Kindermund (13): „Töppse“

Es ist Mitte Mai, der Frühling kriecht raus und der winterliche April liegt schon seit geraumer Zeit hinter uns. Besonders hervorzuheben ist aus unserer/meiner Sicht, dass mit dem April die schrecklichen drei ersten Monate des Jahres 2013 vorbei waren.

Das war aber auch eine verdammte Scheiß-Kombi! Kind DAUERKRANK, Muddern frisch geschwängert und dementsprechend „grenznah“ (in jeder Hinsicht), K. viel arbeiten, ich Semesterferien und Hausarbeits-Stress, Omi ebenfalls zu krank, um Kind abzunehmen. Nee, schön war das nicht und gestresst waren am Ende alle. Mir hat das mal wieder gezeigt, wie sehr sich meine Stimmung bzw. die Gesamtstimmung auf die eigenen Kinder auswirkt! Denn: Kaum war ich wieder im Lot (Hausarbeit abgegeben, Uni wieder angefangen, mit Umstand arrangiert und die ein oder andere erzieherische Wahl getroffen), war auch das P. wieder mehr als gut gelaunt und mehr als Zucker.

Alles schöner im April also. Dementsprechend erheiternde Sprüche kamen aus P.s Mund gepurzelt… (Ich ärgere mich noch immer, dass ich die besten irgendwie immer verpasse und sie mir dann nicht mehr einfallen wollen…)

(1)

Guckt sich ein Feuerwehr-Buch an, hält kurz inne und sagt dann erleuchtet:

„Is bin eine Feuer-P.!“

(2)

Wir spielen ein Angelspiel. Sie zieht einen dicken Fisch heraus und ruft euphorisch:

„Das ist ja wahnsinn, Mama!“

(3) 

Alles, was kleinformatig ist, ist bei P. „Ohhhh, ein Baby-…“. Dabei hat sie einen betont entzückten Tonfall drauf…

„Ohhhh, ein Baby-Brot!“ – „Ohhhhh, ein Baby-Stock!“ – „Ohhhhhh, eine Baby-Socke!“

(4) 

Ganz auffällig ist auch, wie sehr sie Gegenstände personifiziert. Am schönsten war ihr Spruch als sie kondensiertes Wasser an der Klappe des Herdes herabtropfen sah:

„Guck mal Mama, der Herd! Der weint!“

(5)

Dazu passt auch, dass sie beim Aufmachen der Brotdose meinte:

„Die gähnt!“

(6)

Als ich sage, dass ich mich ausruhen möchte, dann aber doch etwas anderes mache, sagt sie zu mir streng:

„Das ist nicht richtig, dass du dich nicht ausruhst!“

(7)

Sehr entzückend war auch: Wir haben Dumbo geguckt und an einer Stelle, an der Dumbo weint, wollte P. ihm unbedingt helfen, stellt dann aber enttäuscht fest:

„Aber is kann da nis rein, in den Feansehn. Is bin zu dick!“

(8)

Und auch wieder Worträtsel:

„Töppse“ = ?

„Mülls“ = ?

4 Kommentare zu “Kindermund (13): „Töppse“

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