Impetigo Contagiosa

P ist über den Damm. Seit Montag Mittag sind wir wieder Zuhause.

staphylokokken auge schmierinfektion
Das, was sie hatte, schimpft sich impetigo contagiosa. Auf dem Bild seht ihr den Zustand im Krankhaus (Tag 2).

Eigentlich ist das relativ harmlos und soll wohl normalerweise gut mit Salbe zu behandeln sein. Bei P. waren aber die Augen besiedelt. Da hier einerseits die Augen in Mitleidenschaft gezogen werden können und vor allem hinter den Augen Nerven langgehen, die direkt ins Hirn führen, wurde uns nahegelegt, sie stationär aufnehmen zu lassen. Deshalb hat sie eine Woche lang Antiobiotikum (Cefuroxim?) intravenös und Augentropfen (Floxal) bekommen. Inzwischen hat sich der Schorf gelöst und die Haut darunter ist gesund… Montag darf sie wieder in die Kita.

Eine zeitlang stand Herpes im Raum, das wurde aber per Abstrich ausgeschlossen.

Die Woche war natürlich für uns alle ziemlich stressig… P. durfte das Zimmer nicht verlassen – weil halt Herpes so lange im Raum stand und das Zeug wohl sehr ansteckend ist. Sie durfte nicht ins Spielzimmer, sich nichtmal beim Essenholen anstellen, gar nichts. Erklärt das Mal einer Dreijährigen. Sie hat das alles aber echt tapfer mitgemacht… 2-3-stündlich Augentropfen. 5x am Tag Antibiotikum, d.h. eine halbe Stunde im Bett bleiben. Zweimal neuer Zugang. K. hat im Krankenhaus geschlafen, war tagsüber arbeiten und ich mit dem Kleinen dann im Krankenhaus (der hat zum Glück nix abbekommen). Zum Glück (!) hatten wir sehr viel Hilfe von meiner Familie, die im Schichtdienst angetreten sind, damit wir nicht allein dastehen. Hammer!

Mein unbedingter Tipp nach der Sache ist: Wenn Kinder eine offene Stelle haben – (und sei sie noch so winzig! Es war bei P. am Anfang wirklich nur ein Pickel auf der Nase) – dann heißt es:  Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen und darauf achten, dass die das nicht aufknibbeln / dran rumspielen. Am besten Pflaster drauf oder direkt beim Öfnnen eine antibiotische Salbe drauf geben. Vielleicht auch die Hände ab und zu desinfizieren. Das kann sonst – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Auge gehen! Und einige Tage hatte ich echt Angst.

Das „Gute“ an der Sache?

Über die Woche habe ich meinen achsoöden Alltag echt schätzen gelernt UND ich bin mittlerweile fit darin, mit beiden Kindern allein gut klarzukommen. Wenn man erstmal ’ne Woche mit einer Dreijährigen in quasi-Isolationshaft verbracht hat, dann kommt einem die eigene Wohnung und Freiheit vor wie das Paradies.

Auch gut zu spüren: Bei aller fehlenden Resilienz unsererseits: In Krisen klappen wir Eltern als Team doch gut. Und: Familiäres Backup = Top!

4 Kommentare zu “Impetigo Contagiosa

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