Kindermund (17): „Was kann man da kaufen? Drogen?“

Der hier liegt schon ewig im Speicher rum… Und geht jetzt einfach Mal raus ;-)

Leider hört das P. jetzt langsam auf, Dinge „falsch“ auszusprechen… Das passiert nur noch selten. Dafür gibt’s zunehmend mehr coole Sprüche. Im August gab’s davon jedenfalls einige. P. war 34 Monate – 2 Jahre und 10 Monate – alt.

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Warum frühstücken wir?

Das muss hier stehen. P. hat nämlich im Sommerurlaub urplötzlich mit der ununterbrochenen Warum-Fragerei angefangen.

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Das sieht hier alles so komis aus. Die Bäume sehen komis aus. Die Autos sehen komis aus. Die Leute sehen komis aus. Die Häuser sehen auch komis aus…

…als wir gerade d in unserem Urlaubsort ankommen.

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(SEHR laut) Mama, ich darf ins Schwimmbad pullern, ja?

– Neeee, P., das muss jetzt nicht unbedingt sein…

(noch lauter) Der Papa hat das aber gesaaaaagt!

Während eine Gruppe älterer Herrschaften gerade neben uns ihre Bahnen zog… Jaja, so kommt’s raus.

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Musst du auf Toilette?

– Neee, mein Popo is leer.

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Ich will raus aus meinem Stuhl! Ich will mir ein bisschen die Welt anschauen!

Was soll man denn dazu noch sagen außer „haaaaach“ ?! Kinder sind schon toll. Ab und zu jedenfalls ;-)

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Was gab’s denn heute zum Mittag?

– Ach, das weiß ich noch nicht.

Das ist momentan die Standard-Antwort, wenn sie keine Lust hat, etwas zu erzählen oder zu faul ist, nachzudenken bzw. sie sich nicht erinnern kann.

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Warum machst du das denn?

– Na weil ich das lustig finde.

Aus der Reihe „Totschlägerargumente“.

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Omiiii, was gibt es in der Drogerie? Was kann man da kaufen? Drogen?

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Wenn Männer eine Frau sind, dann haben die Männer Brüste.

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Was war so im August 2013?

Doktor spielen und überhaupt alles, was irgendwie mit dem Thema Arzt zu tun hat, war in diesem Monat schwer angesagt. Dann war unser Urlaub am Anfang des Monats natürlich ’n Ding. Auch wenn ich mich echt gewundert habe, wie sehr das schlaucht, eine 2-jährige eine Woche lang jeden Tag zu bespaßen. Für uns war das jedenfalls nicht sonderlich erholsam, muss ich gestehen, und wir waren froh, als wir sie wieder in die Kita geben konnten. Im Moment merken wir sehr, dass sie dringend den Kontakt zu anderen Kindern braucht und wir sonst nach einer gewissen Zeit alle voneinander überfordert und/oder genervt sind… Sie hat im Urlaub nun doch das Puzzlen für sich entdeckt, nachdem ich eins mal komplett und ganz in Ruhe mit ihr zusammen gemacht habe. Außerdem hat sie so eine „Hier ist jetzt abgesperrt“-Macke. Da stellt sie sich irgendwo in den Weg und… ja… sperrt halt ab. Dann darf da niemand durch. Darüber kann P. sich stundenlang zereumeln. Sie redet wie ein Wasserfall, brüllt irgendwelche Fantasie-Baby-Wörter und haut sich darüber weg. Vor allem, wenn sie übermüdet ist. Ach ja. In der Kita gehört sie jetzt zu den Großen, nicht mehr zu den „Krippies“ und mit ihren Kindergarten-Freundinnen verbindet sie jetzt schon eine ganz große Liebe. Wichtig war auch „Ich bin doch schon eine große Schwester!“, was in den unterschiedlichsten Situationen – mal mehr, mal weniger hilfreich – anklingt. Rumhüpfen, rumtoben und allgemein sehr viel mehr spielen (auch eingefordert mit „Ich will aber noch spielen!“) waren im August sehr typisch und wichtig. Und am Ende des Monats war wahrscheinlich mein Aufenthalt im Krankenhaus ziemlich prägend. Danach hatten wir auch erstmal ein paar Schwierigkeiten, die mit viel Liebe und Nähe wieder zugeklebt werden mussten…

P. kommt im echten Leben übrigens nicht so zu kurz wie die trächtigkeitsgetränkten Blog-Beiträge es vermuten lassen…

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