Mal wieder was genäht

Nähen hat für mich in letzter  Zeit fast etwas meditatives. Leider komme ich viel zu selten dazu. Hier trotzdem mal ein paar Sachen, die in den letzten Monaten entstanden sind:

kindersachen nähen

Zwei von den Kinderpullovern orientieren sich an Ottobre-Schnittmustern, die Tunika mit den Taschen ganz oben und der Elefanten-Pullover. Mein Lieblingsschnuttmuster ist zur Zeit eine abgewandelte FANÖ-Version (das mit den Piraten, das blau-rosane Ding). Der Kapuzenpullover ist nach einem Schnitt von Heidi & Finn. Mein Shirt unten ist… hm… das Shirt „Marie“ von Schnipp-Schnapp 77. Aber Klamotten für mich selbst bzw. für große nähe ich einfach nicht gerne, die sitzen doch nie so, wie ich es gern hätte und man braucht so irre viel Stoff… Am liebsten nähe ich Pullover, wie man unschwer erkennen kann.

(Da fällt mir gerade ein: Ich gestehe, ich hab die Mützen aus dem Gewinnspiel noch immer nicht gemacht. Asche auf mein Haupt… In sowas bin ich offensichtlich echt ne Niete! Tausendmal Entschuldigung an Kraehenmutter und Sia!)

Schwanger sein: So war die 14. Woche

Mit dem Doppler, den ich schon längere Zeit nicht mehr benutzt hatte, war der Herzschlag der Beele in dieser Woche richtig laut, bummernd und eindeutig zu hören. Ich hab mich richtig erschrocken, aber gefreut. Man kann jetzt auch gut die Bewegungen hören, wenn man ein bisschen zuhört. Ich finde das ja extrem faszinierend und es nimmt mir ein bisschen das seltsam befremdliche Gefühl, wenn man so gar nichts (bis auf den Bauch) von dem Leben in sich mitbekommt.

Ich bin süchtig nach Stor’ck Riese*n… Überhaupt: Alles, was Zartbitter-mäßig ist, ist momentan echt nicht sicher vor mir. Immerhin: Wir haben unsere Ökokiste wieder aktiviert und kochen daher mehr frisch. Wir haben die Regional-Kiste… Mann ey, ich bin so ideenlos irgendwie. Immer nur Kohl und Rote Beete und Rüben und Möhren… Irgendwann fällt mir da kaum noch was ein. Hausmuddi-Probleme, aaaaah!

P. war eine weitere Woche krank, ich also mit ihr Zuhause. Faszinierend… Während so einer länger andauernden (2 Wochen) Krankheitsphase vergesse ich irgendwann immer, dass es nur eine kurze Phase ist und sie danach wieder in die Kita geht, ich wieder zu etwas kommen werde… Ich bin wirklich dankbar dafür, dass es Kitas gibt. Obwohl: Gäbe es noch Großfamilien und wirklich Gemeinschaften, dann sähe das ja auch anders aus. Dieses Alleinsein mit einem kleinen Kind, das macht mich einfach kirre. Ich bewundere da alle, die das irgendwie sehr genießen… Mir wurde da etwas bange vorm erneuten Babyjahr. Obwohl ich es mir eigentlich ganz schön vorstelle.

Was hat sich denn bei euch verändert, mit dem 2. Kind? Also was ist euch noch besonders in Erinnerung? Habt ihr Tipps? Worauf könnten wir am Anfang achten?

Ich habe nicht mehr so starken Durst gehabt wie in den letzten Wochen, dafür aber wieder deutlich mehr Ziehen im Unterleib. teilweise richtig stark. Der Bauch kommt mir auch etwas größer vor, die Gebärmutter ragt nun schon deutlich über das Becken hinaus. Im Liegen seh ich das besonders gut… Ich hatte auch wieder Probleme mit den B*ustwa*zen… Die jucken, werden blutig und schuppig. Da bekomme ich Angst vorm Stillen. Ich habe Neurodermitis und die Verbindung ist echt zuweilen unschön. Ich träume schon seit Beginn der Schwangerschaft viel, verrückt und bildhaft. Das ging mir auch schon in der ersten so.

Ich hatte den ersten Termin bei meiner neuen Hebamme am Mittwoch, die in der gleichen Praxis arbeitet wie meine „Alte“. Sie fragte mich, ob ich die 4-wöchentlichen Vorsorge-Untersuchungen bei ihnen oder in der Praxis meiner Gyn machen will. Ich überlege… Denn bei der Gyn wird momentan noch jedes Mal ein US gemacht, auf den ich mich immer sehr freue… Aber wie lange noch? Ich muss da (trotz Termin) meistens 1-2 Stunden warten, das wird ganz schön happig, da ich ab April wieder Uni-Veranstaltungen habe und das Pendeln wieder losgeht.

Ich hatte immer mal wieder Zweifel ob meiner Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit. Ich bin bei einem nächtlichen Surf-Anfall auf Depressionsinfo-Seiten gelandet und habe festgestellt, dass in meinen trüben Phasen alle Punkte auf mich zutreffen… Eigentlich halte ich nicht viel davon, der Sache einen Namen zu geben, weil es das nicht unbedingt besser macht. Aber irgendwie ist es schon wahr… Ständig und immer antriebs- und freudlos zu sein, ist ja irgendwie „nicht normal“ – auf ungute Weise. Ich werde Ende des Monats mal eine Familienberatungsstelle aufsuchen, den Termin habe ich schon ausgemacht. Vielleicht haben die dort ein paar Hinweise, Tipps, … für mich. Diese Schuldgefühle machen mich einfach echt fertig zur Zeit. Ich behandle P. nicht anders als sonst, aber ich schäme mich oft dafür, dass ich in mir drin genau merke, dass ich eigentlich nicht wirklich Lust habe, mich ihr zu widmen. Das tut mir einfach wahnsinnig leid.

Zum Glück kamen aber auch andere Tage dazwischen, an denen ich schon viel motivierter war und P. toll fand, mich gern mit ihr beschäftigt habe. Da habe ich mich auch wieder besser gefühlt und kein schlechtes Gewissen gehabt, obwohl ich auch da keine Bespaßungsmaschine war. Aber das will ich ja auch nicht sein… Als sie eine Nacht bei meiner Mutter geschlafen hat, hat sie mir sogar gefehlt. Ich fühle mich ein bisschen schizophren irgendwie. Im Prinzip denke ich mir, dass ich irgendwie versuchen muss, meine Launen nicht ganz so ernst und dramatisch zu nehmen. Ich denke, ich muss mich einfach zwingen, raus zu gehen und Leute zu treffen anstatt mich (auch und gerade in dunklen Phasen) allein Zuhause einzuigeln, weil ich sonst einfach depressiv werde. Scheiß auf den Sinn dahinter… Scheiß auf das „Warum?“-Gefrage… Wenn es mir nur nicht so schwer fallen würde. Das nervt mich einfach. Ich muss versuchen, mit dem Hadern aufzuhören. Ich muss versuchen, das Grübeln einzudämmen. Ich hatte das alles schon besser im Griff.

Ich glaube nach wie vor daran und hoffe sehr, dass ich mit dem 2-Kind-Stress (nach dem Babyjahr) irgendwie besser zurechtkommen werde als mit diesen 1 zu 1-Situationen. Wenn einem das Kinderspielen nicht so liegt, kann das echt hart sein. Dann komme ich doch besser mit 2, sich kloppenden Kindern zurecht. Mit Chaos und Lautstärke hab ich jedenfalls weniger ein Problem als mit diesem „Scheiße, was fangen wir denn nur heute mit uns an?!?!“-Mist. Das macht mich noch wahnsinnig! Wie macht ihr das denn? Was macht ihr denn ständig mit euren Kindern?

Der Ultraschall am Donnerstag mit P. war schön. Nach den Terminen, an denen ich die Beele sehe, bin ich immer richtig euphorisch und gut gelaunt.

Ich habe übrigens zum 3. Mal von einem Jungen geträumt… Was sagt mir das? Momentan fühle ich mich auch eher nach einem Jungen, wobei in den letzten Wochen das Gefühl „Junge“ vorgeherscht hat. Ich habe geträumt, dass ich in einem Krankenhaus, in einem Krankenbett liege und Pressdruck verspüre. Ich rufe nach Hilfe, erwarte, dass Hebammen oder Schwestern eintreffen, aber es kommt niemand. Innerhalb von 3 schmerzhaften Wehen gebäre ich ganz allein einen sehr propperen, rosigen Jungen, den ich mir auf den Bauch lege. Ich bin glücklich und staune über mich selbst, dass es diesmal so einfach und schnell ging. Das hat sich fremd angefühlt. Irgendwie rechne ich mit so einem kleinen zierlichen Ding, wie P. es war. Einen plöppenden Jungsnamen haben wir aber nach wie vor nicht…