Wenn schon Kacke, dann aber…

Ist doch nicht zu fassen!

Nicht nur, dass ich krank bin, die letzte Woche nicht arbeiten konnte, P. die letzten Tage ebenfalls kränkelte, nachts nicht schlief, K. seine Dienste abgeben musste, aber auch selbst mit den Nerven fertig ist und mir deshalb nicht so viel abnimmt, wie ich es gern hätte… Wir sind ALLE total kaputt.

Neeeeeeeein! Das wäre eindeutig zu einfach.

Gestern durfte ich dann feststellen, dass mir mein (8 Monate altes, einzelangefertigtes tolles neues Lieblings-)Fahrrad geklaut wurde. Ich hab’s sonst IMMER in den Keller gebracht. Am Dienstag nach dem Einkaufen habe ich es mit Tüten und meinem Krank-Zustand aber nicht geschafft und dann vergessen, dass ich es noch runterbringen wollte. Ich hab das verdammte Fahrrad tatsächlich zu ALLERERSTEN Mal über Nacht im eingezäunten Hof an die Fahrradständer angeschlossen – mit einem dicken, fetten STAHL-SCHLOSS. Und jetzt ist es weg. (Hab ich nicht letztens erst darüber gegrübelt, warum so viele Menschen so niederträchtig sind?)

Aber niiiiiicht, dass das reichen würde.

Wir waren heute noch einmal beim Kinderarzt und das P. hat: Mittelohrentzündung. Das heißt, es gibt jetzt Antibiotika. Das heißt, es geht nächste Woche nicht in die Krippe. Das heißt, ich bin eine weitere Woche alleine mit einem quängelnden, schreienden, brüllenden Kleinkind Zuhause. Das heißt, ich kann eine weitere Woche nicht arbeiten. Das heißt, ich werde demnächst auswandern.

Könnt ihr mir bitte bitte bitte alle Geheimtipps verraten, wie man – vor allem wenn man a) selber krank und b) innerlich total gestresst ist, weil man sein Arbeitspensum als Freiberuflerin nicht einmal annähernd schafft – ein 1,5-jähriges dauerkrankes, nölendes, schreiendes Kind erträgt?

Versteht mich nicht falsch! Sie tut mir wahnsinnig leid, man merkt ja richtig, dass es ihr nicht gut geht. Sie ruft nachts nach mir und ich hole sie in unser Bett. Sie wacht früh auf und weint, lässt sich nicht beruhigen. Das kenne ich gar nicht von ihr! Ich versuche wirklich ihr gerecht zu werden, sie zu beschäftigen, abzulenken, mit ihr zu spielen…  kuschele viel mit ihr oder halte sie einfach nur fest, wenn sie weint… Aber… Oh Mann! Ich finde es wirklich wahnsinnig anstrengend… Sie will wirklich jede Sekunde etwas anderes, weiß aber oft selbst nicht, was sie eigentlich möchte oder sie will unmögliches. Ich hab aber gerade einfach nicht die Kraft die ganze Zeit zu springen, hin und her, hier und da… Dann fängt sie sofort an zu brüllen, zu schreien, zu weinen, zu ningeln, wenn ihrer Forderungen nicht sofort Folge geleistet wird. Meine Ohren klingeln, mein Kopf pulsiert…

Ich weiß nicht, wie oft K. und ich in den letzten Tag gedacht und/oder gesagt haben: „Ich halte es nicht mehr aus!!!“ Was macht man denn, wenn man es mal WIRKLICH (kurzfristig) nicht mehr aushält? Dafür gibt es einfach keinen Plan, oder?

*seufz*

DasGehtVorbeiDasGehtVorbeiDasGehtVorbeiDasGehtVorbei….

Ein Kommentar zu “Wenn schon Kacke, dann aber…

  1. Achja…, es tut gut. Es tut einfach nur gut zu wissen, dass in anderen Köpfen ähnliche Gedanken schwirren. Gedanken, die in der näheren Umgebung, zumindest der meinen, keine Form in Form von ‚Worten‘ annehmen. Mir geht es genau SO. Doch irgendwie traut man sich doch manchmal (immer?) gar nicht soetwas zu denken – Stichwort: Schlechtes Gewissen (ich bin ja schließlich Mama und halte das alles aus..?“§$%&/).
    Bei mir ist es ähnlich, besonders im Bezug auf das freie Arbeiten. Ich komme so oft nicht dazu. Kind krank. Impfung. Kind krank. Ich krank. Haushalt. Achja, und Wäsche. Und Kind krank. Und was war nochmal mit diesem Artikel? Stimmt, der war eigentlich wichtig. Und wann soll ich den schreiben? Hmmmm…..
    Leider bin ich quasi alleinerziehend, mein Partner ist beruflich viel und lang unterwegs. Und wenn Kind krank, dann keine Krippe, ohne Krippe, alles drunter und drüber. Manchmal platzen da die Sicherungen in meinem Kopf und es ist verdammt schwer immer gerecht zu diesem kleinen Wesen zu sein, das man so liebt.

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