Jesper, welches Juul?

Welches der Bücher von Jesper Juul könnt ihr mir am ehesten als Lektüre empfehlen?

Vor allem würde ich gerne das fordernde Wesen von Kleinkindern besser hintersteigen. Ich weiß, dass mir logische Erklärungen (für das manchmal „unlogisch“ wirkende Verhalten meines Kindes) sehr, sehr helfen. Mich interessiert, wie man sein Kind möglichst „unverkrampft“ einfach sein lässt und dabei trotzdem entscheidende Grenzen setzt (und die Nerven behält).

Was haltet ihr von dem Familientherapeuten? Habt ihr die Bücher gelesen? Findet ihr sie gut oder Mist? Interessiert euch die theoretische Seite überhaupt oder findet ihr das Schwachsinn? Sagt mal! ;)

(Ja! Tatsächlich! Obwohl ich nicht alles unbedingt „perfekt“ machen möchte und keinesfalls eine perfekte Maaaaammiiiii sein möchte, habe ich fast Panik, mein Kind zu „versauen“ – nicht für die Wirtschaft, nicht für die Gesellschaft, sondern vor allem für sich selbst. Ich möchte das, was ich tun kann dazu beisteuern, dass mein Kind später mal mit sich klarkommt. Ich will das nicht versemmeln, einfach nur, weil ich nicht richtig nachgedacht habe….)

((Edit: Wie viele Fehler kann man eigentlich in eine erste, unbedachte Veröffentlichung eines kurzen Blogartikels einbauen??)) 

8 Kommentare zu “Jesper, welches Juul?

  1. ich habe das kompetente kind gelesen und gemocht. das war das erste was er raus gebracht hat in deutschland 97 glaub ich. ich hab das bei meinen eltern aus dem regal gefischt und es hat vor allem mein verhältnis zu ihnen beeinflusst. dann hab ich vor kurzem nein aus liebe bestellt aber noch nicht durch… meine ma hat mir den juul abreißkalender geschenkt sehr lustig mit zitaten für jeden tag… ich weiß nicht ob in den büchern was speziell zu deinem thema zu finden ist, aber in dem nein aus liebe geht es expliziet darum, sich abzugrenzen. das war für mich sehr gut.
    lg unsichtbar

  2. Also, ich hab ihn ja empfohlen… neuerdings wird er etwas inflationär, was den Bücherauswurf und die Auftritte in Medien betrifft, schade. Aber eigentlich widmet er sich seinem einen Thema, Gleichwürdigkeit, Respekt etc. nur aus unterschiedlichen Blickwinkeln, sozusagen für jede Zielgruppe. Für mich war damals „Grenzen. Nähe und Respekt“ der Weg aus der Trotzalter-Krise. Wichtig: er hat auch keine Patentrezepte, aber er kann einem helfen, gelassener zu werden und sein Kind besser zu verstehen. „Ich sage Eltern nicht, was sie machen müssen, damit ihr Kind tut, was sie wollen“. Das ist so ein guter Satz von ihm, denn ich denke, wir Eltern würden uns genau das meistens ja am meisten wünschen, das ist es doch, was wir eigentlich am liebsten wollten in diesen fürchterlichen Krisen. Aber Jesper hat mir geholfen, aus diesem Kreislauf auszubrechen und am Ende wurden die Krisen vielleicht nicht seltener, aber wir kamen beide besser raus – ohne unsere Integrität verletzt zu haben. (Meine Erfahrung ist übrigens, dass die meisten, die sich über Jesper Juul aufregen, eigentlich nie wirklich was von ihm gelesen haben ,-). Ich gehörte auch mal dazu…)

      • Gute Frage… kann ich gar nicht so genau sagen. Ich weiß nur, dass mich das kompentente Kind irgendwie nicht gleich so angesprochen hat. Aber das kann ein ganz individuelles Ding sein. Am besten Bibliothek, beide ausleihen und gucken, welches dich am schnellsten „kriegt“. Aus fachlicher Perspektive war für mich übrigens auch „Vom Gehorsam zur Verantwortung“ der Hammer, einfach genau das, was in diesen zwei Worten liegt (und da spielt auch viel Biografie hinein). Allerdings ist das recht anspruchsvoll geschrieben und ist vielleicht dann eher was für die Zeit des Erziehungswissenschaftlichen Studiums ;-).

  3. bisschen spät vielleicht, aber wollte hier auch nochmal senfen. Ich habe bisher nur „Dein kompetentes Kind“ gelesen und fand es sehr erhellend, vor allem wenn es darum geht, die eigenen Prägungen und damit das eigene Erziehungs- und vor allem Kommunikationsverhalten zu reflektieren. Allerdings gab es auch etlich Erkenntnisse, die ich für mich so unter „hebe ich mir für später auf“ verbucht habe – weil sich halt vieles, auch von den Fallbeispielen, auf ältere Kinder bezieht und für den Alltag mit Kleinkindern eben noch nicht so recht umsetzbar ist. Grundsätzlich mag ich aber seine Haltung und das Konzept der „Gleichwürdigkeit“. Habe jetzt „Nein aus Liebe: Klare Eltern – starke Kinder“ bestellt, weil mir das noch eher meine Baustelle zu sein scheint ;-) Bin mal gespannt.

  4. Weil ich mich echt nicht entscheiden konnte, hab ich jetzt:

    – Nein aus Liebe: Klare Eltern – starke Kinder
    – Grenzen, Nähe, Respekt: Auf dem Weg zur kompetenten Eltern
    – Dein kompetentes Kind

    bestellt. (Zum Glück war die neue Erziehungskultur mir dann zu teuer ;) )

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