KiTa-Eingewöhnung: Woche 4 (nicht)

Na das war dann wohl irgendwie nichts… Da P. ist seit Donnerstag Zuhause weil krank. Es gibt insofern eigentlich NICHTS zu berichten. Spannend wird, wie sie die 4-tägige KiTa-Abstinenz verträgt.

Auf einer Skala von 1 bis 100: Zu wieviel Prozent bin ich eine schlechte Mutter, weil ich ein bisschen Angst vor dem kommenden Wochenende habe, welches ich de facto ALLEIN mit meinem Quengel-Kind verbringen werde?

Ich ha-ha-hasse das, wenn sich irgendein Teil meines Ichs an manchen Tagen so gar nicht auf das Kind einstellen will oder kann (oder was auch immer). Wenn ich den Drang habe irgendwas ANDERES zu tun, was NICHTS (aber auch gar nichts) mit den Aktivitäten zu tun hat, die das P. in der Regel bevorzugt. Nicht etwa, dass das sinnvolle Alternativ-Beschäftigungen wären… Am schlimmsten ist es, wenn ich eigentlich am liebsten so wichtige Sachen wie: Nichts, sinnlos im Internet surfen, Fernsehen, ein ausgedehntes Bad nehmen, lesen oder ein bisschen an die Wand gucken… machen möchte.

Das sieht das P. – verständlicherweise – nicht ein. Mittlerweile bekommt sie schon einen Schreianfall, wenn ich mich nur in die NÄHE meines Schreibtisches wage. Haha. Ich erinnere mich noch, wie ich vor der Geburt von P. zu K. sagte: „Wir müssen unbedingt auf unseren Computerkonsum achten, ich will nicht, dass das P. uns als zwei Computernerds wahrnimmt…“ FAIL. Das hat nicht nur nicht funktioniert, das hat überhaupt gar kein minikleines bisschen funktioniert.

Und das Kind zu verarschen klappt logischerweise auch nicht. Sie lässt sich nicht mit „Ooooh, guck mal, beschäftige dich mal damit, das macht gaaaaanz viel Spaß“ von meiner Passivität ablenken. Nö. Das P. will mit Mama spielen. Am liebsten mit Mama und Papa gleichzeitig. Und wehe jemand entfernt sich. Schließlich könnte sie oder er hinter der Badezimmertür auf der Stelle vom Erdboden verschluckt werden… Man weiß ja nie…

Deshalb habe ich „Angst“ vorm Wochenende mit 100% „Dienst am Kind“: Nicht wegen ihr, sondern wegen MIR. Ich habe momentan so oft so schnell so beschissen schlechte Laune, dass irgendwie gar nichts mehr geht. Ich will rummoscheln und sinnlosen Mistkramkack machen. Und dann spiele ich lustlos mit P. und ärgere mich abends, dass ich meine Zeit mit lustlosem unterdrückten Aggro-Gespiele verplempere, anstatt Spaß mit P. zu haben (den haben wir auch, klar. Aber meine Energiereserven für Spaß im Sinne von P. sind aktuell halt recht begrenzt). Und Spaß auf Knopfdruck geht ja irgendwie auch nicht. Ist ja auch bescheuert, oder?

6 Kommentare zu “KiTa-Eingewöhnung: Woche 4 (nicht)

  1. Oh ich kann das so gut verstehen!
    Ich bin recht verwöhnt weil mein Mann immer den Kleinen ins Bett bringt und er steht auch in der Nacht auf. Hat er schon immer gemacht und ihn mir dann zum stillen gebracht, ansonsten hat er ständig stundenlang Kilometer in der Wohnung geschrubbt, jede Nacht.
    Ich habe das tagsüber auch gemacht, Mittagsschlaf war ja noch nie so N.´s Ding, und war immer so froh wenn Abends der Mann nach Hause gekommen ist. Oft hatte ich bis dato nicht mal was gegessen und war stundenlang nicht auf dem Klo. N. war halt immer ein 24 Stundenbaby. Was zu Essen machen, Haushalt, nähen…? Pah! Ich konnte nicht mal mit anderen Müttern ins Cafe gehen. Trotz getragen werdens hat das N. nie gepasst, er wollte immer 100% alleinige Aufmerksamkeit.
    Und wenn dann mal der Mann auf Dienstreise war hab ich schon Tage vorher Panikattacken bekommen. So hatte ich wenigstens noch die wenige Zeit Nachts um mich mal um meinen Krempelkram zu kümmern (oder zu schlafen) aber wenn der Mann nicht da war….
    Ich muß dazu sagen, ich hatte panische Angst vor meinem schreienden Baby, das war für mich unerträglich und ich wär am liebsten geflüchtet. Jetzt mit fast 3, wenn er weint, bin ich sehr ruhig aber Babygeschrei löst in mir Fluchtgedanken und Panik aus, während der Papa immer die Ruhe selbst ist. Vielleicht hat sich das ja irgendwie aufs Kind übertragen.
    Wenn ich da gewusst hätte ich wäre ein ganzes We allein, wäre ich mit Sicherheit zu meinen Eltern gefahren. Schon allein der Gedanke sich nicht mal ausklinken zu können (ob mans machen würde steht auf einem ganz anderen Blatt) macht das Ganze furchtbar.

    Hast Du keine Großeltern in der Nähe? Oder lad Dir doch ne Freundin ein! Das macht vieles leichter.

    LG Shiva

  2. Ich versteh dich gut, bin seid neujahr unter der woche alleine mit püppi, und das treibt mich in den wahnsinn. ich zähle die stunden bis sie ins bett geht jeden zweiten tag. zu allem überfluss war noch meine lieblings mitmama jetzt zwei wochen völlig raus… ich spiele gerne mit püppi aber ich kann keine stapelbecher mehr sehen und würde so gerne mal rumhängen…

    • AMEN!

      Wir sollten uns verbünden… Fragst du dich auch manchmal, warum dir das gerade einfach keinen Spaß machen will??? Das Kind fand heute das Trampolin toll… Allgemein war’s okay. Bis auf ihre erneuten „Gi, Gi, Giiiii“ (ICH WILL EINEN, ZWEI, DREI (eigentlich EINE FLATRATE) KEKSE!!!!!!)-Ausraster -.- WAAAH! Dass man dabei dann auch noch erziehen muss… Grmpf. Das stand so nicht im Vertrag.

  3. ohje- ich bin so froh, dass wir es so geregelt haben, dass der mann mit kind zu hause bleibt und ich arbeiten gehe.
    ich würde sonst einfach DURCHDREHEN!

    ich behaupte mal: (fast!) jede arbeit der welt ist weniger nervenraubend als ein kind den ganzen tag zu beschäftigen.
    wie machen das bloß erzieherinnen?
    das sieht halt nur kein schwein…

  4. Ich kann das gut verstehen, der Löwe und ich sind auch immer ein paar Tage die Woche allein. Mal geht das gut (nämlich dann, wenn ich mich einstellen kann, wenn ich mir nichts vornehme…), mal nicht so gut, dann bin ich gestresst und tendenziell genervt (und mach mir natürlich ein schlechtes Gewissen deshalb). Ich versuche in den Tagen oft, ein bisschen rauszukommen oder Besuch zu kriegen, andere Erwachsene, Familie, Freunde, herzulocken, das klappt ganz gut und gibt mir zeit zum durchatmen

  5. Oh mann und ich dachte im ernst so gut wie allein mit diesem thema zu sein.
    Ich war bis zum 3ten lebensjahr mit meinem mäuschen allein. Wirklich komplett allein. Ohne oma…ohne papa…oder sonst wem. Da war ich ja ganz gut unterwegs. Und jetzt ist sie sechs und aufgrund meiner krankheit lebt sie seit ihrem 4 lebensjahr bei ihrem vater. Ich bin die ruhe so sehr gewohnt….so das es mir schwer fällt sie alle 2 wochen das ganze we zu bespaßen. Er bringt sie in den kg und macht alles hervorragend. Was mir die kleine maus so alles erzählt wie toll es mit papa ist…da geht mein herz auf. Wir veratehen uns recht gut. Aber ich find es schon komisch. Als sie ein baby war konnte ich keine sekunde ohne sie. Dann mit 4 kam sie zu papa…und das verhåltnis zwischen den beiden ist so gut geworden.er konnte mit ihr als baby bis zum 3ten lebensjahr wirklich gar nichts anfangen. Er empfand sie als lästig und war schnell genervt wenn sie weinte. Jetzt ist es scheinbar umgekehrt. Nur mit dem unterschied das ich immer da bin wenn sie weint oder eben meine nähe sucht. Egal was sie auch anstellt….meine nähe würde ich ihr niemals verweigern. Aber spielen….oh mann. Selten….
    Und dann nur wenn mir entwas großartiges einfällt und da hat sie auch mega mega fun bei der sache. Aber sonst….“pony spielen“ „höhle bauen“ echt keine lust. Zum malen bin ich immer begeisterungsfähig. Aber die anderen sachen so wie auch fangen spielen nein danke….tanzen yeah….memory nein danke….twister yeah….kochen spielen nein danke….und ich fühl moch immer so schlecht wenn ich sage „mäuschen darauf hab ich jetzt echt keine lust“ sie sagt dann „du hast nie lust kochen zu spielen“ macht ein trauriges gesicht und geht. Aber vormachen will ich ihr erst recht nichts. Ach tut das mal gut los zu werden :-)

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