Schwanger sein: So war die 16. Woche

Nach wie vor kränklich.

Ich spüre das Baby jetzt deutlich, mehrmals am Tag. Das fühlt sich geradezu niedlich an. Ein ganz sanftes Pochen von innen…

Bekomme „Horrorgeschichten“ über das Leben mit zwei Kindern zu lesen, die mich einerseits irgendwie vorbereiten, andererseits aber auch meine Ängste bestätigen. Ich mache mir nicht sooo viele Illusionen, um ehrlich zu sein. Ich denke, das erste Jahr wird einfach anstrengend werden. Nicht total unschön, aber anstrengend. Ich weiß ja auch bereits, dass das Babyjahr (also 1 Jahr Zuhause sein und quasi nicht anderweitig tätig…) mich porös macht und ich denke, dass das auch das 2. Mal so sein wird. Aber ich lasse das kommen. Wird schon. Meine Panik hält sich komischerweise in Grenzen. Liegt vielleicht daran, dass es im Hier und Jetzt zu viel zu tun/denken/organisieren gibt und ich ganz schön zu tun habe,  um mit meinen hormonellen Extrem-Gefühlen klarzukommen.

Die größten Bedenken habe ich, weil ich in letzter Zeit oft denke, dass K. und ich nicht unbedingt das sind, was ich als „robust“ bezeichnen würde. Wir ergänzen uns zu gut im alles anstrengend-Finden und Stress geht uns an die Nieren. Hinter uns liegt einen… wortreiches (und ja, auch tränenreiches) Wochenende. Einfach, weil wir uns manchmal so sehr in unserer Negativität verlieren, dass wir übersehen, dass wir eigentlich alles haben, was wir gewollt haben und nicht viele Gründe, um ständig überanstrengt zu sein.

Ich hab schon wieder ständig ein schlechtes Gewissen und auch über mich und mein ständiges schlechtes Gewissen, meine Schuldgefühle und meine Empfindsamkeit nachgegrübelt, während K. und P. die Großeltern im großen B. besuchen waren. Vielleicht zu viel? Dann hat Mama Miez heute, nee gestern, einen Artikel über Hochsensibilität veröffentlicht, der mich einmal mehr durcheinander bringt. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von „Diagnosen“, aber vieles von dem, was da steht, trifft auf mich zu. Zumindest auf einen Teil von mir. Aber für mich ändert sich halt nichts, nur weil ich das HSP, Wochenbett/Schwangerschafts-Depression, Burnout oder Anpassungsstörung oder oder oder nenne… Ich bin so wie ich bin und ich versuche mit mir zurechtzukommen. Ich hab ja nur mich. Aber es fällt nicht leicht, ich bin viele und die können alle nicht so gut miteinander. Im übrigen bin ich schon der Meinung (irgendwie im Sinne von Freud), dass der Schlüssel zu sehr vielem, was uns als Erwachsene das Leben schwer macht, in unserer Kindheit liegt. Aber ähnlich wie bei den Bezeichnungen geht es mir auch da: Nur weil ich weiß oder vermute, woher so manche Anwandlung kommt, habe ich sie noch nicht im Griff. Ich versuche, mich zu akzeptieren und wähne mich auf einem gar nicht schlechtem Weg, während K. und P. weg sind. Ich freue mich auf meine Familie und fühle, dass ich ohne sie nichts Ganzes bin. Gut, das. Und dann plötzlich wieder gestern… Total-Ausfall. Hysterie. Heulen. Überquillende Emotionen. Gefolgt von Schuldgefühlen. Und nichts im Griff. Da finde ich mich dann wieder scheiße, also mich, das unkontrolliert schwangere Ich.

Die Beele ist 10 cm in dieser Woche und die Gyn (bei der wir waren) sagt, dass alles bestens ist. Ich würde so so so gern wissen, was das (rein geschlechtlich) wächst. Ich will der Beele einen Namen geben können, das er/sie/es, wenn wir über sie/ihn sprechen wollen, neeeervt… Beim Ultraschall lag das Baby aber wieder mit dem Kopf so komisch nach unten, auf die Plazenta gekuschelt, sodass wir nichts erkennen können. Boar, und ich noch immer vor jeder Untersuchung so nervös, dass ich zehn Mal auf’s Klo rennen muss.

Eiweiß im Urin ist erhöht, heißt aber wohl nichts Schlimmes. Viel trinken, soll ich. Wenn das zu heftig ist und andere Symptome hinzukommen, kann es auf eine Schwangerschaftsvergiftung hindeuten. Möglicherweise ist es auch ein Hinweis auf eine Blasenentzündung. Bei mir war es nur eine Spur.

Ich hab 4 Kilo zugenommen… Puh. Ich versuche mich damit anzufreunden, nach der Schwangerschaft echt was wegzubekommen. Das muss. Sonst schleppe ich das ewig mit mir rum und ich fühle mich unwohl damit. Hab kaum noch Shirts, die den Bauch ganz verdecken…

Beele-Facts jetzt aktuell:

  • 2. Schwangerschaftsdrittel
  • 5. Schwangerschaftsmonat (Monat 4)
  • 17. SSW (rein rechnerisch, nach der letzten Menstruation)
  • 16 Wochen + 0–6 Tage (nach ärztlicher Berechnung)
  • 15. Woche nach der Befruchtung (14 Wochen + 0-6 Tage)
  • 99. bis 105. Tag der fetalen Entwicklung
  • Fruchtwassermenge: 250 ml
  • Kopf-Po-Länge: ca. 12 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 35-44 mm
  • Gewicht: ca. 150 g
  • Fußlänge: 23 mm

Das P. erzählt jetzt immer häufiger so Sachen wie „Das ist unser Baby. Mamas Baby. Papas Baby. Und P.s Baby. Wenn das Baby da ist, dann kann ich mit dem spielen. Und kuscheln. Und auch teilen!“ Laut ihrer Aussage darf das Baby auch in ihrem Bett schlafen, mit uns kuscheln und mit ihren Sachen spielen…“

6 Kommentare zu “Schwanger sein: So war die 16. Woche

  1. Ich war mit meinen Nerven zwischenzeitlich auch am Ende, als ich zum zweiten Mal schwanger war. Hab mir Horrorszenarien ausgemalt – und was ist passiert? Exakt das Gegenteil. Sohn 2 ist jetzt 5 Monate alt und ich bin grad rundherum glücklich und zufrieden. Anstrengend: Sicher. Aber irgend ein Schalter ist in mir gefallen und ich steck den Trubel plötzlich viel besser weg.
    Ich wünsch euch alles Gute!!
    lg
    Eva

  2. Hey! Ich hab auch das Schlimmste erwartet, als ich zum zweiten Mal schwanger war und dachte oft an die maximale Überforderung, zumal sich bei mir in der zweiten Schwangerschaft Zwillinge ankündigten und unser erstes Kind recht schrei-intensiv war. Und dann? Haben wir die ersten vier Monate echt gedacht: Wow, das hatten wir uns viel anstrengender vorgestellt.
    Und noch was: ich kenne wirklich viele, denen es so ging!
    Beim zweiten ist man nicht mehr so nervös. Man ist überrascht wie viel die Kleinen noch schlafen und wie winzig klein und niedlich sie sind, besonders im Vergleich zum größeren Kind.
    Ich hab das jedenfalls sehr genossen und wünsche jedem eine ebensolche schöne Erfahrung!

    • Puh, Danke… Das tut irgendwie echt ganz gut zu hören. Ich bin wirklich wahnsinnig gespannt, wie das bei uns wird. Vielleicht hilft es ja, wenn man sich auf’s Schlimmste einstellt ;-)

  3. die beiden kommentare vor meinem gefallen mir seeeeeeeehr gut! wir haben ja auch ab und an ein bisschen schiss… aber wird schon! tschakka, wir schaffen das ;)

  4. kann mich lisa nur anschließen. ich genieße den zweiten kleinen viel – hm – detaillierter :-). all das blabla von wegen „genieß die zeit, sie vergeht so schnell“: beim ersten kind dachte ich nur: ich dreh gleich durch, haltet den MUND! und dieses Mal bin ich ganz hin und weg, küsse ständig seine Zehen und liege kuschelnd mit ihm im bett… (wenn ich nicht grad ausnahmsweise herumschreie, weil’s mir zwischenzeitlich zuviel wird. doch das sind die absoluten ausnahmesituationen!)

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