Schwanger sein: 40. Woche (1)

Fuuuuck, ich glaube das echt nicht! VIERZIGSTE WOCHE! VIER – ZIG – STE! Ich bin schwanger seit ZWEIHUNDERTSECHZIG Tagen! Seit 260 verdammten Tagen dreht sich der überwiegende Teil des Tages um meine körperliche Verfassung. Und genau wie am Ende der Schwangerschaft mit P. weiß ich gar nicht mehr, wie es eigentlich ist, nicht schwanger zu sein. Aufstehen ohne Schmerzen. Laufen ohne sofortige Anstrengung. Sitzen ohne Krämpfe. Trinken ohne unmittelbaren Piss-Drang. 23:00 nicht vollkommen erledigt sein. Sich über Themen jenseits der eigenen körperlichen Grenzen austauschen. ALKOHOL!

ICH KANN DIESE WAMPE NICHT MEHR SEHEN! Dieser schrecklich gerissene, mich andauernd behindernde 120 Zentimeter-Bauch… Diese Ungewissheit, wie die Geburt verlaufen wird, ob alles gut gehen wird, ob es T. gut geht. Das macht mich mürbe! Ich will einfach nur noch wissen, dass es ihm gut geht und dass wir es geschafft haben.

Ich hasse diesen Zustand kurz vor knapp…

Montag (39+0):

Kurz vorm Schlafen gehen muss ich – uah – meine Hose wechseln. Schleeeeeeimmmmmm… K. knallt sich neben mich ins Bett, ich quatsche ihn zu, obwohl ich gerade noch müde war. Zum Glück schlafe ich dann doch ein…

Kurz vor 6 werde ich wach. Aus dem Bett hieven. Aua, Bauch hart! Pinkeln. Augen nicht zu weit auf machen. Hinlegen, wieder schlafen – losloslos! Nee, geht nicht. Bauch zu hart, Kopf zu wach. Ziehe auf’s Sofa um. Kurze Zeit später: Wieder Klo. Bin unruhig, hab Darmprobleme. Bilde mir ein leichtes Ziehen im Rücken ein. Könnte das…? Neeein! Hör jetzt auf mit dem Scheiß. GeduldGeduldGeduld… Er kommt, wann er kommt.

Um 7. Kind wird wach. Alle haben gute Laune, das steckt an. Frühstück. Esse mein „Komm raus da“-Müsli: Müsli mit Leinsamen, Zimt, Kakao und Honig. Kind wird von K. in die Kita gebracht. „Omi holt dich heute ab.“ – „Nein, ihr sollt mich abholen!“ – „Na dann musst du ihr das sagen.“ (Immer der gleiche Dialog und immer begrüßt sie ihre geliebte Omi freudestrahlend-überschwänglich). Beschäftige mich mit Themen. Darm rumort, Bauch wird hart. Trinke Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Mag nicht zur Gyn. 11 Uhr Termin. Hab immer Schiss, dass ich während dem CTG auf’s Klo muss. Aber mich interessiert, ob das Rückenziehen vielleicht doch etwas in Richtung Wehen ist.

Kurz nach 11. Erfreulich: Bei der Gyn ist nicht viel los. Ich muss schon wieder dringend pinkeln. Klo besetzt. Ein Klo für eine Gyn-Praxis mit haufenweise Schwangeren ist auch ziemlich knapp bemessen. Werde direkt ans CTG angeschnallt. Herzfrequenz ist in Ordnung. Keine Wehen. Ernüchterung. „Da ist nichts. Nichtsnichtsnichts!“ sage ich zu K. Mann, ich bin echt enttäuscht. „Der faule Sack!“ sagt K. Wir schweigen. „Jetzt piekt’s hier im Bauch.“ sage ich… „Was ist das denn für eine Zahl da rechts neben der Herzfrequenz?“ fragt K. „Keine Ahnung, die heißt nichts, glaub ich…“ -„Hm, das geht aber immer höher. Normal war das bei 10, das klettert gerade auf 70, 80, 90, 100…“ – „Naja, es piekst halt ein bisschen und zieht ein bisschen im Rücken. Aber wenn das ’ne Wehe ist, dann nur eine ganz Kleine.“ – „Ähm nee, das glaub ich aber nicht, die klettert ganz schön weit hoch.“ sagt er und deutet auf das Blatt, was aus dem CTG kommt:

ctg 40. ssw

„Oha… Hab ich jetzt aber gar nicht so doll gemerkt.“ Die Schwester kommt rein und staunt: „Die ist aber ordentlich! Dann lassen wir Sie mal noch eine Weile dran.“ Lässt sie mich auch. 30 Minuten. Die ersten beiden Wehen kommen im 10-Minuten-Abstand. „Wenn Sie noch können, dann warten wir nochmal 10.“ sagt sie. Und ziemlich genau nach der Zeit kommt die 3 Wehe. Die ist so bei 130. „Na, ich glaub nicht, dass wir uns noch einmal hier sehen.“ sagt sie. Und ich werde so ein bisschen euphorisch. Bin gespannt, was die Ärztin sagt und hoffe, dass sie mir nicht wieder einen Dämpfer verpasst.

„Hallo, Frau J., Sie haben ja schon schöne Wehen. Ich würde mir deshalb jetzt nochmal gern den Muttermund anschauen.“ – „Ich weiß gar nicht, ob ich’s wissen will..“ murmele ich. … … „Der Muttermund ist ganz weich und einen guten Zentimeter geöffnet. Ich kann das Köpfchen gut tasten, das ist fest. Gebärmutterhals ist noch da, aber nur wenig, etwa 1,5 cm. Vielleicht pendelt es sich ja wirklich jetzt ein. Ich sage Mal, wir sehen uns nicht nochmal.“ – Juhuuu! HibbelHibbelHibbel FreudeFreudeFreude… Vielleicht fängt die Geburt wider Erwarten doch noch ganz normal an,  mit zunehmend stärker werdenden Wehen. An einem Tag, an dem P. eh bei meiner Mutter ist? Ich denke „Länger als 2-3 Tage wird das nicht mehr dauern… Und vielleicht geht’s auch schon heute los…!“ Das wäre toll, weil ich heute echt guter Dinge bin irgendwie. Hach, diese Stimmungsschwankungen!

Zuhause… K. verfällt in die männliche Version eines Nestbautriebs. Baut den Kindersitz ins Auto, bringt sämtlichen Müll runter, schrubbt die Küsche, rasiert sich („Damit ich T. nicht so kratze“) und ich packe ganz geschäftig P.s Tasche für meine Mutter und wippe beim Tippen auf dem Pezzi-Ball auf und ab. Ich will mich nicht reinsteigern. Ich hab noch keine Schmerzen, der Bauch wird oft hart, das Ziehen im Rücken ist noch undeutlich. Ich denke, ich will mal in die Wanne gehen. Vielleicht sollten K. und ich doch nachhelfen? Ach… Ich bin gerade so gut drauf und will das langsame Hochschaukeln eigentlich nicht gleich gegen Sturmwehen eintauschen. Gott, bin ich gespannt, ob es nun wirklich tatsächlich losgeht! Halloooo T. und Körper: Wenn die Geburt echt so anfängt wie ich’s mir gewünscht hab und tatsächlich unkompliziert verläuft, dann ist der ganze Schwangerschaftsmist sofort vergeben und vergessen. Versprochen!

Nachmittags. Surfe rum. Versuche, mich irgendwie nicht zu sehr darauf zu konzentrieren, was mein Körper macht. Klappt nicht. Der Bauch wird immer wieder hart. Ab und zu ein Ziepen. Nichts weiter. Zögere die heiße Wanne hinaus. Hab Angst vor der Enttäuschung. Gehe dann doch… Und? Klar. Enttäuschung. Keine Verstärkung, einfach gar keine Veränderung. Versuche, mich nicht zu heiß zu machen. Am Ende ist das wieder alles nur „Vorbereitung“ und dieses Kind kommt erst in zwei Wochen. Ich glaube das aber nicht… Eigentlich. Oder? Ach Mensch, immer diese (emotionalen) Testläufe. Es hätte ja jetzt auch einfach mal kontinuierlich stärker werden können. Oder? ODER?

Dienstag (39+1):

Ich wache irgendwann auf und checke, ob ich was merke. Es zieht ein bisschen, der Bauch wird hart. Ich muss mich auf die andere Seite legen. Aber sonst? Nichts. Nichtsnichtsgarnichts! Auch wenn es albern ist: Mir ist nach Heulen. Was macht mein Körper mit mir? Warum verarscht er mich so?

Dieses hin und her… Da wird man doch bescheuert. An 35+0 völlig überraschend regelmäßige Wehen auf dem CTG. Wären die nicht gewesen, hätte ich mir zu dem Zeitpunkt doch nie im Leben schon Gedanken gemacht, dass es bald losgehen könnte! Befund noch unreif zu dem Zeitpunkt… Muttermund noch zu, aber weich. Köpfchen abschiebbar. Dass der Kopf noch nicht fest ist, war auch der Befund in den kommenden 2-3 Wochen. Dann Krankenhaus. Wehen auf dem CTG. Aufregung. Geht’s bald los oder wie? Befund aber ansonsten nach wie vor unreif. Muttermund gerade Mal ein wenig fingerkuppendurchlässig. Gebärmutterhals noch lang und gebogen. Einleitung wegen Nierenstau und Infekt steht im Raum. Holen wir morgen das Baby? Wieder Aufregung und Überforderung, weil ich Schmerzen wegen der Niere habe. Dann wieder regelmäßige Wehen auf dem CTG. „Vielleicht geht es doch von allein los!“ Wieder Aufregung. Vielleicht kommt das Baby jetzt bald. Am nächsten Tag: Keine Wehen mehr, nichts, nach Hause gehen. Vielleicht Einleitung am Ende der Woche, wenn die Schmerzen nicht weg gehen. Latenzphase. Dann Genesung. Schleimige Absonderungen. Schleimpropf? Ziehen im Rücken. Bei der Gyn starke, regelmäßige Ausschläge (Wehenstärke über 100) auf dem CTG. Ich freu mich, denke, dass das doch echt gut aussieht. Befund: Muttermund ganz weich und 1 cm geöffnet, Gebärmutterhals fast verstrichen. Wieder Aufregung. „Vielleicht haben wir morgen schon das Baby?!“… Ja. Es wäre sowas von Zeit. Das ist echt eine emotionale Achterbahn, die mich ganz schön mitnimmt.

Und nein, ich kriege es nicht hin, mich zu entspannen! Ja, auch wenn ich mir denke, dass „jeder Tag im Bauch gut für’s Baby“ ist. Nein, ich denke mir, dass mein Baby jeden Tag einfach nur größer und schwerer wird und ich zu einem Nervenbündel mutiere. Ja, auch wenn ich mir denke, dass es doch toll ist, wenn sich schon was tut ohne dass ich Schmerzen habe. „Keine Wehe ist umsonst.“ Ach, leck mich… Echt. Ich habe gerade das Gefühl / die Befürchtung, dass es gar nicht von allein losgeht und dass mein Körper einfach nur Mist macht! Dass ich am Ende alles mitnehmen werde, das ganze Programm… Sowohl die Aufregung und Ungewissheit ob langsam einsetzender Wehen, als auch eine nervige Einleitung, die am Ende in einem Kaiserschnitt endet.

Ich versuche, mich nicht darauf zu konzentrieren und andere Dinge zu machen, mich mit anderen Sachen zu beschäftigen. Nicht mehr auf die popligen kleinen Signale meines Körpers zu achten. Wenn es losgeht, werde ich es schon merken.

Aber ganz ehrlich? Ich könnt gerade heulen. Und ja, ich finde es bescheuert. Ja, ich weiß, dass ich Geduld haben muss. Ja, ich fänd es auch besser, ich wäre nicht so ein scheiß nervös-angespannt-ungeduldiger Mensch. Aber kann man die nervliche Belastung bei dieser emotionalen Berg und Tal-Fahrt seit 4 Wochen nicht auch ein bisschen verstehen?

Schwanger sein: So war die 39. Woche (Teil 2)

Donnerstag (38+3):

Ich schlafe nachts tatsächlich wie ein Stein. Mein Wecker rummst mich aus dem Schlaf. Ich muss zum Frauenarzt. Scheiße, ist das früh! Regt mich auf… Ich muss vor 8 da sein, weil ich den Termin am Dienstag nicht geschafft hab. Mäh. Erfreulich: Ich komme gut hoch. Die Körperfunktionen sind gar nicht sooo zickig wie in den letzten Tagen und Wochen heute. Ein gutes Zeichen? Tatsächlich habe ich gestern ohne Schmerzmittel mit viel Kirschkernkissen rumgebracht. Und abends sogar Abendbrot für alle gemacht, ohne danach zusammenzubrechen. Cool. Der Schmerz in der Flanke ist dumpf, aber erträglich.

Bei der Frauenärztin begrüßt mich überraschenderweise meine Lieblings-Hebamme aus dem Krankenhaus vom Wochenende. CTG, Urin, Muttermund. T. ist – den Herzfrequenzen nach zu urteilen – wie immer eher aufgeregt. Zwischen 155 und 170. Zwei stärkere Wehen, mehrere kleine Hügel. Das Köpfchen ist aber gut ins Becken gerutscht und sitzt laut Hebamme auch fest. Nicht sonderlich verwunderlich, wenn ich mir meinen Bauch so anschaue…

Die Hebamme macht mir Mut. Erzählt, wie das mit der Einleitung im Krankenhaus genau abläuft und dass ich sofort eine bekommen würde, wenn ich dort wieder aufschlage und danach verlange. Dass sie mit Kapseln einleiten, die in der Regel Wehen machen oder eben nicht. Also nicht tagelang mit wirkungslosen Wehen rumrennen und sich entkräften, wie das beim Wehentropf nicht selten der Fall ist. Dass ich den Vorteil habe, dass ich das ganze Team nun schon kenne und die mich (und meine Vorgeschichte). Dass man quasi auf mich eingestellt sei. Dass die Chancen sehr gut stehen, dass es dieses Mal anders laufen wird. Das Gespräch bestärkt mich. Es war eine gute Entscheidung, gewartet zu haben. Ich fühle mich viel fitter als noch vor drei Tagen.

Bei der Ärztin: „Tja, der Muttermund ist noch zu. Das wollten Sie jetzt nicht hören, hm? Nun ja… Das kann sich ja alles ganz schnell ändern. Wenn heute Abend die Blase springt…“ und dann noch „Immerhin wurde er ja auch schon beim letzten Mal so groß geschätzt…“ Vielen Dank für die freundliche Erinnerung… Arrrgh. Ich ärgere mich fast, dass ich noch einmal zu ihr reingegangen bin. Obwohl ich meine Ärztin eigentlich tatsächlich mag.

Nach der Untersuchung fühle ich mich trotzdem fast beflügelt. Ja, das Baby darf kommen. Ja, ich bin bereit. Ja, wir schaffen das. Fast bin ich ein bisschen euphorisch. Die Schmerzen spüre ich kaum noch. Ich treffe mich mit K, wir erledigen die Vaterschaftsanerkennung und die Sache mit dem Sorgerecht. Jetzt ist wirklich endgültig alles erledigt. Danach Geburtstagsgeschenke kaufen für ein befreundetes Kind und eine Kleinigkeit essen gehen. Das alles fast ohne Schmerzen. Ich könnte gerade heulen vor Glück darüber! Ich bete, dass es so bleibt und frage K., ob wir die Sache heute vielleicht noch… äh… „anstupsen“ wollen. So hat es die Hebamme nämlich empfohlen. Im männlichen Sperma wäre der selbe Stoff wie in den Einleitungsmedikamenten drin (Prostaglandin, das Teufelszeug…)

Freitag (38+4):

Hey… Ich fühl mich geradezu gut! Okay geschlafen und früh nach dem Aufstehen nicht einmal Kreislaufprobleme. Das wird am Ende doch noch was mit dem positiven Geburtserlebnis…

Mein Bauch wird regelmäßig hart. Ich habe sogar ausreichend Elan, etwas für die Uni zu machen. Schwrrrrinnng… Rennt die Zeit weg an diesem Vormittag. Kaum ist der Kopf halbwegs bei anderen Dingen, geht alles viel schneller. Schon muss P. aus der Kita geholt werden. Wir bekommen Besuch von J&J (*guck guck*). Die Kinder toben, wir tauschen Schwangeren-Wehwehchen aus. Merke, dass ich den Tag über zu viel gesessen habe. Als ich meine Socken ausziehe, ist zwischen Unterschenkel und Fuß eine heftige Kerbe zu sehen, die mehrere Stunden lang nicht weg geht. Verdammte geschwollene Füße! Hoffe, dass mir meine normalen Schuhe nach der Entbindung wieder passen werden… Und meine ISG-Schmerzen sind auch wieder da. Aber immerhin keine schlimmen Nierenschmerzen… Und fast ALLES ist besser als das.

Abends absondert mein Körper merkwürdige Dinge. Schleimpropf? Lasst euch das Wort echt Mal auf der Zunge zergehen: SCHLEEEEIMMMMPFROOOOPFFFF… Jedenfalls mehrmals solche Absonderungen. Die Frauen im Forum sagen „Ja, Schleimpfropf, geht bestimmt bald los…“ Oh ja… Schön, schön, schön wär’s.

Haue mich momentan allerspätestens 24 Uhr ins Bett. Ich will den guten Zustand auf keinen Fall verspielen.

Samstag (38+5):

Ich schleime immernoch. Ich kann nicht glauben, dass T. echt immernoch in meinem Bauch ist! Das ist echt fies… Weil P. zwei Wochen eher kam, bin ich total darauf eingestellt gewesen, dass T. Ende August / Anfang September kommt. Und nun sitze ich hier nach inzwischen über 38 Wochen, absondere schleimige Substanzen und hoffe inständig, dass es dieses Mal ganz normal losgehen und nicht so ewig dauern möge. Ich kann meine Gedanken nur ganz schwer davon wegbekommen, dass T. schon längst auf 3,5 Kilo geschätzt wurde. „Ich will kein dickes, großes, schweres Baby!“ denke ich und fühle mich total blöd, ob solcher beknackt-oberflächlichen Gedanken… Ich will nicht so doll reißen… So ein schweres Kind ist doch sicher schwerer rauszupressen… „Kommt doch nur auf den Kopfumfang an, der Körper flutscht hinterher“ sagen die Frauen im Forum. Ich grübel schon wieder zu viel.

Er bewegt sich heute deutlich weniger… Ich habe gelesen, dass das auch auf die bevorstehende Geburt hindeuten kann… „Was Sie brauchen, sind Wehen!“… Den Spruch halte ich mir immer und immer und immer wieder vor. Menno. Ich will keine Hysterie-Schwangere sein, bin es aber leider total. War das ein Ziepen? War das eine Wehe? War die eher im Rücken oder eher vorne? War das der Schleimpfropf? Sitzt der Kopf schon fest im Becken? Geht es jetzt bald los? Geht es jetzt bald los? Geht es jetzt bald los? Oh Gott, was ist, wenn seine Nabelschnur um den Hals gewickelt ist und er sich deshalb jetzt weniger bewegt???

Jaaaaa, ich bin mir selber ein bisschen peinlich gerade…

Ich kann aber einfach nicht total tiefenentspannt im Lotus-Sitz hier verharren und entspannt den Dingen entgegenblicken, die da kommen, mit einem beruhigenden „Er kommt, wenn es richtig ist“-Mantra im Kopf. Ich hab Schiss, dass es mir wieder schlechter geht. Dass sich mein Körper die nächste fiese Scheiße ausdenkt, mit der er mich umhaut. Wir sind echt kein gutes Team, mein Körper und ich. Eh schon nicht und in dieser Schwangerschaft schon gar nicht. Ich vertraue dem nicht, dem Sack! Was ich mir aber denke (oder versuche zu denken), ist: Jetzt hat das Baby eine ziemlich automatische All-Inclusive-Vollversorgung. Die wird man sich nach der Geburt an nicht wenigen Tagen zurückwünschen. Das Baby ist immer ernährt, immer warm genug und immer automatisch dabei. Ich muss es nicht anziehen, nicht die Kacke abwischen, habe keine wunden Brustwarzen und ich mache mir jetzt noch halb so viele Sorgen im Vergleich zu dem Zeitpunkt, an dem er auf die kalt-fiese Welt geplumpst sein wird… Also: „Enjoooooooy the silence!“ wäre für das Ende der Schwangerschaft eigentlich das viel bessere Mantra.

Sonntag (38+6):

Mein Bauch ist viel kleiner. Oder? Nicht sicher… Am Ende wird das Fruchtwasser noch weniger… Unlogisch… Bei P. hatte ich tendenziell eher viel Fruchtwasser. Aber was, wenn doch? Die Gyn hat das nicht mehr kontrolliert in letzter Zeit und überhaupt: Irgendwie kommt sie mir so „nachlässig“ vor… Aber auch diese Gedanken sind wahrscheinlich typisch für hysterisch -schwangere.

„Nur 4% der Kinder kommen am errechneten Termin zu Welt“… „Der Großteil der Kinder wird in den 10 Tagen vor oder nach dem Termin geboren“… „Nach der Befruchtung dauert eine Schwangerschaft durchschnittlich 266 Tage“… Ich versuche, die auslösenden Faktoren einer Geburt zu verstehen.

In den letzten Wochen der Schwangerschaft folgt eine Phase der Aktivierung der uterinen Aktivität, in der vor allem durch den wachsenden Einfluss von Östrogenen im Myometrium verstärkt gap junctions ausgebildet werden. Gemeinsam mit einer Zunahme der Oxytocinrezeptorexpression und von Ionenkanälen an den Membranoberflächen werden die Kontraktionsbereitschaft des Myometriums erhöht und so die Möglichkeit einer koordinierten Kontraktionsausbreitung über den Uterus geschaffen.

Soweit klar, ne? Ich kapiere nur, dass da ziemlich viel unklar ist und es wohl ziemlich viel mit Hormonen zu tun hat. Aber wann/wie/wodurch schüttet das Baby denn die entsprechenden Hormone aus? „Wenn es fertig ist.“ Hmmmmm… Wie uuuunbefriedigend! T. drückt jedenfalls schon ordentlich nach unten. Autsch, wenn ich aufstehe zieht es und ich muss ein bisschen humpeln. „Was Sie brauchen, sind Wehen!“… Ja. Und wo sind sie? Die Wehen? FrotzelFrotzel…

Ach, bevor ich es vergesse: Ich schleime immernoch.

Trächtigkeitsstatus ab morgen:

  • Letzter Schwangerschaftsmonat (10. Monat)
  • *aaarrrrgh* 40. Woche (rechnerisch), SSW 39 (+ 0–6 Tage)
  • noch 1 Woche bis zum ET
  • 8 Monate + 2 Wochen nach Befruchtung
  • T. ist 37 Wochen alt
  • 260. bis 266. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby: ca. 50 cm
  • Kopfumfang: ca. 36 cm
  • Gewicht: ca. 3500 g (letzte Schätzung an 36+4 = 3500 g)
  • Fußlänge: ca. 8,5 cm

Seit dem 23.12. sind heute ( 08.09.2013 ) 259 Tage vergangen. T., hörst du? 259 Tage! Meine Schwangerschaftnewsletter sind jetzt zu Ende und ich hab zu viel Zeit, um mir zu viele Gedanken über Nabelschnüre um den Hals und Gewichtszunahmen zu machen. In der nächsten Woche gibt’s nichts mehr zu lesen und hey… ich finde, du bist echt groß genug jetzt. Also bitte: KOMM! JETZT! RAUS DA!

Schwanger sein: So war die 39. Woche (Teil 1)

Montag (38+0):

01:15. Ich wache von zunehmend stärker werdenden Flankenschmerzen auf. Drücke das rote Knöpfchen. Eine Hebamme kommt ins dunkle Zimmer und bringt mir kurze Zeit später eine Infusion und ein warmes Kirschkernkissen. Die Infusion wirkt binnen Minuten. Wunderzeug!

03:06. Ein Baby schreit jämmerlich, direkt vor meiner Tür. Ich muss mich orientieren. Ach ja, ich bin Krankenhaus… Kreißsaalstation. Muss aufs Klo. Gegenüber das Zimmer, in dem die Notfallversorgungen für Neugeborene im Falle des Falles stattfinden. Hektik, Diskussionen, Krach… „Das war wirklich nicht absehbar, Frau Doktor.“ – piep-piep-piep – „Ja, aber das hätte man doch…“ – piep-piep-piep – uäh Uäh uäh uäh. Stille. Piep-piep-piep… Uäh uäh. Ich gehe zurück in mein Zimmer. Zu welcher Frau gehört das Baby? Die, die gestern im Nebenzimmer so laut getönt hat? Die, deren Baby so heftig auf die Einleitung reagiert hat, dass sie nach den wehenfördernden direkt wieder wehenhemmende Mittel bekommen musste? Ich schlafe erst über 1,5 Stunden später wieder ein, als das Baby endlich aus dem Flur gefahren wird. (Zwischendurch haben die Ärzte gelacht. Es wird also nichts Schlimmes gewesen sein…) Ich muss hier raus…

Morgens. Ich darf nichts essen. „Wenn dann doch schnell eine Schiene gelegt werden muss, müssen Sie nüchtern sein.“ Schiene? Ich will keine Schiene?!? WartenWartenWarten. CTG soll noch geschrieben werden vor der Untersuchung. Im Krankenhaus ist man nur eine Nummer. Ich bin dauernd am Warten. Schon wieder so nervös, dass mir der kalte Schweiß ausbricht. Ich hab das alles so satt… Um 7. Um 8. CTG ist okay. Keine Wehen, nur zwei kleine unregelmäßige Kontraktionen. Um 9. Mein Kreislauf sackt ab… Laufe auf der Neugeborenen-Station vorbei. Kleine Ohren, Nasen, Gequake, fertige Frauen, verliebte Typen. Das ist alles noch so weit weg.

Untersuchung bei der Urologin. Sie sagt, dass sich schon Harn in den Nieren staut, aber nicht schlimm. Aber da wäre wohl viel Zeugs im Urin. Empfiehlt nochmal ein stärkeres Antibiotikum gegen den Infekt. Entlasten der betroffenen Seite, Ruhe, viel trinken. Sie sieht keinen Grund, einzuleiten. Ich soll wiederkommen, wenn Fieber, Schüttelfrost, Extreme Schmerzen. „So schlimm ist das jetzt alles nicht, das habe ich schon schlimmer gesehen!“ Man selber hat so zu tun damit und für die ist das alles so harmlos… Aber: Ich darf nach Hause! Ich freu mich! Die Schmerzen fangen aber gleich wieder an. Ich lasse mir noch eine Paracetamol-Infusion geben, die Nadel wird aus dem Handeglenk gezogen, ich bekomme Antibiotikum und Buscopan-Zäpfchen mit. „Gut Frau J., dann beehren Sie uns bald wieder.“ – „Ja, aber hoffentlich erst zur Geburt“ sage ich.

Es ist so seltsam. Im Krankenhaus steht die Zeit still. Man ist so festgelegt auf nur das, was da passiert. Auf seinen Körper. Die nächste Untersuchung. Die Schmerzen. Draußen ist Herbst geworden. Ich war da nur zwei Tage drin und trotzdem fühlt sich draußen alles anders an. Ich habe großen Respekt vor allen, die schon Wochen und Monate im Krankenhaus verbracht haben. Ich glaube, man muss da echt aufpassen, nicht durchzudrehen…

Decke mich mit Kirschkernkissen und Tee ein. Zuhause auf’s Sofa. K. ist wahnsinnig fürsorglich. Ich fühle mich gleich viel besser. Das fehlt einem im Krankenhaus. Echte Fürsorge. Berührungen. Liebe!

Dienstag (38+1):

P. wacht morgens um 6 schreiend auf. Sie hat von einem Fahrstuhl im Krankenhaus geträumt, der plötzlich zu gegangen ist und sie ist allein drin. Gott, mein armes Kind… Sie nimmt das alles ziemlich mit. Dazu noch der grippale Infekt… Ich fühle mich mies, weil ich so wenig für sie da bin gerade.

Die Schmerzen sind auch spürbar. Auch Schmerzen beim Pinkeln zunehmend. Mistmistmist, verdammter Kackmist!!! Wieder Krankenhaus? Sie hat gesagt, wenn es beim Pinkeln brennt, soll ich kommen. Bloß nicht. Hab kein Fieber, kein Erbrechen, kann noch reden. Was soll ich nur machen? Buscopan rein. Auf’s Sofa. Ich bin so durch den Wind… Einleiten? Kaiserschnitt? Abwarten? Gehe immer wieder die Optionen durch, die alle so überhaupt nicht verlockend sind. Ein weiterer Tiefpunkt: Ich will nicht mehr, ich kann keine Schmerzen mehr ertragen!! Ich kann einfach nicht mehr. Ich bin total erschöpft. Am Ende. Total kraft- und willenlos. Fühle mich zu schwach, um vom Sofa zum Bad zu gehen und bin danach völlig erledigt. Wie soll ich denn in der Verfassung ein Kind zur Welt bringen???? Wie???? „Lass ’nen Kaiserschnitt machen“ sagen die Frauen im Forum. Ich will das aber nicht. Glaub ich… Ich weiß eigentlich gar nicht mehr, was ich diesbezüglich will oder kann… Ich will einfach nur noch aus sein. Ich will, dass es vorbei ist.

… … …

Die Schmerzen lassen langsam nach. Aber ständig schießt die Panik fies in Kopf und Bauch… Schweißausbruch, Zittern… Ich hab wirklich richtig Angst. Panik vor Schmerzen. Ich hab das Gefühl, verrückt zu werden. Angst. Einfach nur wahnsinnige Angst! Ich komme überhaupt nicht mehr runter… Will irgendwie flüchten, weiß doch aber, dass das nicht geht.

Gucke aus lauter Verzweiflung doof-TV. Das hätte ich schon viel eher machen sollen… Lenkt gut ab. Und dann endlich ein sinnvoller Gedanken-Dreh: „Hey! Es geht doch hier um unser Baby! Um mein Kind!“ Tatsächlich habe ich das vor lauter Gedanken an Schwangerschaft, Geburt, Schmerzen, Entscheidungsdruck und „es soll aufhören“ fast komplett aus den Augen verloren. Mache mir Notizen. Denke an das Baby. Stelle mir vor, dass er in meinem Bauch so aussieht wie die Babys der Station 9… Das hilft! Versuche, die Gedanken festzuhalten und die Panik wegzuschieben. Es geht mir schon besser… Ich komme über den Tag mit viel Fernsehen, Liegen, Trinken, aber dafür ohne Schmerzmittel. Bin endlich nicht mehr so verzweifelt. Vielleicht geht der Plan doch noch auf? Vielleicht wirkt das Antibiotikum, die Schmerzen gehen weg und ich komme wirklich nochmal zu Kräften? Komm, mein Baby! Wir schaffen das… Nach der Geburt wird alles das hier so egal sein.

Abends dann ein gemeiner Dämpfer. Kaum sind P. und K. wieder da und ich beginne, mich ein bisschen zu bewegen, kommen auch die scheiß Schmerzen zurück. Wieder so extrem, wie sie seit Tagen nicht mehr waren. NeinNeinNein! Verdammte scheisse!!! Kann mich nur noch in die Wanne schmeißen und heulen. Nehme wieder ein Zäpfchen. Die Schmerzen lassen nach. Mir wird schlecht. Ich schiebe mir trotzdem etwas Essen rein. Denke bei jeder Nahrungsaufnahme daran, dass ich das später auskotzen werde, wenn die Geburt jetzt beginnen sollte. Versuche, P. ins Bett zu bringen. Schaffe es nicht. Schleppe mich nur wieder zum Sofa. Armer K., der übernimmt hier alles gerade. Schmeiße Avena Sativa ein und hoffe auf einen schnellen, steinernen Schlaf…

Mittwoch (38+2):

Schlafe fast durch. Wirre Träume mit Inhalten aus Schultagen. P. hat wieder normal geschlafen, benimmt sich heute morgen aber wie ein pubertierender Teenager. Weint ständig los, meckert nur rum, sagt „Lass mich in Ruhe!“ – sie wirkt auch ziemlich durch den Wind. Schmerzen bisher immerhin nur dumpf. Heute aber wieder mehr Panik. Ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend. Bekomme die Angst nicht weg… Versuche, wirklich ganz bewusst ans Baby zu denken. Streichle meinen 120 cm-Bauch.

Frage mich, woher die Schmerzen in der Flanke eigentlich kommen. Von der gestauten Niere? Von der Entzündung? Vom Infekt? Oder liegt da ein Nerv? Es ist seltsam, weil die linke Niere laut Urologin weniger gestaut ist ist als die rechte. Aber ich hab die Schmerzen linksseitig, immer an exakt der selben („selbsten“, wie P. sagen würde) Stelle. Google verrät mir nichts. Stoße nur wieder auf Horrorgeschichten. Lasse das sein. Schreibe lieber einen Bericht über die letzte Woche und das Krankenhaus-Wochenende. Schreiben hilft. Wie schon so oft…

Heute traue ich mich, wider etwas mehr zu sitzen. Laufe rum. Ignoriere den dumpfen Schmerz. Bin nach wie vor ziemlich fertig, habe seltsame Hitzewallungen und den grippalen Infekt von P. mit abbekommen. Aber keine Schmerzmittel bisher gebraucht. Ablenkung und… Da! Der Bauch wird hart!! Zum ersten Mal seit Tagen wird mein Bauch wieder hart! Ich freue mich darüber tatsächlich total… In den nächsten Stunden wird er alle halbe Stunde hart. Und dann? Eine Wehe! „Back in the Game“ denke ich und erkläre meinem Bauch: „Morgen, mooooorgen, T. – morgen ist ein toller Tag!“ Meine Mutter würde P. aus der Kita holen, sie könnte übers Wochenende bei meinen Eltern sein. Ich stelle mit das gut vor. Fühle mich gar nicht mal so unbereit plötzlich. Komm, T., wir schaffen das! Dann sparen wir uns auch den beknackten 8-Uhr-Termin bei der Gyn… Ha! Ich hab meinen Galgenhumor wieder.

Es geht bergauf!!!

Schwanger sein: So (beschissen) war die 38. Woche

Montag (37+0):

CTG bei der Gyn. Morgens harter Bauch und so… Ich sage zu K.: „Bin mal gespannt, ob der Wehenschreiber was anzeigt…“ Kaum an das Ding angeschlossen: Eine Wehe. Eine ECHTE WEHE! Deutlich links in der Leiste ziehend spürbar, schmerzhaft. Okaaaay… Dann noch eine, noch eine, noch eine… Insgesamt fünf Stück in 25 Minuten aller fünf Minuten. Heute also? Ich spiele das durch… Wäre jetzt doch ganz schön plötzlich… Andererseits: Das Wochenende war entspannt, wir haben ausgeschlafen… K. ist ganz bleich. Die Gyn sagt „Ja, schon schön regelmäßig. Wir gucken’s uns Mal an.“ – „Der Muttermund ist weich, aber noch fest verschlossen, das Köpfchen noch problemlos abschiebbar.“ – (zugegeben: Enttäuschung bei mir) – „Das können auch Senkwehen sein, dann geht er aber wahrscheinlich über Termin.“ – (Na Danke auch…) Kaum war hing ich nicht mehr am CTG, waren auch die Wehen in der Form nicht mehr da. Ich weiß jetzt gar nicht, was ich davon halten soll und höre auf jeden Zipp meines Körpers. Der Bauch wird regelmäßig hart, sonst nichts weiter.

Dienstag (37+1):

Normale Nacht gehabt. Prüfe bei jedem Klogang – und davon gibt’s ’ne Menge -, ob etwas „Verdächtiges“ zu sehen ist. Nichts. Auch keine wirklichen Wehen mehr. Manchmal ein Ziehen an der Stelle, an der es beim Arzt auch gezogen hat, dann halte ich inne… Wehe? Nein… Der Bauch wird regelmäßig zur Bowlingkugel, aber nichts schmerzhaftes. Erledige Schreibkram. Bin nach wie vor verwirrt. Was sollte das denn gestern?

Mittwoch (37+2):

Nacht war wieder normal. Vormittags zur Akkupunktur, 2. Mal. Weiß noch nicht einmal, ob ich an die Wirkung glaube. Die Studien dazu klingen ja verheißungsvoll „Durchschnittlich zwei Stunden kürzere zweite Geburtsphase“ – nehme ich. Frage meine Hebamme – die im Übrigens jünger ist als ich, was ich manchmal komisch finde, weil „Hebamme“ so nach alt-weiser Frau klingt -, was das am Montag wohl zu bedeuten hat. „Vorbereitung“ sagt sie. Finde die Antwort gut. Sie hat ja Recht. Irgendwas passiert halt und irgendwann wird es halt losgehen… Blöde Grübelei! Sie tastet nach T.s Lage: „Der ist noch nicht fest“ sagt sie, macht „ü-i-ü-i“ während sie T.s Köpfchen mit dem Zangengriff ein wenig hin- und her schiebt. Gehe danach einkaufen, zum Frisör und mit P. nachmittags zur Musikstunde. Wir sind sieben Familien mit Kindern, die etwa drei Jahre alt sind und drei haben im letzten Jahr ihr zweites Kind bekommen. Ich bin im Babyfieber und extrem fasziniert von der sechs Monate alten E., die mit dem schönen Namen, den auch unser 2. Kind bekommen hätte, wenn es kein Junge wäre… Eine Mutter und ich haben den gleichen ET und prusten-schnaufen zusammen rum. Der Austausch tut gut. Die Babys zu sehen tut gut. Ich will auch!!! Das war ein langer Tag, abends entsprechend fertig mit schmerzendem Körper auf’m Sofa. Wehen? Nicht wirklich… Harter Bauch? Ja, nach wie vor. Und Stechen zwischen den Beinen, regelmäßig.

Donnerstag (37+3):

Bisher konnte ich ja durchschlafen. K. und ich sind vor der Glotze eingepennt. Um 4:00 war ich wach und konnte nicht mehr schlafen. Gibt kaum was, dass ich weniger ab kann als nicht schlafen zu können (hatte Schlafprobleme früher). Gedanken rasen wirr durch meinen Kopf… „Wann geht es los? Wann geht es los? Maaaaaann… Beruhig dich! Er kommt, wann er kommt! Er kommt, wann er kommt! Er kommt, wann er kommt! Muss meine Studienleistung noch schreiben… Ah, was ist das für ein Schmerz?“ 1-2 Wehen waren dabei, glaub ich. Forscher in mir kommt raus: Wann sind die Babys denn eigentlich „fertig“? Also wodurch wird der Startschuss zur Geburt gegebenen? Woran liegt es, wenn es nicht losgeht? Lese von verschiedenen Theorien… Zum Beispiel: Babys schütten Hormone aus, sobald die Nährstoffmenge nicht mehr reicht, und die Baby-Hormone lösen dann bei der Mutter wiederum Hormonfreisetzung aus, die dann Wehen erzeugen. Cortisol, Oxytocin, Progestoron, Östrogen, Prostaglandin, … Heißt das dann, wenn eine Geburt nicht losgeht, dass das Baby einfach noch gut genug versorgt wird, im Bauch der Mutter? Könnte auch heißen, dass die Hormon-Schaltzentrale bzw. -Kommunikation zwischen Kind und Mutter nicht richtig funktioniert… „Hormone“… Eh so ’ne crazy Sache… Irgendwann gegen 06:30 schlafe ich dann wieder ein.

Freitag (37+4):

Mein Körper macht merkwürdige Sachen… Wenn er dann wieder etwas merkwürdige tut, bei dem ich denke „Das könnte ja vielleicht darauf hindeuten, dass…“, dann wird mir komisch. Aber gar nicht freudig-erregt-komisch, sondern ANGST-komisch. Ich würde mich so gern bereit fühlen für die Geburt… Aber so fühle ich mich nicht und so werde ich mich wohl auch nie fühlen. Ich fühle mich bereit für mein Baby, das ja. Aber ich fühle mich an keinem Tag stark, in der Lage und „gut“… Das ist das Absurde an diesem Zustand: Ich warte ungeduldig und will, dass dieser Zustand des Kriechens und Keuchens endlich vorbei ist und dass ich mich wieder bewegen und atmen und schlafen kann wie ein halbwegs fitter Mensch. Und ich will mein Baby. Gleichzeitig ist kein Tag der „richtige“ für die Geburt… Von meinem Gefühl her kann ich gar nicht so fit sein, wie ich es sein müsste, um das irgendwie… ich weiß auch nicht wie… vielleicht „problemlos“?… zu überstehen. Beim ersten Mal weiß man nichts. Und ist deshalb tierisch aufgeregt. Beim zweiten Mal weiß man, was einen erwartet. Und hat deshalb einfach nur Schiss… Ich hab Angst vor den Schmerzen. Angst davor, mich wieder so ohnmächtig zu fühlen, so willen- und kraftlos, so ausgeliefert, dass ich nur noch wimmernd denken kann „Mach, dass es vorbei ist… Egal wie.“ Ich freue mich wirklich auf das Danach. Auf mein Baby, auf das Kennenlernen, auf die ersten tollen Tage. Aber den Teil davor, den würde ich gern ausblenden. Auch wenn man sich danach fühlt wie ein Superheld…

Der Tag war voll. Morgens Hebamme. Danach Frisör. An meiner studienleistung gearbeitet und einkaufen mit P. und K. Die Quittung bekomme ich sofort. Schon im Einkaufsmarkt kann ich kaum noch Laufen, habe starke Rückenschmerzen. Denke halt: Belastung. So war das ja in den letzten Wochen schon… Viel laufen = starke Rückenschmerzen. Zuhause muss ich mich hinlegen, schleppe mich in die Wanne. Bekomme es damit halbwegs hin. K. kocht abends, wird schmeißen einen Film rein. Plötzlich kommen die Schmerzen wieder. Fangen vorn links unterm Bauch an, gehen dann in die Flanke links. Ich versuche mich zu bewegen, dadurch was zu verändern. Aber es ändert sich nichts. Die Schmerzen werden von Minute zu Minute stärker. Wie sehr starke Wehen, aber ohne Pause. Ich schleppe mich ins Bad, bekomme starken Durchfall. Und Angst. Das ist heftig… Bekomme Panik, rufe K. Ins Krankenhaus fahren? Jetzt? Geburt? Die so anfängt? Ich will nicht!!! Das können keine Wehen sein… K. lässt mir eine Wanne ein. Ich schmeiße mich rein, es wird etwas besser. T. Bewegt sich stark. K. gibt mir eine Paracetamol. 20 Minuten später lassen die Schmerzen nach. Meine Mutter vermutet einen geklemmten Nerv. Ich schlafe ein.

Wochenende (37+5 – 37+6):

Ich schlafe durch, hab geschlafen wie ein Stein. Wache morgens gegen 6 mit klopfendem Herzen auf. Bin unglaublich unruhig und nervös. Was war das? Ich hab keine Schmerzen mehr, aber ich bin so unruhig. Im Forum werden Nieren vermutet. Ich google. Haut hin. Hatte Montag auch Blut im Urin. Wecke K. Ich will ins Krankenhaus, das abklären lassen. Bin total dir durch den Wind, komme weder runter, noch klar. K. ist ruhig… „Das wird schon. Jetzt sind die Schmerzen doch weg.“ Ich zittere total, hinter mir quäkt P. in ihrem Sitz „Warum fahren wir jetzt ins Krankenhaus?“

Wir werden direkt in den Kreißsaal geschickt. Eine Hebamme kommt aus dem Aufnahmezimmer, ich erkenne in ihr eine alte Freundin aus Grundschulzeiten. Werde sofort ruhiger. Sie nimmt meine Daten auf („Dann haben wir das für die Geburt gleich erledigt.“), schreibt CTG. T.s Herztöne sind ganz schön hoch… Urinprobe. „Viel Blut im Urin.“ Eine Ärztin wird gerufen. Ultraschall, Blut, Muttermund. „Nieren sind gestaut.“ Es muss geschaut werden, ob eine Infektion vorliegt. Vor allem auch bei T. Die hohen Herzfrequenzen könnten darauf hindeuten. Das Problem ist, dass sich der Harn in der Niere staut und nicht abfliessen kann. Vor allem ein Problem, wenn der Harn infiziert ist. Die Schwangerschaft ist der Grund. „In Ihrem Stadium wäre es das beste, Sie würden Ihr Kind bekommen. Vielleicht müssen wir einleiten.“ Muttermund ist fingerdurchlässig, leichte Wehenaktivität. Ich bekomme ein Zimmer auf der Kreißsaalstation. Es ist seltsam, wieder hier zu sein. Vor 3 Jahren wurde P. hier geboren. Schmerzen hab ich keine zu dem Zeitpunkt.

Die nächsten CTGs sehen gut aus. T. hat sich beruhigt. Aber es sind Bakterien im Urin. Ich soll über Nacht bleiben. P. und K. bringen mir meine Tasche. P. versteht nicht so richtig, weint doll beim Abschied. Herzschmerz… Einleiten? Morgen? ICH WILL NICHT!!! Oder?? Ich bin völlig durcheinander… Währenddessen bekommt eine aus dem Forum gerade ihr Kind… Und nebenan brüllen die Frauen und Babys. Nachts bekomme ich wieder Schmerzen, zunehmend auch beim Pinkeln. Verdammt!

Sonntag. Ja. Ein Harnwegsinfekt also, den Werten nach aber kein schlimmer. Ich bekomme ein Einmal-Antibiotikum. Ich nehme Immununterdrücker wegen dem Crohn, das heißt, Fieber und Entzündungen habe ich in dem Sinne nicht… Ich mache mir Sorgen… Ich bin fertig. Das Krankenhaus macht mich kirre. Ich google zu viel. Ich hab wahnsinnige Angst plötzlich. Was steht da für ne Wahl? Entweder unerträgliche Schmerzen durch Einleitung, die in einem Not- Kaiserschnitt enden könnten, weil ich einfach zu erschöpft bin. Oder unerträgliche Schmerzen nach einem geplanten KS. Noch länger im Krankenhaus, noch weniger für P. da sein. Ich weiß jetztbgar nichts mehr, bin total verunsichert. Was will ICH denn? Ich will nichts.. Ich will, dass alles schon hinter mir haben. Ich will nichts entscheiden müssen. Will keine Schmerzen mehr. Will nicht im Krankenhaus sein. Will nicht die Frauen entbinden hören.. Ich hab Angst, Angst, Angst! Die CTGs sind okay, kaum noch Wehen. Die hoffnungen der Hebammen, er würde sich allein auf den Weg machen sind weg. „Ich will… Ich kann jetzt auch nicht gebären. Ich schaffe das einfach nicht…“ denke und sage ich. Von Kaiserschnitt halten die nichts. Ich eigentlich auch nicht. Man will den nächsten Tag abwarten, mich bei Urologen vorstellen… Die Werte sind Immernoch okay, keine große Entzündung. Dafür kommen die Schmerzen jetzt regelmäßig wieder. Scheisse. P. weint erbitterlich beim Abschied „Die Mama soll mitkommen!“ und ich weine dann auch… Ist mir alles zu viel… Ich kann keine Schmerzen mehr ertragen. Ich will diese Entscheidung nicht treffen müssen. Ich will nicht gebären. Ich will nicht, ich kann nicht… Tiefpunkt… Uähä… Ich will zu meiner Maaaamaaaaa… „Sie haben langsam einen Krankenhaus-Koller, was?“ Endlich spricht dann eine Hebamme mal länger mit mir. „Vielleicht gehen Sie nochmal nach Hause, kommen zu Kräften und dann ausgeruht wieder für die Geburt.“ – „Ja“ denke ich… „ich will nach Hause.“ Das hier, die tönenden Frauen, Notfallversorgungen an Babys, Krankenhaus-Atmosphäre, das ständige CTG-Schreiben, das Piepen, das warten auf was auch immer.. Das macht mich nur irre. Ich will nach Hause, nach Hause, nach Hause. Ich bin emotional echt am Ende gerade…

Trächtigkeitsstatus aktuell:

  • Mein letzter Schwangerschaftsmonat (10. Monat)
  • 39. Woche (rechnerisch), SSW 38 (+ 0–6 Tage)
  • noch 2 bzw. 1,5 Wochen bis zum errechneten Termin
  • 8 Monate + 2 Wochen nach Befruchtung
  • T. ist 36 Wochen alt
  • 253. bis 259. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby: ca. 50 cm
  • Kopfumfang: ca. 36 cm
  • Gewicht: ca. 3300 g (letzte Schätzung an 36+4 = 3500 g)
  • Fußlänge: ca. 8 cm

Ich habe immer wieder Kontraktionen in Form eines harten Bauchs, meistens nicht schmerzhaft. So sieht das auf der Wehenkurve aus:

wehenkurve 38. ssw

Jahaaa… Da könnte man eigentlich schon voller Hoffnung sein, sieht ja so schön regelmäßig aus. Ist aber nichts weiter… Vorbereitung, Senkwehen, was weiß ich…

Tja. Irgendwie bin ich echt davon ausgegangen, dass es keinen Beitrag mit dem Titel „So war die 39. Woche“ geben wird.

 

WordPress hat mir übrigens heute mitgeteilt, dass mein Blog Geburtstag hat. Stimmt… Am 01.09.2011 habe ich diesen Blog aufgesetzt und meinen ersten Beitrag veröffentlicht („Das Kind steht nun langsam aber sicher frei! HURRA!“).

 

Schwanger sein: So war die 37. Woche

Die Gedanken drehen sich jetzt eigentlich nur noch um das bevorstehende Großereignis. Nur manchmal, wenn ich zum Beispiel einen Film gucken, vergesse ich es kurzzeitig.

Geistig bin ich in (nach einem unglaublichen Hibbel-Anfall) fast Buddha-mäßig entspannt. Alles andere ist so unbedeutend im Gegensatz zu dem, was da kommt. Mich regt kaum noch was auf… Nur wenn P. sich partout nicht anziehen lassen will und dauernd wegrennt und rumhampelt, dann macht mich das wahnsinnig. Fragt mich nicht, warum mein meditativer Zustand gerade da einreißt.

Mein Bauch wird immer Mal hart. Das hängt mit viel mit der Belastung zusammen. Mache ich viel, wird der Bauch oft hart und wenn ich entspannen kann, dann ist der Bauch es auch. Manchmal geht die Bauchverhärtung auch mit Rückenziehen und/oder Unterleibsschmerzen einher, sodass ich mich frage, ob das jetzt schon was ist oder nicht…

Meine Hebamme meinte am Freitag aber, dass der Kopf noch beweglich ist, also nicht fest im Becken und dass der Bauch nach ihrer Einschätzung auch noch ein gutes Stück nach unten rutschen darf.

Diese Woche hat mir außerdem mein Iliosakralgelenk (Kurz ISG. Das ist am unteren Rücken, da, wo die „Grübchen“ über’m Po am Rücken sind…) zu Schaffen gemacht. Meine Hebamme hat mir sternförmig Tape drauf geklebt und siehe da: Fast schmerzfrei nach ca. einem Tag. Ich könnte sie dafür abknutschen! Und ich bin wirklich immer wieder erstaunt, dass sowas tatsächlich funktioniert. Empfehle ich also wärmstens, falls ihr auch solche Probleme habt. Akupunktiert hat sie mich und ich trinke Himbeerblättertee. Vorzeige-Schwangere, ich.

Habe darüber nachgedacht, wie merkwürdig und nervig es ist, dass sich in meinem Leben schon alles ständig um meine körperlichen Wehwehchen dreht. Ich werde früh wach und checke erst einmal die Lage. Und das ist nicht nur so, wenn ich schwanger bin… Warum benehme ich mich in der Hinsicht wie eine 80-Jährige?? Tja… Ich fühle mich zugegebenermaßen auch oft so. Muss mich nach der Entbindung unbedingt endlich mehr bewegen…

Das Wochenende war tiefenentspannt-schön. Freitag haben wir unser Auto geholt – wir sind endlich wieder mobil und ich fühle mich gleich weniger eingesperrt. Danach waren wir noch mit P. beim Konzert der B52’s. Sonntag haben meine Eltern die Kinderbespaßung übernommen. K. hat jetzt fast drei Monate frei und ich bin echt guter Dinge gerade, dass alles ziemlich ziemlich gut werden könnte…

Trächtigkeitsstatus aktuell:

  • Mein letzter Schwangerschaftsmonat (10. Monat)
  • 38. Woche (rechnerisch), SSW 37 (+ 0–6 Tage)
  • noch 3 Wochen bis zum errechneten Termin
  • 8 Monate nach Befruchtung
  • T. ist 35 Wochen alt
  • 246. bis 252. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby komplett: ca. 47 cm
  • Scheitel-Steiß-Länge: ca. 38 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 8,5 – 10 cm
  • Gewicht: ca. 3100 g (letzte Schätzung an 35+0 = 3185 g)
  • Fußlänge: ca. 8 cm

Nun war ich gerade bei der Gyn… Schon heute morgen ist der Bauch immer Mal hart geworden. Komisch, weil das in den letzten Tagen eher nachmittags bis abends passiert ist. Ich hab zu K. gesagt, dass ich echt gespannt bin, ob man auf dem CTG was wehenähnliches erkennen kann. Kaum dass ich ans Gerät angeschlossen war, bekam ich meine erste richtige Wehe. Die hab ich deutlich im Unterleib links gespürt. Daraufhin musste ich vor Aufregung erst einmal aufs Klo, wodurch das CTG unterbrochen werden musste. Dann kamen in den 25 Minuten, die ich am Schreiber hing, 5 Wehen. Regelmäßig und schmerzhaft. Ich hab deutlich gemerkt, wann sie kommen und wann sie vorbei sind. Verrückt…

Die Gyn hat dann auch gemeint, dass die Wehen regelmäßig sind und hat sich meinen Muttermund angeschaut. Der wäre weich, aber noch nicht offen und das Köpfchen noch leicht abschiebbar. Er sitzt also noch nicht tief im Becken. Sie erklärte mir, dass das Senkwehen sein könnten, dass das aber dann eher darauf hindeutet, dass er eher nach Termin kommt. Ernüchterung. Allgemein würde er sich aber offensichtlich vorbereiten, es tut sich was und das ist gut.

Heißt: Das kann jetzt alles heißen oder nichts… Ich bin entspannt, aber auch gespannt. Sehr!

Goooooooooooooott…

… WAS BIN ICH HIBBELIG !!!

Es gibt Tage, an denen wird der Bauch häufiger hart. Hängt viel mit der Belastung zusammen. Im Moment habe ich aber nicht das Gefühl, dass es bald losgehen wird. Aber ich kann an nichts (GAR NICHTS!) anderes mehr denken!

Wann passiert es? Wie passiert es? Wo passiert es? Wie lange wird es dauernd? Wie wird es ablaufen?

Hier ist alles bereit, sowas von bereit für T.! Und dann wieder doch nicht, weil… ICH BIN NICHT BEREIT. Oder? Doch, schon. Ach… Ich weiß nicht… K. arbeitet auf jeden Fall ab nächste Woche nicht mehr.

Mann, Mann, Mann… MEINE NERVEN! Ihr müsst mir jetzt Mal alle ganz viel Luft zufächern, bitte. Sonst hyperventilier ich, glaub ich.

(Heute = Do, 22.08.2013 = SSW 36+3 –> Es kann (ab nächster Woche) jederzeit losgehen.)

 

Schwanger sein: So war die 36. Woche

36 ssw

Sie sehen 119 Zentimeter Bauchumfang! Noch Fragen?

Ich frage mich echt, wer sich das ausgedacht hat, mit dieser menschlichen Schwangerschaft. Es ist doch einfach echt total… BEKNACKT KONSTRUIERT!

1. Das dauert viel zu lange. Da wird man ja bekloppt und vergisst, wie es ist, nicht trächtig zu sein.

2. Das ist so schwer und für einen einzigen menschlichen Körper am Ende eigentlich viel zu viel. (Man bedenke insbesondere Mehrlingsschwangerschaften!)

3. Die Gewichtsverurteilung macht zum Ende hin überhaupt keinen Sinn.

4. Das Bündel kommt trotz der ewig langen Brutzeit total unfertig auf die Welt.

Kann da nicht jemand mal was entsprechendes erfinden? Frauen könnten doch das Baby gute 4-5 Monate selbst austragen und dann könnte das ausgelagert werden. In eine Art… „Gewächshaus“ zum Beispiel. Da gibt man dann immer mal Futter zu und dann hat sich das. Da dürfen die Babies dann auch noch gut 6 Monate länger in ihrer Höhle bleiben. Und das mit der Gleichberechtigung funktioniert auch gleich viel besser. Ha!

Endspurt also.  Es kann jetzt jederzeit losgehen, oder? Ich denke das inzwischen jedenfalls 100 Mal am Tag und kann kein Zipperlein mehr ignorieren. Ist dies oder das oder jenes ein Zeichen? Ich hab die wichtigsten Sachen gewachsen, meine Tasche gepackt, den Wickeltisch reaktiviert und überhaupt und sowieso. Die Ärztin schätzte T. am Anfang der Woche auf 3185 Gramm. Ich hoffe, dass sie sich verschätzt hat… Kopf und Oberkörper hätte SSW 37 entsprochen und der Oberschenkelknochen der 35./36. Woche. Großer Kopf, dicker Bauch und kurze beine? Na… Ich bin gespannt ;-)

Ich denke viel an die Geburt. Ich denke, ich hatte sowas wie Senkwehen in den letzten Tagen… Stechende Schmerzen im unteren Rücken und Übelkeit. Bin seitdem auf jeden Fall eindeutig nicht mehr so kurzatmig. Ich frage mich wirklich, wann und wie es losgehen wird. Geht’s wieder mit ’nem Blasensprung los? Kommt er eher wie P. oder lässt er sich sogar bis nach ET Zeit? Wird der Muttermund wieder so lange brauchen bis er sich öffnet? Wird’s wieder so schmerzhaft, dass ich nur noch „aus“ sein will? Oder kommt alles ganz anders? Diese Ungewisseheit… Hach, hach, hach…

Wie war das denn bei den Mehrfachmamas hier? Hat sich die erste Geburt sehr von der zweiten unterschieden?

Und die (Noch-)Einkind-Mütter können auch gern berichten, wie es bei euch angefangen hat. Hat sich die Geburt vorher irgendwie eindeutig angekündigt? Wie fing’s an? Wie lange hat’s gedauert? NEUGIER!

Ich mache mir Sorgen, weil ich jetzt schon mit den Kräften ziemlich am Ende bin und nicht weiß, woher ich welche zaubern soll, wenn es losgeht. Ich wünschte, ich hätte den Mistteil schon hinter mir und der (hoffentlich) Schöne wäre schon da. Weil: Auf das Baby freue ich mich. Was bin ich gespannt, wie er aussieht!!! Auf die ersten Tage freue ich mich. Darauf, wie P. auf ihren Bruder reagiert, freue ich mich. Auf’s Tragen freue ich mich. Auf Baby-Geknöter freue ich mich. Auf zu viert sein freue ich mich. Auf den neuen Alltag bin ich gespannt. Auf diese ganzen kleinen Entwicklungsschritte noch einmal erleben freue ich mich.

Ich weiß, ich weiß… Es geht los, wann es losgeht. Mensch muss geduldig sein. Aber ich verfalle permanent in so widerlich schlechte Stimmung, raunze K. an (der Arme) und bin einfach grundlos genervt. Ich kann das aber auch nicht abstellen. Und es ist ja genau genommen auch nur mehr oder weniger grundlos… Es ist halt inzwischen echt ALLES anstrengend. Laufen, sitzen, liegen… Nichts geht mehr ohne Schmerzen… Ein bisschen wie Folter ist das. Habe meine alten Tagebücher rausgekramt und nachgelesen: Am Ende von P.s Schwangerschaft ging es mir EXAKT genauso. Seitdem geht’s mir irgendwie besser… Aber ich weiß immernoch nicht, was ich tun soll.

K. arbeitet gerade zwei Wochen lang richtig viel und ja, es ist wichtig (auch finanziell), aber für mich ist es trotzdem total beschissen. Weil: Wie sieht der Plan für’s Endstadium der Schwangerschaft denn bitte aus, wenn man schon ein kleines Kind hat?? Es geht ja nichts mehr und das Kind kriegt einen Koller, wenn wir nur in der Bude rumhängen (ich auch, by the way). Also irgendwie raus und delegieren, was geht. Geht aber halt nicht immer. Und ich komme momentan eigentlich nur dann klar, wenn ich allein für mich und meinen Körper + das Kind in ihm zuständig bin. Alles andere (Haushalt, Kind, Studium, irgendwelche Termine…) sind mir zu viel. Per sé. Warum gibt es eigentlich keine Vätermonate VOR der Geburt und noch zwei bis drei direkt danach? DAS wäre sinnvoll. Sinnvoller jedenfalls als die Variante, die die meisten jetzt machen: Am Ende des ersten Lebensjahres mal noch 2 bis 3 dranhängen… K. wird ab Ende August und den ganzen September Urlaub nehmen und geht voraussichtlich von Oktober bis Ende des Jahres Elternzeit.

Ich hatte diese Woche noch fiese Schmerzen unter’m rechten Rippenbogen. Merke (mal wieder): NICHT GOOGELN! Nach zwei Tagen war der Spuk nämlich vorbei. Bis dahin hatte ich aber schon halbe Panikanfälle ob drohender Schwangerschaftsvergiftung oder Leber-irgendwas oder Gallensteine oder sonstwas. Hebamme meinte, es klingt nach einem gequetschten Nerv oder so. Nichts Schlimmes gewesen war’s jedenfalls offensichtlich.

Erste Klamotte sieht jetzt übrigens so aus (falls es in etwa so warm bleibt wie im Moment):

klamotte

So toll wie sich das bewegende Etwas manchmal anfühlt… Ich freue mich alles in allem wirklich (IRRE) darauf, nicht mehr schwanger zu sein!!!

Hier gibt es jetzt trotzdem noch einmal eine Reihe Bauch… Könnte ja das letzte Mal sein… Eieiei… Am Ende sitz ich hier noch in 6 Wochen mit Kuller. Bääääh… Bitte, bitte nicht, Sohn!

bauch schwangerschaft

Trächtigkeitsstatus ab morgen:

  • Letzter Schwangerschaftsmonat (10. Monat)
  • 37. Woche (rechnerisch), SSW 36 (+ 0–6 Tage)
  • noch 4 Wochen bis zum errechneten Termin
  • 8 Monate nach Befruchtung
  • T. ist 34 Wochen alt
  • 239. bis 245. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby komplett: ca. 47 cm
  • Scheitel-Steiß-Länge: ca. 38 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 8,5 – 10 cm
  • Gewicht: ca. 2900 g (letzte Schätzung an 35+0 = 3185 g)
  • Fußlänge: ca. 6,8 cm

Ich klicke mich durch meine Schwangerschafts-Newsletter und zähle noch 1, 2, 3 Mal neue Infos… Danach ist es vorbei. Vielleicht kommt er aber auch schon in der kommenden oder übernächsten Woche? Vielleicht auch erst Ende September… Uffreschend ist das!

Schwanger sein: So war die 35. Woche

Urlaub ist vorbei… Die haben doch echt 2 Tage vor unserer Abreise angefangen, die Nebenwohnung unserer Ferienbude zu ENTKERNEN. Alter! Wir haben seit Monaten Baustellen in unserer Straße, durch die die Wände zum Teil wackeln und Ruhe eigentlich nur am Sonntag drin ist. Alles, was wir wollten in unserer einzigen Ferienwoche des Jahres war: RUHE. Mäh!

Ich bin gereizt, obwohl ich es nicht will. Lärm nervt mich. Lange Strecken laufen geht nicht mehr, weil Schmerzen –> ergo: nervt mich. Rückenschmerzen, Luftbekomm-Probleme, meine Streifen am Bauch, die jetzt wie bekloppt ziepen, Karpaltunnelsyndrom, durch die ich morgens mit fiesen Schmerzen in den Fingergelenken aufwache usw. – diese Endschwangerschaft nervt! Sobald ich länger als 5 Minuten irgendwo sitze, muss ich danach aufstehen wie ein sehr, sehr alter Mensch (inklusive Ächzen und Stöhnen) und mindestens 10 bekloppten Trippel-Schritten (inklusive Hand ins Hohlkreuz stützen). Kaum, dass ich in Gang gekommen bin, möchte ich mich eigentlich wieder hinsetzen. Da ist ja aber auch noch das P. So geht das eigentlich den ganzen Tag. Ach nee, zwischendurch muss ich noch etwa 45 Mal aufs Klo. Pennen geht auch nicht mehr wirklich, weil keine schmerzfreie Liegeposition auffindbar. Hach ja. Hochschwanger sein… Das fetzt schon. Nicht.

Ich bin auch so verdammt unwirsch! Ich will eigentlich am liebsten meine Ruhe. Meinen Körper am Laufen zu halten, das würde theoretisch als tägliches To Do echt reichen im Moment. Gleichzeitig fühlt sich diese Kurzatmigkeit aber an wie Rastlosigkeit. Und mit schon einem Kind muss man ja auch ständig irgendwie weiter. Ich kann nicht still sitzen, obwohl ich viel mehr rumsufften sollte und ich kann nichts Sinnvolles machen, weil ich irgendwie… Aaaach, ich weiß auch nicht. Zeit mit K., das geht gerade gut. Auch wenn ich nicht weiß, wie der meine Launigkeit und Empfindlichkeit aushält.

Denke weiter vermehrt in Richtung Geburt. So langsam sind meine Angehörigen auch in Alarmbereitschaft. Wenn ich länger als 10 Minuten für irgendeinen Weg brauche, ruft K. mich besorgt an. Ich frage mich, wie das noch gleich mit dem Atmen war? Habe ja dieses Mal keinen Geburtsvorbereitungskurs besucht und war auch erst 3x kurz bei meiner Hebamme.

Was sind so eure ultimativen Geburtstipps, um die Schmerzen irgendwie erträglicher zu machen?

Trächtigkeitsstatus jetzt aktuell:

  • Letztes Schwangerschaftsdrittel, im 9. Monat
  • 36. Woche (rechnerisch), SSW 35 (+ 0–6 Tage)
  • noch 5 Wochen bis zum Termin
  • 7 Monate (+ 3 Wochen) nach Befruchtung
  • T. ist 33 Wochen alt
  • 232. bis 238. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby komplett: ca. 45 cm
  • Scheitel-Steiß-Länge: ca. 30 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 8,5 – 9,5 cm
  • Gewicht: ca. 2600 g
  • Fußlänge: ca. 6,8 cm

„Gewicht ca. 2600 g“ – ähm ja. Ich war gerade bei der Gyn und dort wurde T. auf 3185 g geschätzt. Kopfumfang entspricht der 37. Woche… P. wurde an 34+6 auf 2900 Gramm geschätzt und kam 4 Wochen später mit 3085 Gramm auf die Welt.

Die Schwester meinte übrigens: „Na, schwanger sehen wir uns dann wahrscheinlich nicht mehr…“ – huch.

Noch 35 Tage bis zur Geburt… Es könnten aber auch viel weniger sein… Nächste Woche sind es regulär noch 4 Wochen… 1 Monat… Wenn meine Ahnung, dass er 2-3 Wochen eher kommt, stimmt, dann könnten es auch nur noch 1-2 Wochen sein. Ende August rückt näher *schluck*

Schwanger sein: So war die 34. Woche

Der „Oh, das Baby kommt ja bald und wir haben noch gar nichts vorbereitet!“-Wahn hat mich fest im Griff.

Und ich bin schon wieder genervt. Neugeborenen-Klamotte… Das ist ja echt so ’ne Sache. Was es da für einen Schrott gibt!! Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich bei P. gern ähnliche Klamotten wie die im Krankenhaus gehabt hätte. Dort bekommen die Babys Flügelhemdchen + Wickeljacke + Frottee-Strampler + Häkelschuhe an. Hauptsache keine Bündchen, Knöpf, Reißverschlüsse und vor allem: Hauptsache nichts zum über den Kopf ziehen. Ich hatte für P. einen Langarm-Body, eine Feinripp-Bündchen-Hose, Socken, so ’ne Nicki-Schuhe und eine Sweat-Jacke sowie Fußsack mit. Erstmal war das ALLES viel zu groß, obwohl Größe 50 und P. angeblich 50 cm groß war – sie hatte allerdings bei der ersten Messung einen etwas… äh… „konischen“ Kopf, weil sie aufgrund des Querstands so lang im Becken lag. Also waren es wohl effektiv eher 48 cm oder so… Und es war unpraktisch. Ich hatte ein tierisches Problem damit, ihr diesen Body über den Kopf zu ziehen (zum Beispiel). Noch schlimmer sind diese dick wattierten Schneeanzüge, die viele Eltern in guter Absicht  mitschleppen (Baby soll es ja warm haben…)… Da die Gliedmaßen eines Neugeborenen reinzufummeln ist echt grausam. Das wollt ihr nicht… Ich will es auch nicht. Also bin ich gerade auf der Suche.

Unter anderem nach einen Strampler. Einem aus Nicki oder Frottee. Einen OHNE Druckknöpfe im Schritt (Stellt euch mal vor, ihr seid 9 Monate in so ner warmen Suppe geschwommen und dann kriegt ihr erstmal so ne kalten, pciksenden Druckknöpfe an die Oberschenkel gequetscht… Als ob kurz nach der Geburt nicht alles schon nervenaufreibend genug wäre…). Und einen, der nicht sackförmig ist. Und nicht knallbunt. Und nicht mit übelst fettem Aufnäher / -druck drauf. Und nicht schweineteuer. Ich will keine Bärchen, Hündchen, Entchen, Herzchen, Schleifchen, Mäuschen… Keine psychedelischen Ekel-Farben. Am liebsten einfach weiß mit Punkten. Oder so. Ist nicht. Gibt’s nicht. Alles, was ich finde, ist echt unglaublich unpraktisch oder unglaublich hässlich. Das ist doch bescheuert.

Wickelauflage. Auch so’n Thema. Wir wickeln auf einem alten Ik.a-Küchenschrank, Tiefe: 65 cm. Gibt keine Wickelauflagen in der Größe. Und wenn, dann nur diese komischen Keildinger, die aber gar nicht breit sind und irgendwie allgemein komisch. Ich erinnere mich, dass ich das Problem bei P. auch schon hatte. Und es hat mich auch damals schon genervt.

Eyyyy echt… Standard-Klamotten, Standard-Farben, Standard-Prints, Standard-Maße für Wickeltische, Standard my Ass!

Was war sonst so? Ach ja… Urlaub. War teilweise sehr sehr schön, teilweise anstrengend. Ich frage mich ehrlich, wie erwachsene Menschen 7 Tage die Woche (mehr oder weniger) 24 Stunden am Tag ein Kleinkind bespaßen können. Ich liebe mein Kind, ehrlich. Aber es macht mich irgendwie „porös“, wenn Tag für Tag Beschäftigung gefordert ist… Weitgehend ohne andere Kinder und hochschwanger. K. kompensiert viel und ich frage mich mal wieder, ob ich irgendwie komisch bin, weil ich das nicht auf Dauer total erfüllend finde? Strandspielerei, Vorlesen ohne Ende, Schwimmbad, Tierpark, Spielplatz, PlapperplapperplapperplapperplapperWutanfaaaaaaaall… Pffft…. Merke: Nächstes Jahr unbedingt mit Freunden + deren Kindern wegfahren! Ich halte das echt auf Dauer nicht aus. Und ja, ja, ja… Ich schäme mich dafür. Aber ich merke einfach, dass wir manchmal am Modell Kleinfamilie leiden. In den Momenten wünsche ich mir nichts mehr als ne hippiemäßige Gemeinschafts-Wohnform oder ein Zusammenleben mit meiner Familie…

Zurück zur Klamotte: Was zieh ich denn T. nun an am Anfang? Momentan denke ich: Flügelhemdchen + Wickeljacke + Strampler. Vielleicht aber auch Wickelbody + Strampler + Overall? Ich weiß nicht… Was hatten eure an?

Trächtigkeitsstatus jetzt aktuell:

  • Letztes Schwangerschaftsdrittel, im 9. Monat
  • 35. Woche (rechnerisch), SSW 34 (+ 0–6 Tage)
  • noch 6 Wochen bis zum Termin
  • 7 Monate (+ 2 Wochen) nach Befruchtung
  • T. ist 32 Wochen alt
  • 225. bis 231. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby komplett: ca. 45 cm
  • Scheitel-Steiß-Länge: ca. 30 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 8,5 – 9,5 cm
  • Gewicht: ca. 2500 g
  • Fußlänge: ca. 6,8 cm

Noch 37 Tage bis zum Termin… Wenn der kleine Mann in etwa 2-3 Wochen eher kommt, dann sind es nur noch (ach du sch….) 2 Wochen!

 

Quellen:

http://www.swissmom.ch/schwangerschaft/woche-fuer-woche/von-der-27-schwangerschaftswoche-bis-zur-geburt/35-schwangerschaftswoche/

Schwanger sein: So war die 33. Woche

Die Prüfungen sind geschafft! FERIEN!!! Irgendwie bin ich ein bisschen stolz, dass ich das echt noch durchgezogen hab *auf die Schulter klopf*

Ich sitze in der S-Bahn und denke an mein Baby… Ich freue mich auf ihn. Jawohl!

Kaum ist der Stress vorbei, prasselt aber auch alles mögliche auf mich ein. Ich bin total (!) fertig. Ich merke, dass ich mich erst jetzt, nachdem die Prüfungen durch sind, überhaupt mal auf meine Schwangerschaft konzentrieren kann… Im Moment konzentrier ich mich fast mehr auf meinen Umstand als auf das Baby in mir – außer in den Momenten, in denen er sich bewegt. Mein Bauch blubbert und wölbt sich, das sieht schon verrückt aus.

Meine Füße sind echt dick und geschwollen. Die Hitze macht wohl alle Schwangeren fertig… Mittlerweile musste ich mir das 4. Paar Schuhe zulegen… Ich habe wieder diese fiesen Symphyseschmerzen. Aufstehen: Auch aua.  Allgemein alles doch schon sehr anstrengend mit 115 cm Bauchumfang. Ich erinnere mich, dass es mir auch bei P. so ging am Ende. Da war es allerdings nicht so extrem heiß…  Der blöde Haushalt ist mir jetzt zu viel, weil Bücken kaum noch geht. Wenn ich nur ein bisschen was mache oder zu lange laufe, wird der Bauch hart. K. hilft mir viel. Held!

Sonntag Abend: Unruhe… Mehrere Stunden menstruationserinnernde Rückenschmerzen, die bis in die Oberschenkel strahlen. Übelkeit. Die Schmerzen sind morgens weg. Die Übelkeit ist stärker… Hmmm… Waren das Wehen?

Ich denke jetzt viel darüber nach, wie/wann/wo es losgehen wird. Ich erwarte das in etwa so:

2-3 Wochen vor Termin (also Ende August / Anfang September) werde ich menstruationsähnliche Schmerzen bekommen. Ich sehe mich Zuhause, vielleicht bin ich aber auch woanders. Die Schmerzen sind am Anfang nur leicht, ich überlege, ob es jetzt schon losgeht… Bin mir aber nicht sicher. rufe meine Mutter an, die vorsichtshalber P. abholt. Über Nacht werden die Schmerzen stärker. Morgens sind sie recht regelmäßig, sodass wir ins Krankenhaus fahren. Dort wird CTG geschrieben und der Muttermund untersucht.. Hm, der könnte dann (hoffentlich) schon so 5-8 cm offen sein (BITTE NICHT WIEDER SO EINE ODYSSEE BIS DER MUMU OFFEN IST!!!!). 1-2 Stunden später Kreissaal, Höhlenschmerzen, T. raus, auf meinen Bauch, fertig. Alles in allem wird es von den ersten wehenartigen Schmerzen bis zur Geburt ca. 12-18 Stunden gedauert haben.

Das wäre toll :-)

Habt ihr Lust, zu tippen, wann der Herr kommt? Termin ist der 16.09. – P. kam an 38+0, also 2 Wochen vor Termin (spontan) – Geburtsbericht siehe hier.

Trächtigkeitsstatus jetzt aktuell:

  • Letztes Schwangerschaftsdrittel, im 9. Monat
  • 34. Woche (rechnerisch), SSW 33 (+ 0–6 Tage)
  • noch 7 Wochen bis zum ET
  • 7 Monate (+ 1 Woche) nach Befruchtung
  • T. ist 31 Wochen alt
  • 218. bis 224. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby komplett: ca. 44 cm
  • Scheitel-Steiß-Länge: ca. 30 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 8 – 9,5 cm
  • Gewicht: ca. 2400 g
  • Fußlänge: ca. 6,8 cm

Es ist schon auffällig, wie weit ich nach unten scrollen muss, wenn ich mich durch meine Schwangerschaftsinfos klicke und wie wenig da noch kommt… Endspurt! P. war bei der Geburt bei 38+0 ca. 48 cm klein. Wenn T. jetzt laut Standardmaß etwa 44 cm groß sein soll – also theoretisch schon in die Frühchenklamotten passen würde, die P. am Anfang getragen hat… Hach!

Ich bin inzwischen seit 146 Tagen schwanger – noch 48 Tage bis zum Termin…

 

Quellen:
http://www.onmeda.de/selbsttests/schwangerschaftskalender.html
http://www.swissmom.ch/schwangerschaft/woche-fuer-woche/von-der-27-schwangerschaftswoche-bis-zur-geburt/medschwwfw34/
http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/Embryology/Woche32.htm