Fassung? Verloren! (2)

oh äh, wow! ich war am wochenende mit der familie unterwegs und habe die diskussion gar nicht mitbekommen. danke auf jeden fall an ALLE, die sich die zeit genommen haben, hierauf (in welcher form auch immer) zu reagieren!

dass mein umgang mit p.  falsch war, ist nach wie vor klar und das stand auch nie außer zweifel. auch ich denke, dass aber die reflexion über solche geschichte der entscheidende punkt ist. (so halte ich das im übrigen mit dem leben generell)

und was das „außer reichweite“-thema angeht: ich hab das nicht kommen sehen, weil sich p. bis dato noch nicht selbst am kühlschrank bedient hatte. das war genau das 2. mal (nach dem morgen). aber selbst wenn das schon normal gewesen wäre und selbst wenn die fruchtzwerge nicht erreichbar (übrigens steht unser kühlschrank auf dem boden) gewesen wären, hätte ich die diskussion trotzdem gehabt. kekse oder schokolade oder gummibärchen sind für sie auch nicht greifbar und auch nicht immer im haus und ich habe die diskussion trotzdem.

ich hab hier auch so ein „süßes kind“, das sich, wenn es könnte, den ganzen tag ausschließlich von süßkram ernähren würde. ich muss da also irgendwie eingreifen und das steuern… und „steuern“ heißt bei mir nicht, dass ich ihr süßkram verbiete. so wird die wahrscheinlichkeit, dass sie da keinen guten umgang mit lernt sicher nicht kleiner, im gegenteil…

ich habe mir im kopf momentan folgende orientierungslinien – auch mit eurer hilfe – zurecht gelegt, die mir sinnvoll erscheinen:

1. ich bestimme was es gibt, das kind, wieviel es isst.

2. es gibt immer einen korb brot als alternative, das das kind essen kann, wenn es das gekochte nicht mag.

3. ich möchte (nach wie vor), dass probiert wird.

–> wenn sie nicht mag? essen beenden? weiß ich immernoch nicht… oder die regel für später aufheben?

4. ich werde versuchen, das kind allgemein „normaler“ beim essen zu behandeln und nicht ständig auf sie eingehen und das essen zu stark drama- und thematisieren.

5. passiert ne quark-situation wie diese noch einmal, werde ich das essen beenden… ohne quark und ohne essen.

6. merke ich noch einmal, dass ich kurz vom hochkochen bin, werde ich den raum verlassen.
was mir beim reflektieren aber noch aufgefallen ist: ich habe so reagiert, aus dem (bekloppten) gefühl heraus, dass sie gar nicht versteht, wo der punkt ist und dass die situation nicht so scheiße sein müsste… dass sie halt nur ein kleines stück… und dann kann sie doch… naja, bescheuert halt. aber es war jetzt gar nicht der pure „zorn“, der da mit mir durchging, sondern die verzweiflung, weil die situation so sinnlos ausgeartet ist… nun ja… wie auch immer.
p.s.: Entschuldigt bitte das Kleinschreiben. Hatte das erst als Kommentar unter eure Kommentare geplant und mich dann doch für einen neuen Eintrag entscheiden!

Fassung? Verloren!

Verdammt. VerdammtVerdammtVerdammt. Vorhin habe ich mich (für mein Dafürhalten) zum ersten Mal P. gegenüber so richtig die Fassung verloren. Ich fühle mich furchtbar. Wie muss sie sich erst fühlen? Ach Mann… :-(

Folgende Situation:

Nach dem gemeinsamen Spielen im Indoor-Spielplatz mit unseren befreundeten Kids sind wir immer erst recht spät zu Hause. Das P. hatte vorgestern Nacht eine Magenverstimmung (nachts ein komplett vollgek*tztes Kind aus dem Bett holen, Bett neubeziehen, heulendes Kind + dessen Haare waschen macht so richtig Laune). Also hat sie gestern nicht viel gegessen. Heute war sie wieder in der Kita, ihr ging es gut.

Wir kamen also nach Hause, sie war schon ziemlich nölig, weil sie im Kindergarten nur noch selten mittags schläft. Ich hab mich ans Kochen gemacht, sie durfte Maulwurf gucken. Soweit so gut.

Seit neuestem isst P. gern Fruchtzw*erge. (Davon kann man halten, was man will, wir hatten jetzt gerade auch mal welche da) Abends gibt es die hier eigentlich nicht. Sie hat sich einen aus dem Kühlschrank geholt und wollte den Essen. Ich hab mich auf den Kompromiss eingelassen: Erst Kartoffeln, dann der Fruchtzw*rg.

Großer großer Fehler!

Sie brüllt, sie schreit, sie zetert, sie flippt aus… Verständlich, klar. Aber irgendwann zehrt es trotzdem an den Nerven… Ich wollte hier aber nicht von dem Deal abweichen. „Wenigstens ein Stück Kartoffel kosten, dann kannst du deinen ‚Gark‘ essen.“ – nichts zu machen.

P. schmeißt sich auf den Boden und brüllt, brüllt, brüllt. Dann klettert sie zu mir auf den Schoß. Ich bleibe noch immer ruhig. Sie schnieft und guckt mich tränenüberströmt an: ‚Guuuuaaaaaaaaark!‘ – Ich: ‚Erst ein kleines Stück Kartoffel kosten, nur ein klitzekleines Stück!‘ Sie haut mich. Ich setz sie runter. Sie haut mich wieder.

Ich bin richtig genervt. Ich sage zu ihr, dass sie mich nervt. Und dass es mich nervt, dass sie nicht ein kleines Stück von der verkackten Kartoffel essen will, dann kann sie doch ihren verdammten Quark haben. Dann gibt es jetzt keinen Quark. Pech gehabt. Noch größeres Theater. Ich befinde mich in der Zwickmühle, meine Neeeerven… Der Geist ist willig, aber die Mutter ist schwach.

Immernoch Gebrüll. Ich sage, dass sie doch einfach in ihr Zimmer gehen soll. Oder ob sie nicht doch einfach ein Stück… und dann kriegst du doch deinen ver*ickten sch*iß Quark!“ – ‚RÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!!!! Neeee-äh-äh-äh-iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin!!!!!!‘ Und ich? Kann’s nicht mehr hören. Mehrere Sicherungen knallen durch.

Ich stehe auf, nehme die Gabel mit dem Stück Kartoffel, halte ihren Kopf fest und versuche ihr die Gabel in den Mund zu stopfen. P. wehrt sich (natürlich), ich heule fast. Sie sowieso. Sie würgt die Kartoffel raus und…

… kotzt die komplette Küche voll.

Fazit: 

Ich fühle mich schrecklich. Richtigrichtig schrecklich. Das war einer meiner bisher finstersten Mutter-Momente. Ich schäme mich. Ich weiß nicht, wie ich nach so einer Aktion mit meiner 2-jährigen Tochter umgehen soll. Sie war ziemlich verstört. Klar, sowas kennt sie von mir ja nicht…

Ich habe überlegt, ob ich was dazu schreibe, denn ich bin da wirklich nicht stolz drauf. Aber ich hab’s gemacht. Weil auch das dazu gehört. Und weil’s passiert ist. Ich bin keine verdammte Super-Mom…

Und übrigens weiß ich noch immer nicht: Hätte ich sie den Quark dann essen lassen sollen anstatt auf  „wenigstens kosten“ zu bestehen? Hätte ich lieber das Abendessen beenden sollen?

P.S.: Ich hätte hier gern die Regel, dass sie das Essen wenigstens probiert. Dann muss sie es auch nicht essen, wenn sie nicht mag… Ich hab hiermit enorme Probleme, weil sie sich meistens einfach weigert. Mich kotzt das tierisch an. Aber nur zur Klärung: Mein Kind muss prinzipiell nichts essen, was sie nicht will! Und schon gar nicht aufessen. Davon halte ich nichts.

Checkliste (20/11/12)

Merke 1:

Seit dem 25. April habe ich keinen Artikel mehr in der Rubrik „Nerv!“ geschrieben. Gutes Zeichen?

Merke 2:

Dafür seit dem 14. März auch nichts mehr über Urlaub *seufz* (#Fernweh)

Merke 3:

Wir befinden uns im 1. ÜZ für Nr. 2.

Merke 4:

Heute statt Texte für die Uni zu lesen über meine Ziele nachgegrübelt. Schlechtes Zeichen? War aber sehr produktiv. Gutes Zeichen!

Merke 5:

Ich muss Ich will mal wieder zum Friseur. (#Luxusprobleme)

Merke 6:

Feiertag in SN (wo Wohnort) + kein Feiertag in ST (wo Uni) + x = Kinderbetreuung? Guess who’s „x“? x = Oma.

Merke 7:

Das P. sagt jetzt nicht nur „Donnerwetter, wenn sie sich aufregt, sondern auch noch „Das is‘ nis gut! Das is gar nis gut!“

Merke 8:

(Mal wieder) mit Rauchen aufgehört (siehe Merke 3)

Merke 9:

Ich muss los, das Kind abholen!

Kleine ‚Girassungs‘

(„Girassungs“ heißt ‚Überraschung‘ auf p.nisch.)

Manchmal möchte ich meiner Tochter gern eine Freude machen. Ich würde ihr dann gern ein Überraschungsei, ein Stück Schoki oder sonstwas geben. Als kleine Überraschung/Freude/Erheiterung… Mir ist manchmal einfach danach. Manchmal würde ich ihr auch gern ein kleines lustiges Video zeigen oder ähnliches.

Aber meistens macht das einfach keinen Spaß.

Am Freitag war ich zum Beispiel einkaufen und hab ihr so ein Ei auf den Maltisch gelegt. Als ich sie von der Kita abgeholt habe, habe ich angekündigt, dass Zuhause eine kleine Überraschung auf sie wartet. ‚“Girassungs?“ fragt sie und freut sich. Damit kann sie seit dem Geburtstag schon etwas anfangen.

Hier wird wieder das Thema „Maß“ gestriffen: Sie entdeckt die Freude, freut sich, spachtelt sie freudig erregt weg – was bei P. ausschließlich in Form von STOPFEN passiert – und fordert (mit noch vollem Mund): „PMOCH MEEEEHA, PFMAMA? PMOCH MEHA PIRAFFUNG?!“ Ich sage dann sowas wie: „Die Schokolade war  die Überraschung, mein Schatz. Mehr gibt es nicht.“ Mittlerweile sage ich ihr oft auch schon vorher, dass es nur dieses eine gibt.

Und dann verfällt sie – na klar – in einen mittelschweren Tobsuchtsanfall, heulen und kreischen und (neuerdings): „Donnerwetter!“ schimpfen und theatralisch den Arm vor die Augen schmeißen inklusive. Und ich bin nicht genervt aber, na sagen wir mal: Ich finde es schade, dass das das Resultat ist.

Also: Einfach lieber sein lassen, weil sie da noch zu jung für sind? Oder den Tobsuchtsanfall als gegeben hinnehmen, weil Lerneffekt?

 

(Das P. ist 25 Monate alt)

Lasst uns (Kita-Träume) träumen!

Das Problem „Kinderbetreuung“ wird ja immer mehr zu meinem Herzblut-Thema. In L. haben wir vorige Woche eine Initiative gegründet, mit der wir uns für mehr, hochwertigere, faire, bedarfsgerechte Kindertagesbetreuung einsetzen möchten. Wir wollen vor allem viele, viele Eltern dazu bewegen, sich für das Thema einzusetzen, um gemeinsam Druck auszuüben. Ich setze mich gerade mit allerlei Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander. Was ich mich dabei aber die ganze Zeit frage und was ich unbedingt wissen möchte:

Wie sieht eure Wunsch-Kita aus?

Ich würde mich riesig freuen, wenn viele mir diese Frage beantworten würden. Wer nicht öffentlich was dazu sagen möchte, sich aber trotzdem äußern will, der kann mir auch gern eine E-Mail an info – at – prototext – punkt – de schreiben. (Ich werde das dann selbstverständlich nicht veröffentlichen!)

Mir geht es darum, diese Dinge in mein eigenes Denkgebäude zum Thema einfließen zu lassen. Ich möchte einfach (zur Abwechslung mal) ein paar Stimmen im Kopf haben, die nicht nur  meinen eigenen Gedanken entspringen ;-)

Also schreibt mir, was ihr euch wünscht, wenn ihr (bei noch kleinen Kindern) an die Kita denkt, in die eure Kinder bald gehen werden. Oder was euch fehlt/was ihr toll findet an der, in die eure Kinder jetzt vielleicht schon gehen. Oder schreibt auch, warum eure Kinder in keine gehen. Schreibt, wie die Platzvergabe bei euch läuft/gelaufen ist und ob es schwer war oder nicht. Schreibt, was euch ankotzt. Schreibt, was ihr von den Betreuungspersonen erwartet.

Mich interessiert alles, was euch dazu im Kopf ist!

Teilt das, erzählt anderen davon, bewegt Leute dazu, mitzumachen! Und damit das auch klappt, verlose ich sogar etwas ;-)

Unter allen Antwortenden verlose ich eine handgemachte Beanie-Mütze oder Jerseyhose in eurer Wunschgröße!

Kindermund extended (3)

„Alle meine Entchen“ wird hier neuerdings immer wieder verfremdet. Aktuell gefällt mir besonders gut:

Alle meine Tarre ((Gitarren))

swimmen auf’en Dach, swimmen auf’en Dach

Köpfsen unter Wassa

Tarre werde naaaaass

 

Oder auch schön:

Alle meine Groupies…

*lach* Sie hat steif und fest behauptet, das hätte ihre liebster Kita-Erzieher PM so gesungen. Hat er nicht. Sagt er.

 

(Das P. ist 25 Monate alt)

Spielzeug-Hölle

Ich starte zur Abwechslung mal wieder mit einer Umfrage:

Aus gegebenem Anlass – ich habe gerade für Weihnachten eingekauft (fragt nicht!) und vorhin mal wieder einen ganzen Batzen zeitweise weggestellt – geht’s heute mal um Spielzeug. Insbesondere: Um a) die Menge und b) die Art von eben diesem. Und um Auswahl, Beschränkung, Konsum allgemein und Verwandtschaftsgeschenke geht es bestimmt auch… So ganz nebenbei ;-)

In etwa um die Zeit der Geburt der P. habe ich mir so einiges quietschefroh-utopisch zusammengedacht. Unter anderem Dinge wie:

  • Ich werde die Zeit, in der sie viel schläft genießen und meine innere Ruhe finden.
  • Ich werde mich während der Stillzeit sehr gesund ernähren.
  • Endlich komme ich mal wieder zum Lesen!
  • Ich werde für sie frisch bio-öko-regional und ausgewogen kochen. Immer.
  • Süßkram gibt es so lange wie nur irgend möglich gar nicht.
  • Fernsehen wird mein Kind auf keinen Fall vor Schuleintritt.
  • Mein Kind soll mich nicht ständig vorm Rechner sehen.
  • Wenn man von Anfang an verständnisvoll, aber konsequent ist, dann wird das alles…

und eben auch:

  • Hier wird es keine Spielzeug-Flut geben. Plastik schon gar nicht.

Nun ja. So ziemlich gar nichts von den oben genannten Dingen habe ich so umgesetzt. Und auch das P. schwimmt irgendwie ganz schön im Spielzeug. Sie weiß, was Geschenke und Überraschungseier und Figuren wie Winni Pooh oder Spongebob sind und ist heiß auf das Zeug.

Wenn ich in der Nido dieses „Meine Welt“-Bild auf den ersten Seiten sehe (da werden immer Kinder aus aller Menschen Länder abgebildet, in ihrer Lebenswelt und mit ihren Spielsachen) und dort kleine Kinder mit einem Teddy, einer Puppe und einem Bagger stehen, dann wird’s mir anders. Weil ich mir dann vorstelle, wie ein Bild von P. in ihrer Welt und mit ihren (Spiel-)Sachen aussehen würde.

Kurz habe ich überlegt, hier eine nahezu vollständige Liste der aktuellen Spielsachen zu posten, aber… das würde den Rahmen sprengen. Verdammt! Wie konnte es nur soweit kommen? Zumal ich doch eigentlich dagegen bin? (Wie mich dieses eigentlich nervt by the way!)

Ich weiß es: Ich bin den glänzenden Kinderaugen erlegen! Und dem elterlichen Freizeit-Gesuch… Und ich bin vor allem viel zu nett.

Erklärung:

Ich erwische mich, während ich für P.s Geburtstag / Weihnachten / … einkaufe, bei Gedanken in Richtung „Oooch, sie wird sooo große Augen machen! Sie wird sich so freuen!“ Ich kann nur ganz schwer widerstehen, wenn sie im Laden irgendwas anschleppt und es „haben“ will. Ich widerstehe aber (meistens jedenfalls). Es erschreckt mich trotzdem, wie viel Härte mir das abverlangt *schüttel*

Ich erwische mich, wie ich mich mit anderen Eltern darüber austausche, was sie zu den jeweiligen Anlässen schenken.

Ich erwische mich, wie ich mir bei diversem Kleinkind-Spielzeug denke „Geil, damit beschäftigt die sich mindestens 15 Minuten am Stück! Das nehme ich!“

Und ich erwische mich vor allem, wie hier zum Geburtstag der P. eine unglaubliche Geschenkeflut reingeschwemmt wird und ich nichts dazu sage und das passieren lasse. Und das Problem ist ja: Wenn das Kind es einmal für sich entdeckt hat, dann kann man es ihm wohl kaum einfach wieder entreißen, nur weil man selber zu feige ist, sich seiner Verwandtschaft zu stellen.

Es gibt sicher „schlimmere“ Spielzeugflut-Eltern. Zum Beispiel die, die den Überfluss noch nicht einmal kritisch sehen und einfach kaufen, kaufen, kaufen… Ich versuche dem zu begegnen, in dem ich austausche… Dinge wegräume, auf die Zimmer verteile und so… Und zum Glück liebt das P. Bücher. Solange die noch interessanter sind als der ganze andere Mist, ist ja eigentlich alles roger. Oder?

Die Fragen, die ich mir, mal mehr, mal weniger ernsthaft, stelle:

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch diesen gewissen Spielzeug-Überfluss mein Kind später potenziell ein gesichtsloser Arschloch-Kapitalist wird, die dieses System hier nicht in Frage stellt und für den Konsum, Besitz und Status irre wichtige Dinge sind?

Wie dämmt man das ein? Denn eigentlich, das weiß ich ja verstandsmäßig, brauchen Kinder gar nicht unbedingt Spielzeug. Und schon gar nicht so viel.

Wie bringt man seinem Kind einen „gesunden“ Umgang damit bei?

(Also „gesund“ würde ich in etwa so definieren: Das Kind „darf“ sich natürlich Dinge wünschen und soll sich auf über sowas freuen, aber es soll sich halt nicht alles ständig darum drehen… Und es wäre schön, wenn sie irgendwann begreifen würde, dass das nicht so wichtig ist, andere Dinge mehr zählen… Eigentlich müsste man ja mit gutem Beispiel und so… *seufz*)

Und vor allem: Wieso lässt Mensch das nicht einfach? Man ist so scheiße kulturgeprägt, oder? Oder sind wir (ich) einfach nur einmal mehr ’schwach‘ und letztendlich Verbraucher?

Wie seht ihr das? Macht ihr euch da viele bzw. überhaupt Gedanken drüber? Oder kauf ihr einfach für eure Kinder das, was euch halt gefällt oder in den Sinn kommt?

Kindermund extended (2) Hänsel & Gretel

Das P. hat ein (eher hässlich als schönes) Hänsel und Gretel-Bilderbuch. Sie liebt das Ding und hat mir die Geschichte (anhand der Bilder) so erzählt:

Der Papa geht mit der Oma {Hexe… (Sorry, Mama!)} auf Ahbeit.

Hänsel und Gretel sitzen auf ein Stein.

Die Oma släft auf ‚em Saukelpferdsn {Schaukelstuhl}

Hänsel und Gretel slafen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, … ;-)

(Das P. ist 25 Monate alt)

Kindermund extended (1)

HaHAAAA! *in die Hände klatsch* Das P. fängt an, Quatsch-Geschichten zu erzählen!!! Und ich finde es sooo großartig :-)

Heute zum Beispiel folgendes: Wir laufen von der Straßenbahn-Haltestelle nach Hause an parkenden Autos vorbei und P. fängt an zu erzählen:

Die Autos han sis degleidet {verkleidet}

Ein Geist mit Huuuut! Is hab keine Angst!

Un‘ der Opa auch!

Had dedlingel! {geklingelt}

Süüüüüßes sonsibt sauuueeees!

Is hab keine Angst!

kindermund

 

 

 

 

 

 

 

Da dürften wohl die Halloween-Erfahrungen bei Oma und Opa mit reingespielt haben ;-)

Autos sind hier prinzipiell eine höchstaufregende (wir haben ja keins) und menschliche Angelegenheit: Beim Regen letztens hat das P. auch hibbelig bemerkt:

Es regät! Die Autos brauchen ein Süürm!

 

 

 

 

 

 

 

(Das P. ist 25 Monate alt)