Eine Woche ohne Kind…

…startet am Samstag bzw. morgen Abend. Ich freue mich und ich hab Angst.

Jedes Jahr im März fährt K. mit einer Horde Kumpels Skifahren. Ich habe schon vor einem Jahr beschlossen, dass es vermutlich dramatische Folgen hätte, wenn er eine Woche wegfährt, währen ich alleine im Alltag mit Kind, Arbeit und Haushalt versinke. Ich würde ihn höchstwahrscheinlich mit dem Messer hinter der Tür erwarten und könnte seine Entspanntheit nicht ertragen.

Soviel zum Thema „Dem Partner etwas gönnen“…

Also habe ich beschlossen ebenfalls wegzufahren. Alleine. Erst waren Rom und London mit einer Freundin im Gespräch. Das fiel dann aus unterschiedlichen Gründen aus. Der Plan jetzt ist: Ostsee, Meerblick, Alleine. Okay… Zwei Freunde kommen mich nach drei Tagen besuchen. Wie auch immer… Ich freue mich drauf. Eine Woche raus, Pause, nichts müssen und hoffentlich nur wenig wollen. Lesen, Zeit und am Meer rumlaufen. Das kann ich gut gebrauchen. Ich frage mich, wie sich eine Woche als Mutter alleine im Urlaub anfühlen wird. Ich werde P. vermutlich schrecklich vermissen. Oder auch nicht?

Das Kind erfährt währenddessen auch eine Premiere: Eine Woche auswärts bei Omma schlafen. Auch hier bin ich gespannt, wie sie das finden wird. Ich denke, ihr wird das gefallen, weil 1. Oma, 2. zwei Hunde, 3. Garten… Andererseits ist sie inzwischen schon ziemlich sehr auf mich / uns fixiert. Aber ich vertraue meiner Mutter, dass sie das hinbekommt. Natürlich wird sie das. Gespannt bin ich trotzdem.

Wa haltet ihr davon? Habt ihr schon allein Urlaub gemacht seitdem ihr Eltern seid? Könnt ihr euch das vorstellen? Hättet ihr Lust darauf? Oder haltet ihr mich für bekloppt?

8 Kommentare zu “Eine Woche ohne Kind…

  1. Ich habe bereits vor püppis geburt gesagt, dass ich alleine wegfahre sobald sie abgestillt ist. Dauert jetzt aber viel länger als ich dachte. Ich wünsche dir eine tolle woche! Ich kenne kinder die viel jünger sind als unsere und wochenweise bei den großeltern bleiben, vertrauen ist das glaub ich alles. Meine eltern sind immer abwechselnd alleine weggefahren, das konzept war für mich also schon immer selbstverständlich…

  2. Als N. noch nicht sprechen konnte hab ich mich damit schwer getan weil ich das Gefühl hatte ihn abzuschieben. Seitdem er aber sagen kann was er möchte und ständig fragt ob er bei Oma schlafen kann, darf er das auch. So alle 3 Wochen für 3 Tage. Sie sind schon richtig eingespielt, haben Rituale und so. Ich gönn ihm meine Mama, hab mir immer gewünscht das er von ihr noch viel mitbekommt. Ich hatte eine tolle Kindheit und was ihre Herzlichkeit betrifft soll er ein Stück vom Kuchen abgekommen, ich kann verstehen das er sie abgöttisch liebt. Das tue ich nämlich auch! ;-)
    Richtig in den Urlaub würd ich im Moment eher nicht ohne meinen Sohn fahren, freu mich auf den Urlaub mit N. und darauf ihm die Welt zu zeigen. Bin gespannt wie er reagieren wird.
    Allerdings wirds im Frühjahr einen Mama-Papa-Kurztrip geben um ein bisschen Zweisamkeit zu genießen, das ist auch wichtig!

    Ich denke Du kannst ein bisschen Ruhe und Abstand gut gebrauchen, also genieß es! Versuch ein bisschen Kraft zu tanken, dann wird das Zusammensein hinterher umso schöner. Vermissen ist ja okay, aber bitte kein schlechtes Gewissen haben!

    Liebe Grüße Shiva

  3. Ich finde es so wichtig, dass man als Eltern solchen Wünschen „nachgibt“ … Denn, wie du schon schreibst, von einem unentspannten Empfang mit Messer hat niemand etwas :-) Ich plane dieses Frühjahr einen Miniurlaub mit Freundinnen (mein Baby ist dann 6/7 Monate alt). Darauf freue ich mich schon seit Wochen! Es ist das, was mir hilft, wenn meine Bedürfnisse an so vielen anderen Tagen zurückgestellt werden müssen. Ich finde es gut, dass du alleine Urlaub machst und dass du deine Gedanken dazu teilst. Denn so einfach, wie ich mir das früher gedacht habe, fällt es einem als Mutter nicht, Dinge für sich zu machen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Also, mir zumindest nicht. Da ist es schön zu sehen, dass es anderen auch so geht ….

  4. Danke für eure Comments :)

    Momentan finde ich es fast ein bisschen schade, dass K. Skifahren möchte. Ich denke Zweisamkeit könnten wir auch gut vertragen. Aber Einsamkeit ist auch gut. Ich freue mich wahnsinnig auf’s Schlafen und Lesen ;)

    Und ich freue mich ohne Quengel LANGSAM am Strand langlaufen zu können und so lange stumm auf’s Meer gucken zu können, wie es mir passt. Und ich freue mich auf FRIEDLICHES Essen morgens und abends. Und ich werde P.s plötzliche Wutanfälle bestimmt nicht vermissen…

    Aber jetzt wird mir tatsächlich ein bisschen mulmig und ich werde rührselig… An was muss ich alles denken? Was gebe ich denn alles mit zur Oma? Ist P. wirklich schon weit genug? Wird sie das „verkraften“?

    Wir waren als Kind auch oft bei meinen Großeltern, sind auch mit denen zusammen in den Urlaub gefahren usw. Geschadet hat es also nicht… Und wie gesagt: Ich vertraue meiner Mom da auch total.

    • Und seit gestern Abend denke ich bei jeder kleinen Sache: „Oh Gott, jetzt bringe ich sie das letzte Mal für eine Woche ins Bett…“ „Oh Gott, jetzt sehe ich sie zum letzten Mal aufstehen“ … Bescheuert… ;)

  5. wir haben die tochter auch schon 3x „abgegeben“. und es war gut. und beim letzten bzw. beim vorletzten mal war die tochter auch schon so weit, dass sie artikulieren konnte, ob das in ihrem sinne war oder nicht. beim ersten mal war sie gerade 6 monate alt, da blieb sie für 3 tage bei meiner mutter und wir fuhren uns besau.. äh.. aufs festival :) beim zweiten mal waren es ebenfalls 3 tage, wieder ein festival und sie blieb bei guten freunden von uns. da war sie etwas über 2 jahre alt. das letzte mal war letzten sommer. da war sie dreieinhalb und verbrachte 3 tage bei meiner schwiegermutter während wir – oh wunder – wieder mal auf ein festival fuhren ;) von diesen beiden ereignissen spricht sie noch heute. überhaupt möchte sie das unbedingt wiederholen und fragt mich in regelmäßigen abständen, wann wir denn mal wieder im zelt schlafen gehen, damit sie bei oma bleiben darf… einmal schlief sie auch bei unserer nachbarin. einfach so. weil SIE es wollte. (klar, dass wir den abend genutzt haben und – oh wunder – auf ein festival in der umgebung fuhren (allerdings ein theaterfestival ;)). geplant war das jedenfalls nicht. nicht mal die idee stammte von uns…
    aber das ist sicherlich auch ne ganz große typfrage. bei meiner tochter aber kann ich mir 100%ig sicher sein, dass sie nicht leidet, wenn wir sie „abschieben“. ganz im gegenteil. vermutlich findet sie den urlaub von mama&papa selbst mal ganz angenehm ;)
    wenn du also die möglichkeit und das bedürfnis hast, deiner mutter vertraust und auch glaubst, dass P. sich nicht plötzlich in einer situation wiederfindet, in der sie ein paar tage „mit einer fremden überleben“ muss, dann freu dich. dann ist doch alles ganz wunderbar und nichts, aber auch gar nichts, spricht dann noch dagegen. :)

  6. ich habe mir eine Woche Auszeit von Kind und Freund genommen, als der Kleine 1 1/2 war. das war gold wert – die ersten paar tage hab ichs in vollsten zügen genossen, jede minute ausgekostet. die zweite hälfte der woche war das vermissen schon ziemlich dramatisch. die zeit zu haben, die beiden mal dramatisch zu vermissen, war wunderbar! diese möglichkeit, mal aus dem alltag auszusteigen, sich seine gedanken zu machen, blödsinn zu machen, der sonst im alltag keinen platz hat… war WUNDERBAR!! mach es! genieß es!! viel spaß!

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