Kind?! Wer bist du?

Das P. hat so Momente / Minuten / Tage / Phasen, wie  wahrscheinlich (hoffentlich) so ziemlich jedes Kleinkind sie haben wird. Ich weiß nicht wie ich es nennen soll… Helft mir mal… Sie hat dann:

a) ernsthafte Schmerzen

b) eine schlechte Erfahrung gemacht / schlecht geträumt

c) ein Ding am Wandern

d) eine kurzzeitige Besessenheit

e) ein Problem mit der Knusperheit

f) einen (berühmten) Schub

Heute war also so ein Nachmittag. K. hatt das P. aus der Kita abgeholt und sie war wohl – seinen Erzählungen zufolge – recht „normal“. Mit „normal“ meine ich einfach: Mittlerweile – nach fast 2 Jahren – weiß man ja irgendwie meistens, wie sein Kind so tickt. Es hätte typische Gesichtsausdrücke und Reaktionen, hinter denen man die mehr oder weniger richtigen Stimmungen und Bedürfnisse vermutet. Das P. ist auch prinzipiell recht zugänglich und fröhlich. Außerdem können wir uns seit geraumer Zeit sehr gut verständigen – meistens finden wir über Zeigen + Kommunikation + ein bisschen Rätselraten schnell heraus, was sie will.

Und dann gibt es die Chaostage. Das ist irgendwas mit dem Kind los. An den Tagen bzw. in den Momenten ist etwas ganz anders als sonst.

Heute hat sich das P. aufgeregt, weil K. im Hof nicht beide Schaukeln auf einmal an den Schaukelhaken gemacht hat. Soweit so normal. Nur: Sie hat sich überhaupt nicht wieder beruhigen können. Als die beiden in der Wohnung angekommen sind, war das P. schon vollkommen verheult und hat geplärrt „wie am Spieß“ (<— ist übrigens so eine Redewendung, bei der mir irgendwann mal ganz unverhofft und plötzlich nach tausendfacher Verwendung auffiel, was man da eigentlich sagt…). Ich hätte eigentlich zu einem Meeting gemusst. War nicht dran zu denken.

Das P. war vollkommen aufgelöst und sie hat sich in ihren Kummer vollkommen verbissen. Das ist man – als Eltern – mal wieder kurzzeitig ratlos. Vom Heldenvater wollte sie so gar nichts wissen und an mich hat sie sich geklammert, wie sonst selten. Auf die Frage, ob ihr was weh tut (darauf antwortet sie im Normalfall schon recht zuverlässig) kam keine Reaktion… Sie war  ganz offensichtlich echt fertig mit der Welt.

Eine Kombination?

  • Sie hat keinen Mittagsschlaf gemacht
  • Die Wochenenden laufen immer recht anders ab als die Wochentage, weil sie länger schläft und abends später ins Bett geht > Rhythmus gestört?
  • Zahnschmerzen? (Die 4 Backenzähne stehen noch aus)
  • Gestern war aufregend, weil uns ein heftiges Gewitter im Freibad erwischt hat > starke Erinnerung / Angst ?
  • Fieser Traum beim Versuch den Mittagsschlaf nachzuholen?
  • Sie sagt gerade wahlweise „Mama helfen“ oder „Ich auch“ -> Irgendwie ist sie sich ihrer selbst / unserer Unterschiedlichkeit mehr bewusst -> Entwicklungssprung?

Wer weiß… Vielleicht tatsächlich allgemeine Überforderung. Kennt ihr sowas? Also solche Situationen, in denen euer Kind so super-dünnhäutig ist und ihr den Grund nicht herausfinden könnt?

Ich fühl mich da immer so hilflos. Da hilft wohl einfach nur: Kind ganz festhalten…

Ein Kommentar zu “Kind?! Wer bist du?

  1. Ich glaube das kennt jede Mama. Brüllen ohne Ende und man findet einfach keinen Grund und schon gar keine Lösung das Kind wieder zu beruhigen.
    Hilft halt doch nur „da sein“, trösten und zuhören. Manchmal zumindest.
    Solidarische Grüße

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