Weiterlesen-Nützlichkeitsfrage

Mal wieder eine Frage aus gegebenem Anlass, weil ich eure Gewohnheiten nicht kenne:

Auf der Startseite von Babykram-und Kinderkacke habe ich in letzter Zeit die Artikel mit „Weiterlesen“-Option versehen, sodass ihr auf den ‚weiterlesen‘-Button klicken müsst, um den ganzen Artikel zu lesen. Findet ihr das doof oder sinnvoll?

 

Kindermund (10) und Januar-Rückblick

Da hatte doch letztens eine von euch nach dem Verbleib der P. gefragt, womit sie natürlich Recht hat. Ich hab da so ein bisschen ‚Sorge‘ (Missmut?) rausgehört, aber keine Angst: Im echten Leben wird das P. keineswegs so vernachlässigt wie hier. Eher im Gegenteil. Da ist für die Beele gar nicht so viel Platz, weil das P. natürlich die Hauptrolle spielt. Das muss ich dann halt hier kompensieren ;)

Im Januar hat Fräulein P. ihr ‚Trotzverhalten‘ (ich habe da ein tolles Buch zur Entwicklung von Kleinkindern gefunden) auf jeden Fall gut ausgebaut. Sie macht richtig Drama, oft ist es auch ziemlich bewusst eingesetzt, glaub ich. Ich hab sie jetzt schon häufig dabei ‚erwischt‘ wie sie sich die Hand vor’s Gesicht schiebt und dramatisch zu heulen scheint, in Wirklichkeit aber grinst. Ta!

Sehr zucker ist sie aber auch. K und ich sitzen jetzt häufig einfach da und gucken ihr beim Spielen zu, weil das schon so sehr fantasievoll ist :) Das ist echt schön. Sie quatscht ohne Punkt und Komma, singt den ganzen Tag und ist permanent in Action. Ich frage mich echt, woher sie die ganze Energie nimmt ;)

Sprachperlen im Januar:

  • Eine Taschenlampe, die sie sehr begeistert hat, heißt:
    „Laschentampe“ 

  • Der Name ihres kleinen Maulwurf-Kuscheltiers:
    „Mauler“ und morgens dementsprechend: „Mauleeeeaaa! Komma heeeaaarr!“
  • eine tolle Sprachperle von der Tochter einer Freundin im selben Alter war übrigens:)
    „Feuer-Fernseher“   {{Kamin}}
  • Befehlston geht auch schon gut:
    Fernsehen gucken, hab ich gesagt!“
  • Pumpe    {{Punkte}}

Lustiges im Januar:

  • lacht sich über Priesemut (den Frosch), der in einer Geschichte zu Nulli „Du oller Hasenköttel“ sagt, schlapp
  • Sie gibt erst mir, dann K. ein imaginäres Bonbon in die Hand. K. steckt es sich in den Mund. Das P. schaut ihn entsetzt an und sagt dramatisch: „Nein Papa! Da is noch eine Saale dran! Musst du auspacken!

„Hach“ im Januar:

  • Das P. kommt jetzt jeden Morgen mit Decke, Kuscheltieren und Kissen ins Schlafzimmer. Vorgestern hat sie mir aufgeregt erzählt: „Mama! Is habeträumt! Von ein Stern!

Neues im Januar:

  • richtiges, echtes Kuscheln :-}
  • sie zählt („zwei Brote“)
  • Klo ist (Aufklebern sei Dank) doch langsam ganz okay
  • wegrennen beim Anziehen, sich weigern, weiterzulaufen
  • kein Bock auf Essen (es sei denn, es ist süß)
  • P.s Essen besteht derzeit zu 90% aus Gurke
  • ByeBye, Mittagsschlaf!
  • Phantasie-Spiele (imaginäres Essen kochen)
  • Schauspielerei

Gernemach im Januar:

  • exzessives Malen und Schneiden
  • Matschen mit Knete, Essen, Frischkäse, Fingerfarbe

Lieblings-Figuren im Januar:

Danke übrigens an mamamiez für die Idee mit dem „Sag doch mal“-Spiel! Das mach ich mit P. – die übrigens auch Paraptika statt ‚Paprika‘ sagt – jetzt auch täglich und es macht echt arschviel Spaß :)  Tolles Wort zum Üben ist übrigens: „Paprikabraten“ *lach*

(Das P. war im Januar 2013 27 Monate alt)

Schwanger sein: Hallo Beele 7+1!

us 7+1, ultraschall 7+1

Entwicklung? Zeitgemäß. Herz? Schlägt. Größe? 11 Milimeter vom Kopf bis zum Schwanz. Entspricht? SSW 7+3.

Ach, Beele :-} Ich war dermaßen aufgeregt bevor es heute auf ‚den Stuhl‘ ging… „Warum? Warum?“ hab ich mich gefragt… Ich hatte echt Schiss, dass etwas nicht stimmt. Zu viel gelesen, fürchte ich.

Es ist also alles gut! Ich habe meinen Mutterpass bekommen. Der nächste Termin ist Ende Februar… (Puh, schon 12. Woche dann!)

Abends hab ich ekelhafte Schmerzen im Unterleib, die Müdigkeit nimmt noch mehr zu und diese Woche ist meine Horror-Woche des Semesters. Danach ist dann endlich Verschnaufpause, in der ich ‚in Ruhe‘ meine Hausarbeiten schreiben und mich mental auf’s nächste Semester (und die Klausuren an dessen Ende) einstellen kann.

Ich will nur noch schlafen, schlafen, schlafen… Wann ist der Müdigkeits-Peak und wann hört sie gleich nochmal auf??

Hard Facts für diese Woche:

  • momentan in der 8. SSW rechnerisch
  • 7 Wochen + 1 – 7 Tage (Berechnung nach Arzt)
  • 6. Lebenswoche der Beele nach der Befruchtung
  • 36. – 42. Tag der Embryonalentwicklung
  • Länge des Embryos: 9-16 mm (SSL)

(Quelle)

Leistung, Baby!

Hach. „Schön“. Aus gegebenem Anlass mal wieder eine ordentliche Selbstzerfleischung:

Ich habe ein Leistungsproblem. Ich habe Probleme mit Erwartungen. Ich habe Probleme mit festen Terminen, Deadlines, Treffen… kurz: Ich habe ein Problem mit all den Situationen, in denen ich zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort anwesend sein muss und in denen etwas Bestimmtes von mir erwartet wird. Sei das nun schlichtweg anwesend zu sein, still auf einem Stuhl zu sitzen ohne auf’s Klo zu gehen, ein Referat zu halten oder gemeinsam einen Tee zu trinken und Smalltalk zu führen. Das fängt beim Arztbesuch an, geht beim Treffen mit Freunden weiter und hört bei Referaten und Prüfungen nicht auf. Ich will ‚herausragend‘ sein, wollte ich schon als kleines Kind, soweit ich weiß. Ich kann nichts einfach ruhig angehen, locker-gelassen sehen oder Dinge auf mich zukommen lassen. Ich will die Dinge besser machen, um mir selbst zu beweisen, dass ich ‚was wert‘ bin (?)

Ich mag keinen Sport und kein Mathe. Ich hasse das geradezu. Ich befürchte, dass das nur daran liegen könnte, dass ich weiß, dass ich darin niemals ‚toll‘ sein werde. Ich habe Probleme mit Anerkennung. Ich brauch sie, ich will sie und ich hasse es, davon abhängig zu sein. Ich versuche, darauf zu scheißen, aber es klappt nicht. Ich passe mich an, ich stecke ein. Mein verdrehtes Ich versucht so zu sein wie es denkt, beim Gegenüber gut anzukommen. Und ich verabscheue ‚es‘ dafür.

Anpassungsstörung. Leistungsangst. Grübelzwang. Übersteigerte Erwartungen an sich selbst. Perfektionismus… Dem Scheiß einen Namen zu geben macht es nicht zwangsläufig besser.

Die Erwartungen, die hohen Ansprüche, der Perfektionismus: Das alles kommt nicht von außen, sondern aus mir selbst. Manchmal denke ich, dass das noch viel schlimmer ist als würden die Dinge von außen an mich herangetragen werden. Dann könnte ich mir wenigstens denken: „Leckt mich doch!“ Problem: Ich hab’s nicht im Griff. Überhaupt nicht. Ich bin mir über diese Dinge bewusst. Ich sehe das kommen. Ich spüre es ganz deutlich. Immer. Und ich finde es total irrational! Aber es passiert mir trotzdem. Immer wieder. Und ich verurteile mich (zusätzlich zu dem Stress, der mich belastet) dann auch noch selbst, weil ich mich so stresse, obwohl ich das nicht will. Weil ich mich/das nicht im Griff habe. Weil ich nicht entspannt sein kann. Weil ich aus einer Mücke einen Elefanten mache. Wie immer. Weil sich einfach nie wirklich etwas ändert. Bäh! Bäh! Bäh!

Und dann kommen die ganzen tollen Ratgeber mit den Klischee-Tipps wie Autogenes Training-progressive Muskelentspannung-schöne Gedanken machen-ausreichend Schlaf-Sport-Stopp denken-Yoga-Pilates-Hobbys-Zeit für sich-warme Wanne-Ingwertee-bla bla bla… Die ganze Wellness-Industrie gibt alles, um mich einzufangen. Aber: Das bringt nichts. Selbst wenn manche dieser Sachen mich in den Momenten kurz abholen, in Stress-Situationen reagiere ich genau so beschissen wie immer. Dazu sitzen die Verhaltensmuster einfach zu tief:

Dann überfallen mich nämlich Fluchtgedanken, sobald ein Termin ansteht. Egal wie klein oder groß die Termine sind und ich kann dem Fluchtreflex kaum widerstehen. Ich stehe immer unter Druck und will mich dem am liebsten gar nicht aussetzen. Bei den Kleineren (Arzt, Seminare, Vorlesungen) schaffe ich es mittlerweile oft – auch dank Therapie – mich zusammenzureißen und mich zu überwinden, nicht dauernd aufzuschieben, abzusagen, zu verdrängen… Beim Arzt „muss ich da halt durch“, beim Treffen mit Freunden sage ich mir, dass es „mir letztendlich gut tut“. Mich kotzt es an, dass es mich nach wie vor so viel Überwindung kostet.

Kritisch wird das Ganze dann, wenn zu dem inneren Dauerdruck tatsächlich einer von außen hinzu kommt. So wie im Moment: Nächste Woche ist Projektabschluss, Semesterende und ich muss ein Referat halten. Alles keine großen Dinger, aber ich leide darunter echt extrem! Ich kann einfach nicht mit dem Stress umgehen, der dadurch bei mir entsteht. Ich verfalle in eine ‚Schockstarre‘, in der ich zum vollkommen überreizten Nervenbündel mutiere. Ich bin dann nur noch dazu fähig, entweder a) etwas für die ’so schrecklich stressigen‘ Dinge zu tun oder b) mich ohnmächtig, erschöpft und krank zu fühlen und gar nichts zu tun. Ich vernachlässige Freunde, Beziehung, Kind, Hobbys, alles das, was mir gut tun würde und verfalle in depressive Löcher. Ich hab gelesen, dass das eigentlich logisch ist, wenn der Kopf nie Ruhe gibt und man sich selbst auch Erholung nicht gönnt, weil man ständig das Gefühl hat, man müsse noch mehr ‚leisten‘. Man ist quasi geistig überlastet und alles, was darüber hinaus geht, ist dann einfach zu viel. Ja, so fühlt sich das auch an.

Selbst da schleicht sich die blöde Tante wieder ein: „Pffft! Erholen! Wovon sollst du dich denn erholen?!“ Ich bin mein schlimmster Feind!

Ich will nicht! Ich will nicht! Ich will nicht! Ich will dann niemanden sehen und mich am liebsten verkriechen. Ich habe jetzt bereits seit mehreren Wochen außerhalb meiner Familie und der Uni niemanden getroffen. Ich bin einfach zu fertig, kann mich nicht motivieren. Ich kann bei nichts Spaß empfinden und kaum etwas ertragen. Eigentlich geht nur: Mit mir allein sein, lesen und schreiben. Spaß zu haben, abzuschalten fällt mir ja auch im ‚Normalfall‘ schon schwer. Ich weiß oft nicht, warum ich jemanden treffen sollte, weil ich oft nicht weiß, was es zu erzählen gäbe. (DU! würden meine Freunde jetzt sagen, die nie die Klappe hält und aus dem Reden nicht rauskommt! Hör auf zu spinnen!) Ich habe einfach nicht die Kraft und auch nicht ‚das passende Ich‘ parat, um positiv und damit eine ‚angenehme Gesellschaft‘ zu sein, was heute aber irgendwie – so fühlt es sich an – ständig von einem erwartet wird. Ich fühle mich blöd, wenn ich das meinem Gegenüber nicht geben kann. Eine selbstsichere, positive, authentisch-kritische Spaßkanone hat Mensch zu sein. Die Problemchen und Wehwehchen können gern Zuhause im Tagebuch bleiben. Ich fühle mich manchmal als wäre ich ein einziges Problem! Ich will keine Ningeltante sein. Ich halte diese bescheuerten Probleme für… bescheuert halt. Ich will sie weglöschen, nicht mehr überfordert, ständig müde und erschöpft sein. Ich will einfach sein. So sehe und denke ich mir das Leben. Aber mein Ich zieht nicht mit, das Arschloch.

Die Beschreibung klingt jetzt wieder nach überehrgeiziger Karriere-Muddi. Aber so ist das nicht. Ich will keine Bosse bedienen oder so’n Scheiß. Ich will auch nicht, dass andere denken, dass ich eine Supermami bin. Es geht eher darum, dass mein Ich anscheinend eine panische Angst davor hat, sich selbst beim ‚dumm‘ oder schöpferisch untätig sein zu erwischen. Es geht um ‚Smartness‘, darum, gebildet, schlau und allwissend zu sein. Nicht, um das jemandem auf’s Brot schmieren zu können, sondern um mir selbst gerecht zu werden. Ich erwarte und will das einfach von mir. Und überfordere mich damit total, auch weil ich weiß, dass das unmöglich und unerreichbar ist. Aber so ein kleines bisschen Genialität muss doch drin sein, verdammt nochmal!

Hier liegt des Pudels Kern: In dem Moment, in dem ich ‚da draußen‘ an einer ‚einfachen Aufgabe‘ oder Anforderung ’scheitere‘, ist das der Beweis: Ich bin dumm, weil faul und untätig und einfach stinknormal… (Einmal Selbstauspeitschen bitte!) Ich bin genau so elendig dumm, wie der Großteil der verdammten Menschheit! Und ich bin nicht … (was auch immer) … genug, um etwas dagegen zu unternehmen.

Ja, ich! Nimm das und deal with it.

Schwanger sein: So war die 7. Woche

(Oder: 6+5)

Die Beele müsste so etwa 5-8 mm groß sein. Ich bin jetzt gerade noch in der 7. Schwangerschaftswoche = 6+1 bis 6+6 (morgen). Der Embryo ist 29 bis 35 Tage alt.

Die Beele wächst jetzt jeden Tag etwa einen Millimeter und hat immer noch seinen Urzeit-Schwanz. Wichtige Organe sind da und entwickeln sich weiter. Die Haut ist schon entwickelt (wow!) – Blick in den Bauch

Ich habe seltsame Gelüste: Entweder so richtig ungesund (BURGER! POMMES! PIZZA! MACCHERONI CHEESE!) oder richtig gesund (frische Ananas und Säfte zum Beispiel). Und KAKAO.

Weil ich schwanger bin, hab ich das Gefühl, dass alles ein bisschen erlaubter ist als sonst. Das ist cool. Eigentlich hätte ich zu tun und ich sollte nicht hier auf’m Sofa rumliegen, Schokolade fressen und Dummbrot-TV gucken? Hey! Ich bin schwanger, Faulheit gehört dazu! Ich habe einen Termin, bei dem ich Fotos machen soll und keine Kamera dabei? Hey! Ich bin schwanger, Verpeiltheit gehört dazu! Ich raunze K. wie bescheuert an, obwohl er eine normale Frage gestellt hat? Hey! Schwangäääär! Verstimmungen gehören dazu! Das Gute ist: Ich habe das Gefühl, dass ich mich auch mehr traue, den Sachen nachzugeben anstatt irgendwas zwingend durchzuziehen. Gut, das!

Ich plane, was ich alles tolles im Babyjahr anfangen kann. Endlich anfangen, an einem richtigen Buch zu schreiben. In meinem Hinterkopf kursiert von Zeit zu Zeit die utopische Vorstellung, dass es doch toll wäre, wenn ich tatsächlich nur schreiben bräuchte und damit unseren Lebensunterhalt verdienen könnte… Ächem… Käme mir entgegen, unserer Zeitplanung, meiner phasenweise auftretenden ‚Asozialität‘, meiner Krankheit. Außerdem auch ein guter Plan: Vertiefende Literatur für’s Studium lesen, mich spezialisieren und, und, und… Eine andere Stimme brüllt mir immer gleich rein: BULL! SHIT! Du wirst zu GAR NICHTS kommen außer dem kleinen und dem großen Baby! HA! Und die Gemäßigte sagt einfach: Konzentrier dich doch erst einmal auf die neue Situation, die dann da ist und nimm dir nicht schon wieder irgendwelche Dinge vor. Die sind dann nur wieder Auslöser für Gewissensbisse. Recht hat sie. Aber: Man wird muss ja wohl noch träumen dürfen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich ganz schön Angst davor, dass mir die Decke wieder so sehr auf den Kopf fällt wie im ersten Babyjahr.

Ich kann es nicht erwarten, dass der Januar vorbei geht. Es ist einfach zu stressig. Zu viele kleine Termine, ich hasse viele kleine Termine am Tag! Das macht mich immer durcheinander und nervös und überhaupt und sowieso. Jetzt ist kinderfreies Wochenende, was ich zum Entspannen nutzen könnte, aber nicht kann, weil ich einfach zu viel machen muss. Erwähnte ich, dass ich das scheiße finde?

Ich fühl mich kränklich, Hals kratzt., Nase stopft…. Ich will nach wie vor am liebsten eins: Meine Ruhe. Meine Brust verändert sich, das soll ja so sein, ist trotzdem ein bisschen anstrengend, weil so spürbar.

Nächsten Dienstag bei 7+1 sehe ich die Beele wieder, hoffentlich inklusive schlagendem Herzen. Dann geht auch das ganze Schwangerschafts-TammTamm los mit Blut abnehmen und wiegen und so. Äääähm… Hat jemand ’ne Ahnung, wieviel so ein Ultraschallgerät für Zuhause kosten würde? Pi mal Daumen? Anyone? Sollte ich einen Toxoplasmose-Test machen lassen? (Obwohl ich kaum Fleisch esse und gegen Katzen allergisch bin?)

Ich hab mir fest vorgenommen, mir keine Geburtsvideos auf YouTube mehr anzugucken. Gestern habe ich mich min. 12 Stunden lang (fast) gar nicht mit der Schwangerschaft beschäftigt.

Ich habe nach wie vor Angst, dass es irgendwie zu viel wird mit zwei Kindern, Studium, Pendeln und jung sein. An die, die 2 Kinder haben: Wie war/ist das bei euch?

Kleinkind-Terror

(oder: sich „richtig“ verhalten gegenüber dem Kind)

Ich verhalte mich meinem Kind gegenüber menschlich. Das ist mir wichtig. Ich halte nicht viel davon, irgendwelche Normen einfach zu übernehmen und mich „elternmäßig“ zu benehmen. Also Dinge irgendwie zu tun, weil ‚man‘ sie halt so macht oder machen muss. Ich versuche mich immer mehr wegzubewegen von dem ‚man‘-Denken. Ich möchte nicht, dass mein Kind zu einer möglichst perfekt angepassten, nichts hinterfragenden Hülle wird. Ich möchte gern, dass mein Kind ein selbstständig denkender, vernunftbegabter, interessierter Mensch wird.

Mein derzeitiges Problem: Es fällt mir schwer, mich in bestimmten Situationen überhaupt irgendwie zu verhalten. Gemeint sind Situationen, in denen sie sich recht wenig menschlich (genau genommen ist es wahrscheinlich sogar sehr menschlich… Also sagen wir lieber sowas wie:) „sozial“ verhält – ja, mir ist klar, dass sie mit 27 Monaten nicht annähernd eine Vorstellung davon hat, was dieses Konstrukt bedeutet und mir ist auch klar, dass sie das faktisch gar nicht können kann. Es geht um  das, was allgemein häufig als ‚Trotz‘ bezeichnet wird. Es geht um Abgrenzung, unterschiedliche Bedürfnisse, Grenzen, um all sowas geht’s. Theoretisch.

Ganz praktisch geht es aber um: „Jetzt komm verdammte scheiße nochmal bitte her!“ oder auch: „Du musst Ich will dir jetzt aaaaaaaaaaaah! ichdrehdurchichwerdwahnsinnig!  bitte deine Jacke anziehen, es ist himmelarschundzwirn kalt draußen!“ und ich bekomme gleich einen Wut- oder Heulanfall, wenn ich daran denke, dass wir bereits vor einer 3/4 Stunde in der Kita sein wollten und noch Schuhe, Handschuhe, Schal und Mütze vor uns liegen! Gerne auch: „Bitte! Lauf! Jetzt! endlich Weiter!“ oder ich raste gleich echt aus. genau JETZT werde ich nämlich gerade wahnsinnig. einszweidreivierfünfsechssiebenachtneunzehndreitausend. aaaatmenaaaaatmenaaaatmen-zähneknirsch-zähneknirsch-zähneknirsch oder: „Kannst du nicht wenigestens ein verpisstes kleines Stück von diesem Essen kosten?“ Ich koche nie wieder für dich! nie! wieder!

Ja, ich habe wahrscheinlich ziemlich hohe Ansprüche an mich. Das bekomme ich jedenfalls immer wieder zu hören. Aber: Es geht mir nicht darum, eine perfekte Maaaamiiii zu sein. Gar nicht! Es geht mir darum, meine eigenen Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen und trotzdem auch denen des Kindes gerecht zu werden. Es geht mir darum, nicht (oder so selten wie möglich) in irgendeiner Entwicklungsphase total den Müll zu bauen, unter dem dann sie als großer Mensch, wir als Familie oder, oder, oder zu leiden hat. Es geht mir auch darum, zu berücksichtigen, dass es kein falsch oder richtig gibt. Also keinen DEN Umgang mit einer bestimmten Phase oder Situation. Keine Knöpfe, die man drücken kann, um Kompetenzen/Fähigkeiten wie Denken, Empathie oder Toleranz freizuschalten. Ich will authentisch sein und nicht manipulativ oder sonstwas. Ich will fair sein, meine elterliche Machtposition nicht ausnutzen und meinem Kind keine Traumata einpflanzen.

Nur: Wo fangen die an und wo hören die auf? Ist es schon grenzwertig, wenn ich in einer Phase, in der sie abends nicht in s Bett will, abends das Licht in ihrem Zimmer ausmache, weil ich a) einfach Feierabend haben will und sie b) auch tatsächlich hundemüde ist? Finde ich es eigentlich okay, diese „Na  gut, dann muss ich halt alleine gehen“-Taktik anzuwenden, wenn sie sich standhaft weigert, weiterzulaufen. Ist das nicht schon Manipulation? Darf ich Lockmittel einsetzen, wenn ich keine Lust auf Kampf habe oder ist das verurteilenswerte Bestechung?

Aber ich muss mir gerade echt selbst eingestehen: Einem Kleinkind in der Trotzphase kannst du einfach nicht mit logischem Menschenverstand begegnen. Und ich frage mich ernsthaft: Mit was denn dann? Ich habe dafür wirklich keine Lösung. Als Mutter, meine ich. Ich kann mit Kindern sehr gut umgehen, die nicht meine eigenen sind. Auch mit deren Trotz kann ich gut umgehen, weil der sich – so ist meine Erfahrung – ‚Fremden‘ gegenüber niemals so extrem zeigt wie gegenüber den eigenen Eltern. Ist ja auch gut so! Juul sagt, es sei wichtig, eine „persönliche Sprache“ zu nutzen, wenn man mit seinem Kind zu spricht. Also keine leeren Formulierungen wie „Kannst du eigentlich nie aufräumen?“ oder auch: „Super!“. Er sagt auch: Es ist richtig und wichtig, dem Kind seine Grenzen zu zeigen. Das entspricht ziemlich dem, was ich eingangs erwähnte: Menschlich sein. Aber: Kleinkinder sind Egoisten, Egozentriker und Narzissten in einem! (Und das ist gut und wichtig so, ihre Entwicklung betreffend.) Insofern bringt mich das nur halbwegs weiter.

Während mein Kind freudig und impulsiv ihre Grenzen entdeckt und auslotet, bringt mich das eindeutig an meine. Weil ich schlicht keine Lösung dafür habe. Weil ich immer trotzdem versuche, sie so gut wie möglich nachzuvollziehen. Und das Problem ist: Ich kann es! Ich kann sie meistens sehr gut nachvollziehen! Klar, sie will nicht aus der Kita nach Hause gehen, weil sie dort gerade noch etwas Spannendes macht. Verstehe ich, ändert aber nichts daran, dass ihre Betreuungszeit 16 Uhr zu Ende ist und ich mit ihr nach Hause will, wenn ich sie abhole. Klar, will sie manchmal nicht essen, was ich gekocht habe, weil’s ihr nicht schmeckt oder sie keinen Hunger hat oder sie was anderes essen will. Ändert aber nichts daran, dass ich für sie gekocht habe und es mich ankotzt, wenn sie das dann nicht isst. Klar, sie will manchmal nicht weiterlaufen, weil sie was Spannendes entdeckt hat, müde ist, ihre Füße weh tun oder sie einfach nicht weiterlaufen will. Ich kann ihr Verhalten nachvollziehen und sehe trotzdem meine Grenzen. Ich hab nicht die Geduld! Ich halte es nicht aus, 45 Minuten für 700 Meter Weg von der Haltestelle bis zur Haustür zu brauchen, begleitet von 30 Schreiattacken. Und trotzdem sehe ich es nicht so, dass es ihr Fehler ist. Und das bringt mich erst Recht an meine Grenzen! Könnte ich all das gelassen hinnehmen, wenn ich selbst „einfach“ gelassener wäre?

Was macht das, was ich mit meinem Kind mache, mit meinem Kind??? Welche Auswirkungen hat welche Handlung? Welche Grenzen sind gut und welche sind zu viel? Wann braucht mein Kind Begrenzung, wann nicht? Wann macht es Sinn, meine Sicht oder meinen Willen durchzusetzen und wann nicht? Welche Normen muss ich ihr vermitteln, dammit sie klarkommt?

Das ist, was ich mit Kleinkind-Terror meine: Mehr als das Verhalten (m)eines Kleinkindes, was einfach in der Tat tierisch anstrengend für mich sein kann, ist es mal wieder mein Kopfwust, der mich terrorisieret. All diese Dinge, denen ich gerecht werden will und die ich „richtig – will heißen: begründet und durchdacht – machen will, weil das einfach mein Anspruch ist. Wenn mir da jemand kommt mit „Intuition“, dann kann ich nur sagen: Das ist meine Intention und meine Intuition. Genau so, wie ich durchdenke, was ich kaufe, was ich esse, mit wem ich mich umgebe, was ich gern tue, wie ich die Welt sehe und was ich scheiße finde oder auch, wie die Beziehung zu meinem Partner ist und ob ich da fair bin, wo Probleme sind, durchdenke ich auch das Zusammenleben mit und das Verhalten gegenüber meinem Kind. Das kann (und will) ich auch nicht ausschalten, obwohl es anstrengend ist und trotz der frustrierenden Gewissheit, dass es „die Lösung“ und „das richtige Verhalten“ nicht gibt.

Vielleicht ist es genau das, was Mensch von seinen Kindern lernen kann und sollte: Richtig gibt’s nicht. Du musst deinen Weg allein finden. Und es vor allen Dingen schaffen, zu ihm zu stehen. Amen.

*Jesper Juul (2009): Dein kompetentes Kind. Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie, rororo
Jesper Juul (2008): Nein aus Liebe. Klare Eltern – starke Kinder, Kösel-Verlag

Schwanger sein: 6+1

Ich treibe mich zu viel in Foren und in anderen Blogs herum. Da bekommt man das ganze Spektrum der Dinge mit, die schief gehen können. Ich bekomme mit, dass beinah jede 2. Frühschwangerschaft schief geht. Mist. Das war in der ersten Schwangerschaft anders. Ich hab mich überhaupt gar nicht damit beschäftigt, was ist, wenn was schief geht. Erst am Ende… Dann aber auch eher: Was ist, wenn mit dem Baby etwas „nicht stimmt“. Aber wie das so ist: Ist der Keim einmal gesetzt, ich er nicht löschbar. Ich versuche, die Gedanken mit Schokolade zu kompensieren, wodurch ich schon jetzt 1,5 Kg zugenommen habe. Bravo! (Hierzu übrigens was lesenswertes von Cloudette zum Thema Figur-Komplexe)

Ich habe mir gestern eine Muddi-Hose (eine mit Band oben) gekauft. Beim Anprobieren habe ich mich (wie schon vor 3 Jahren) gefragt, warum Frau überhaupt jemals etwas anderes trägt. Heute hab ich sie noch nicht an, weil… es mir komisch vorkäme.

Ansonsten: Der Hunger ist nicht mehr so unerbittlich, die Müdigkeit dafür umso mehr. Meine Konzentration schwindet von Tag zu Tag, je mehr sich meine heiße Hausarbeit-Phase nähert. Ich kann mich überhaupt kein bisschen auf die Uni-Inhalte konzentrieren. In einer Woche hab ich den nächsten FA-Termine und frage mich wieder: Was werde ich sehen? Das Herz müsste schon schlagen, oder?

Pffft… Beim allabendlichen Versuch, zu checken, was gegenwärtig in der Bauchgegend so abgeht, frage ich mich, ob das eigentlich Ausdruck meines Kontrollzwangs ist. Ich würd’s irgendwie (mal wieder) gern mehr auf mich zukommen lassen können. Geht aber nicht. Wie überraschend (-.-)

P.S.:

Ihr habt entschieden:

eintraege

Also werdet ihr jetzt regelmäßig von mir und meinen Schwangerschaftswehwehchen zugespammt.

Schwanger sein: So war die 6. Woche

(oder: So groß wie ein Apfelkern.)

Ich bin rechnerisch in der 6. Schwangerschaftswoche. Fachärzte würde sagen: SSW 5+1 bis SSW 5+6. Die Beele (der Embryo) ist 3 Wochen – 22 bis 28 Tage – alt und angeblich in etwa so groß wie ein Apfelkern, am Ende der Woche (also jetzt!) etwa 4-5 mm groß. Er/Sie/Es ist i.d.R. c-förmig gekrümmt, hat eine deutliche Wölbung am Vorderteil (Herz) und ein Schwanzteil.

Das war die erste Woche der ‚echten‘ Embryonalphase, in der sich die Organe entwickeln und die bis zur 12. Woche dauert, danach beginnt die ‚fetale Phase‘, das davor nennt Mensch ‚präembryonale Phase‘. Deshalb ist die Zeit jetzt und in den nächsten Wochen so wichtig. Das Herz bildet sich zum Beispiel in dieser Woche und beginnt, zu schlagen. Wenn Frau etwa um den 25. Tag der Emryonalentwicklung zum Arzt geht – also etwa drei Wochen nach dem wichtigen Sex, kann sie via Ultraschall vielleicht schon das Herz schlagen sehen. (Ich war bei 5+1 und es waren Fruchthöhle, Dottersack und embryonale Anlagen zu sehen, siehe unten.)

Wörter der Woche: Neuralrohr, Dottersack, Fruchthöhle

Mo, 14.01.2013 (5+0)

Ich verpenne alles: Lege Termine falsch, bin durch den Wind. Kann keine 5 Sätze hintereinander geradeaus denken und auch nicht mehr keine ordentlichen Sätze formulieren. Hitzewallungen. Frösteln. Hunger. Übel. DURST! PIPPI! STÄNDIG! AAH! Denke am Abend, nachdem gelesen, etwa 20 Mal „so groß wie ein Apfelkern… so groß wie ein Apfelkern… so groß wie ein…“ Morgen Termin beim FA. Wird die Fruchthöhle noch leer sein oder ist schon ein Punkt zu sehen? Gespannt, ich bin.

Merke: Ich finde es schön, schwanger zu sein und schon eine Ahnung zu haben, was mich erwartet. Also schwanger sein ohne die Angst vorm Unbekannten.

Di, 15.01.2013 (5+1)

Dachte irgendwie, beim Zweiten Mal würde alles eher nebenher laufen und weniger mit Aufgeregtheit und Hibbeln zu tun haben. Aber: Wieder kaum in den Schlaf gefunden letzte Nacht, erst irgendwann gegen 3 Uhr nachts. Wecker klingelt 6:30. Termin beim FA: 07:45. Wartezeit 1-2 Stunden (Minimum). Habe das P. gestern und heute nicht gesehen :( Habe schon jetzt die leise Befürchtung, dass sie zu kurz kommen wird… Renne beim Arzt 10 Mal aufs Klo, äußerlich cool. Gegen 9:30 dann rein da, aus das, rauf da. Und? Schon beim ersten Schwenk die Höhle gesehen. Und es ist sogar schon was drin! Große Freude! K. kommt mir auf der Treppe entgegen. Kurzer Lovestory-Moment, gemeinsames Frühstück, Freude, Flashbacks. Dann geht es also wirklich wieder los.

Mi, 16.01.2013 (5+2)

Bin eigentlich müde ab 17 Uhr, aber so viel zu tun. Nicht vor 1 ins Bett derzeit. Scheißkram, das. Fettige Haare! ICH! Mildes Shampoo, Waschen mit lauwarmen Wasser und Lufttrocknung soll helfen. Hunger! Nach wie vor. Aber so blöde unkonkret: Koche was, mag es dann aber nicht. Lieber Schokolade. Täglich. Magenprobleme vom Ekel-Essen und Genervtheit meinem Umfeld gegenüber… Wie unbefriedigend!

Do, 17.01.2013 (5+3)

Bin empfindlich und liebesbedürftig. Bin gereizt und unterkühlt. Bin müde und erschöpft. Bin nullbockmäßig und ‚asozial‘ drauf. Das P. ist krank. Ergo: Keine Uni heute. Das stinkt, weil: Semesterende, eh schon Stress. Booooh! P. weigert sich neuerdings gegen Mittagsschlaf. Und Ausziehen. Und nicht mit langen Schnüren im Bett spielen. Und Gemüse essen. Erinnere mich daran, dass ich sie NIE zum Mittagsschlaf zwingen wollte. Komme aber nicht mehr umhin. Erkläre, dass ich weiß, dass SIE keine Pause will, ich aber eine brauch. Scheint sie zu verstehen, wenn auch widerwillig. Bin zur Zeit ziemlich ideenlos, was Spielen betrifft. Frage mich, ob jemand, der so oft so ungern so richtig spielt wirklich 2. Kind…

Ertrage Geruch bei Öffnen des Kühlschranks nicht. Erschnüffle Ursache: Frische Ananas gemischt mit Stinkkäse. *Gänsehaut* Verspüre unbändigen Drang, Chaos zu beseitigen. Nestbautrieb? JETZT SCHON?!? Entferne den Weihnachtsbaum aus meinem Zimmer. 21.50. Fühle mich als wäre es nachts um 4. Mein Gesicht glüht. Jeden Tag kommt ein Wehwehchen hinzu. Rechne x 8 Monate á 4 Wochen. Angst!

Fr, 18.01.2013 (5+4)

Viel. Zu früh. Wach. Viel. Zu früh. Unterwegs. Viel. Zu viele. Termine. Viel. Zu wenig. Lust. Viel. Zu spät. Im Bett. Das P. Viel. Zu lange. Warten. Müssen. Bis zum nächsten FA-Termin. Vollkommen fertig nach Zubettbringen der „Erstgeborenen“… Wieder große Fragezeichen im Hirn: Schaffe ich das echt? Mit zwei Kindern? Wie viel stressiger wird das werden? Beele… Ich bin… wir sind sooo gespannt auf dich!

Sa, 19.01.2013 (5+5)

3 Stunden im Schnee gewesen. Habe gelesen, dass Eltern Kleinkinder gar nicht so sehr bespaßen müssen, sondern dass es viel sinnvoller ist, ihnen Erlebnisse zu vermitteln und ein Vorbild zu sein. Wieder eine eigentlich einfache Aussage, die aber „Klick“ gemacht hat. Frage mich nämlich immer mal wieder, was Eltern eigentlich tun sollen, wenn sie keine sonderlich verspielten Typen sind… Mit der Herangehensweise kann ich gut leben, glaub ich. Streit gibt’s auch, weil es nervt, dass ‚Erschöpfung‘ derzeit das fast einzige Thema hier ist… Hört das irgendwann auch wieder auf? Werde ich irgendwann damit mal besser klarkommen und es nicht mehr als so einschränkend empfinden? Wird K irgendwann mal nicht müde sein? Bin so verdammt dünnhäutig…

Ein Buch mit Klappen für P. geholt („Unser Baby„). P. guckt sich nun nichts anderes mehr an. Nach dem Schlafen am Nachmittag wecke ich sie und lege sie mir auf den Bauch (solange das noch geht). Schlaftrunken murmelt das P, auf meinem Bauch liegend und mit geschlossenen Augen: „Nis so doll machen aufen Bauch. Ganz lieb sein! Is ein Beeebi drin in den Bauch!“ Große. Liebe.

So, 20.01.2013 (5+6)

Müüüde! Durstig! Hunger! Tierische Fette hin oder her: ICH BRAUCH KÄSE!! Wenn ich mich vom Bauch auf die Seite drehe, spüre ich ein echt unangenehmes Ziepen in der Leistengegend. Meine B*ustwarzen sind EXTREM empfindlich. Habe schon überlegt, ob ich mir jetzt schon Stilleinlagen in den BH legen sollte. Tipps? Anyone? Lese alte Tagebücher aus der Zeit der Schwangerschaft mit P.: Das Band-Aus. Verarbeiten von fast 10 Jahren Tourleben. Angst vor dem, was kommt. Zuversicht. Freude. Liebe. Das lese ich da. Und jetzt? Viel hat sich verändert, in mir und hier. Einiges ist geblieben. Bin mehr bei mir, jetzt. Fast zu sehr, vielleicht. Gibt nicht allzu viele unbekannte Variablen in diesem neuen Gleichungssystem. Mein größtes Fragezeichen ist: Überfordern wir uns damit nicht? Es ist uns doch schon jetzt dann und wann zu viel. Was ist, wenn es ZU viel wird??

By the way, aber für mich eine wichtige Frage: Wie ist es euch eigentlich lieber? Regelmäßig kurze Updates zu einzelnen Tagen mehrmals pro Woche oder lieber wöchentlich und lang, so wie dieses hier? Mir ist das relativ egal.. Also sagt doch mal:


Meine Hauptquellen für die embryonale Entwicklung sind swissmom.com – Woche für Woche sowie onmeda.de.

Schwanger sein: Hallo Beele 5+1!

ultraschall 6. ssw

Die Ärztin sagt, es sieht alles gut aus und es ist alles da, wo es hingehört: Fruchthöhle, ‚embryonale Anlagen‘ und der kreisförmige Dottersack. Der Entbindungstermin wurde auch bestätigt: 16.09.2013, ich hab also richtig gerechnet. Und hier der aktuelle Zahlensalat:

  • 6. SSW (nach konventioneller Rechnung, nach Tag der letzten Periode)
  • 5 Wochen + 1 – 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 4. Woche nach der Befruchtung
  • 22. – 28. Tag der Embryonalentwicklung
  • Länge des Embryos: 5 mm (Gesamtlänge) am 28. Tag (Ende der 6. Woche)

(Quelle)

Leipziger Lieblinge

(Sorry für’s Zutexten heute, aber hey… Mein Blog! ;-))

Adeline von leipzig-leben.de hat eine Blogparade gestartet und Leipziger BloggerInnen nach Lieblingsorten gefragt. Ich bin wahrscheinlich fast Bummelletzte, ich habe auch keine schick gepimpten Bilder und keine romantische Idee.

Ehrlich gesagt: Früher konnte ich Leipziger nicht besonders gut leiden und in meiner ‚Anarcho‘-Zeit war ich mir sicher: Wenn ich erstmal groß bin, dann bin ich weg, weil: Alle(s) doof hier. Mit der Band habe ich sogar ein Lied mit dem Titel „Aus Leipzig weg“ veröffentlicht. Allerdings dämmerte mir auch damals schon: Egal, wo du hingehst, du wirst keine andere werden. Dann kann ich auch bleiben. Und ich blieb. Um genau zu sein: Ich ging niemals länger weg.

Doch. Ich mag Leipzig in gewisser Weise. Hervorgehoben seien an dieser Stelle:

Der Leipziger Süden

Wenn ich vom Bahnhof mit der Bahn in die Südvorstadt fahre, die Karli lang, dann denke ich mir oft: Würde ich nicht hier leben und das hier zum ersten Mal sehen… Ich fänd’s wahrscheinlich ziemlich cool. Wenn ich mich auf Wohnungssuche befinde, dann merke ich: Ich will hier bleiben, im Leipziger Süden, in Karli-Nähe. Ich fühl mich hier Zuhause, tatsächlich. Der Menschenmix. Die kleinen Läden, Bars, Kneipen, Fressbuden, Restaurants. Dass man von der Bar quasi direkt ins Bett fallen kann, weil alles so nah ist. Die Alpha 60. Früher mal die Ilse. Heute eher das Horns Erben. Den kleinen Bio-, den Kinder- und den Spielzeugladen… Natürlich: Das Kawi Kids.

Die Costa Cospuda

(http://vimeo.com/12923608)

… obwohl: Eigentlich ist es viel mehr den Weg dorthin. Wenn Mensch mit dem Rad vom Süden die Richard-Lehmann-Straße runterfährt und links in den Auwald einbiegt, am Wildpark vorbei, über die  kleine, gebogene Brücke, bei der Gartenanlage in Markkleeberg raus, über die Schienen (dabei muss man sich durch die Schrankenanlage schlängeln), die Fußgängerampel, dann vorbei an den hässlichen kleinen neuen Schuhkarton-Häusern. Danach kommt man an ein Tor und dort, bevor die asphaltierte Straße zum Cossi anfängt, muss er/sie/es durch einen kleinen Park. Und DORT ist es echt so richtig schön. Und an der Costa fühlt man sich an windigen Tagen fast ein bisschen wie am Meer. ‚Früher‘ bin ich nach durchzechten Nächten oft mit Musik im Ohr dorthin gefahren. Costa Cospuda im Sonnenaufgang, Tau und Müdigkeit, die einem die Beine hochkriechen, während der Alkohol rauskriechen will. Kein Arsch dort, außer dir. Das war immer toll. Heute fahr ich mit P. dorthin, wenn mir der Kopf (ganz ohne Alk) dröhnt.