Krippenplatz (Das überraschend gute Ende)

Ich versuche ja ansonsten mich mit den zu klischeehaften Themen, die man in fast jedem MamBlog nachlesen kann, zurückzuhalten – von zu detaillierten Beschreibungen des Windelinhalts bis zu allzu normalen Banalitäten. Aber heute muss es doch sein:

Wir haben einen Krippenplatz für unser Kind! Ab Januar!

Dass es in diesem Land mit verfügbaren Krippenplätzen kaum besser aussieht als vermutlich in naher Zukunft mit den weltweiten Festplattenkapazitäten, dürfte allgemein bekannt sein. Wenn man dann noch 1. dazu neigt, sämtliche Fristen, Termine, etc. grundsätzlich gannnnnnz knapp zu verpassen und 2. genau in der Zeit einen Platz benötigt, in der die Stadt beginnt ihr „grandioses“ Platzvergabe-System zu testen einzuführen, macht es das nicht unbedingt einfacher.

Haha! Aber davon lassen wir uns natürlich nicht lumpen, schließlich bin ICH selbst ernannte Organisationsfanatikerin und Listenjunkie. Und ich kann Terror machen. Ich habe also alle KiTas in halbwegs erreichbaren Umkreis oder mit tollen pädagogischen Konzepten gelistet und genervt. Meistens wird man ja schon auf der Schwelle (meint: E-Mail-Posteingang/Telefon) mit einem (irgendwie ja auch verständlicherweise) recht entnervten „Hammwa nisch. Hamm keene Plätze. Könnwa nisch sagen… Wenn überhaupt ab März. Abor sieht jannnz schlecht aus dieses Jahr. Nur jaannnz wenige Schulanfänger 2012…“ abgewimmelt.

Ich war schon am verzweifeln – denn eine Tagesmutter wollte ich noch nicht bemühen, da ich P. noch nicht in eine Ganztagsbetreuung geben wollte – und hatte mich damit abgefunden, noch bis zum Herbst zwischen Tür und Angel arbeiten zu müssen. Ziemlich beschissene Aussichten, zumal ich auch wirklich das Gefühl habe, dass P. dringend Abwechslung und andere Kinder braucht und ich gerade nicht all das bieten kann, was sie eventuell braucht. Außerdem schwirrte mir auch nach wie vor eine nicht gerade hilfreiche Wunschvorstellung des Betreuungsplatzes im Kopf herum. Viel Wald, freiheitliches Konzept, selbst gekochtes Essen… Bei denen war ein Platz natürlich noch viel weniger wahrscheinlich und ich dementsprechend deprimiert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Eine KiTa hatte sich doch plötzlich gemeldet, eine Familie sei abgesprungen und ab Dezember oder Januar ein Platz zu haben. Es ist nicht eine der Knaller-KiTas, die es hier so gibt, aber sie ist nah, hat einen konkreten Krippen-Bereich, 800 qm auf zwei Etagen, einen Garten, eine nette Leiterin und ein passables Konzept. Und vor allem: Einen Platz frei ab Januar mit Staffelungsmöglichkeit vier bis elf Stunden. Wir sind zufrieden, gespannt, überrascht und vor allem sehr froh, dass sich dieses Nerv-Thema vorerst erledigt hat.

3 Kommentare zu “Krippenplatz (Das überraschend gute Ende)

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