weg“ sitzt. Das darauf folgende Schauspiel hat sich gewaschen: Da wird getreten und gezetert und sich auf den Boden geworfen (bevorzugt mit dem Hinterkopf zuerst) und keine Ruhe gegeben, bis sich endlich komme und sie hoch nehme. Und vor allem: Nicht wieder irgendwo absetzen. Das würde mir ja so passen, jetzt, wo ich e-n-d-l-i-c-h gekommen bin, um sie rumzuschleppen, gibt sie diese hart erkämpfte Position – verständlicherweise – so schnell nicht wieder auf.

Zugegeben: Oft finde ich das geradezu rührend und ich kann es auch wirklich nachvollziehen. Das Stillen fehlt und sie braucht jetzt doppelt so viel Nähe. Sie entdeckt ihre Welt mal wieder neu, ist auch sehr interessier im Moment und fühlt sich zudem nicht wirklich wohl in ihrer Haut, weil sie krank ist. Außerdem verbringen wir auch sehr viel Zeit zu zweit. Aber oft ist es dann doch mehr als schwer zu organisieren. Wohin mit dem Klebstoffkind beim Kochen? Wenn man aufs Klo will. Oder sich waschen, umziehen, Schuhe anziehen, irgendwas schweres/giftiges/klebriges/heißes bewegen. Oder wenn der Arm irgendwann einfach mal weh tut… Oder man (man möge es mir verzeihen) einfach mal 5 Minuten ohne Anhang sein will.

Weil mich so etwas interessiert (und euch vielleicht und hoffentlich auch) folgt jetzt mein erster „Magazintext“ zum  Thema:

➷➷➷ FREMDELN & ANHÄNGLICHKEIT

Angstzustände.

Vormittags 12:30. Das P. schläft, weil sie um die Uhrzeit immer schläft.

– Im übrigen hat das in mir eine der ersten panischen Mütterfragen ausgelöst, als die Krippenbegängnis des Kindes greifbar im Raum stand: OH MEIN GOTT! WIE SOLL DAS DENN BITTE GEHEN?! MEIN KIND BRAUCHT SEINEN V-O-R-MITTAGSSCHLAF! VOR DEM MITTAGESSEN! DAS IST ENORM WICHTIG, SONST LÄUFT HIER G-A-R NICHTS!!!) –

Prinzipiell ist das erstmal großartig: Das Kind pennt tatsächlich täglich von etwa 10 bis 13 Uhr, als würde ein überdimensionaler Wecker in ihr das kontrollieren. Super. Da kann man mit planen.

10:00 – FREIHEIT! 3 – (in Buchstaben: DREI) – Stunden FREI!!! YEAH! PARTY! Also fast: In aller Ruhe Tee trinken, duschen, watweeßick…

10:30 – Erste Euphoriewelle verflogen. Rechner.

11:30 – 9 Blogaktualisierungen gelesen, 7x Facebook aktualisiert, 3x in diverse Foren gesenft.

12:30 – Texterjobs durchforstet, nach billigen Gebrauchtwagen gesucht, Facebook 3x aktualisiert

13:03 – nervös.

13:05 – Sollte ich nicht mal gucken? Sie schläft jetzt schon über drei Stunden… Ist das noch normal?  Irre Szenarien von Kind-mit-Bettdecke-um-den-Hals-gewickelt-und-qualvoll-erstickt über Kindskopf-klemmt-zwischen-Gitterstäben (nicht, dass das tatsächlich möglich wäre) bishin zu SID. … Ich geh jetzt mal gucken. Kann ja leise sein.

—- M – O – M – E – N – T —-

BIST DU EIGENTLICH VÖLLIG BEHÄMMERT???

Sie schläft! Andere würden Unsummen dafür bezahlen, ihr Kind für drei Stunden regelmäßig und am Stück im Traumland zu wissen und de facto frei zu haben. Wenn du da jetzt reingehst, dann w-a-c-h-t sie a-u-f. Garantiert! Was soll der Mist?!

Ja. Was soll der Mist?! Warum ist man bitte so gluckenhaft überbesorgt? Warum kann man das Kind nicht schlafen lassen? Wenn K. sich mittags hinlegen würde, und mehr als drei Stunden am Stück schlafen würde, würde ich doch auch nicht reinrennen, seine Nackentemperatur (wegen der „Überhitzungsgefahr“), seine „Füßchen“ *hust* (wegen der Verkühlungsgefahr) und seinen Atem (man hört doch so viel) kontrollieren. Warum gelten denn beim Kind andere regeln? Jaja, ich weiß. Schutzbedürtig usw. Blabla. Aber trotzdem: Hört das irgendwann auch mal wieder auf???

Zervixschleim und Ohrknorpel

Ach, wo wir vorhin doch beim Reinsteigern waren ;) Da hatte ich euch doch glatt mein Fundstück des Tages vorenthalten. Als ich mich über das wunderschöne Thema „Zervixschleim“ belesen habe, stolperte ich über folgendes:

Während der Periode ist der Muttermund leicht geöffnet. Danach fühlt er sich fest und hart an und verfügt über eine Konsistenz wie Ohrknorpel.

Je näher die fruchtbaren Tage rücken, desto weicher fühlt sich der Muttermund an und die Konsistenz erinnert an das Ohrläppchen. (…)

(Quelle: http://www.fruchtbare-tage-berechnen.info/fruchtbare-tage-berechnen/fruchtbare-tage–kinderwunsch/fruchtbare-tage-schwanger-werden.php)

Ohne Worte!

Vorhin…

…dachte ich mir noch: „Iss jetzt die fünf letzten blöden Lebkuchenherzen auf, dann sind sie endlich weg.“ Dann war mir schlecht.

Jetzt find ich das blöd, dass die weg sind -_- SCHOKOLADE!!! JETZT!!!