Schwanger sein: So war die 15. Woche

Ich revidiere: Während ich vor 2-3 Wochen noch behauptet habe, dass meine 2. Schwangerschaft gar nicht nebenher läuft und ich mich am liebsten ständig damit beschäftigen würde, ist sie nun doch irgendwie fast ein bisschen Nebensache, obwohl jetzt der Bauch wirklich wächst und ich mich körperlich auch ziemlich schwanger fühle.

Der Wochenbeginn war geprägt von Grübelei, schlechter Laune und leichter Übelkeit. Wenn ich dann lese: „Hey, jetzt kommt die tollste Zeit der Schwangerschaft“… Najaaaaaa… Meine Brüste waren ständig heiß und haben gekribbelt. Da wächst auch was, haha.

Ich habe immer mal wieder daran gedacht, dass es seltsam ist, dass ich jetzt gar nichts mehr spüre – im Bauch, meine ich. Aber Angelsound lässt mich das schlagende Herzchen hören, 156 bpm drzeit. Und ich zweifle nun daran, dass das vor 2-3 Wochen schon sicher die Beele war. K. sagt, dass es vielleicht an der steigenden Fruchtwassermenge liegt. Hm, ich dachte beim 2. Mal merkt man es schneller deutlicher. Bin schon wieder ungeduldig.

Freunde von uns – K.s Ex-Freundin – haben ihrer Tochter den gleichen Namen als Zweitnamen gegeben, den wir für die Beele (im Falle einer Mädchen-Beele) ausgesucht haben. Zufall, aber irgendwie hat es mich komischerweise echt geärgert. Der Name begegnet mir doch viel häufiger, als ich es gehofft hatte… Aber ich finde ihn immer noch perfekt für uns. Also bleibt er auch.

Ende der Woche: 3 Tage extreme Kopfschmerzen. Dieses Mal haben Magnesium-Brausetabletten geholfen. Kommt das vom zu wenig trinken? Merke: Ich muss mehr…

Abends im Bett – ich schlafe extrem schlecht, kann nicht mehr einschlafen, wenn ich nachts aufwache… auch das ein Klischee, oder? – stelle ich mir vor, wie das so wird. Es ist so anders, dass ich mir jetzt schon tatsächlich etwas vorstellen kann. Ich weiß, wie ein Baby sich anfühlt, sich bewegt, … Es fühlt sich dann tatsächlich fast an wie eine Leerstelle und es kommt ganz ehrlich Sehnsucht auf. Ich will mein Baby dann haben… Bei mir, angucken, anfassen.

Ich frage in meinen Foren nach, wie das so ist mit 2 Kindern, am Anfang. Worauf ich mich vielleicht einstellen könnte… Interessante Antworten und ich merke mir: Glaub nicht, dass du wüsstest, was kommt. Das 2. Kind kann komplett anders sein. Und: Noch weniger Zeit für einen selbst. Und: 2 Kinder, 2 Bedürfnisse und man selbst bleibt eine Person. Nicht immer einfach, sicherlich und im Moment wahrscheinlich vergleichsweise ruhig…

Heule wie bescheuert bei einem kitschigen Adels-Schinken, der in der Glotze läuft, als die Tante ihr Neugeborenes auf dem Land an die Familie ihres Liebhabers übergeben muss, um ihre anderen Kinder nicht zu verlieren. Wow, Hormone!

Beele-Schwangerschaft²-Facts jetzt aktuell:

  • 4. Schwangerschaftsmonat, 2. Schwangerschaftsdrittel
  • 16. SSW (rein rechnerisch, nach der letzten Menstruation)
  • 15 Wochen + 0 – 6 Tage (nach ärztlicher Berechnung)
  • 14. Woche nach der Befruchtung (13 Wochen + 0-6 Tage)
  • 92. bis 98. Tag der fetalen Entwicklung
  • Fruchtwassermenge: 250 ml
  • Kopf-Po-Länge: ca. 12 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 32-40 mm
  • Gewicht: ca. 110 g
  • Fußlänge: 20 mm

Die Beele ist von Kopf bis Po so groß wie eine Birne mit einem Euromünzen-großen Köpfchen. Momentan denke ich wieder in Richtung Mädchen. Nee, Junge. Nee, Mädchen… ;-)

Lennart Nilsson hat von Föten in genau diesem Entwicklungsstadium faszinierende Bilder zu bieten:

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Quellen:

Kindermund (11): „Unvedingt!“

  • Überhaupt gor nis!„. „Überhaupt“ war überhaupt das überhaupt wichtigste Wort von P. im Februar: „Is hab überhaupt gor keine Lust, will nis in den Kindergordn geeeeehn!“ zum Beispiel.
  • P. hat ein neues T-Shirt an. K. kommt nach Hause und sagt zu ihr:

    K: Du hast aber ein schickes T-Shirt an!
    P: Ja, Papa, sehr ungewöhnlich.

  • Die schrecklichste sprachliche Neu-Gewohnheit war P.s „WASSS?“ nach jedem 2. Satz, den wir zu ihr sagen und zwar etwa 7 Mal hintereinander. Am besten war dann der Dauer-Dialog:

    V: Wir gehen gleich einkaufen.
    P: WAS?
    V: Sag nicht ständig ‚Was‘!
    P: Was?
    V: Ich möchte nicht, dass du immer ‚Was‘ sagst!
    P: Ich will was sagen!
    V: Na dann sag doch was.
    P: WAS?
    V: (-.-)

    Getopt werden konnte es nur zum Ende des Monats durch das formvollendete „Hä?

  • Ich wechsle P. die Windel, werfe die (nicht wirklich volle) Windel Richtung Mülleimer. P. ruft vollkommen entsetzt: „Nein Mama! Das darfst du nis! Nis werfen! Die muss in Mülleimer, die Windel! Da wohnt die!“ 
  • „Ich brauch noch was holen! Unvedingt!“
  • Beim morgendlichen Kakao-Trinken spürt P. etwas nasses am Mund und sagt: „Hö? Guck mal, Papa, is hab ein Kakao-Baaat!
  • V: Wollen wir den Tisch decken?
    P: Neeeeeeein! Nis Fisch essen!
  • Wir fahren ans Meer. Es liegt Schnee. Wir steigen aus dem Auto aus.

    V: So, P. Jetzt sind wir am Meer.
    P: Badehose anziehen! Alle nackis ausziehn, ja?

(Es war Februar 2013, das P. war 28 Monate alt.)

Kinder sind doch nicht…

… ständig unzufrieden.

Dieser Gedanke kam gerade kurz nach dem Frühstück. Eine Ecke meines Ichs dachte offensichtlich mal wieder an „Oh Mann, heute Nachmittag… Was machen wir denn? Seit Tagen machen wir irgendwie nicht wirklich was. Aufstehen, anziehen, Frühstück, raus zur Kita, von der Kita abholen, nach Hause, ein bisschen Spielen, Laura gucken, Abendessen, Bett. Armes P.“ – „Schwachsinn!“ dachte sich das Contra. Denn am Dienstag hatten wir zum Beispiel laaaange Besuch und Mittwoch gehen wir zur Musikgruppe mit anschließenden Spielen im Indoor-Spielplatz. P. wirkt ausgeglichen, davon abgesehen, dass sie nicht in die Kita will morgens (dann aber doch Spaß hat). Kinder brauchen nicht ständig Abwechslung, regelmäßige Abläufe geben ja auch Sicherheit. „Du und deine scheiß Komplexe!“

Mein Kind erwartet nicht ständig etwas Anderes oder Besseres von mir.

Ich hab mich erwischt! Ich unterstelle meiner kleinen zweijährigen Tochter den gleichen gedanklichen Mist wie dem Rest der Menschheit. Ich habe ständig ein schlechtes Gewissen, weil sich ein Teil von mir einbildet, „die Anderen“ würden irgendwas von mir erwarten. Mehr rausgehen, mehr abends weggehen, mehr Kunst, mehr cool, mehr relaxt, mehr Erlebnisse, mehr mehr mehr… Eigentlich weiß ich, dass das Quatsch ist (meistens) und eigentlich will ich, dass mir das egal ist, denn meine Werte sind das nicht. Aber diese Komplexe habe ich schon seit ich denken kann. Und jetzt denkt es sich also auch in mir, dass mein Kind Dinge von mir verlangt, die ich nicht bringen kann. Und dann geht mein Ich in seine trotzige „Nö, will nicht… Ich kann das nicht.“-Haltung und mich plagt unverzüglich das schlechte Gewissen…

Oh Mann, verkorkstes Ich! Das, was man kleinen Kindern bei all dem Trotzverhalten ja wirklich hoch anrechnen kann ist, dass sie ihren Eltern bedingungslosen Liebes-Kredit geben. Kindern nehmen uns Eltern doch im Prinzip (bis zu einem bestimmten Alter) genau so wie wir sind, ohne zu hinterfragen, warum wir so sind oder dies oder das tun oder lassen… Das soll uns nicht davon befreien, zu reflektieren, was wir tun. Aber wir sollten kein schlechtes Gewissen haben, weil wir meinen, unsere Kinder würden überzogene Erwartungen an uns stellen. Schon der Rest der Menschheit hat wenigere an uns als wir uns einbilden, wir sind ja nicht der Nabel der Welt. Aber die Einbildung klappt hier ganz gut und ist schwer zu überwinden. Aber hey! Kinder! Kinder sind vermutliche einige der wenigen Menschen, die tatsächlich frei von Erwartungen anderen Menschen gegenüber sind… Also: Schlechtes Gewissen? Bitte nicht aus dem Grund!

Mal wieder was genäht

Nähen hat für mich in letzter  Zeit fast etwas meditatives. Leider komme ich viel zu selten dazu. Hier trotzdem mal ein paar Sachen, die in den letzten Monaten entstanden sind:

kindersachen nähen

Zwei von den Kinderpullovern orientieren sich an Ottobre-Schnittmustern, die Tunika mit den Taschen ganz oben und der Elefanten-Pullover. Mein Lieblingsschnuttmuster ist zur Zeit eine abgewandelte FANÖ-Version (das mit den Piraten, das blau-rosane Ding). Der Kapuzenpullover ist nach einem Schnitt von Heidi & Finn. Mein Shirt unten ist… hm… das Shirt „Marie“ von Schnipp-Schnapp 77. Aber Klamotten für mich selbst bzw. für große nähe ich einfach nicht gerne, die sitzen doch nie so, wie ich es gern hätte und man braucht so irre viel Stoff… Am liebsten nähe ich Pullover, wie man unschwer erkennen kann.

(Da fällt mir gerade ein: Ich gestehe, ich hab die Mützen aus dem Gewinnspiel noch immer nicht gemacht. Asche auf mein Haupt… In sowas bin ich offensichtlich echt ne Niete! Tausendmal Entschuldigung an Kraehenmutter und Sia!)

Schwanger sein: So war die 14. Woche

Mit dem Doppler, den ich schon längere Zeit nicht mehr benutzt hatte, war der Herzschlag der Beele in dieser Woche richtig laut, bummernd und eindeutig zu hören. Ich hab mich richtig erschrocken, aber gefreut. Man kann jetzt auch gut die Bewegungen hören, wenn man ein bisschen zuhört. Ich finde das ja extrem faszinierend und es nimmt mir ein bisschen das seltsam befremdliche Gefühl, wenn man so gar nichts (bis auf den Bauch) von dem Leben in sich mitbekommt.

Ich bin süchtig nach Stor’ck Riese*n… Überhaupt: Alles, was Zartbitter-mäßig ist, ist momentan echt nicht sicher vor mir. Immerhin: Wir haben unsere Ökokiste wieder aktiviert und kochen daher mehr frisch. Wir haben die Regional-Kiste… Mann ey, ich bin so ideenlos irgendwie. Immer nur Kohl und Rote Beete und Rüben und Möhren… Irgendwann fällt mir da kaum noch was ein. Hausmuddi-Probleme, aaaaah!

P. war eine weitere Woche krank, ich also mit ihr Zuhause. Faszinierend… Während so einer länger andauernden (2 Wochen) Krankheitsphase vergesse ich irgendwann immer, dass es nur eine kurze Phase ist und sie danach wieder in die Kita geht, ich wieder zu etwas kommen werde… Ich bin wirklich dankbar dafür, dass es Kitas gibt. Obwohl: Gäbe es noch Großfamilien und wirklich Gemeinschaften, dann sähe das ja auch anders aus. Dieses Alleinsein mit einem kleinen Kind, das macht mich einfach kirre. Ich bewundere da alle, die das irgendwie sehr genießen… Mir wurde da etwas bange vorm erneuten Babyjahr. Obwohl ich es mir eigentlich ganz schön vorstelle.

Was hat sich denn bei euch verändert, mit dem 2. Kind? Also was ist euch noch besonders in Erinnerung? Habt ihr Tipps? Worauf könnten wir am Anfang achten?

Ich habe nicht mehr so starken Durst gehabt wie in den letzten Wochen, dafür aber wieder deutlich mehr Ziehen im Unterleib. teilweise richtig stark. Der Bauch kommt mir auch etwas größer vor, die Gebärmutter ragt nun schon deutlich über das Becken hinaus. Im Liegen seh ich das besonders gut… Ich hatte auch wieder Probleme mit den B*ustwa*zen… Die jucken, werden blutig und schuppig. Da bekomme ich Angst vorm Stillen. Ich habe Neurodermitis und die Verbindung ist echt zuweilen unschön. Ich träume schon seit Beginn der Schwangerschaft viel, verrückt und bildhaft. Das ging mir auch schon in der ersten so.

Ich hatte den ersten Termin bei meiner neuen Hebamme am Mittwoch, die in der gleichen Praxis arbeitet wie meine „Alte“. Sie fragte mich, ob ich die 4-wöchentlichen Vorsorge-Untersuchungen bei ihnen oder in der Praxis meiner Gyn machen will. Ich überlege… Denn bei der Gyn wird momentan noch jedes Mal ein US gemacht, auf den ich mich immer sehr freue… Aber wie lange noch? Ich muss da (trotz Termin) meistens 1-2 Stunden warten, das wird ganz schön happig, da ich ab April wieder Uni-Veranstaltungen habe und das Pendeln wieder losgeht.

Ich hatte immer mal wieder Zweifel ob meiner Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit. Ich bin bei einem nächtlichen Surf-Anfall auf Depressionsinfo-Seiten gelandet und habe festgestellt, dass in meinen trüben Phasen alle Punkte auf mich zutreffen… Eigentlich halte ich nicht viel davon, der Sache einen Namen zu geben, weil es das nicht unbedingt besser macht. Aber irgendwie ist es schon wahr… Ständig und immer antriebs- und freudlos zu sein, ist ja irgendwie „nicht normal“ – auf ungute Weise. Ich werde Ende des Monats mal eine Familienberatungsstelle aufsuchen, den Termin habe ich schon ausgemacht. Vielleicht haben die dort ein paar Hinweise, Tipps, … für mich. Diese Schuldgefühle machen mich einfach echt fertig zur Zeit. Ich behandle P. nicht anders als sonst, aber ich schäme mich oft dafür, dass ich in mir drin genau merke, dass ich eigentlich nicht wirklich Lust habe, mich ihr zu widmen. Das tut mir einfach wahnsinnig leid.

Zum Glück kamen aber auch andere Tage dazwischen, an denen ich schon viel motivierter war und P. toll fand, mich gern mit ihr beschäftigt habe. Da habe ich mich auch wieder besser gefühlt und kein schlechtes Gewissen gehabt, obwohl ich auch da keine Bespaßungsmaschine war. Aber das will ich ja auch nicht sein… Als sie eine Nacht bei meiner Mutter geschlafen hat, hat sie mir sogar gefehlt. Ich fühle mich ein bisschen schizophren irgendwie. Im Prinzip denke ich mir, dass ich irgendwie versuchen muss, meine Launen nicht ganz so ernst und dramatisch zu nehmen. Ich denke, ich muss mich einfach zwingen, raus zu gehen und Leute zu treffen anstatt mich (auch und gerade in dunklen Phasen) allein Zuhause einzuigeln, weil ich sonst einfach depressiv werde. Scheiß auf den Sinn dahinter… Scheiß auf das „Warum?“-Gefrage… Wenn es mir nur nicht so schwer fallen würde. Das nervt mich einfach. Ich muss versuchen, mit dem Hadern aufzuhören. Ich muss versuchen, das Grübeln einzudämmen. Ich hatte das alles schon besser im Griff.

Ich glaube nach wie vor daran und hoffe sehr, dass ich mit dem 2-Kind-Stress (nach dem Babyjahr) irgendwie besser zurechtkommen werde als mit diesen 1 zu 1-Situationen. Wenn einem das Kinderspielen nicht so liegt, kann das echt hart sein. Dann komme ich doch besser mit 2, sich kloppenden Kindern zurecht. Mit Chaos und Lautstärke hab ich jedenfalls weniger ein Problem als mit diesem „Scheiße, was fangen wir denn nur heute mit uns an?!?!“-Mist. Das macht mich noch wahnsinnig! Wie macht ihr das denn? Was macht ihr denn ständig mit euren Kindern?

Der Ultraschall am Donnerstag mit P. war schön. Nach den Terminen, an denen ich die Beele sehe, bin ich immer richtig euphorisch und gut gelaunt.

Ich habe übrigens zum 3. Mal von einem Jungen geträumt… Was sagt mir das? Momentan fühle ich mich auch eher nach einem Jungen, wobei in den letzten Wochen das Gefühl „Junge“ vorgeherscht hat. Ich habe geträumt, dass ich in einem Krankenhaus, in einem Krankenbett liege und Pressdruck verspüre. Ich rufe nach Hilfe, erwarte, dass Hebammen oder Schwestern eintreffen, aber es kommt niemand. Innerhalb von 3 schmerzhaften Wehen gebäre ich ganz allein einen sehr propperen, rosigen Jungen, den ich mir auf den Bauch lege. Ich bin glücklich und staune über mich selbst, dass es diesmal so einfach und schnell ging. Das hat sich fremd angefühlt. Irgendwie rechne ich mit so einem kleinen zierlichen Ding, wie P. es war. Einen plöppenden Jungsnamen haben wir aber nach wie vor nicht…

 

Okay, es liegt doch an…

…der Schwangerschaft.

Nach meinen tieftrüben Stimmungsabsurditäten der letzten Wochen, auch bezüglich P. und dem Gedanken, bald zwei Kinder zu haben, war also heute plötzlich heiter Sonnenschein. Ich hab mehrfach vor Rührung (in ganz normalen Situationen) fast geflennt, fand den Tag mit P. (endlich mal wieder) einfach ziemlich schön und mich als Mutter auch echt okay.

Wir haben ihrer Puppe „Arthur“ einen Pullover genäht, Eimerkuchen aus Schnee gebacken und sind auf dem Trampolin rumgehüpft. Sie hat Fernsehen geguckt, ihr Zimmer verwüstet und sich geweigert, die Möhrensuppe zu essen (die sie sich gewünscht hat). Nach dem Streit darüber sagt sie zu mir: „Mama, das ist echt doof. Ich will jetzt einfach nichts essen!“ und ich war total baff… und verliebt.

Liebes Ich: So ein Tag war wirklich ganz DRINGEND nötig, sonst hätte ich ernsthaft angefangen davon auszugehen, dass ich endgültig verrückt werde oder bin. Bitte in Zukunft wieder mehr davon!

Schwanger sein: Hallo Beele 13+3!

ultraschall 14. ssw

 

Heute hatten wir den Ultraschall-Termin außer der Reihe, mit und für P.! (Ich erinnere: Sie hat dieses Buch und war jetzt immer traurig, dass sie nicht mit zur FÄ durfte). Es war auch echt toll… P. sagte laufend „da ist das Baby“ und zeigte mit großen Augen auf den Bildschirm. Sie hat sogar ein Bild von der FÄ bekommen, was sie jetzt ganz stolz mit sich rumträgt…

Die Beele ist 8,6 cm lang, lag aber mit dem Kopf nach unten und hat offensichtlich gepennt… Es war aber alles sehr gut zu erkennen, das Herz und das Gehirn, die Wirbelsäule, die Hände, die Beine… Es hat sich auch bewegt, lies sich aber nicht aufwecken.

Hach… Schön. Ich kann nicht behaupten, dass P. mit 29 Monaten zu jung wäre, um das irgendwie mitzuschneiden… Es ist natürlich die Frage, wie viel sie davon wirklich versteht, aber für uns alle war es ein tolles Erlebnis.

Schwanger sein: Entwicklung 14. SSW

11 Wochen ist Weihnachten (und damit die Zeugung) nun schon her. 77 Tage entwickelt sich die Beele bereits in mir. Seit 64 Tagen – oder 9 Wochen – weiß ich, dass ich schwanger bin. Etwas mehr als zwei Monate ist der Test erst her?? Mir kommt es einerseits schon ewig vor und andererseits geht das doch schon wieder ganz schön schnell. Mit der 14. SSW bin ich nun offiziell im zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Diese merkwürdige Zeitwahrnehmung… Das ist sicher mit das seltsamste am Mutter werden/sein. Seit ich erfahren habe, dass ich mein erstes Kind bekommen werde, kann ich mich nicht entscheiden, ob ich nun finde, dass die Zeit schnell vergeht oder langsam. Es fühlt sich mal so an und mal anders. Plötzlich ist schon wieder April, das erste Kind ist schon 2,5 Jahre alt und das zweite kommt bald… Andererseits kann man sich an die Zeit ohne Kind kaum noch erinnern. Wir sind schon ewig Eltern und die letzte Tour liegt gefühlt ein Leben zurück. Und dann liegt noch so viel vor uns… Hach.

14. SSW Zahlenwirrwarr:

  • 14. SSW (14. Wochen nach der rechnerisch letzten Menstruation)
  • 13 Wochen + 0 – 6 Tage (nach ärztlicher Berechnung)
  • 12. Woche nach der Befruchtung (11 Wochen + 0-6 Tage)
  • 78. bis 84. Tag der fetalen Entwicklung
  • Kopf-Po-Länge: ca. 6,5 – 9 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 25-32 mm
  • Fußlänge: 14 mm
  • Gewicht der Beele: ca. 24 – 50 g

Und so könnte die Beele nach 11 Wochen im Bauch aussehen:

11 wochen nach befruchtung

3d ultraschall 14. ssw

(Es ist übrigens so gut wie unmöglich eine Darstellung eines Fötus in der 14. Woche zu finden. Medizinisch zu uninteressant? Die Recherche wird aber auch echt erschwert, weil keine Einigkeit über die Wochenbezeichnung herrscht… 14 Wochen (regulär) wird nach der letzten Menstruation angegeben. In der 14. SSW ist man aber erst 11 Wochen „wirklich“ schwanger. 78-79 Tage ist die Befruchtung in meinem Fall heute her . Wenn ich nun ein Bild von einem Fötus finde, auf dem 11 Wochen steht, kann ich nie sicher sein, was nun gemeint ist. 11 Wochen nach Menstruation? Nach Zeugung? 11TE Woche (also 10+x Tage)? 11 Wochen alt? Verwirrend.)

Ich suche immer nach Größenvergleichen und habe gerade festgestellt: Die Beele ist nach 11 Wochen im Bauch schon in etwa so groß wie meine Handinnenfläche…

Die Plazenta hat nun wohl schon komplett die Versorgung der Beele übernommen. 100 Mililiter Fruchtwasser sind jetzt in der Fruchtblase. Am Ende der Schwangerschaft werden es durchschnittlich 1,5 Liter sein. Die Beele ist an der Fruchtwasserproduktion beteiligt, schluckt welches und scheidet es wieder aus. Meine Gebärmutter ist nun so groß wie eine Melone, ich kann den Fundusstand im Liegen recht gut zwischen Schambein und Bauchnabel ertasten, wenn ich mit der flachen Hand langsam nach oben rutsche.

Die Beele übt atmen. „Die Sinnesorgane, zum Beispiel der Tast-, Gleichgewichts- und Geschmackssinn, sind auch schon recht gut entwickelt. Reize werden aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet. Neben dem Hand-Greif-Reflex funktioniert auch schon der Saugreflex. Daumenlutschen gehört zu den liebsten Beschäftigungen!“ (Quelle)

Der Hals streckt sich, das Kinn auch. Das Skelett wird fester, das Gehirn wächst weiter, die Beele hat schon einen Fingerabdruck und vielleicht auch schon die Lanugo-Behaarung.

(Unvorstellbar eigentlich, dass Schwangerschaftsabbrüche (nach Beratung und sicher oftmals aus nachvollziehbaren Gründen) immernoch eine Woche lang möglich sind.)

Quellen:

http://www.swissmom.ch/schwangerschaft/woche-fuer-woche/von-der-14-bis-zur-26-schwangerschaftswoche/medschwwfw14/medschwwfw14b/
http://www.netmoms.de/magazin/schwangerschaft/schwangerschaftswochen/14-ssw-die-14-woche-der-schwangerschaft/
http://www.baby-lexikon.com/news/schwangerschaft-wochen/14.-schwangerschaftswoche–497.html
http://www.babyclub.de/service/schwangerschaftskalender/schwangerschaftswoche-14-ssw.html
http://www.baby-lexikon.com/news/schwangerschaft-wochen/14.-schwangerschaftswoche–497.html
http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/Embryology/Woche12.htm

Bildnachweis:

http://www.stgag.ch/spital-thurgau-ag/galerie/ksm-frauenklinik/praenataldiagnostik.html

Schwanger sein: So war die 13. Woche (+ Bauchbild)

Jaaa… Die 13. Woche. Das P. war krank, inklusive Fieber. Aber das wisst ihr ja schon. Die 13. Woche war die erst Woche, in der meine Schwangerschaft tatsächlich mal eher nebenher lief (und laufen musste). Eins habe ich aber über mich gelernt: Wenn ich noch etwas mehr hasse, als mit meinem kränkelnden (aber total aktiven) Kind Zuhause rumzuhängen, obwohl ich dringend andere Dinge tun will und muss, dann ist es definitiv schwanger zu sein, mit meinem kränkelnden (aber total aktiven) Kind Zuhause rumzuhängen, obwohl ich dringend andere Dinge tun will und muss. Meine Hausarbeit hängt mir im Nacken. Zwischen der Lektüre meiner Basisliteratur liegen jeweils mehrere Tage. Wie soll Mensch sich da bitte in ein Thema einlesen, geschweige denn zu einer Ahnung oder irgendeiner Art von Urteil kommen?!? Das nervt mich so extrem, dass ich mal grundsätzlich total überreizt bin. Ich will einfach damit vorankommen und an Tagen, an denen mir das wenigstens ein bisschen gelingt, kann ich mich auch besser P. widmen. Im Regelfall ist das aber nicht drin, also könnte ich nur abends/nachts einige Stunden am Stück arbeiten und das geht aufgrund meiner schwangerschaftsbedingten (?) „Jetzt bitte Kopf aus!“-Abendstimmung überhaupt nicht.

Mein dauerndes Rumgejammer geht mir auch auf den Kranz. (Euch eigentlich auch? ;) ) Dann habe ich plötzlich wieder Momente (wie vorgestern), in denen ich höchstalbern bin und mit K. rumblödel und so viel lache, dass mir das Zwerchfell wehtut. Apropos: Mein Bauch ist ganz schön gewachsen, glaub ich.

bauch 13. woche

Ich fühle mich irgendwie aufgedunsen und hab schon/erst (?) 3 Kilo seit Beginn der Schwangerschaft zugenommen. Ich bewege mich aber auch einfach zu wenig und stopfe zu viel Schokokram in mich rein. Als mich das P. Mitte der Woche an den Rande des Nervenzusammenbruchs gebracht hat, bin ich mit hochrotem Kopf zur Süßigkeitenschublade gegangen und hab eine Packung Gelee-Bananen gegessen. Das nennt man dann wohl Frustfressen. Sollte ich mir darüber ernsthaftere Gedanken machen?

Mehr Bewegung – geschweige denn SPORT – ist momentan (was heißt momentan? Viel ehrlicher wäre prinzipiell…) keine Option. Ich schaffe es einfach nicht. Kann sein, dass das was an meiner ätzenden Selbsthass-Laune ändern und sogar der Erschöpfung entgegenwirken würde, aber ich packe es nicht. Aufstehen – Kind anziehen – Frühstücken. Und ich wäre eigentlich schon wieder sofareif. Geht aber nicht. Also Kind bespielen, vorlesen, sonstwas tun, Groll runterschlucken… Kind 20 Uhr irgendwas (wenn ich Glück hab) ins Bett bringen und dann noch Sport machen oder was? Ist nicht drin. Echt nicht. Wisst ihr was da drin ist? Sofa. Surfen/Glotzen. Das war’s. Klingt vielleicht ätzend, ist aber so. Hört das irgendwann eigentlich auch mal wieder auf?

Ich hatte drei Tage extreme Kopfschmerzen und juckende Haut + Exzeme. Woher kommt das? Zufällig traf beides genau an dem Tag ein, als ich angefangen habe Femibion 2 (mit den DHA-Kapseln) zu nehmen. Zusammenhang? Ich weiß nicht. Wenn ich Magnesium zum Frühstück trinke werden meine Kopfschmerzen schlimmer, nicht besser.

Ich könnte jetzt wieder einen ewig langen Sermon darüber runtertippen, wie sehr mich nervt, dass ich alles so anstrengend finde. Aber in P.s Zimmer gab es gerade einen lauten RUMMS, also geh ich lieber mal gucken und erspare euch die Heulbojenarie 3000.

P.S.: Auch wenn es nicht so klingt, ich freue mich auf die Beele und ich liebe meine Tochter. Ich misshandle sie nicht und ich reiße mich ihr gegenüber zusammen. Leicht fällt mir das gerade nicht und wahrscheinlich schneidet sie das auch irgendwie mit. Aber ich bin ein Mensch, kein Mami-Roboter und mir geht es gerade einfach im Kopf nicht sonderlich gut. Ich wünschte einfach, ich hätte mich (gedanklich) besser im Griff und das hier ist Ausdruck dessen.

Schwanger sein: So war die 12. Woche

Pah! Da hab ich die so wichtige 12. Woche gewuppt und dann fehlt das Update… Bedanken können wir uns bei P.s Bazillen und meiner damit zurückkehrenden Erschöpfung. Verdammt nochmal! Ich will doch nur innerhalb von zwei Monaten meine blöde Hausarbeit schreiben. Bis zum Dezember hat sich das P. an jeder Grippewelle vorbeigemogelt, dafür schlägt sie seit Januar richtig zu und war bereits drei Mal krank. Phiuw. Aber zum Thema:

Stimmungsmäßig war ich in der 12. SSW definitiv sehr sehr viel besser drauf und hätte gesagt, dass mein Tief wohl in der 8./9. Woche gewesen ist. (Mittlerweile würde ich diese Einschätzung noch einmal überdenken.) Die Freude auf die Beele hat eigentlich echt eindeutig überwogen, zumal auch der Ultraschall-Termin in dieser Woche war und ich mir einbilde, immer Mal ein Kitzeln zu spüren. Ich war richtig beflügelt und wähnte mich schon im stimmungshellen zweiten Schwangerschaftsdrittel.

An 11+2 war die Beele 5,2 cm lang.

Die Gedanken sind wirklich anders in meiner zweiten Schwangerschaft. In der ersten haben die Fragezeichen überwogen und das „kraaaaass“-Gefühl. Jetzt stelle ich mir viel häufiger das Baby/Kind vor, die Geburt, das Kennenlernen. Mal mehr, mal weniger rosig. Aber ich kann sagen: Ich freu mich da eigentlich echt drauf. Das ist beruhigend, weil ich stellenweise schon auch echt Schiss habe. Zwei Kinder und zeitweise versagt meine muttermäßige Motivation so dermaßen im Moment… Spielen geht mir ständig auf den Sack, ständig gefordert sein überfordert mich und ich frage mich, was mir eigentlich einfällt… Zeitgleich finde ich mich kacke, weil ich mich andauernd in kinderfreie Momente wünsche. Warum gerade ich, die am liebsten vor sich hin grübelnd auf dem Sofa hängt oder Hornsuppe aufschreibt… Warum ich… Noch ein zweites Kind und so… Ich hätte doch auch erst mein Studium… Ist doch jetzt schon… Hätte-hätte-Fahrradkette.

Tatsächlich hätte ich ihn/sie schon gern hier. Ich merke, dass ich echt nicht unbedingt ein „Fan“ vom schwanger sein bin… Obwohl ich vorher so richtig wahnsinnig darauf war, dass es klappt. Aber da überwiegt wohl eher die Euphorie bezüglich des Ziels oder so… Ich kann mich schwer auf andere Dinge konzentrieren und finde diesen Zustand irgendwie merkwürdig. Da wächst etwas ein paar cm unter meiner Bauchdecke vor sich hin. Es ist schwer für mich, nur über Gedanken so etwas wie eine Beziehung herzustellen und meinem scheiß dysfunktionalen Körper plötzlich so sehr vertrauen zu müssen. Immerhin: Wenn Frau schon eine erste Schwangerschaft hinter sich hat und die relativ glimpflich ablief, kann sie sich bei der 2. eher das „Es wird schon gut gehen“-Mantra glauben. Irgendwie möchte ich mein Baby sehen, anfassen, streicheln, … Und morgens streichle ich mir andererseits als erstes versonnen über meinen Bauch und fotografiere mich wöchentlich um das Wachsen zu sehen. Komisches Ich!

Ich kann mich aber auch noch so gut daran erinnern, wie „ernüchternd“ es war, als das P. dann draußen war. Denn plötzlich hatte sie ja keine Schutzhülle mehr. Diese riesige Sorge, die ich mir nach der Geburt um dieses Bündel gemacht habe, ist mit nichten zu vergleichen mit den Sorgen, die ich während der Schwangerschaft hatte. Aber vielleicht wird auch das beim 2. Mal entspannter? So etwas wird mir zumindest angetragen.

Ich habe zum 2. Mal geträumt, dass es ein Junge wird.

Heißhunger habe ich auf Gelee-Bananen. Ich würde wohl am Tag 3 Packungen davon essen, wenn ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte (und mir nicht irgendwann schlecht werden würde).

Am Ende der Woche dann auch wieder Grübelattacken (Welt) und halb-depressive Heulanfälle (Ekel-Ich). Bin das ich oder sind das die Hormone? Ich habe das Gefühl, irgendwie am Rande der Schizophrenie zu stehen. Das schwangere ich, das sich selbst zerfleischende Ich und die anderen kommen gerade nicht wirklich miteinander klar.

Und die Beele? 

Am Ende der 12. Woche wird die Beele so etwa 6 cm lang gewesen sein. Das haut ja auch mit der berechneten SSL des Ultraschalls hin.

Jetzt bin ich ja schon fast durch mit der 13. Woche und im wahrsten Sinne des Wortes: Ich bin ziemlich durch… (Überraschung!) Mich kotzt das echt an… Ich weiß nicht, was an meiner Überforderung an mir, meiner schwangerschaftsbedingten Umnachtung, dem Wetter, dem Druck durch den Abgabetermin oder oder oder liegt…

(Ich habe jetzt gerade 1. keinen Elan mehr, um jetzt die ganze Entwicklungsgeschichte für Woche 13 anzugeben und 2. war das nicht eh immer merkwürdig mit dem Wochenrückblick und Wochenvorblick in einem Post? Ich versuche das jetzt irgendwie anders zu handeln. Entweder mache ich die „Entwicklungsdaten“ mit am Anfang des Schwangerschafts-Wochenrückblicks oder ich versuche, am Anfang der Woche etwas zur Entwicklung der Beele in der bevorstehenden Woche zu posten und am Ende einen Rückblick. Mal sehen, wie ich es hinbekomme.)