Lasst uns (Kita-Träume) träumen!

Das Problem „Kinderbetreuung“ wird ja immer mehr zu meinem Herzblut-Thema. In L. haben wir vorige Woche eine Initiative gegründet, mit der wir uns für mehr, hochwertigere, faire, bedarfsgerechte Kindertagesbetreuung einsetzen möchten. Wir wollen vor allem viele, viele Eltern dazu bewegen, sich für das Thema einzusetzen, um gemeinsam Druck auszuüben. Ich setze mich gerade mit allerlei Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander. Was ich mich dabei aber die ganze Zeit frage und was ich unbedingt wissen möchte:

Wie sieht eure Wunsch-Kita aus?

Ich würde mich riesig freuen, wenn viele mir diese Frage beantworten würden. Wer nicht öffentlich was dazu sagen möchte, sich aber trotzdem äußern will, der kann mir auch gern eine E-Mail an info – at – prototext – punkt – de schreiben. (Ich werde das dann selbstverständlich nicht veröffentlichen!)

Mir geht es darum, diese Dinge in mein eigenes Denkgebäude zum Thema einfließen zu lassen. Ich möchte einfach (zur Abwechslung mal) ein paar Stimmen im Kopf haben, die nicht nur  meinen eigenen Gedanken entspringen ;-)

Also schreibt mir, was ihr euch wünscht, wenn ihr (bei noch kleinen Kindern) an die Kita denkt, in die eure Kinder bald gehen werden. Oder was euch fehlt/was ihr toll findet an der, in die eure Kinder jetzt vielleicht schon gehen. Oder schreibt auch, warum eure Kinder in keine gehen. Schreibt, wie die Platzvergabe bei euch läuft/gelaufen ist und ob es schwer war oder nicht. Schreibt, was euch ankotzt. Schreibt, was ihr von den Betreuungspersonen erwartet.

Mich interessiert alles, was euch dazu im Kopf ist!

Teilt das, erzählt anderen davon, bewegt Leute dazu, mitzumachen! Und damit das auch klappt, verlose ich sogar etwas ;-)

Unter allen Antwortenden verlose ich eine handgemachte Beanie-Mütze oder Jerseyhose in eurer Wunschgröße!

13 Kommentare zu “Lasst uns (Kita-Träume) träumen!

  1. Also ich ahbe meine Wunschkita schon gefunden. Meine beiden Kinder gehen in eine große Einrichtung. Es sind dort über 100 Kinder. Sie haben ein offenes Konzept, jeder kann das machen wonach ihm gerade ist. Die Erzieherinen unterstützen die Kinder in den jeweiligen Räumen. So können die Kinder wählen zu welcher Erzieherin sie gehen möchten und mit welcher sie klar kommen. ( Ich mag auch nicht jeden Menschen…) Die Öffnungszeiten sind von 06:00Uhr-17.30Uhr . Die Erzieher machen unglaublich viel mit den Kindern, zutritt zum Garten haben sie fast immer. Es gibt eine Bibliothek sowie auch ein Atelie wo sich die Kinder mit allem ausprobieren können. Es gibt geregelte Zeiten, Morgenkreise für jedes Alter, eine eigene Küche wo sehr auf die Ernährung geachtet wird. Wasser steht immer zu Verfügung und auch Obst gibt es jeden Nachmittag. Und die Krönung die meinen Kindern hilft die ganze Woche Kindergarten durchzustehen, es gibt jeden Freitag nach dem Essen Eis :)

    • Klingt wirklich toll… In welchem Bundesland, wenn ich fragen darf? Und arbeiten die nach einer bestimmten pädagogischen Methode oder einfach „offen“? :-) Ich danke dir auf jeden Fall!

  2. Ich bin gerade auf der Suche nach einem Platz und finde es schade, dass ich nicht wirklich danach gehen kann, ob ich mich mit dem Konzept identifiziere, sondern das nehmen „muss“, was ich kriegen kann (wobei sich meiner Meinung nach die geschriebenen Konzepte oft ähneln, die Umsetzung wird es wahrscheinlich erst zeigen, ob es die Traumkita ist). Jedenfalls bin ich momentan sehr demotiviert, denn ich telefoniere Stunden rum, stehe auf Wartelisten, die es in L. eigentlich nicht mehr geben sollte, werde auf ein nicht funktionierendes Onlinevergabeportal verwiesen oder erreiche niemanden. Aber wenigstens habe ich bisher 3 Kitas anschauen dürfen (bei denen ich sicher keine Chance habe, das noch kommende Auswahlverfahren zu überstehen).
    So wahnsinnig viel wünsch ich mir von einer Kita gar nicht. Die Erziehen sollen freundliche, empathische Menschen sein, die mit den Kindern rausgehen, spielen, basteln, ihnen gute Vorbilder sind, einen demokratischen Erziehungsstil pflegen und sich an Montessoris Worte „Hilf mir, es selbst zu tun“ orientieren.
    Einen großen Garten fänd ich noch toll oder Nähe zum Wald/Park/Grünflächen.

    Irgendwie steht und fällt es doch mit den Erziehern in den Kitas. Sind die motiviert, gut ausgebildet (gut bezahlt), dann geht es unseren Kindern gut.

  3. Es ist in Berlin. Sie arbeiten mit nicht behinderten Kindern sowie mit behinderten Kindern zusammen. Jeder soll sich einfach frei entfalten und seine Richtung gehen. So würde ich das Konzept beschreiben ;-) Ich habe davor Kinderladenerfahrungen gemacht. Es war eine Elterninitiative. Es wurden da 16 Kinder von 2 Erzieherinnen betreut. Kein Garten war vorhanden, aber die Kinder waren jeden Tag draußen. Auch sonst haben sie sehr viel Programm gemacht. Es ging in die Montessori/Walddorfpädagogik. Das Problem dort, das wir hatten war die große Selbstständigkeit, die von den Kindern gefordert wurde. Entweder du kannst dich alleine auf die Schaukel setzten und dich anschupsen, oder du Schaukelst einfach nicht! Das fand ich Persönlich dann nicht so toll, als mein Kleiner zweijähriger Sohn rufend an der Schaukel stand: „Maaaaaaaammmmmaaaaaa hiiiillllfffeeee pommm nich hoooocccchhhhhh“ und ich nichts machen durfte….
    Mit der neuen großen Einrichtung bin ich jetzt sehr zufrieden :-)

  4. Pingback: kitaträume « unsichtbares

  5. ich wünsche mir:
    – einen traumhaften betreuungsschlüssel: 4 kinder pro erzieherIn
    – viel draußen sein, viel platz, kein riesen-programm sondern spielen, spielen, spielen
    – montessori-ansätze: „hilf mir, es selbst zu tun“
    – waldorf-ansätze bzgl spielzeug, handwerklichen fähigkeiten
    – empathische betreuung des ist-zustandes statt förderung und vorbereitung auf die schule
    – eine übersichtliche gruppe/gemeinschaft
    – vegetarische bio-küche

    ich hoffe, wir haben unsere traumkita gefunden, ab januar wirds ernst.
    wir haben uns schon in der schwangerschaft um einen platz gekümmert, da uns bestimmte „richtungen“ sehr wichtig waren.bei einer tollen kita standen wir dann direkt auf platz 1 der warteliste, die jetztige habe ich eher durch zufall gefunden. wir haben uns also wirklich nur zwei angeguckt und hatten einfach sauviel glück.

    btw: ich flippe regelmäßig aus, wenn mein kind aufm spielplatz von anderen müttern irgendwo raufgesetzt wird, wo es alleine noch nicht hochkommt.
    ich tue das nämlich nicht, denn: er kanns halt nicht.
    ergo: meist zu gefährlich, kein überblick über die situation, ich muss aufpassend daneben stehen und null erfolgserlebnis.

    • So hat einfach jeder eine andere Einstellung, denn ich habe schon eine 5 Jährige Tochter und sie war die Einzige die im Kinderladen schon schaukeln konnte, oder ohne Stützräder Rad fahren, obwohl ich sie auf die Schaukle gesetzt habe… Wenn die Stadt die Schaukel einfach zu hoch hängt, dann weiß ich nicht, warum mein Sohn nicht schaukeln darf, obwohl er sich festhalten kann und weiß das er nicht loslässt, sonst fällt er runter und es tut weh!

      • eben, genau das wollte ich nur sagen: jede/r findet was anderes super wichtig oder völlig unmöglich.

        deswegen setzen ja andere eltern meinen sohn irgendwo rauf, weil das für sie total klar geht, nur für mich halt nicht.

  6. Schließe mich dem super-Betreuungsschlüssel an. Denn es bringt ja das tollste Konzept nichts, wenn immer nur ein kleiner Teil der Kinder was Tolles machen kann, die anderen mangels genügender Beaufsichtigung aber immer, immer, immer nur freies Spiel. Nichts gegen „freies Spiel“, aber eben nicht als Notlösung. Und dieses ganze Beobachen, was kann das Kind, wo braucht es vielleicht Unterstützung, wo entwickelt es sich gerade, dazu brauchen die ErzieherInnen auch Zeit – und ein bisschen Erfahrung wär nicht schlecht, also Altersmischung bei den ErzieherInnen, ganz Junge für den Schwung und die Motivation, Ältere für Erfahrung und Urteilsvermögen. Bei uns sind sie grad alle ganz furchtbar jung, weil eingestellt wird, was die ErzieherInnen-Schulen hergeben.

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