Die ersten Tage mit neuem Baby… Was war wichtig?

Wenn ich jetzt wem sagen müsste, was in den ersten Tagen gut und wichtig für uns war… Was wäre das? (Eine lose Sammlung…)

Dies und das:

Das Baby unmittelbar nach der Geburt direkt auf den Bauch liegen haben ist sooo toll. Hormon-Flut!

Familienzimmer im Krankenhaus ist viel besser als Zimmer mit anderen Frauen und deren Babys teilen. Wir hatten bei P. ein Familienzimmer und 4 Tage im Kokon verbracht. Das war wirklich fantastisch. Da dieses Mal kein Zimmer frei war, musste K. nach der Geburt von T. nach Hause und ich in ein Zimmer mit einer anderen Frau und deren Baby. Das hat mich echt gestört und ich wollte einfach nach Hause, für uns sein. Im Familienzimmer kann man das gut. Beim zweiten Kind geht das auch Zuhause super. Für mich die absolut richtige Entscheidung!

In der ersten Nacht nach der Geburt das Baby anlegen und danach auf dem eigenen Bauch schuckeln und beim Einschlafen zugucken. Unbezahlbar!

Eine Nachsorgehebamme ist echt eine super Sache. Sie müssen gar nicht viel machen, geben einem aber einfach das Gefühl und die Sicherheit, dass alles in Ordnung ist.

Das Ding mit dem Stillen:

Ich hab T. direkt im Kreißsaal angelegt. Und kurz vorm Schlafen etwa 15 Minuten. Das hat die Hebamme auf der Wöchnerinnen-Station mir so empfohlen. Der Milcheinschuss kommt im Normalfall so 3 bis 5 Tage nach der Geburt… In den ersten 1 bis 3 Tagen scheint es wirklich gut und wichtig zu sein, dass man das Baby oft anlegt. Ich war mir irgendwie unsicher, ob da überhaupt genug rauskommt und er genug Flüssigkeit bekommt. Ich hab ihn nicht geweckt, weil ich denke, dass er sich den Schlaf holt, den er braucht… Wenn er aufwacht, lege ich ihn direkt an. An jede Brust etwa 10 bis 15 Minuten. Wenn er dabei einpennt… Hm… Das hab ich mal so, mal so gemacht. Ori hat einen Beitrag zum Thema Stillen / Clusterfeeding geschrieben. Gerade das zum Clusterfeeding fand ich ganz interessant. Also die Info, dass es einfach Zeiten gibt, gerade in der allerersten Zeit, in denen Babys ganz oft hintereinander kommen. Für mich ist es nicht sooo leicht zu unterscheiden, ob er, wenn er wach ist und schreit a) an die Brust zum trinken will, b) Nähe / Nuckeln will, c) Probleme mit dem Bauch hat (da hat’s nämlich ganz schön rumgerumpelt und er hat auch braunes Zeugs – wohl geschlucktes Fruchtwasser und Blut – erbrochen) oder d) einfach mal meckern muss, weil ja schließlich alles noch neu und anders / viel ist. Ich mache es jetzt so: Sobald er wach wird und meckert, lege ich ihn sofort an. Eine Brust – wickeln – andere Brust. Danach ist er jetzt – an Tag 5 – dann meistens eine Weile wach und guckt rum. Dann kuscheln, rumtragen, ein bisschen bequatschen… Meistens fängt er dann irgendwann an zu meckern. Ich versuche dann eigentlich erstmal, ihn irgendwie anders zu beruhigen. Also nicht direkt wieder anzulegen. Das hab ich nämlich bei P. gemacht, die dadurch zur Dauernucklerin wurde. Ich trage ihn rum, hüpfe mit ihm auf dem Pezzi-Ball (SUPER SACHE!!!), schuckle ihn, kuschele ihn oder lasse in an meinem Finger saugen. Wenn das nach ner Weile alles nichts bringt und er sich dann so richtig aufregt und ich auch das Gefühl habe, dass er eindeutig „sucht“ (also so nickende Kopfbewegungen macht und den Mund auf und zu wie ein Fisch), dann lege ich ihn auch durchaus nochmal an. Die ersten Tage hat er eigentlich meist geschrien, wenn er wach wird. In den ersten Tagen habe ich ihn dann sehr oft hintereinander an der Brust gehabt. Sicher auch okay für den Milcheinschuss, aber schmerzhaft für die Brüste. Heute ist die Milch bei mir so richtig da. Also so, dass es läuft. Und jetzt kommt er ziemlich genau aller vier Stunden. So kann es ruhig weitergehen…

(Ein paar Tage später dann:) Najaaa… Also ein paar Tage war der Rhythmus echt bilderbuchmäßig. Ideale 3-4 Stunden zwischen der Stillerei. Auch nachts. Dann gab/gibt es inzwischen aber auch Tage, die waren/sind brustmäßig schon eher anstrengend… Und ich frag mich, ob man so ein Baby echt immer gleich anlegt, sobald es quäkt? Also… T. quäkt, sobald er aufwacht… Und meistens leg ich ihn dann schon an.. Das beruhigt ihn halt. Und meist trinkt ja auch… Irgendwie… Najaaa… Ich weiß auch nicht… Ist Brustnuckeln nun okay oder nicht? Bin mir nicht sicher…

Hm… Klamotten für’s Baby:

Also für den Herbst jetzt sind kurze Bodys und Pullover drüber gut. Oder Wickelbodys und ’ne Jacke drüber. Was mich nervt gerade ist, dass ich eigentlich fast nur Zeug zum Knöpfen habe und es gerade aber doof finde, ihm zwei Bodys übereinander anzuziehen. Ansonsten bin ich Fan von „Wohlfühlhosen“… Also breiter Bund oben. Draußen bräuchte man jetzt so ’nen mitteldicken Anzug, gerade wenn man trägt. Dafür hab ich auch noch nicht so richtig eine Lösung. Der eine, den ich für ihn besorgt habe – Größe 50 – ist jetzt schon arg knapp und ich muss die Hände so nervig reinfummeln. Da brauche ich unbedingt eine Alternative für. Ansonsten: Wir haben 300.000 paar Socken. Braucht jemand welche? Wir haben sooooo viele Neugeborenen-Socken geschenkt bekommen, hatten aber selber noch sooooo viele übrig und eigentlich reichen ja so 3-5 Stück. Mützen haben wir auch viel zu viele. Weil jeder zweite natürlich ne süße Babymütze anschleppt.

Dinge, die ich vergessen hatte zu besorgen / Was ich empfehlen kann:

Pelzy Vorlagen. Ganz wichtig! Und die einzigen, die Sinn machen. Alle normalen Binden sind scheiße, weil mit Plaste und viiiiiel zu klein. Man unterschätzt den Wochenfluss total. Und Netz-Schlüpper sind sinnvoll. Es sei denn, ihr könnte welche aus dem Krankenhaus mitnehmen. Trockene Babytücher… Feuchttücher hatte ich da, aber die trockenen hatte ich vergessen. Einen wirklich (!) guten Still-BH. Allerdings ist das echt schwer vorher zu besorgen. MultiMam Balsam, Wollfett und MultiMam Kompressen. Eine Mutter im Monatsforum hat die Mercurialis Perennis Tinktur 20% als Wundermittel gegen wunde/schmerzende Brustwarzen empfohlen. Ich hab mir das bestellt und heute mal probiert. Erster Versuch wirkte gut. Ich werde noch einmal berichten, ob es langfristig was bringt. Dicke Socken mit Noppen sind für mich auch gerade unverzichtbar. Bei dm gibt’s immer so tolle dicke Socken mit ABS-Noppen. Ein zweites Stillkissen (ich bin mit meinem Stillkissen von Theraline sehr zufrieden!) – wir pennen im Bett und hängen tagsüber auf unserem großen Sofa. Das hin und her schleppen vom Stillkissen hat mich schon am 2. Tag genervt.

Ich trage ja total gern und stehe gar nicht auf Kinderwägen. Meine Lieblings-Freundin J. hat mir ihren Storchenwiege Babycarrier ausgeliehen, weil ich mit dem Tuch nicht sooo gut klarkomme, glaub ich. P. hab ich in der Manduca getragen, von Anfang an, weil ich da noch nicht wusste, dass man das halt nicht soll am Anfang, wegen der Stegbreite, weil da die Beine wohl überspreizt werden. Mit dem Carrier geht das toll, weil man die Stegbreite einstellen kann, sodass sie dem Abstand der Kniekehlen vom Kind entspricht und sie in einer guten angehockten Haltung drin hängen. Finde ich super, wollte ich erwähnen, weil ja viele nach einer Komforttrage suchen, wenn sie nicht mit dem Tuch gut zurecht kommen und sich fragen, welche man direkt nach Geburt nehmen kann. Mein erster Eindruck von dem Babycarrier ist wirklich sehr positiv!

Wovon ich gerade echt mehr gebrauchen könnte:

Bequeme (!) Hosen für Zuhause. Jogging-Hosen, die am Bund nicht zu eng sind. Stillshirts bzw. Shirts zum Aufknöpfen. Irgendwelche doofen Zeitschriften… (Fernseher oder Buch ist mir zu viel Input, aber ich kann tagsüber nicht pennen…)

Für den Kopf (und überhaupt und sowieso):

Einfach abschalten. Scheiß auf die Brustwarzen, die weh tun. Scheiß auf die Müdigkeit, die dir von Tag zu Tag mehr in den Kopf steigt. Scheiß auf die Wehmütigkeit, weil das Baby jeden Tag älter wird. Scheiß auf die Geburtsverletzungen. Nimm ruhig Ibuprofen in den ersten Tagen gegen die schmerzhaften Nachwehen. Trink viel, viel Wasser (ich trinke zu wenig).

Und davon mal abgesehen:

Ach, es ist sooooooooo schön :-)) Sein Kopf ist soooooo weich und wenn man den kleinen Po auf dem Arm hat… Hach. Große Liebe für den kleinen Mann. Echt.

8 Kommentare zu “Die ersten Tage mit neuem Baby… Was war wichtig?

  1. wir haben jetzt seit ein paar tagen nen nuckel eingeführt. wenn er also nach meiner meinung satt sein müsste, aber rummoppert, bekommt er erstmal den. oft pennt er dann damit ein und mahcnmal spuckt er den aus und moppert weiter, dann gibts brust. klappt bisher echt gut und nix wg saugverwirrung oder so :) allerdings klaut bjarne den nuckel immer, wenn der mal neben dem wutz liegt ^^ und ausm mund hat er ihm den auch schon gemopst, legt seinen nuckel auf den tisch und krabbelt mit jannes‘ nuckel weg XD

  2. Tolle Tipps für Mom2be’s … ich habe auch gleich das Thema Familienzimmer gegooglet – die kannte ich vorher nämlich noch gar nicht. Die kosten sicher etwas extra, oder?

  3. Du machst es mir nicht leicht, ich liebe zwar deine Posts, aber zu antworten/kommentieren fällt mir immer so schwer, weil du so viel (und so toll!!!) schreibst :)

    Das mit dem Stillen, da bin ich gespannt, wie das bei uns dieses Mal klappt. Bin glaub nicht so der Clusterfeeder, aber ich habe bei Frollein auch gelernt, dass Babies ein Nuckelbedürfnis haben und dieses eben mit Schnuller gestillt werden kann – ich wollte nämlich keine verwenden. schlussendlich hat sie aber eh keinen lange drin behalten. Auch hier werd ich sehen, wie ich es mal mache…

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