Viel zu viel zu viel zu viel zu viel zu viel zu viel

Seit Beginn des Jahres bin entweder ich krank oder eines der Kinder ist es.

Die Bilanz im Mai?

  • 4 grippale Infekte bei P.
  • 1x Krankenhaus mit Impetigo Contagiosa (P.)
  • 1,5x Scharlach (P. / ich)
  • 4 grippale Infekte bei T. (natürlich stets zeitlich versetzt zu P., nicht etwas zeitgleich)
  • 3-5 grippale Infekte (ich)
  • 4x Brustentzündung (ich)
  • 1x Seitenstrangangina-Bindehautentzündung-Superinfektion (ich)

Hm. Es reicht dann jetzt auch mal damit, finde ich. Ich habe inzwischen eine gewisse Panik vor Bakterien und Viren entwickelt. Ich bekomme innerliche Heulkrämpfe, wenn eines der Kinder Krankheitssymptome zeigt.

Ja, ich jammere. Es zerrt echt an den Nerven, wenn nicht einmal der stinknormale Alltag – den ich leider ohnehin schon als ziemlich fordernd empfinde – einfach so läuft, sondern man andauernd damit beschäftigt ist, Schadensbegrenzung zu betreiben. Der Ausnahmezustand wird so langsam zur Routine. Nur noch irgendwie auf den Beinen halten, irgendwie den Tag überstehen, irgendwie durchhalten, irgendwie weitermachen… Das ist einfach ziemlich ätzend und macht einen mürbe. „Vorm Spiegel denkt man: „Das ist dein Gesicht?“ Ach, solche Falten kann kein Schneider bügeln!“ (Kästner) Ich kriege zum Teil kaum noch einen klaren Gedanken zusammen. 

Eine eigentlich gar nicht so unkomplizierte mündliche Prüfung für den Abschluss des letzten Wintersemesters habe ich bereits drei Mal verschieben müssen. Zum Einführungsseminar meiner Stiftung konnte ich nicht fahren. Die drei Male, an denen ich mir ernsthaft vorgenommen hatte, nach Einbruch der Dunkelzeit mit Freunden auszugehen – Jaha, ich meine im DUNKELN! -, sind ins (Wund-)Wasser gefallen. Jetzt nehme ich mir sowas einfach nicht mehr vor. Es frustriert mich zu sehr. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, jemals wieder tatsächlich irgendetwas tun zu können. Planen zu können. Etwas vorhaben.

Um genau zu sein nehme ich mir im Moment gar nichts „Privates“ mehr vor. Eine Kommilitonin fragte mich heute, wann ich mein Ehrenamt noch machen würde, neben den zwei Kindern und Pendelei zum Studium. „Ich weiß es nicht.“ hab ich gesagt und daran gedacht, dass das letzte Treffen der Initiative inzwischen schon viel zu lange her ist. „Und wann machst du den Kram für die Uni? Texte lesen und so?“ – „Ich weiß es nicht, ich mach es wohl kaum.“ habe ich gesagt. „Und was ist mit deinen privaten Sachen? Hobbys und so?“ – „Welche privaten Sachen? Welche Hobbys?“ habe ich gefragt. „Und dann hast du ja auch noch die Fahrten.“ – „Das ist für mich Erholung. Niemand will etwas von mir, niemand fragt mich was. Ich kann 45 Minuten lang zwei Mal am Tag einfach nur hier sitzen und tun was ich will. Es ist herrlich!“ Mein Pendeln, mein Kleinod. Der Zug ist meine Insel. Und es kotzt mich an, wenn der voll mit quatschenden Dumpfköppen ist. Ich will… Ich muss… dann meine Ruhe haben. Manchmal wünschte ich, ich könnte noch zwei Stunden weiterfahren. An den Uni-Tagen bin ich abends auch tatsächlich viel entspannter und kann gelassen Zeit mit den Kindern verbringen, trotz all der Müdigkeit.

Was soll man tun, wenn man merkt, dass alles zu viel ist? Dass man es eigentlich nicht schafft? Ich merke das gerade ziemlich deutlich. Unser Alltag ist so knapp auf Kante genäht, dass die Krankheiten einfach zu viel des Schlechten sind. Der Alltag wird dadurch gesprengt, nichts läuft mehr, alles fühlt sich nur noch schlimm an… Und wir versuchen, für die Kinder, das alles zu retten… Uns bei Laune zu halten. Es klappt noch so halbwegs für die Kinder, aber für uns klappt es nur mehr schlecht als recht. Innerlich sind wir dermaßen angespannt… Wir sind wie pfeifende Tee-Kessel, jederzeit kurz vorm Explodieren. Weil. Es. Zu. Viel. Ist. Wir führen die alten Sinnlosdiskussionen darüber, wessen Tag anstrengender war. Wer eine Pause dringender nötig hätte. Wer sich wann welche (Mini-Mini-)“Auszeiten“ genommen hat. Wer wann dringender Zeit ohne die Kinder braucht.

Ich habe vor einigen Tagen in irgendeinem Elternblog gelesen, dass das betreffende Elternpaar sich darüber streiten würde, wer mehr Zeit mit den Kindern verbringen darf. Ich wäre fast in Tränen ausgebrochen. Mein schlechtes Gewissen diesbezüglich ist unglaublich aufgebläht… Der Teufel schreit: „Dann hättet ihr euch keine Kinder zulegen dürfen!“

SCHEISSE JA, ICH FINDE ES VIEL ZU OFT VIEL ZU ANSTRENGEND, KINDER ZU HABEN!

Und ich hasse es mich wirklich dafür, so zu empfinden. Und ich bin täglich dran, mir beizubringen, es anders zu sehen, es anders wahrzunehmen, nicht so zu denken, zu genießen oder wenigstens weniger zu hadern, die Anstrengung als gegeben hinzunehmen und nicht zu verfluchen. Aber es klappt nicht. Ich empfinde es ständig als anstrengend und ich hasse es, so zu empfinden. Ich will keine zerknirschte Alte sein. Ich will nicht zu den typischen „Es ist alles so anstrengend“-Lamentierern gehören. Und ich mache K. die Hölle heiß, weil er sich ständig beklagt, wie anstrengend alles ist, weil ich in den Momenten meine eigenen Gedanken und Empfindungen gespiegelt sehe und es einfach nicht ertragen kann. Es muss doch wenigstens einer von uns das anders sehen… Es geht doch nicht, dass wir beide…

Ich finde die Ansichten und Gedanken von Jesper Juul ja toll, aber ich kriege es nicht hin, dieses Mantra. Wir sind zu oft zu fertig, zu müde, zu abgeschlafft… Das abendliche Bad-Ritual wird fast täglich zur Zerreißprobe. P. wehrt sich gegen alles, was sein muss. T. an-/auszuziehen gleich tatsächlich dem Versuch, einen lebenden Kraken so in ein Einkaufsnetz zu verfrachten, dass keine Arme heraushängen. Wir hängen im Bad und wollen einfach nur fertig sein, mit dem Tag, weil wir einfach fertig sind, mit der Welt.

Und K. hilft wirklich viel mit. Und meine Eltern nehmen ab, was sie können. Und ich lese und denke mir schlaue Sichtweisen an. Und ich habe Freunde mit Kindern, die ich regelmäßig treffe. Und nicht zuletzt liebe ich meine Kinder. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mich kaputt spielen es mich einfach kaputt macht. Dass ich nicht dafür gemacht bin. Dass ich noch hätte warten sollen. Dass es vielleicht eigentlich nicht mein Ding ist, Mutter zu sein. Das ständige da sein. Die ständige Verantwortung. Diese andauernde Reagieren müssen. Das stark sein müssen, kaum mal schwach sein können.

Als ich letzte Woche hier fiebernd vor mich hin starb wünschte ich mir nichts sehnlicher, als einfach nochmal selber klein zu sein und Eltern nebenan zu haben, die einem Tee und einen Marmeladentoast ans Bett bringen und ansonsten alle Anstrengungen von einem fernhalten. Stattdessen saß ich heulend mit 39,8 Fieber vor meinem kleinen Sohn, der auch heulte und ich dachte, dass genau jetzt der Moment gekommen ist, an dem ich es nicht mehr packe, an dem ich einfach aufgeben muss. Ich habe mich unglaublich hilflos gefühlt. Und schlecht auch… Weil ich das Gefühl hatte, dass ich als Mutter einfach nicht das Recht habe, „mich so aufzuführen“. Dass ich mich zusammenreißen muss. Und ich war nicht einmal sicher, ob ich mich nicht tatsächlich auch zusammenreißen könnte… Ging es mir wirklich so schlecht? War da noch Luft nach oben/unten? Es gibt schließlich Mütter mit mehr Kindern und weniger Unterstützung von Partner / Familie, die müssen ja auch… Scheiß Vergleichereimistkack halt.

Nun ja. Ich habe mich zusammengerissen, soweit es ging. Musste ja. Und nun geht es mir besser. Und den Nachmittag und Abend – nach der Uni – heute mit den Kindern fand ich sogar ziemlich schön. Ich habe mir überlegt, mir das Mantra „Meine Kinder sind meine Entspannung“ einzubläuen. Die Idee: Umetikettierung! Statt „Scheiße, am Wochenende bin ich allein mit beiden Kindern“ versuchen anders zu denken. Dem Gefühl auf die Sprünge helfen… Ich will das Kinderhaben einfach nicht ständig vorrangig anstrengend finden. Will ich nicht, echt nicht. Das muss doch irgendwie machbar sein.

 

21 Kommentare zu “Viel zu viel zu viel zu viel zu viel zu viel zu viel

  1. Oh Mann… ich habe mich an vielen Stellen so wiedergefunden. Und ich habe nur ein Kind. Und doch kenne ich diese lähmende Erschöpfung und dieses ständige Selbst-Zurechtweisen nur zu gut… Und doch merke ich, dass es bei weitem nicht nur mein Kind ist. Vielmehr ist es das ganze drumherum dazu und das Immer alles funktionieren soll! Arbeiten, gesund kochen, perfekte Freizeit anbieten… und vor allem soll man als Mutter immer funktionieren! Oder denkt man das nur?! Ich versuche immer mehr mich in kleinen Momenten dazu aufzurufen, mich von allen diesen blöden Denkmustern zu befreien… Deswegen ist es immer noch anstrengend, aber ich versuche irgendwie zu reduzieren… naja niemand hat gesagt, dass das einfach wird ;) LG und fühl dich auf die Schulter geklopft! LG von Nadja (4. Streptokokken-Angina in 4 Monaten)

  2. Ich verfolge deinen Blog seit meiner Schwangerschaft. Vier Wochen vor mir hast du entbunden. Bei mir ist es nicht das zweite, sondern das dritte Kind. Und mir ging es zwischenzeitlich wie dir. Kind eins war und ist tiefenentspannt und praktisch nie krank. Dementsprechend waren Schwangerschaft und Kind 2 wie Urlaub im ersten Jahr. Auch Kind zwei hat super Abwehrkräfte und kränkelt nur einmal pro Jahr. Allerdings entwickelte sich unser zweites Kind im dritten Jahr zu einem Wirbelwind mit allem, was dazu gehört. Wutattacken, bei denen ich oft gern die Supernanny nach ihrem schlauen Rat gefragt hätte und auch unsere Tochter hat ziemlich gelitten unter ihrem Bruder, der aufgrund seiner Art und Weise ständigim Mittelpunkt stand unf auf den jeder Rücksicht nahm, nur um Attacken zu vermeiden. Und mittendrin wurde ich ungeplant schwanger. Vielleicht durch die viele Aufregung mit O. , vielleicht auch dadurch bedingt, dass M. drei Wochen zu früh geholt werden musste, war er, wie dein T. ständig am Gnatzen und vier Monate ununterbrochen unzufrieden. Er schlief kaum und ich dadurch ebenfalls wenig bis überhaupt nicht ( 24std.am Stück wach kam auch öfter vor). Und daneben der anstrengende O. Mittlerweile bin ich resoluter, was O. angeht und ignoriere dessen Marotten. M. ist seit 2 1/2 Monaten auch geschmeidiger und unsere seit 16 Jahren stabile Beziehung hat ein halbes Jahr sehr gelitten und befindet sich gerade wieder im Urzustand. Großeltern haben wir nicht. (Jedenfalls haben die kein ernsthaftes Interesse an ihren Enkelkindern)Aber aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass dein K. genau wie mein Mann alles versucht, richtig zu machen und wahrscheinlich jede freie Minute genießt und gleichzeitig rin schlechtes Gewissen deswegen hat. Macht euch nicht fertig, wer mehr Freizeit hat (ich hab ihm sogar vorgeworfen, dass er auf der Arbeit seine 10 Stunden Ruhe und normale Gespräche statt Babygeschrei hat) Wenn du es mit der Uni zeitlich einrichten kannst, dann beantrage eine kur. Mit oder ohne Kinder. Hab kein schlechtes Gewissen, wenn du die Zeiten ohne Kinder genießt. Sie dind auch entspannter, wenn du entspannt z.bsp von der Uni nach Hause kommst. Deine Ruhe oder Unruhe, deine Geduld oder Ungeduld überträgt sich auch auf den Rest der Familie. Du bist nicht allein mit deiner Situation. Sehr sehr oft erkenne ich mich in deinen Texten. Ihr schafft das. In zwei drei Jahren lachst du darüber. P wird größer und T kann auvh bald in die Kita. Dad verschafft dir schon ne Menge Freiraum fürs Studium. Das wiederum hebt dein Selbstwertgefühl und verschafft dir wiederum Entspannung

  3. Puh…ich versteh Dich. Und: Eltern, die sich darum streiten, wer mehr Zeit mit den Kindern verbringen darf? Das sind die, die auch überall rumposaunen, dass das Kind schon seit Geburt 8-11 Stunden durchschläft (ungeschriebenes Gesetz: wer mit solchem Glück gesegnet ist, der gehe keinesfalls damit hausieren). Ich wünsch Dir viel Kraft

  4. hej, zwei so kleine kinder zu haben ist einfach scheisse anstrengend. und mit so viel kranksein, puh, da bekomm ich schon beim gedanken dran keine luft mehr –
    und: danke für den sindsiebereitfürkinder? link. makes my day.

  5. Pingback: Viel zu viel zu viel ist viel zu viel. | mama007

  6. Hier auch, hier auch…. erst wollte ich dir einen langen Kommentar schreiben, aber dann musste ich an all die anderen denken und hab den Kommentar jetzt verbloggt.
    Eigentlich hiflt nur das, was du schon tust: Strategien suchen und ändern. UNd eventuell auch Dinge absägen, die nicht lebensnotwendig sind.

  7. Wow. Das muss ja mal raus! Hier ist es sehr, sehr ähnlich. Das ist kein Trost, aber vielleicht doch: bei den anderen ist nämlich gar nicht immer alles so viel besser wie es scheint, wenn man selber heulend auf dem Boden liegt. Die anderen schreien’s nur einfach selten raus. Sollten sie aber, hilft nämlich, wenigstens für den Moment.
    Viel Kraft und Gute Besserung Dir!

  8. Erstmal gute Besserung fuer dich und die kleinen Zwerge!

    Ist zwar nicht jedermanns Sache, aber hast du schon mal an Darmsanierung gedacht?

    Ansonsten wuerde ich auch ueberlegen, was man eventuell streichen kann. Abendliches Bad versuche ich schon gar nicht, weil mir dafuer die Zeit hinten und vorne nicht reicht, und ich es viel zu stressing finde, also nur einmal die Woche, ansonsten hilft der Waschlappen.

    Vielleicht ein Urlaubssemester? Babysitter? Ein Kind mal zu Oma und Opa in die Ferien schicken? Oder bei guten Freunden fuer einen Nachmittag abgeben?

  9. Danke. Ich weiß nicht was ich sagen soll. Alles was du gerade mit deinen Kindern „durchmachst“ erlebe auch ich!! Es ist fast unheimlich. Meine sind genauso alt wie deine, auch ein Mädel und ein Junge. Nur ich bin 9 Jahre älter als Du und frage mich, ob ich früher hätte Kinder haben sollen. Ob es einfacher „wegzustecken“ gewesen wäre, wenn man jünger ist. Anscheinend nicht. ;)

  10. Hey! Ich weiß nicht mehr zu schreiben als dass ich dich so unheimlich gut verstehen kann. Manchmal ist alles nur noch Mist und man mag nicht mehr.
    Beste Grüße

  11. Auch wenn es nicht das ist, was Du hören willst: Du hast einfach zu früh Kinder bekommen. Die Studienzeit ist die Lebensphase endlos langer Gespräche mit Gleich- und anders gesinnten in nächtlichen Spelunken, tanzen, saufen, feiern, lernen und einfach das Leben ausprobieren und auskosten. Kinder hätte ich in dieser Lebensphase auch als lästig empfunden. Mit Mitte 30, nach knapp zehn Jahren im Job, bin ich finanziell so gut gestellt, dass ich mir ein volles Jahr Elternzeit leisten kann und will (1800 Euro Elterngeld machen’s möglich). Da zerreiße ich mich nicht zwischen den Stühlen, sondern genieße das Jahr OFF. Bei meinem Arbeitgeber bin ich seit 6 Jahren Vollzeit an Bord, der weiß was er an mir hat und stellt mich nach danach gerne in Teilzeit an. Meine KInder sind 7, 4 und 1 Jahr alt und aus dem Spiegel schaut mich noch keine zerknirschte Alte an, obwohl ich bald 40 bin. Lebenserfahrung und Geld (!!!) machen den Familienalltag sooo viel angenehmer.

    • Glückwunsch, Lola! Aber weder ist das für die Autorin hilfreich, wenn andere Mütter ihre eigenen Lebensentwürfe als schlauer abfeiern noch ist Deine Lösung die alleinglücklichmachende. Das mag bei Dir wunderbar funktionieren, und das freut mich für Dich. Ich kenne nahezu nur mittelspäte Mütter (Geburten Mitte Dreißig), die genauso rotieren wie die Autorin. Mich eingeschlossen. So, und jetzt noch ein dreifaches „Kopf hoch“ an moody!

  12. An dem Punkt, den du hier beschreibst, war ich letzten Samstag. Mein Mann musste arbeiten, konnte da auch nicht weg, ich hatte Magen-Darm-Grippe und war allein mit Piepsi – und komplett überfordert. Mein Baby ist nun auch nicht gerade ein Beistellbaby, mit dem man einfach mal einen Tag im Bett verbringen kann. Ich war völlig am Ende. Und ich habe nur EIN Kind. Ich konnte mir an dem Tag auch keine Hilfe holen, alle Leute, die mir die Maus mal hätten abnehmen können, waren unterwegs, und ich bin auch schlecht darin, um Hilfe zu bitten. Und jetzt krieg ich hier gerade eine Erkältung und will auch nur noch schlafen. Aber das ist ein Klacks. Magen-Darm ist der Totalausfall. Und den kann man sich als Mutti wohl nicht leisten…

  13. Du schreibst mir wie nur allzu oft direkt aus der Seele! Und vielleicht ist das der schwache Trost, den wir haben: wir sind weiß-gott nicht alleine mit diesen Gefühlen und Gedanken!!!

  14. Aufstehen – Überleben – ins Bett gehen….mein derzeitiges Motto
    Warum schiebst du dein Studium nicht nach hinten raus und nimmst mal ne saftige Elternzeit zum runterkommen?

  15. mir ist da noch was eingefallen. es scheint eine deutsche (Eigen?-)Art zu sein, abends zu baden/duschen.
    Muss es denn 1. täglich sein (in dem Alter)?
    Muss es denn. 2. abends sein?
    Wäre 3. Duschen statt baden eine Alternative?

    LG

  16. Ich kommentiere nie irgendwelche Sachen im Internet, echt, aber hier muss ich einfach ein großes und verzweifeltes „Danke-für-deine-ehrlichen-Worte“ da lassen. Ich glaube, die Anforderungen SIND einfach zu hoch und die Wenigsten packen das ohne Schaden zu nehmen. Aber keiner gibt es zu, obwohl es so viel Druck aus der vermeintlich perfekten Familie nehmen würde. Es gibt immer solche Phasen und die sind sooo normal. Liest sich, als ob bei euch alles in bester Ordnung wäre ;-)

  17. ja diese fiesen Gedanken: „warum bin ich nur Mutter geworden???“ oder „was hat mich damals geritten, dass ich unbedingt Kinder wollte??“ und „ich schmeiss gleich alles hin und bin weg“ und „heute ist doch alles so dermassen kacke und anstrengend, einfach zum Davonlaufen!“ und „wer soll das aushalten?“ kenne ich nur allzugut und habe auch immer Schuldgefühle wegen dieser Gedanken, aber denke, das ist die normale Ambivalenz einer jeden Mutter, die ja nicht nur Mutter sondern auch Frau ist. Die beiden Rollen vertragen sich einfach nicht. Wer weiss, vielleicht würde ich jetzt auch rumjammern, wenn ich keine Kinder bekommen hätte, weil mir vermeintlich was fehlt etc…?
    Dank meiner Kinder kann ich an meiner Persönlichkeit feilen und mich weiterentwickeln und mir auch meine Schattenseiten ansehen. Dafür bin ich Ihnen dankbar auch wenn sie mir manchmal den letzten Nerv rauben. Aber sie werden alle gross und dann ist man doch sehr stolz darauf, wie sie sich entwickeln. Das Leben ist halt kein Ponyhof und manchmal ist es eben scheissanstrengend – so what? Sich selbst lieben und Gutes tun, sich nicht selbst überfordern, Hilfe von Anderen einfordern (Grosseltern, Bekannte etc.) Mehr kann man eh nicht machen….einfach versuchen, das Beste aus der gegebenen Situation zu machen.

  18. Pingback: Fehler im System (Oder: Kleinfamilien-Rant) | BABYKRAM & KINDERKACKE

  19. auch wenn’s schon alt ist: hier genau das gleiche. Kinder, Altersabstand, Unzureichendheitsbedenken. Vollzeitjobs, keine Großeltern. Nur bin ich gerade 40 geworden. Das macht also nichts aus.

    Der Hit: mitten in all dem Schlamassel spricht mich meine Nachbarin an: wir seien ja so herrlich entspannte Eltern, da mache es richtig Freude zuzusehen, sie habe das ja damals nicht so locker hinbekommen?!? Selbst- und Fremdbild scheinen doch sehr auseinanderzuklaffen ;-)

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