Keine Panik! (Und ein bisschen Schulkritik)

Weil ich jetzt schon einige Anfragen bekommen habe, an dieser Stell Mal eine kurze Info: Der letzte Beitrag sollte nicht bedeuten, dass ich mit Bloggen aufhöre o.ä. und hatte auch keinen konkret schlimmen Knaller als Auslöser, abgesehen vom stinknormalen Leben und Fühlen…

Der Alltag mit unseren beiden Kindern, dem Studium, meinem dauernden Gekränkel, der Kita-Initiative, meinem Praktikum, (was ich gestern angefangen habe), dem zwei-Kleinkinder-Wahnsinns-Haushalt undsoweiterundsofort… Das alles schlaucht einfach ziemlich und liebgewonne Angewohnheiten – wie Nähen, Komponieren oder Bloggen – stehen gerade ein bisschen auf dem Abstellgleis. Es kommen aber ganz sicher auch wieder schreibwütigere Zeiten. Im Moment frisst mich das Andere einfach meine Zeit.

Hier läuft davon abgesehen alles… irgendwie. Wir schaffen es zwar oft nicht, einzukaufen, weil dafür in unseren Tetris-Wochen gerade nicht wirklich Platz ist. Die Wäsche türmt sich viel zu oft zu Bergen, als mir das lieb ist. Und wir hängen abends nach wie vor spätestens ab 21 Uhr total in den Seilen. Aber wir verstehen uns alle meistens ziemlich gut und zunehmend besser. Das ist ja nicht unwichtig…

T. ist unglaubliche 10 Monate alt und ich habe wirklich keine Ahnung, wo das (fast) eine Jahr hin ist. Ich habe das Gefühl, dass die Zeitgeschwindigkeit sich mit zwei Kindern noch einmal verdoppelt. Dieses Zeitparadoxon finde ich echt faszinierend… Einerseits ist natürlich eine Menge passiert: Kind bekommen usw. und meine Schwangerschaft scheint schon ewig weg zu sein. Andererseits kann ich es nicht fassen, wenn ich kleine Babys sehe und dann meinen T. anschauen, der nun schon 4 Zähne hat, „Dadadada-Mamama“t ohne Pause, sich überall hochzieht und die Welt im Alleingang erforscht. T. ist übrigens nach wie vor ein ziemlich entspannter Kollege. In zwei Monaten wird die Eingewöhnung in P.s Kindergarten anfangen. Und ICH FREUE MICH SO DARAUF! Es ist wahnsinnig nervenzerreibend, in den zwei Stunden Tagesschlaf irgendwie zu versuchen, alles zu erledigen, was man zu erledigen habt. Genau genommen ist es unmöglich. T. hat total Bock auf andere Kinder, insofern gehe ich davon aus, dass das ganz gut klappen wird. Hoffentlich…

P. geht derweilen straight auf die 4 zu und als ich vorhin meine weitere Studienplanung überdacht hab, fiel mir auf, dass wir uns vermutlich schon mit P.s EINSCHULUNG beschäftigen, wenn ich an meiner Bachelorarbeit sitze. Oh Mann! SCHULE! Und P. ist jetzt schon heiß drauf…

Mir stellt sich dann auch gleich wieder die Frage nach der Schulform, die ich bisher noch weitgehend wegschiebe. Ich würde P. am liebsten auf die freie Schule hier schicken. Das ist mit einem deutlich längerem Anfahrtsweg verbunden, aber ich glaube, dass es sich lohnt! Das Schulkonzept ist so toll! Aber dort einen Platz zu bekommen ist Glückssache, da die Platzzusagen unter den (zu vielen) Bewerbern ausgelost werden. Also muss ich mich fragen, ob ich sie – im wahrscheinlichen Fall einer Absage – auf die „normale“ Kiez-Grundschule um die Ecke schicke oder ob andere alternative Schulformen für mich in Frage kommen. Ich habe aber ein Problem mit Waldorf und auch Montessori. Ich kann dieses strikte und esoterisch-spirituelle daran nicht  leiden und mir fehlen die demokratischen Elemente, auf die an freien Schulen viel Wert gelegt wird. Andererseits sehe ich bei meinem Cousin, der eine Waldorfschule besucht, dass er gar nicht so „esoterisch“ drauf ist und seine Schule liebt. Er steht auf Fußball, Star Wars, Harry Potter und gruselige Filme. Also besser noch Waldorf als Standard-Schule? Hm… Ich muss das mal noch gären lassen. Es hängt ja auch so viel vom für P. zuständigen Pädagogen ab… Mit einem engagierten Lehrer, kann auch die Regelbeschulung gut sein.

Ich habe aber wirklich große Probleme mit dem deutschen Regelschulsystem. Durch die Beschäftigung damit im Rahmen meines Studiums sind die auch nicht kleiner geworden, eher konkreter. Ich finde es Mist, dass die gemeinsame Grundschulzeit auf nur vier Jahre begrenzt ist und danach schon auf weiterführende Schulen selektiert wird, die so eng an die späteren Berufsmöglichkeiten geknüpft sind. Das ist totaler Schwachsinn! Langes gemeinsames Lernen hat so eindeutige Vorteile, dass es mir vollkommen unbegreiflich ist, wie man an dieser Regelung, die übrigens aus dem Jahr 1919 (!) stammt, festhält. (Stichwort: Weimarer Schulkompromiss: Dass wir heute noch ein gegliedertes Schulsystem statt einer Einheitsschule für alle haben scheint das Ergebnis eines bemerkenswerten Kuhhandels zu sein. Die Einheitsschule war offenbar der Preis für nichts geringeres als den Versailler Friedensvertrag! Nur unter der Bedingung, die Konfessions-)Schulen im bisher geordneten Schulbetrieb beizubehalten anstatt die Einheitsschule einzuführen, trat die Zentrumspartei damals in das sozialdemokratisch geführten Kabinett um Gustav Bauer ein und ebenfalls zu der Bedingung, stimmte sie in der Nationalversammlung dem Versailler Friedensvertrag zu!, siehe auch: http://fakten-uber.de/weimarer_schulkompromissErst in Klasse 6 oder noch besser 8 aufzuteilen wäre so viel sinnvoller…

Davon abgesehen halte ich generell diese stark unterschiedlichen Schulformen für nicht sinvoll. Meiner Meinung nach bringt das nicht viel mehr als eine Zementierung der „Ständeunterschiede“. (Ja! Ständeunterschiede!) Die unterschiedlichen Schulformen sind überwiegend bestimmten „Klassen“ vorenthalten. Kinder aus „unteren Schichten“ müssen mehr Leistung bringen, um eine Übergangsempfehlung fürs Gymnasium zu kommen. Lehrer bewerten mehr oder weniger unbewusst die Schichtzugehörigkeit mit… Bestimmte Kids haben kaum oder gar keine Chancen, halbwegs gut aus der Schule rauszukommen. Abwärtsspirale: Die Eltern können den Kindern aus unterschiedlichsten Gründen weniger „Rüstzeug“ für die Schule mitgeben. Deshalb starten Kinder nicht mit gleichen Eingangsbedingungen in die Schulen… Dort treffen sie auf Lehrerinnen, die aus der bürgerlichen Mittelschicht kommen und automatisch das besser bewerten, was ihnen näher ist und Anderes abwerten. Sie kommen nicht aufs Gymnasium, wo sie von einem besseren Lernklima theoretisch profitieren könnten. Stattdessen kommen sie oft auf Schulen, wo das Lernklima Mist ist und in denen sie noch weniger Bock haben. Wie auch immer: Ich bin für die Einheitsschule, aus verschiedenen Gründen. Vor allem aber, weil ich nicht in einer Ständegesellschaft leben will.

Und – jetzt Mal wieder weg von der Ideologie und hin zu dem, was P. und uns ganz praktisch betreffen wird – ich halt nichts von der Art, a) wie Schule gemacht wird, b) wie Unterricht organisiert wird und c) was Lernstoff ist. Ich möchte nicht, dass mein Kind total platt nachts noch vor 6 aufstehen muss, um todmüde 7:30 in der Schule zu sitzen. Ich finde die – übrigens auch im großen und ganzen seit 300 Jahren kaum wirklich veränderten – Lehrpläne größtenteils viel zu vollgestopft. Ich finde die Lehrerausbildung nicht sinnvoll. Ich finde den Schulalltag nicht sinnvoll organisiert… Ich halte viel von Lernen in Zylken statt in Stunden, Lernen nach Interesse statt Vorgabe, Lernen durch experimentieren, forschen und erleben statt eingetrichtert bekommen. Ich bin gegen Noten und für schülerbezogenes, individuelles Feedback. Ich bin gegen PISA und für selbstbestimmtes Lernen. Ich bin dafür, dass jeder in irgendwas gut ist und ich finde es so wichtig, dass jedem Kind auch genau das vermittelt wird. Was soll dieser kollektive Leistungsdruck? Warum bekommt ein Kind vermittelt, dass es möglichst überall möglichst gut sein muss? Das führt dazu, dass Kinder am Ende oft keinen Bock auf gar nichts mehr haben und überall durchschnittlich sind. So kommen sie vielleicht am besten durch und vielleicht werden sie sogar das, was so allgemein als „erfolgreich“ bezeichnet wird. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie feststellen, was ihnen liegt, dass sie ihren Interessen an der Welt nachgehen können und dass sie in der Lage sind, sich selbst Meinungen zu Dingen zu bilden und dass sie ihren Weg finden.

 

Okay, das ist jetzt ein bisschen abgedriftet. Aber hey! So ist immerhin ganz von allein ein Blogpost entstanden ;-)

Abschied

Große und kleine Geschichten zerbrechen heimlich meine Köpfe.

Große und kleine Träume, zerschmettert, da hinten, im Irgendwo.

Große Liebe, ja. Aber auch kleine Sehnsüchte, im Herzen, in meinem, das vor Lust auf Kitsch fast überläuft.

Aber ich trau mich nicht und bleibe. Rational. Muss ja weitergehen, nicht wahr?

Liebe. Was ist eigentlich… Aber ach, lassen wir das… Da stehen wir doch drüber.

Komm her, mein Herz, leg dich hin und schlaf, schlaf, schlaf… Ich singe dir ein Lullaby.

Eine Träne, eine kleine nur, die ich nicht verhindern kann.

Alles riecht, schmeckt und sieht nach Abschied aus.

Internationaler Kinderbuchtag

Zur Abwechslung mal ein sinnvoller Tagestag ;-) Lesen fetzt, ist wichtig, weil bildsam und überhaupt und sowieso. Hier wird sehr viel (vor)gelesen.

Was ist denn mein liebstes Kinderbuch aktuell? Mal überlegen… Ich glaub, ich finde gerade „Feuerwehr und Regenauto“ von JANOSCH und „Oma schreit der Frieder“ von Gudrun Mebs, was schon als Kind eines meiner Lieblingsbücher gewesen ist, am unterhaltsamsten.

P. steht auf Prinzessinen-Geschichten und vor allem die klassischen Märchen (Dornröschen, Rotkäppchen, Schneewittchen). Die Frieder-Geschichten mag sie zum Glück auch gerne. Und die Bücher von der kleinen Prinzessin. T. mag das „erste Buch zum Anbeißen„.

Ich freue mich schon darauf, wenn wir bei P. mit längeren, fortlaufenden Geschichten anfangen können! Das SAMS probieren wir schon ab und zu, aber so kontinuierlich zu folgen ist noch eher schwierig, denke ich. Außerdem hat sie vor dem Vieh noch Angst. Aber wenn es dann erst einmal in Richtung Unendliche Geschichte, Backsteinweg und Hogwarts geht… Hach! Vorfreude!

Ich habe übrigens eine eigene Seite hier auf dem Blog zum Thema liebste Kinderbücher. Guckt da manchmal wer von euch drauf? (Ich kann sowas ja immer nicht wirklich einschätzen.) Ich finde es jetzt schon interessant, mir die Liste anzuschauen mich daran zu erinnern, worauf P. mit einem oder zwei Jahren buchmäßig so stand, wie es sich verändert und wie es im Vergleich bei T. sein wird. Dokumentations-Wahni halt.

Wir lesen übrigens JEDEN Abend zwei Geschichten vor dem Schlafen vor und sollen tagsüber ungefähr 20.000 – nach P’scher Anweisung – erzählen („Von einem Mädchen, dass immer nur Süßigkeiten essen wollte / immer nur Dornröschen spielen wollte / sich nie die Zähne putzen wollte… Von einem Jungen, der ein Ohr werden wollte…“)

Wie läuft das bei euch ab, mit Vorlesen und Geschichtenerzählen? Gibt’s Regelmäßigkeiten / Rituale? Und was sind aktuell eure Bücher-Favoriten und die eurer Kinder? Und welche mochtet ihr als Kind?

((Kürbismützen-Verlosung))

Dass ich gerade auf Facebook einige meiner (unpefekten) selbstgenähten Kinderklamotten zum Zweitgebrauch anbiete, nehme ich zum Anlass etwas sehr LiebSchönes an euch weiterzugeben:

Die Kürbis-Mütze mit Kopfumfang ca. 37-39 cm, handgestrickt von meiner lieben Freundin Maikefer

Kürbismütze

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Sie ist wirklich ganz entzückend und viel zu schade, um nur von einem Baby getragen zu werden. T. hat sie leider nur so kurz gepasst, weil sein Kopf wächst wie sonstwas.

Maike fertigt übrigens auf Anfrage tolle, individuelle Strickteile an, Socken, Mützchen, Schals usw. Kontaktieren könnt ihr sie via E-Mail oder über ihr Facebook-Profil.

Teilnehmen könnt ihr bis zum 28.02.2014, 00:00, indem ihr unter diesem Beitrag oder unter dem Beitrag bei Facebook ein Kommentar abgebt. Ich lose dann aus und kontaktiere euch via E-Mail (oder Facebook). Viel Glück :-)

aber, aber:
 
– Keine Dopplungen!
– Rechtsweg ausgeschlossen

– anonyme Kommentare bitte mit E-Mail-Adresse*** VERLOSUNG IST BEENDET *** 

Statistik. Spannend.

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 280.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 12 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Welt retten: Weil Kinder Zeit brauchen!

https://www.openpetition.de/petition/online/weil-kinder-zeit-brauchen-fuer-einen-besseren-personalschluessel-in-sachsen-kitas

Eine großartige Initiative, die unbedingt (!) von Allen unterstützt werden sollte. 

Nur 2.838 UNTERSTÜTZER bisher – 5000 werden mindestens gebraucht. Helft mit, indem ihr (elektronisch) unterschreibt teilt, per E-Mail weiterschickt!

FÜR:

– Vor- und Nachbereitungszeit in den Kitas

– eine Verbesserung des Personalschlüssels

– Verbesserung der Betreuungsbedingungen

– eine sinnvollere Berechnung des Personalschlüssels

Bitte! Was in den Kitas zum Teil abgeht ist irrsinnig! Das muss sich ändern! Dringend!

Nierenstein-OP :-( Schon wieder Krankenhaus

Ach ja, auch hier nochmal der Vollständigkeit halber: Ich war die letzten Tage nochmal mit T. im Krankenhaus…

Der Nierenstau, der in der 38. Woche festgestellt wurde und wegen dem ich schon da für 2-3 Tage im Krankenhaus lag, wurde nämlich doch nicht vom drückenden T. verursacht. Sondern von einem Stein! Da der 1,5 cm groß war und den Harnleiter verschlossen hatte, musste ich direkt operiert werden… Am Dienstag kam’s raus, am Mittwoch sollte schon die OP stattfinden. Ich bin zur Urologin gegangen, weil ich am Montag plötzlich wieder so fiese Nierenschmerzen hatte, dass ich beim Laufen vor Schmerzen heulen musste.

Puh! Ich fand das alles echt scheiße und ungerecht… Hab mir vor allem Sorgen um P. gemacht, die ja schon mit meinem ersten Krankenhaus-Aufenthalt Probleme hatte und wegen der ich den zweiten (nach der Geburt von T.) extra kurz gehalten habe. Aber das lies sich nun nicht ändern…

T. und ich sind also am Mittwoch wieder auf die Wöchnerinnen-Station gezogen *seufz* Als wäre es einfach unmöglich, sich davor zu drücken… Das Team begrüßte mich wie eine alte Bekannte. Irgendwie frustrierend. Insgesamt hab ich nun 6 Nächte dort verbracht. Ich wurde Mittwoch gegen 13:00 operiert, zum Glück unter Vollnarkose! Ich hatte echt Angst, dass die mich nur örtlich betäuben wollen. T. bekam dann Pre-Nahrung von K. – Zeit für’s Abpumpen war leider nicht mehr und eine Milchladung musste ich verwerfen nach der Propofol-Narkose. Der Stein konnte zum Glück komplett entfernt werden (Endoskopisch gesucht und zertrümmert). Hurra! Das Schlimmste war der riesige Kathether, den sie mir gelegt haben und der mich komplett (!) lahm gelegt hat… Ich konnte T. nicht allein aus dem Bett heben, nicht wickeln und mich kaum bewegen. Toll! Doch noch eine quasi-Kaiserschnitt-Erfahrung. Wir nehmen halt irgendwie alles mit…

Bis heute – Freitag – mussten wir drin bleiben. Die OP ist aber wirklich sehr gut verlaufen und weil meine Harnleiter gut ausgesehen haben, hat mir der Doc noch nicht einmal so ne beknackte Doppel J-Schiene eingesetzt. Davor hatte ich wirklich Angst, weil ich von so vielen schlechten Erfahrungen damit gelesen hatte… Alles gut soweit also. Auch mit P. Dadurch dass der Krankenhaus-Aufenthalt viel kürzer als befürchtet war, hat P. einfach 2 schöne Tage mit ihrer Omi verbracht und von dem Mist gar nichts mitbekommen. Glück im Unglück irgendwie.

Jetzt hoffe ich einfach, dass wir endlich mal ankommen dürfen, die Nierenstauung zurückgeht und mein Körper mich und meine Familie jetzt erst einmal eine Weile in Ruhe lässt. Es nervt nämlich. Und eigentlich habe ich gerade weder Zeit noch Lust, genervt zu sein. Eigentlich bin ich nämlich nach wie vor ganz schön glücklich.

Goooooooooooooott…

… WAS BIN ICH HIBBELIG !!!

Es gibt Tage, an denen wird der Bauch häufiger hart. Hängt viel mit der Belastung zusammen. Im Moment habe ich aber nicht das Gefühl, dass es bald losgehen wird. Aber ich kann an nichts (GAR NICHTS!) anderes mehr denken!

Wann passiert es? Wie passiert es? Wo passiert es? Wie lange wird es dauernd? Wie wird es ablaufen?

Hier ist alles bereit, sowas von bereit für T.! Und dann wieder doch nicht, weil… ICH BIN NICHT BEREIT. Oder? Doch, schon. Ach… Ich weiß nicht… K. arbeitet auf jeden Fall ab nächste Woche nicht mehr.

Mann, Mann, Mann… MEINE NERVEN! Ihr müsst mir jetzt Mal alle ganz viel Luft zufächern, bitte. Sonst hyperventilier ich, glaub ich.

(Heute = Do, 22.08.2013 = SSW 36+3 –> Es kann (ab nächster Woche) jederzeit losgehen.)

 

(Nähen): Jersey wellt sich – GELÖST!

Puh… Ich hatte immer ein großes Problem mit einer relativ normalen Nähmaschine und dem Vernähen von Jersey-Stoff – BIS JETZT! Und das kam so:

Ich vernähe eigentlich wirklich hauptsächlich Jersey-Stoffe – bestimmt 98% – um daraus Kinderklamotten zu machen. Ich habe zwei W6-Nähmaschinen: Eine W6-Overlock (mit der ich super-zufrieden bin und deren Anschaffung deeefinitiv eine sehr sehr gute Entscheidung ist, wenn man viele Jersey-Klamotten näht) und eine einfache W6 N 1235/61. Zum Schließen der Innennähte benutze ich logischerweise die Overlock, alles kein Problem. Aaaaber: Zum Absteppen der Säume brauche ich die normale Maschine. Bei der W6 bin ich immer an meine (Verzweiflungs-)Grenzen gestoßen, sobald es um’s Versäubern der Jersey-Kanten ging. Ob beim einfachen Säumen, beim Absteppen von Bündchenware oder bei der (verhassten) Streifenversäuberung (die ich aber leider irgendwie am hübschesten finde): Der Jersey-Stoff wellte sich IMMER (immerimmerimmerimmerimmer) ohne Ende! Arrrrgh!

Das Problem ist meiner Meinung nach: Der Nähfußdruck bei der W6 ist viiiiel zu stark und darüber hinaus nicht verstellbar wie bei anderen Maschinen. Zudem hat sie auch noch einen irren Zug drauf. Langsam nähen erfordert ganz ganz viel Fußspitzengefühl. Man darf das Pedal eigentlich nur anpusten, sobald man nämlich drauf drückt, rattert das Ding los als gäbe es kein Morgen.

Was hab ich mich geärgert und wie oft hab ich mir nichts sehnlicher als eine verdammte Nähmaschine mit verstellbarem Nähfußdruck herbeigesehnt, um dieses nervtötende (im wahrsten Sinne) Problem, durch das ich regelmäßige im allerletzten Schritt meine Kleidungsstücke versaut habe, zu eliminieren. Und gegoogelt hab ich… Nääääächtelang. Was ist die beste Maschine für Jersey? Was kann ich machen, damit sich der Jersey nicht mehr so stark wellt? Was kostet eine Coverlock-Maschine?

Ich habe so ziemlich alle Tricks ausprobiert: Ich hab penibel darauf geachtet, dass der Stoff nicht gezogen wird… Schleifpapier und Kunstleder beim Nähen unters Füßchen gelegt, um den Fußdruck abzumindern… Den Stoff mit Sprühstärke und Wasserdampf behandelt… Versucht, mir andere abenteuerliche Konstruktionen zu bauen, damit der Nähfuß nicht so doll drückt… Fadenspannung auf null eingestellt… Fußkrämpfe durch den Versuch so laaaaaaangsam wie’s nur irgendwie geht zu nähen… Hat alles nichts oder kaum etwas genützt. Der Jersey hat sich trotzdem doof gewellt und die Nähte wollten einfach nicht sauber werden. Die Streifenversäuberung konnte ich so vergessen und damit viele Schnittmuster, zum Beispiel aus der Ottobre. Ich habe dann eigentlich nur noch mit Bündchen (ohne Absteppen) oder Rollsäumen versäumt und versucht, das Nähen mit der normalen Nähmaschine weitgehend zu vermeiden. Ist ja auch irgendwie nicht Sinn und Zweck der Sache.

Dann wollte ich den Regenbogenbody von Schnabelina nähen und habe mir das Video-Tutorial dazu angeschaut. Bei 05:50 erwähnt sie ganz beiläufig, dass sie zum Nähen einen OBERTRANSPORTFUß benutzt, weil der wohl den Stoff besser transportiert. Ganz laut *klingeling* hat’s da bei mir gemacht und ich habe mir direkt einen Obertransportfuß für meine W6, die ich schon fast aufgegeben hatte, geordert. Große Hoffnung hatte ich nicht, weil ich dachte, dass ich den Tipp ja sonst sicher eher irgendwo in den Weiten des Internets gefunden hätte.

ABER: Dann kam das Teil an, ich habe es ausprobiert und ich kann euch sagen: Ich bin t-o-t-a-l BEGEISTERT!

Da wellt sich nichts mehr. Der Obertransportfuß transportiert den Stoff in der Tat super. Alles wird gerade und irgendwie rollt’s einfach… ENDLICH! Ein Vorteil ist außerdem, dass man viel gerader näht.

obertransportfuß-jersey

Also falls ihr Stress mit eurer Nähmaschine habt, weil der Stoff sich beim Nähen von Jersey ständig wellt und dehnt, dann probiert mal einen Obertransportfuß aus. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

Edit September 2014:

Ich habe den Obertransportfuß vor etwa einem Jahr an meiner Nähmaschine installiert und ihn seitdem nicht mehr abgemacht. Das Ding rollt, Jersey wellt sich kein Stück mehr und ich bin nach wie vor total zufrieden und habe mich dadurch mit meiner Nähmaschine vertragen.

Okay, es liegt doch an…

…der Schwangerschaft.

Nach meinen tieftrüben Stimmungsabsurditäten der letzten Wochen, auch bezüglich P. und dem Gedanken, bald zwei Kinder zu haben, war also heute plötzlich heiter Sonnenschein. Ich hab mehrfach vor Rührung (in ganz normalen Situationen) fast geflennt, fand den Tag mit P. (endlich mal wieder) einfach ziemlich schön und mich als Mutter auch echt okay.

Wir haben ihrer Puppe „Arthur“ einen Pullover genäht, Eimerkuchen aus Schnee gebacken und sind auf dem Trampolin rumgehüpft. Sie hat Fernsehen geguckt, ihr Zimmer verwüstet und sich geweigert, die Möhrensuppe zu essen (die sie sich gewünscht hat). Nach dem Streit darüber sagt sie zu mir: „Mama, das ist echt doof. Ich will jetzt einfach nichts essen!“ und ich war total baff… und verliebt.

Liebes Ich: So ein Tag war wirklich ganz DRINGEND nötig, sonst hätte ich ernsthaft angefangen davon auszugehen, dass ich endgültig verrückt werde oder bin. Bitte in Zukunft wieder mehr davon!