Achguckmalan: 20 Monate

Das P. wird bald 20 Monate alt!

Merkt ihr was?

Also ich merke ganz deutlich was… 20! 2-0!! Es steht jetzt eine ZWEI vorne!!!

Das heißt für mich jetzt ganz klar und unausweichlich: Das Kind bewegt sich straight in Richtung „Ich knacke die ZWEI-Jahre (und bin dann einhundertprozentig kein Baby mehr)“-Grenze. (An dieser Stelle bitte das (insbesondere für Nicht-Eltern) endlos nervige, aber irgendwie oft unvermeidbare „Kinder, wie die Zeit vergeht“-Gelaber einfügen.) Ich sage nur kurz: Und achherrje… Sie hat sich wirklich wahnsinnig verändert! Besonders in letzter Zeit fällt mir das extrem auf.

Bevor ich euch damit zusülze, was das P. jetzt alles bahnbrechendes macht und kann, aber erst eimal noch ein bisschen HSQ (Hirn-Status Quo) meinerseits:

In letzter Zeit gab es hier einige kleine und große Alltags-Dramen, oftmals ausgelöst oder wenigstens beschleunigt von einer (dicker Fingerzeig in meine Richtung) ziemlich hysterischen MirfälltjetztkeinepassendeBezeichnungdafürein. Ich hab echt Stress gemacht und mein nervige Grübeldenken mal wieder nicht im Griff. Es wird echt Zeit, dass ich wieder in die Uni kann und der Kopf Aufgaben von Externen bekommt, sonst knallt hier irgendwann echt noch eine Sicherung durch.

Was mich gerade alles so nervt:

Es nervt mich, dass dieses Jahr kein Urlaub drin ist. Es nervt mich, dass es in diesem Land so schwierig ist, gut zu konsumieren. Es nervt mich, dass mein LAG (Lebensabschnittsgefährte. Ich WEIGERE mich vehement gegen Bezeichnungen wie „mein Herzallerliebster“ oder „mein Knuselwusel“ oder „Supermann“ – weil er das ja vielleicht manchmal, aber oft auch nicht ist) viel zu oft viel zu wenig Lust hat, mit mir ausgiebig über emotionale Introspektive-Themen zu schwafeln. Es nervt mich, dass ich mich nicht auf eine Sache konzentrieren kann. Es nervt mich, dass es draußen so warm ist. Es nervt mich, dass ich zuuuu viel im Internet rumgurke und den ganzen Tag sinnloses Zeug lese, sodass ich abends selten Bock habe mal „was richtiges“ zu lesen. Meine Panikmache nervt mich. Mein nicht im Jetzt leben können nervt mich.

Dass mein LAG gerade DER SUPERHELD für das P. ist nervt mich irgendwie auch und gleichzeitig nervt es mich, dass ich mich davon nerven lasse, anstatt zu genießen, dass ich dadurch mehr Freiräume habe, weil sie mal an ihm klebt. Aber sie ist irgendwie so „unfreundlich“ zu mir… Da hätten wir ja auch schon einen netten Übergang zum Thema…

So ist mein Kind mit (fast) 20 Monaten:

Das P. ist etwa 86 cm groß (als mehr als halb so groß wie ich! wtf?!?), wiegt knapp 11 kg und hat Schuhgröße 22. Obwohl sie mit ganz schön dunkelbraunen Mutzeln auf die Welt kam, sind ihre mittlerweile schulterlangen Fritzel-Haare jetzt ziemlich blond. Fritzel-Haare deshalb, weil die nach dem Schlafen immer so „fritzelig“ sind, fast als wären sie „gekreppt“.

Sie schläft nach dem Abendritual (Abendessen, eine Folge Sandmann gucken, ins Bad gehen und Bobo Siebenschläfer hören (jetzt hört sie wirklich zu und spricht mit), waschen/baden, Zähneputzen, Töpfchen, Windeln, Spiegelbild Tschüss sagen, Geschichte lesen, Bett + Spieluhr) durch – meistens von etwa 20:00 (momentan aber später, weil’s so heiß ist) bis um 9. Sonst ist sie eigentlich meistens ganz witzig drauf, kriegt richtige Lachanfälle und albert mit uns rum. Wenn ihr etwas nicht passt, wird sie seit neuestem theatralisch wütend mit Augen zusammenkneifen, „uahhäää“ knatschen und beide Hände fäusteballend in die Luft streckend O.o In der KiTa ist sie eher zurückhaltend, lieb und ruhig, obwohl sie uns Zuhause echt oft ein Ohr abkaut.

Was das P mit 20 Monaten so (anders) macht (als vorher):
  • einige Wörter, die sie schon lange für bestimmte Sachen benutzt, verändert bzw. „verbessert“ sie jetzt
    „Ti“ (Trinken) heißt jetzt „Tinken“
    „Saba“ (Sandmann) heißt jetzt immerhin schon „Sambdman“
  • sie erkennt sich selbst im Spiegel – also sie weiß, dass das im Spiegel sie ist (wenn ich ihr ’nen Klecks auf die Nase macht, fasst sie sich an die eigene Nase)
  • sie fühlt mehr mit… Sie stellt fest „Mama / Bobo / Beebi wein“ (Jemand weint) oder „Bobo lach“ (Bobo lacht) und guckt dementsprechend traurig oder freundlich
  • sie merkt sich Sachen (z.B.: Hinten im Hof gibt es eine Rutsche und eine Schaukel, wenn wir zur Vordertür reingehen wollen, fordert sie „Rutsä! und zeigt nach hinten)
  • sie spricht von sich selbst als „Mine“ („Mine Sambdman guggä?!“)
  •  sie spielt häufiger richtig mit anderen Kindern und freut sich dabei einen Ast ab ♥
  • sie hat jetzt feste Gewohnheiten und besteht auch darauf  (besteht auf ihre „Deggä“ beim schlafen und weint, wenn sie die nicht hat (wollte sie mal weg lassen, weil’s so warm ist))
  • sie fängt an Adjektive u.ä. zu benutzen. Gerade ist z.B. „groß“ in: „goße Tommäl – goße Audo – goße Fara – goße Löbbel“ / und zwei: „swei bumä – swei löbbel“
  • sie fütter „Änddä“ und „Mannt“ beim Essen mit
  • sie sagt häufiger gezielt „Dangä“ in  Situationen, in denen sie was will oder vor Fremden
  • sie beginnt uns bewusst zu ignorieren, wenn wir sie rufen, wenn es für sie nicht „interessant“ genug ist
  • sie quatscht ALLES nach
  • sie antwort auf Fragen wie „Wollen wir ins Bad gehen“ freundlich aber bestimmt mit „Nee“ ;)
  • sie liebt Straßenbahnen („Baaaaaaaa“ und winkt!)
  • Papa = Held (Mama = normal)
Was das P. mit 20 Monaten am liebsten isst:
  • Fruchtriegel („Rira!“)
  • Wurst („Wuss“) -.-
  • Kuchen („Kucha“)
Was das P. mit 20 Monaten am liebsten spielt:
  • Murmeln in verschiedenen Größen von einem Gefäß in ein anderes tun („goße Mumä“)
  • in ihrer Decken-Höhle hinter’m Kinderbett krabbeln und Bobo Siebenschläfer hören
  • Deckel auf irgendwelche Dinge machen
  • Holzpuzzle mit Autos
  • Duplo kommt langsam
  • Lieblingsbuch Einer mehr („Eine mea“) und „Ein Tag mit Petzi
Lieblingsworte der P.:
  • Mama / Papa / Oma / Obba etc. lieb
  • Sambdman guggä
  • Mama / Papa sitz (und tippt dabei neben sich -> wir sollen uns hinsetzen)
  • Mama saugäl! Mama hui! (Ich soll mit ihr schaukeln und „hui“ machen ;) )
  • Mine Hunga! Mine Kisse! Mine Essä! (Hunger > Küche > Essen!)
  • Mama Pulla (;))
  • Mume (Blume)
  • Bebi Kacke weg! (der Puppe eine neue Windel ummachen)
  • Euerberaudo (Feuerwehrauto)
  • Mala (Stift)
  • Höllä! (Höhle)
  • Deggä su (Deckel zumachen)
  • BizzBazz (Spielplatz)

Hier (klick!) habe ich ausnahmsweise mal eine Reihe von P-Bildern gepostet, auf denen man ihre Veränderung so schön sehen kann. Wer das sehen möchte, kann mir gerne eine PW-Anfrage an moody2366@googlemail.com schicken :)

Momentan ist das mit dem ständig beschäftigt werden wollen und dem Rumgetrotze nicht mehr so schlimm. Eigentlich kommen wir im Moment echt gut klar. Aber diese Woche war K. auch komplett Zuhause, eine Woche allein als Kinderclown finde ich schon anstrengend… Ich ärgere mich in letzter Zeit häufig, dass es so wenig gibt, was man mit Kleinkindern in der Stadt  machen kann. Das geht ja alles irgendwie erst ab 3 los. Ich habe einfach keinen Lust jeden Nachmittag auf den Spielplatz zu gehen…

Was macht ihr so nachmittags mit euren Kindern?

2 Kommentare zu “Achguckmalan: 20 Monate

  1. hier gibt es einen bundesgartenschau bezahl park da sind wir ca 4 mal die woche (jahreskarte hat jeder, den ich hier kenne) und es gibt 5 spielplätze und tiergehege. und waffeln… groß im kurs ist gerade der wasserspielplatz sogar bei püppi… sonst neckar/rhein schwäne gucken und fahrradfahren ist auch angesagt. musikhören und tanzen. gemüse einkaufen.

  2. Pingback: Ichglaubichbinsenil | BABYKRAM & KINDERKACKE

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