Leipziger Lieblinge

(Sorry für’s Zutexten heute, aber hey… Mein Blog! ;-))

Adeline von leipzig-leben.de hat eine Blogparade gestartet und Leipziger BloggerInnen nach Lieblingsorten gefragt. Ich bin wahrscheinlich fast Bummelletzte, ich habe auch keine schick gepimpten Bilder und keine romantische Idee.

Ehrlich gesagt: Früher konnte ich Leipziger nicht besonders gut leiden und in meiner ‚Anarcho‘-Zeit war ich mir sicher: Wenn ich erstmal groß bin, dann bin ich weg, weil: Alle(s) doof hier. Mit der Band habe ich sogar ein Lied mit dem Titel „Aus Leipzig weg“ veröffentlicht. Allerdings dämmerte mir auch damals schon: Egal, wo du hingehst, du wirst keine andere werden. Dann kann ich auch bleiben. Und ich blieb. Um genau zu sein: Ich ging niemals länger weg.

Doch. Ich mag Leipzig in gewisser Weise. Hervorgehoben seien an dieser Stelle:

Der Leipziger Süden

Wenn ich vom Bahnhof mit der Bahn in die Südvorstadt fahre, die Karli lang, dann denke ich mir oft: Würde ich nicht hier leben und das hier zum ersten Mal sehen… Ich fänd’s wahrscheinlich ziemlich cool. Wenn ich mich auf Wohnungssuche befinde, dann merke ich: Ich will hier bleiben, im Leipziger Süden, in Karli-Nähe. Ich fühl mich hier Zuhause, tatsächlich. Der Menschenmix. Die kleinen Läden, Bars, Kneipen, Fressbuden, Restaurants. Dass man von der Bar quasi direkt ins Bett fallen kann, weil alles so nah ist. Die Alpha 60. Früher mal die Ilse. Heute eher das Horns Erben. Den kleinen Bio-, den Kinder- und den Spielzeugladen… Natürlich: Das Kawi Kids.

Die Costa Cospuda

(http://vimeo.com/12923608)

… obwohl: Eigentlich ist es viel mehr den Weg dorthin. Wenn Mensch mit dem Rad vom Süden die Richard-Lehmann-Straße runterfährt und links in den Auwald einbiegt, am Wildpark vorbei, über die  kleine, gebogene Brücke, bei der Gartenanlage in Markkleeberg raus, über die Schienen (dabei muss man sich durch die Schrankenanlage schlängeln), die Fußgängerampel, dann vorbei an den hässlichen kleinen neuen Schuhkarton-Häusern. Danach kommt man an ein Tor und dort, bevor die asphaltierte Straße zum Cossi anfängt, muss er/sie/es durch einen kleinen Park. Und DORT ist es echt so richtig schön. Und an der Costa fühlt man sich an windigen Tagen fast ein bisschen wie am Meer. ‚Früher‘ bin ich nach durchzechten Nächten oft mit Musik im Ohr dorthin gefahren. Costa Cospuda im Sonnenaufgang, Tau und Müdigkeit, die einem die Beine hochkriechen, während der Alkohol rauskriechen will. Kein Arsch dort, außer dir. Das war immer toll. Heute fahr ich mit P. dorthin, wenn mir der Kopf (ganz ohne Alk) dröhnt.

 

2 Kommentare zu “Leipziger Lieblinge

  1. Pingback: Lieblingsorte in Leipzig | 42 Liebeserklärungen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s