Baby- & Kinderzeit dokumentieren

Das würde mich mal interessieren:

Ich nehme an, dass viele von euch die Baby- und Kinderzeit irgendwie festhalten bzw. dokumentieren, oder?

1. ) Wenn ja: Wie?

2. ) Habt ihr’s über das erste Jahr hinaus geschafft? ;)

3. ) Was schreibt ihr so rein?

4. ) Habt ihr vor die „Doku“ dem Kind irgendwann zu geben?

Ich bin ja ein Aufzeichnungs-Festhalten-Doku-Maniac! Ich schreibe Tagebuch, darin ist natürlich (insbesondere aus der Schwangerschaft und den ersten Wochen) eine Menge an direkten Eindrücken zu finden. Außerdem habe ich zufällig im Krankenhaus ein Notizbuch geschenkt bekommen – das ist auch gleich zum ersten „Babytagebuch“ inklusive Fotos und so geworden und hat tatsächlich das erste Jahr gereicht.

Und ich habe schon in den letzten Schwangerschaftswochen eine Art „Briefbuch“ angefangen. Da habe ich in unregelmäßigen Abständen das P. direkt angeschrieben und ihr erzählt, was bei uns und mit ihr aktuell so los ist.

Jetzt habe ich ein kleineres Notizbuch, in das ich immer mal einige Sachen schreibe… Erste Schritte, Wörter und so.

Und ganz neu seit Ende 2011: Das P. hat eine E-Mail-Adresse bekommen. Die ersetzt jetzt das Briefbuch. Immer, wenn ich mich danach fühle, schreibe ich ihr eine E-Mail. Füge ab und zu ein paar Fotos dazu und auch die Großeltern und der Papa schreiben mal eine Mail. Das finde ich irgendwie kitschig und ein bisschen doof, aber auch schön. Ich stelle mir das toll vor. Irgendwann, wenn das P. alt genug ist, wird sie den Zugang bekommen und wird vielleicht Grüße aus 14 oder 18 oder wasweißich wievielen Jahren finden – Momentaufnahmen. Ich denke auch daran, dass dann ihre Großeltern vielleicht nicht mehr sind und selten auch leise, dass ja vielleicht mir oder K. mal was passieren könnte. Dann gibt es immer noch diese Worte. Von uns an sie. Das ist ein tröstender Gedanke.

Und ich selbst würde gerne Briefe und Momentaufnahmen aus meiner Kindheit lesen. Wenn wir schon so virtuell und vernetzte und alles sind, warum dann nicht auch auf so eine Art nutzen?

KEKSE my ASS!

Arrrrrrrrrrrrgh!!! Der, der die Kekse erfunden hat soll sich SOFORT im Sekretariat melden! Sie/Er/Es ist nämlich dafür verantwortlich, dass K. und ich um ungefähr 3 Millionen Nervenzellen ärmer sind, seitdem…

Das P. in der „Keks-Phase“ (ist)!

Es gab mal eine Zeit, da hatte das P. noch keine Zähne. Die Zeit dauerte bei uns bis zum 4. Monat.

Es gab mal eine Zeit, da war das P. tendenziell untergewichtig und wir haben uns über jeden Krümel gefreut, den sie gegessen hat und über jede 100 Gramm, die sie zugenommen hat.

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass wir einige Sachen gut gemacht haben – also für uns „gut“. Wir haben ihr zum Beispiel keinen Schnuller angewöhnt, also werden wir ihr nie einen Schnuller abgewöhnen müssen. Wir haben ihr von Anfang an nur Naturjoghurt und Quark gegeben, nicht diese süße Pampe – sie liebt das Zeug! Sie schläft durch, schon fast von Anfang an. Und zwar 12 Stunden am Stück. Von 20 Uhr bis 8. Wir können uns nicht beklagen. Sie sitzt beim Essen am Tisch. Und so weiter. Irgendwas müssen wir also irgendwie richtig gemacht haben.

Und wir haben einige Sachen verkackt! Ich hab sie ganz am Anfang (ja! Vor allem aus Faulheit) an der Br.st nuckeln lassen, zur Beruhigung und zum einschlafen. Total gute Idee, wenn man ein mega-empfindlicher Hauttyp ist. Resultat: Dauergerötete, off.ne, jucke.de Br.stwarzen. Als ich nicht mehr konnte (sie war drei Monate alt), wollte ich ihr ab und zu Pulvermilch geben.Resultat: Krankenhaus, weil sie den Scheiß nicht vertragen hat. Als ich mit 12 Monaten endgültig abgestillt habe, war sie so an das einschlafen an der Brust gewöhnt (und ich wieder so schwach), dass sie nur beim Nuckeln an der Flasche eingepennt ist. Haben wir ihr abgewöhnt, jetzt schläft sie so.

Aber die Kekse: Was für ein ätzendes Scheiß-Thema!!! Es macht mich WAHNSINNIG!!!

Sie steht auf und sagt als erstes: „Giii?“. Kriegt sie nicht. Kurzes Ningeln, weiter erstmal nichts. Nach dem Wickeln läuft sie in die Küche zu dem Schrank, in dem irgendwann mal die Kekse gelagert wurden und verlangt nach: „Giii?“ Kriegt sie nicht. Wutanfall. Ausraster. Hysterischer Schreikrampf vom feinsten. Beruhigung? No way! Wir bringen sie (ja, manchmal DESHALB brüllend) in die KiTa – und sind total erledigt. Eigentlich müsste ich in der Zeit arbeiten, aber ich erhole mich oft einfach und „wappne mich“ für den Rest des Tages. Wir holen sie wieder ab, kaum ist sie Zuhause: „Giii?! Giii!? Giiii?!“ Kriegt sie nicht – ich habe mir vorgenommen, dass sie nur noch einmal am Tag (zum Vesper) sowas bekommt. Dann ist kurzzeitig die Welt in Ordnung. Aber nur solange bis sie (meiner Meinung nach) genug hat. Das sieht sie grundsätzlich anders und auch dann gibt es wieder Stress. Man kann sie nicht ablenken, nicht mit ihr spielen, sie beruhigt sich nicht allein, sie ist erst ruhig, wenn sie einen ver*ickten Keks bekommt. Also nicht einen, sondern zwei Packungen oder so.

Was kann ich denn da machen???

Eine zeitlang sind wir gut gefahren, indem wir das einfach komplett ignoriert haben und wir dann einfach was anderes mit ihr gemacht haben. Geht nicht mehr. Sie dreht total am Rad. Sollen wir das einfach ertragen und beten, dass es so schnell wie möglich vorbei ist? Ich gebe (gerade in letzter Zeit, mir geht es einfach nicht gut gerade) immer häufiger nach, obwohl ich das nicht will. Aber ganz ehrlich? Ich ertraaaaaaaaaage dieses Gebrülle einfach auf Dauer (und JEDEN TAG) nicht :(