Ich kann mir kaum vorstellen auf eine Demonstration zu gehen…

… wenn ich wüsste, dass dort vielleicht auf mich geschossen werden würde.“ sagt Eilias Parabo, Mitbegründer der gemeinnützigen Organisation „Adopt a Revolution“.

In Syrien passiert aber genau das. Jeden Tag. Frauen, Männer, Kinder, Studenten – Menschen wie du und ich – gehen auf die Straße um für Freiheit, Gerechtigkeit und ein Ende der gewaltsamen Diktatur zu demonstrieren und setzen dafür täglich ihr Leben auf’s Spiel. Seit Beginn der Aufstände im Frühjahr 2011 wurden nach UN-Angaben bereits mehr als 5600 Zivilisten Opfer der syrischen „Sicherheitskräfte“ – vermutlich sind es noch viele mehr.

In Deutschland hat sich ganz frisch die Organisation „Adopt a Revolution“ gegründet. Syrer und Deutsche unterstützen aktiv den friedlichen Widerstand des syrischen Volkes gegen das Assad-Regime. Nach fast einem Jahr der Proteste werden in Syrien die Resourcen knapp. Das Team von Adopt a Revolution versucht über eine Art „Crowd Funding“-System über ihre Webseite Geld zu sammeln, um z.B. die Finanzierung von Miete und Lebensmitteln, Internetanschlüsse, Kameras, Computer usw. für (unter anderem zwangsläufig versteckt lebende) Aktivisten in verschiedenen Kommitees und Städten Syriens zu sammeln.

zdf.kultur hat in der Sendung „Der Marker“ gestern (am 15. Februar 2012) einen sehr informativen Beitrag über die Organisation gebracht, in dem die Gründer von Adopt a Revolution zeigen und erklären, wie, woran, womit und wofür sie arbeiten.

Schaut bitte einfach mal rein. Der Beitrag ist wirklich gut gemacht, kostet nur knappe 5 Minuten Zeit und vielleicht entschließt sich der ein oder andere von euch dafür, mal auf der Seite von Adopt a Revolution (www.adoptrevolution.org) vorbeizuschauen und den „syrischen Frühling“ als Revolutionspatin oder -pate mit einer Geldspende oder durch Unterzeichnung der Solidaritätserklärung für den unbewaffneten Protest der Syrer gegen die Assad-Diktatur zu unterstützen.

Mir liegt das Projekt sehr am Herzen, weil eine meiner besten Freundinnen ehrenamtlich aktiv für Adopt a Revolution tätig ist und die Organisation meiner Meinung nach einen wirklich sinnvollen Weg gefunden hat, ein demokratiewilliges Volk zu unterstützen. Einfach mal nicht wegschauen.

Quellen:

https://www.adoptrevolution.org/
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_in_Syrien_2011/2012
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1569522/DER-MARKER-vom-1502.2012 

Ein Kommentar zu “Ich kann mir kaum vorstellen auf eine Demonstration zu gehen…

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