Kindermund (19): „Kannst du mir die Eierrinde abpimmeln?“

Hach, der Kindermund. Eine von mir in den letzten Monaten vernachlässigte Kategorie. Das ist aber auch natürlich, denn P. hat ja inzwischen ziemlich gut Sprechen gelernt und es kommt einfach nicht mehr zu so wahnsinnig vielen Sprachperlen. Ab und zu aber doch, ich muss nur länger sammeln ;-) Et voilà, die Perlen von 3,5 bis (fast) 4:

(1)

„Mama, warum ist das Wasser nass? Damit die Fische darin schwimmen können?“

(2)

„Fabius heißt der Fisch, weil der so viele Farben hat!“ (gemeint war übrigens der komische dicke Fisch von Arielle)

(3)

„T, du alter Klixebong!“ (zwei Monate lang hat P. diesen… äh… „liebevollen“ Spitznamen für ihren Bruder benutzt…)

(4)

„Guck, Papa, an dem Haus ist ein Karton!“ (Was meinte sie wohl, hm? ;-) )

(5)

„Kriege ich noch ein Trau-Bonbon?“ (guess what?)

(6)

„Mama, kann ich einen Buletten-Tee trinken?“ (Ich hatte versehentlich so ’ne komischen Pads gekauft statt Teebeutel, das hat P. sehr fasziniert. Und ihre Assoziation zu Fleischkloppsen war echt ziemlich naheliegend.)

(7)

„Mamaaaa, warum sind Jungs keine Ohren? Warum sind Jungs keine Äpfel? Warum können Jungs keine Mädchen sein?“ (Die Phase ist inzwischen auch wieder vorbei)

(8)

„Hat das Auto gepullert?“ (als sie bemerkte, dass unterm Auto was rausläuft…)

(9)

„Maaaann, das hat ihre KO – LE – KENN mitgebracht! Hab ich doch gerade gesagt!“ (Dieser Tonfall ist mir manchmal schon viel zu Teenie-Like! Aber gleichzeitig ist es ziemlich witzig, wenn sie sich so genervt versuchen verständlich zu machen, dabei aber schlichtweg unverständliche Wörter benutzen ;-) )

(10)

„Da ist das Förgerslacht-Denkmal!“ (Und gemeint ist?)

(11)

„Das habe ich aus meinem Verkaufmannsladen“

(12)

„Mama, wann fahren wir denn endlich wieder an den Ostsee?“ (Das ist aber auch verwirrend!)

(13)

„Kann ich noch einen Eisklumpen?“ ( :-D großartig! Ich werde einen Teufel tun, ihr zu erklären wie die Dinger „richtig“ heißen…)

(14)

„Papaaa, kannst du mir die Eierrinde abpimmeln? Aber ohne die Bananenkugel!“ (*brüüüüüüüll* Was haben wir gelacht!)

 

Habt ihr alles erraten oder muss ich auflösen?

Kindermund (18): „ABIJOTTKA PELOPELOPEEEE“

„Ich gehe jetzt in mein Zimmer. Die große Schwester möchte ihre Ruhe haben!“

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{singt} „A B C D E F G ABIJOTTKA PELOPELOPEEEE“

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{wir lesen Rotkäppchen} m: „Und dann ist der Wolf tot.“ – P: „Jaaa! Juhuuu! Der Wolf ist tot! Wir schmeißen ihn in den Mülleimeeeeer!“ (O.o)

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{steht irgendwo, guckt sich um und sagt plötzlich} „Und was ist hier? Hier ist nichts.“

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m: „Du könntest dich ja auch einfach alleine anziehen.“ – P: “ Aber Mamaaaa… Das übe ich morgen. Heute hab ich doch keine Zeit!“

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{Versucht sich an einem Puzzle. Es klappt nicht so wirklich… Im Original-K.-Tonfall:} „Occcch, so ein MIST!“

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{Wir schauen eine Zeitung an, eine Fotoreihe über Kinderarmut} m: „Die Kinder haben nicht viel Spielzeug und auch wenig Essen. Wir haben so viel, wir könnten den Kindern eigentlich etwas abgeben, oder?“ – P: „Aber wir können leider nicht mit dem Essen in die Zeitung rein.“

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P: „Ich will aber nicht in den Kindergarten. Ihr sollt Zuhause bleiben!“ – m: „Aber wir müssen arbeiten gehen.“ – P: „Warum?“ – m: „Weil wir Geld verdienen müssen. Alles kostet Geld. Essen, Wohnen, sogar Licht.“ – P: „Aber ihr habt doch Geld.“ – m: „Ja, aber nicht genug.“ – P: „Aber ich hab doch Geld in meinem Sparschwein. Das können wir doch nehmen!“ *hach*

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{singt „Schlaf Kindchen, Schlaf“} „Schlaf Baby, Schlaf. Die Mama gibt die Flasch. Das Baby freut sich, weil die Mama so lustig ist…“

(September – November 2013. P. war 3 Jahre alt.)

Kindermund (17): „Was kann man da kaufen? Drogen?“

Der hier liegt schon ewig im Speicher rum… Und geht jetzt einfach Mal raus ;-)

Leider hört das P. jetzt langsam auf, Dinge „falsch“ auszusprechen… Das passiert nur noch selten. Dafür gibt’s zunehmend mehr coole Sprüche. Im August gab’s davon jedenfalls einige. P. war 34 Monate – 2 Jahre und 10 Monate – alt.

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Warum frühstücken wir?

Das muss hier stehen. P. hat nämlich im Sommerurlaub urplötzlich mit der ununterbrochenen Warum-Fragerei angefangen.

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Das sieht hier alles so komis aus. Die Bäume sehen komis aus. Die Autos sehen komis aus. Die Leute sehen komis aus. Die Häuser sehen auch komis aus…

…als wir gerade d in unserem Urlaubsort ankommen.

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(SEHR laut) Mama, ich darf ins Schwimmbad pullern, ja?

– Neeee, P., das muss jetzt nicht unbedingt sein…

(noch lauter) Der Papa hat das aber gesaaaaagt!

Während eine Gruppe älterer Herrschaften gerade neben uns ihre Bahnen zog… Jaja, so kommt’s raus.

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Musst du auf Toilette?

– Neee, mein Popo is leer.

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Ich will raus aus meinem Stuhl! Ich will mir ein bisschen die Welt anschauen!

Was soll man denn dazu noch sagen außer „haaaaach“ ?! Kinder sind schon toll. Ab und zu jedenfalls ;-)

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Was gab’s denn heute zum Mittag?

– Ach, das weiß ich noch nicht.

Das ist momentan die Standard-Antwort, wenn sie keine Lust hat, etwas zu erzählen oder zu faul ist, nachzudenken bzw. sie sich nicht erinnern kann.

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Warum machst du das denn?

– Na weil ich das lustig finde.

Aus der Reihe „Totschlägerargumente“.

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Omiiii, was gibt es in der Drogerie? Was kann man da kaufen? Drogen?

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Wenn Männer eine Frau sind, dann haben die Männer Brüste.

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Was war so im August 2013?

Doktor spielen und überhaupt alles, was irgendwie mit dem Thema Arzt zu tun hat, war in diesem Monat schwer angesagt. Dann war unser Urlaub am Anfang des Monats natürlich ’n Ding. Auch wenn ich mich echt gewundert habe, wie sehr das schlaucht, eine 2-jährige eine Woche lang jeden Tag zu bespaßen. Für uns war das jedenfalls nicht sonderlich erholsam, muss ich gestehen, und wir waren froh, als wir sie wieder in die Kita geben konnten. Im Moment merken wir sehr, dass sie dringend den Kontakt zu anderen Kindern braucht und wir sonst nach einer gewissen Zeit alle voneinander überfordert und/oder genervt sind… Sie hat im Urlaub nun doch das Puzzlen für sich entdeckt, nachdem ich eins mal komplett und ganz in Ruhe mit ihr zusammen gemacht habe. Außerdem hat sie so eine „Hier ist jetzt abgesperrt“-Macke. Da stellt sie sich irgendwo in den Weg und… ja… sperrt halt ab. Dann darf da niemand durch. Darüber kann P. sich stundenlang zereumeln. Sie redet wie ein Wasserfall, brüllt irgendwelche Fantasie-Baby-Wörter und haut sich darüber weg. Vor allem, wenn sie übermüdet ist. Ach ja. In der Kita gehört sie jetzt zu den Großen, nicht mehr zu den „Krippies“ und mit ihren Kindergarten-Freundinnen verbindet sie jetzt schon eine ganz große Liebe. Wichtig war auch „Ich bin doch schon eine große Schwester!“, was in den unterschiedlichsten Situationen – mal mehr, mal weniger hilfreich – anklingt. Rumhüpfen, rumtoben und allgemein sehr viel mehr spielen (auch eingefordert mit „Ich will aber noch spielen!“) waren im August sehr typisch und wichtig. Und am Ende des Monats war wahrscheinlich mein Aufenthalt im Krankenhaus ziemlich prägend. Danach hatten wir auch erstmal ein paar Schwierigkeiten, die mit viel Liebe und Nähe wieder zugeklebt werden mussten…

P. kommt im echten Leben übrigens nicht so zu kurz wie die trächtigkeitsgetränkten Blog-Beiträge es vermuten lassen…

Kindermund (16): „Du bist eine Arschfrau!“

P.s Kabarett im Juli ’13 – P. war 2 Jahre und 9 Monate alt.

(1)

„Mama, stimmt’s, Papa ist auf Arbeit? Der muss Geld kaufen!“

(2)

„Wir haben dich beide lieb.“ – (entrüstet) „Nee, ich hab mich ganz alleine lieb!“

(3) 

„Mama, wo ist Papa? In die Toilette gefallen?“

… als sie K. zuletzt im Bad gesehen hat, sie dann spielen ging, er unbemerkt runter in sein Zimmer und sie ihn dann schließlich im Bad suchte…

(4) 

„Guck, der Mann da, er hat einen dicken Bauch!! Da ist ein Baby drin!“ (brüllend, natürlich…)

(5)

„Du bist doch kein Arschmann! Du bist eine Arschfrau!“

… als sie mitbekam, wie ich zu K. sagte: „Ich bin echt im Arsch, Mann!“

(6)

Kakaosalz = Kakaopulver

Mopäl = Hotel

 

Kindermund (15): „Weil ich einen Mund habe!“

P.s Plapperei im Juni ’13 (32 Monate alt):

(1) Schlagfertigkeit:

„P., kannst du auch einfach mal nichts sagen?“

—– „Nein!“

„Warum denn nicht?“

—– „Weil ich einen Mund habe!“

„Warum machst du denn so einen Quatsch?“

—— „Na, weil ich ein Kind bin!“

„Warum willst du denn nicht aufs Töpfchen?“

—– „Weil ich keine Zeit habe. Ich gehe Morgen!“

(2) Cholerik:

Sie verkloppt ständig irgendwelche Gegenstände, wenn sie dagegenrennt / sich stößt und schreit dann hysterisch: „Böse, böse, böse Tür! Du bist ganz böse!“

(3) Animismus:

Nach dem Heimkommen hängt sie ihren Sonnenhut an den Haken ihrer neuen Kindergarderobe. Dort hängt schon eine andere andere Mütze. P. bemerkt:

„Is häng die zu ihrer Freundin.“

(4) Imaginäre Freunde:

Wir sitzen beim Abendessen. P. isst Joghurt. Sie erklärt uns, neben Tisch würde ein kleiner schwarzer Elefant sitzen. Dem wolle sie was von dem Joghurt abgeben. Sie steigt vom Stuhl, hockt sich neben dem Tisch, streichelt „den Elefanten“ und streckt die Hand mit dem Löffel aus. Dann erklärt sie uns:

„Der Joghurt smeckt dem nis. Da muss is den jetzt aufessen.“

(5) Wortneuschöpfungen:

  • „Sagette“ (Kassette)
  • „Fledern“ (die Flügel einer Fee)
  • „Gitage“ (Etage)
  • „Pattung“ (Verpackung)
  • „Küchnerin“ (Köchin)

Kindermund (14): „Fingerneger“

Der Mai war – wie ich finde – Kindergequatsche-mäßig bei P. ziemlich spektakulär. Sie spricht jetzt viel deutlicher („Ich möchte mir das bitte einmal anschauen, Papa.“) und sehr viel sehr tollen Kinderkram.

(1)

Anfang Mai, es ist warm, wir gehen nach der Kita ein Eis im nahgelegenen Eiscafé essen. (Okay, 2 Eis.) P. verlangt nach der 2. Kugel „Is will noch mear, Mama!“

Ich: „Du hattest schon 2 Eis, ich finde, das reicht.“

P: „Ich finde das normal!“

(2)

Wir sind bei Freunden zum Grillen. Es gibt geschnittenes Brot und dazu Knoblach-Butter, die sich in einer wurstförmigen Verpackung befindet.

„Mama, is will auch Brot mit Vanille-Wurst!“

(3)

„Papa, du bist ein Süßer und ich bin eine Süße und Mama ist auch eine Süße!“

(4)

Sie schaut auf ein Bild von einem Elefanten, der mit dem Rüssel eine Gitarre anschlägt:

„Der hat gerüsselt die Gitarre an!“

(5)

Im Urlaub fuhren wir mit dem Fahrrad durch einen Wald, der von K. „Zauberwald“ genannt wurde. Seitdem ist alles mit mindestens 2 Bäumen ein Zauberwald. Und alles in der Umgebung zaubert gleicht mit:

„Oar, ein Zauberwaaaaaaald! Und ein Zauberstein! Und ein Zauber-Mülleimeeaar!“

(6)

Die All-Time-Aussagen von P. waren:

„Böse/r xyz!“ / „Olle/r xyz!“

„Das geht goar nis!“

„Das is zu ängääää!“ (= Das ist mir zu eng!)

„Is will das wohl!“

„Doch!“

(7)

Ich finde auch ihre „-chen“-Endung so super… Sie sagt -„sjen“… Also:

„Brötsjen“ / „Mäusjen“ / „Häusjen“

(7)

Und ratet mal… Was sind/ist denn:

  • Holzschlangen = ?
  • Strandkörper = ?
  • Fingerneger = ?
  • auslichtern = ?

(P. war 31 Monate – also ca. 2,5 Jahre – alt.)

Kindermund (13): „Töppse“

Es ist Mitte Mai, der Frühling kriecht raus und der winterliche April liegt schon seit geraumer Zeit hinter uns. Besonders hervorzuheben ist aus unserer/meiner Sicht, dass mit dem April die schrecklichen drei ersten Monate des Jahres 2013 vorbei waren.

Das war aber auch eine verdammte Scheiß-Kombi! Kind DAUERKRANK, Muddern frisch geschwängert und dementsprechend „grenznah“ (in jeder Hinsicht), K. viel arbeiten, ich Semesterferien und Hausarbeits-Stress, Omi ebenfalls zu krank, um Kind abzunehmen. Nee, schön war das nicht und gestresst waren am Ende alle. Mir hat das mal wieder gezeigt, wie sehr sich meine Stimmung bzw. die Gesamtstimmung auf die eigenen Kinder auswirkt! Denn: Kaum war ich wieder im Lot (Hausarbeit abgegeben, Uni wieder angefangen, mit Umstand arrangiert und die ein oder andere erzieherische Wahl getroffen), war auch das P. wieder mehr als gut gelaunt und mehr als Zucker.

Alles schöner im April also. Dementsprechend erheiternde Sprüche kamen aus P.s Mund gepurzelt… (Ich ärgere mich noch immer, dass ich die besten irgendwie immer verpasse und sie mir dann nicht mehr einfallen wollen…)

(1)

Guckt sich ein Feuerwehr-Buch an, hält kurz inne und sagt dann erleuchtet:

„Is bin eine Feuer-P.!“

(2)

Wir spielen ein Angelspiel. Sie zieht einen dicken Fisch heraus und ruft euphorisch:

„Das ist ja wahnsinn, Mama!“

(3) 

Alles, was kleinformatig ist, ist bei P. „Ohhhh, ein Baby-…“. Dabei hat sie einen betont entzückten Tonfall drauf…

„Ohhhh, ein Baby-Brot!“ – „Ohhhhh, ein Baby-Stock!“ – „Ohhhhhh, eine Baby-Socke!“

(4) 

Ganz auffällig ist auch, wie sehr sie Gegenstände personifiziert. Am schönsten war ihr Spruch als sie kondensiertes Wasser an der Klappe des Herdes herabtropfen sah:

„Guck mal Mama, der Herd! Der weint!“

(5)

Dazu passt auch, dass sie beim Aufmachen der Brotdose meinte:

„Die gähnt!“

(6)

Als ich sage, dass ich mich ausruhen möchte, dann aber doch etwas anderes mache, sagt sie zu mir streng:

„Das ist nicht richtig, dass du dich nicht ausruhst!“

(7)

Sehr entzückend war auch: Wir haben Dumbo geguckt und an einer Stelle, an der Dumbo weint, wollte P. ihm unbedingt helfen, stellt dann aber enttäuscht fest:

„Aber is kann da nis rein, in den Feansehn. Is bin zu dick!“

(8)

Und auch wieder Worträtsel:

„Töppse“ = ?

„Mülls“ = ?

Wie heißen die Kinder?

P. mag es – neben Dauervorlesen natürlich – momentan sehr, die Bücher zum Spiel zu machen. Also im Sinne von „Wo ist dies?“, „Zeig mir jenes“ und halt auch „Wie heißen denn die Kinder?“. Nachdem sie sich lange Zeit „geweigert“ hat, die Kinder irgendwie zu nennen, weil sie offensichtlich davon ausging, dass wir über die Namen ganz genau wissen und sie sich ja deshalb keine ausdenken braucht (wir haben uns aber meistens geweigert :-p), lässt sie sich neuerdings doch welche einfallen. Und zwar die schönsten der Schönen ;)

Auf folgendem Bild seht ihr also (angefangen beim dem Mädchen unten rechts, am grünen Stuhl):

Slött, Igel, Thomas, Lockig, Lett und Krann ;-)


conni carlsen

 

(Szene aus dem Buch (hier die Pixi-Version) „Conni kommt in den Kindergarten„)

Persönlicher Hinweis:

Für olle Conni sollte man als vernunftbegabtes Elternstück eigentlich nicht „werben“, finde ich. Neben Leo Lausemaus und Konsorten dürfte das nämlich der nervliche Tod für 90% aller Eltern sein… Aber hey! Das Identifikationspotential siegt und so gibt’s Conni also auch bei uns. (Immerhin nicht selbst angeschafft!) Die Situation fand ich aber zu „hach“, um sie nicht zu posten.

 

(Das P. ist 30 Monate alt).

Kindermund (12): „Foarnfläiks“

Im März war hier ja so ein bisschen die Hölle los. Das P. war dauerkrank oder wir oder alle. Von 4 Wochen gab es nur etwa 1,5 bis 2 Wochen Kita und auch dort war nichts wie normalerweise. Ihre wichtigsten Leute waren krank, es war immer nur eine/r der beiden BezugserzieherInnen da. Das war doof, denn eigentlich geht das P. gerne in die Kita. Im März spielte sich jetzt jeden Morgen ein „Neeeeeeeeeeein! Will suhause bleiben!“-Drama ab. Nicht gut, das. In der Kita war’s aber immerhin weniger dramatisch. Aber irgendwie ist sie ein bisschen durcheinander. Und wir sind ein bisschen durch den Wind. Ein bisschen sehr.

Lustiges gab’s aber trotzdem auch im März. Das P. war 29 Monate alt.

(1)

V: „Wie heißt du denn?“
P: „P. Bennowitz.“ (so ähnlich heißen wir)
V: „Und wie heiße ich?“
P: „Mama Bennowitz.“

(2)

Wir gehen in einen Schuhladen. P. winkelt die Arme an und tüddelüt: „Is brauche uuuuunbedingt Schuhe!“

(3)

K: „Plini, wollen wir rausgehen?“
P: „Nein! Ohne raus! Nur ein Buch anlesen!“

(4)

Bereits erwähnt Situation. Nach einer Streiterei um’s abendliche (Nicht-)Essen: Ich komme in ihr Zimmer, will sie eigentlich fragen, ob sie noch einmal mit in die Küche kommen will. Sie sagt aber (in der Ecke ihres Bettchens sitzend): „Mama, das ist jetzt echt doof. Ich will jetzt einfach nichts essen. Ich will jetzt schlafen.“ – Öhm. Okay.

(5)

Kommt jetzt immer Mal zu uns, drückt uns fest und sagt seufzend: „Meeeeeeeine Mami / Meeeeeein Papi!“

(6)

Und zum Schluss noch ein paar Worträtsel ;-)

„Schuggelage“ = ?

„Foooarnfläiks“ = ?

„anzubihan“ = ?

Kindermund (11): „Unvedingt!“

  • Überhaupt gor nis!„. „Überhaupt“ war überhaupt das überhaupt wichtigste Wort von P. im Februar: „Is hab überhaupt gor keine Lust, will nis in den Kindergordn geeeeehn!“ zum Beispiel.
  • P. hat ein neues T-Shirt an. K. kommt nach Hause und sagt zu ihr:

    K: Du hast aber ein schickes T-Shirt an!
    P: Ja, Papa, sehr ungewöhnlich.

  • Die schrecklichste sprachliche Neu-Gewohnheit war P.s „WASSS?“ nach jedem 2. Satz, den wir zu ihr sagen und zwar etwa 7 Mal hintereinander. Am besten war dann der Dauer-Dialog:

    V: Wir gehen gleich einkaufen.
    P: WAS?
    V: Sag nicht ständig ‚Was‘!
    P: Was?
    V: Ich möchte nicht, dass du immer ‚Was‘ sagst!
    P: Ich will was sagen!
    V: Na dann sag doch was.
    P: WAS?
    V: (-.-)

    Getopt werden konnte es nur zum Ende des Monats durch das formvollendete „Hä?

  • Ich wechsle P. die Windel, werfe die (nicht wirklich volle) Windel Richtung Mülleimer. P. ruft vollkommen entsetzt: „Nein Mama! Das darfst du nis! Nis werfen! Die muss in Mülleimer, die Windel! Da wohnt die!“ 
  • „Ich brauch noch was holen! Unvedingt!“
  • Beim morgendlichen Kakao-Trinken spürt P. etwas nasses am Mund und sagt: „Hö? Guck mal, Papa, is hab ein Kakao-Baaat!
  • V: Wollen wir den Tisch decken?
    P: Neeeeeeein! Nis Fisch essen!
  • Wir fahren ans Meer. Es liegt Schnee. Wir steigen aus dem Auto aus.

    V: So, P. Jetzt sind wir am Meer.
    P: Badehose anziehen! Alle nackis ausziehn, ja?

(Es war Februar 2013, das P. war 28 Monate alt.)