Eine Woche ohne Kind (2)

Der Rest im Schnelldurchlauf:

Das Meer hat gut getan, ich habe keinen weiter erwähnenswerte Menge Alkohol mehr getrunken, bin dafür aber etwa 50 Kilometer Fahrrad gefahren, 20 Kilometer gelaufen, habe 10 Stunden Musik gehört, 300 Seiten gelesen und ein halbes Notizbuch vollgeschrieben, 5 Bilder gemacht und eine Menge gegessen :)

Außerdem habe ich endlich mal wieder feststellen dürfen, dass K. mir fehlt, wenn er nicht da ist. Das waren wichtige und gute Gefühle. Am Freitag war ich aber dann doch mehr als euphorisch, ob der anstehenden Heimreise.

P. habe ich am Folgetag (Samstag) gegen Mittag wieder zurückbekommen. Ich hab sie schon aus dem Auto Brüllen hören -.- Als meine Eltern dann mit ihr oben waren, hat sie sich panisch an meine Mutter („Hmmmma“) geklammert und wollte partout nicht zu mir. Das hat schon ein wenig gepikst, hatte ich aber nicht anders erwartet. Nach einer Speisung und einem ausgedehnten Mittagsschlaf war aber alles wieder beim Alten. Nach „Papa?“ wurde dann unentwegt gefragt. Der kam dann Samstag Nacht und am Sonntag war wieder fast alles beim Alten… Am Montag und spätestens gestern Abend war dann auch die geballte Ladung Alltag wieder am Start *nerv*

Nichtsdestotrotz: Alleine Urlaub machen fand ich toll. Eine Woche ist vielleicht etwas lang und als nächstes würde ich gerne mit K. zusammen (ohne Kind) wegfahren… Ein paar Tage Auszeit möchte ich trotzdem versuchen mir einmal im Jahr zu gönnen. Ich konnte auf jeden Fall so einiges im Kopf zurecht rücken, mal wieder meine Prioritäten, Problemchen und Plänchen prüfen und bin da zu ganz guten Schlüssen gekommen. Ich fühl mich klarer und kann jetzt doch drei Mal mehr durchatmen, wenn irgendwas nervt oder anstrengend ist… Und das war’s auf jeden Fall wert! Ich kann’s jeder/m Gestressten Elternteil nur wärmstens ans Herz legen. Die Nummer von der wirklich netten Pension sag ich euch gerne auf Anfrage ;-p

Eine Woche ohne Kind (1)

Es war: Gut.

Am Freitag Nachmittag haben wir das P. den Großeltern überlassen und fast geweint. Danach hat sich alles leer und ruhig angefühlt. Nachts kurz nach 2: Aufbruch K. in Richtung Südtirol, 1500 Meter über NN. Morgens um 7: Ich los in Richtung Norden, 0 Meter über NN. Ans Meer also. Endlich.

1. Tag: Samstag 

Zugfahren. Alleine. Mir fallen überall Kleinkinder auf. Anflüge von Sehnsucht. Was P. wohl gerade macht? Wo K. wohl gerade ist? Ich fühle mich alleine, aber nicht schrecklich. Ich glotze aus dem Zugfenster und Leute an. Ich denke nach, jetzt noch nur ein bisschen. Ich lese und trinke Saft. Ich habe Angst vor 50 Minuten Busfahrt (weil kein Klo), war aber easy. Vor mir saß ein Mann mit Baby. Ich also wieder am Suchten und trotzdem ein Gefühl von: Freiheit. Ich muss mich gerade nicht kümmern, nicht da sein, nicht genervt sein. Ich glotze aus dem Busfenster und sehe erstes Wasser. Ich weiß nicht wo ich aussteigen soll. Ich suche meine Pension. Hab sie gefunden. Beziehe mein Zimmer. Genieße den Balkon. Ich glotze auf’s Meer.

Ahrenshoop Ostsee Strand

Ich richte mich ein, packe aus. Penetriere K. mit Nachrichten. Er hat keine Zeit für mich, fährt Ski. Ich fühle mich allein, aber immernoch nicht schrecklich. Ich gehe runter in das kleine Restaurant, das zur Pension gehört. Sitze alleine am Tisch. Belausche Gespräche. Bekomme Gesellschaft. Trinke Wein. Und noch mehr Wein. Mit Pastoren 60+. Sehr unterhaltsam. Am Ende aber doch zu viel Wein. Und dann noch Pflaumenschnapps mit der minderjährigen Bedienung. Ich bin betrunken. Ich = Feierwut. Nachts in einem Ostseekaff. Schlechte Idee. Ich laufe eine halbe Stunde ins Nirgendwo und am Strand zurück. Schreie das Meer an. Kann nicht schlafen, weil sich alles dreht. Mir ist schlecht. Ich bereue den Alkohol, aber nicht das Wegfahren. Will nur schlafen, schlafen, schlafen.

(Fortsetzung folgt….)

Eine Woche ohne Kind…

…startet am Samstag bzw. morgen Abend. Ich freue mich und ich hab Angst.

Jedes Jahr im März fährt K. mit einer Horde Kumpels Skifahren. Ich habe schon vor einem Jahr beschlossen, dass es vermutlich dramatische Folgen hätte, wenn er eine Woche wegfährt, währen ich alleine im Alltag mit Kind, Arbeit und Haushalt versinke. Ich würde ihn höchstwahrscheinlich mit dem Messer hinter der Tür erwarten und könnte seine Entspanntheit nicht ertragen.

Soviel zum Thema „Dem Partner etwas gönnen“…

Also habe ich beschlossen ebenfalls wegzufahren. Alleine. Erst waren Rom und London mit einer Freundin im Gespräch. Das fiel dann aus unterschiedlichen Gründen aus. Der Plan jetzt ist: Ostsee, Meerblick, Alleine. Okay… Zwei Freunde kommen mich nach drei Tagen besuchen. Wie auch immer… Ich freue mich drauf. Eine Woche raus, Pause, nichts müssen und hoffentlich nur wenig wollen. Lesen, Zeit und am Meer rumlaufen. Das kann ich gut gebrauchen. Ich frage mich, wie sich eine Woche als Mutter alleine im Urlaub anfühlen wird. Ich werde P. vermutlich schrecklich vermissen. Oder auch nicht?

Das Kind erfährt währenddessen auch eine Premiere: Eine Woche auswärts bei Omma schlafen. Auch hier bin ich gespannt, wie sie das finden wird. Ich denke, ihr wird das gefallen, weil 1. Oma, 2. zwei Hunde, 3. Garten… Andererseits ist sie inzwischen schon ziemlich sehr auf mich / uns fixiert. Aber ich vertraue meiner Mutter, dass sie das hinbekommt. Natürlich wird sie das. Gespannt bin ich trotzdem.

Wa haltet ihr davon? Habt ihr schon allein Urlaub gemacht seitdem ihr Eltern seid? Könnt ihr euch das vorstellen? Hättet ihr Lust darauf? Oder haltet ihr mich für bekloppt?

Eins am Tag 17: Wasser.

Weil ich kein Bild von meinem Wasserhahn posten möchte, gibt es gesammeltes Wasser aus Urlauben (Urläuben? Urlaubse? Urläuber?) der letzten drei Jahre (die waren übrigens allesamt toll) und zwangsläufig ein bisschen Geschichte.

Sommer 2009, Südeuropa

klares wasser

K. und ich waren gerade 2 Monate sowas wie zusammen und haben uns entschlossen einen Roadtrip durch Südeuropa zu machen – 4 Wochen durch Frankreich, Spanien und Portugal. Wir haben uns irrsinnig verschuldet, aber es war eine der tollsten (Reise-)Erfahrungen meines Lebens.

isle spain

Andererseits war das auch die Zeit, in der meine Krankheit (Morbus Crohn) zum ersten Mal richtig aktiv da war. Die Diagnose war mir da noch nicht wirklich gegenwärtig. Damit hatte ich ziemlich zu kämpfen. Der Urlaub war trotzdem großartig, hätte aber noch viel großartiger sein können, wenn der Schub nicht gewesen wäre.

baum wasser

Die Wochen haben mir aber auch gezeigt, dass K. jemand ganz besonderes ist. Auch weil er so gut mit meiner Krankheit umgegangen ist, die wirklich nicht immer angenehm ist und oft zu „nerviger“ Warterei führt oder andere Sachen unmöglich macht. Eine Partner, der damit gut umgeht ist Gold wert.

—– SCHNITT —-

Norwegen, Sommer 2010

Da war ich schon schwanger… Hätte uns das ein Jahr zuvor (siehe oben) jemand gesagt, wir hätten’s nicht für möglich gehalten. Wir hatten eine Menge zusammen vor, aber ein Kind stand nicht so unmittelbar auf der Agenda…

norwegen balestrand

K. hatte nicht mehr wirklich damit gerechnet überhaupt noch Vater zu werden. Schließlich ging er auf die 40 zu und hatte sich gerade eine Freundin gesucht, die schlappe 17 Jahre jünger ist als er und ständig mit einer  Band auf Tournee oder im Studio war… So schnell kann’s gehen ;)

jostedalsbreen

(Das ist übrigens der Jostedalsbreen, der größte Festlandgletscher Europas – jahaaa, her mit den Superlativen ;) )

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Da habter! Meine Wampe im Sommer 2010 – 8. Monat.

Norwegen war für mich enorm wichtig – 3 Wochen Pampa und kaum Ablenkung. In der 2. Woche bin ich in eine Art Schreibwut verfallen und habe „mein bisheriges Leben Revue passieren lassen“ und mit wichtigen Dingen abgeschlossen und meinen Kopf  mal grundlegend geordnet. Am Ende hatte ich drei oder vier Kladden vollgeschrieben.

—- SCHNITT —-

Italien, Sommer 2011

lksökfdöosoj

Trotz Autounfall und den 40 Grad Fieber von P. und allen möglichen Hindernissen – rückblickend war Italien trotzdem schön. Unser Baby war irgendwie kaum noch ein Baby – die erste „hilflose“ Zeit war rum. Alles fühlte sich nach Familie an. Wir sind jetzt einfach eine. Und das ist… toll.

Und nochmal kurz zum Thema: Ich liebe und brauche WASSER – ohne Wasserquelle in der Nähe, sei es nun in Form des Meeres oder ein Fluss / Wasserfall / Bach / See, fühlt sich Urlaub nicht nach Urlaub an. Dieses Jahr steht Südengland auf dem Plan.

(one photo a day challenge – january 17: water)

Italienische Herzenswärme

Wir sind zurück aus Italien – haben die Rückreise tatsächlich (fast in bisschen wider Erwarten) unbeschadet überstanden. Was für ein CHAOS-Urlaub!!! Unfall, krankes Kind, kaputtes Bett… Aber: Mitnehmen können wir am Ende doch einiges, was schön war. Und/oder wenigstens Eindrücke, die es wert sind gesammelt worden zu sein…

Nach dem Unfallchaos haben K. und ich erstaunlich gut zusammengehalten. Wir haben uns keine Vorwürfe gemacht oder dergleichen, was uns manchmal ätzenderweise durchaus liegt. Ich will fast sagen, wir sind dadurch wieder ein Stück zusammen gerückt. Auch durch lange zweisame Nächte (endlich mal wieder) auf dem Balkon mit dem Meer vor der Nase (und der Autobahn hinter uns, aber das geht auch fast als Meeresrauschen durch…) Ergebnis ist auch eine eventuelle eine Überraschung, die sich zunächst eher nach potenzieller Hiobsbotschaft angefühlt hat und nun doch mehr als Willkommen wäre. Dazu wird an dieser Stelle aber nichts weiter verraten :-X

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Über den Berg…

Wie es aussieht haben wir das Schlimmste überstanden! Seit heute morgen hat P. kein Fieber mehr und da wir so schlau waren NICHT mit bei ihr im Schlafzimmer zu schlafen, sondern in Zimmer 2 unserer Ferienwohnung, hat sie fast durchgeschlafen. Die eine Unterbrechung kam  pünktlich 02:30 – also genau zum Termin der Antiobiotika-Gabe!

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Sie schreit und schreit und schreit…

Mein armes, krankes Baby!!! Die verdammte Angina macht ihr (ergo uns) richtig zu schaffen! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das so schlimm schon einmal erlebt habe. Sie hat sowieso schon einen roten, entzündeten Hals und schreit und brüllt nun schon seit Stunden. Das Fieber war heute morgen nach wie vor bei 39.9.

Wir überlegen jetzt tatsächlich den Urlaub abzubrechen. Allerdings haben wir ja noch nicht einmal unser Auto aus der Werkstatt zurück… Weil die Versicherung den Fall nicht bearbeitet. Arrrrgh. Alles kacke.

Irgendwie ist der Urlaubs-Wurm drin!

Kind krank! Irgendwie reißen die Unglücksfälle in unserem Entspannungsurlaub  an der italienischen Adria-Küste nicht ab! Erst die Sache mit dem Unfall kurz vorm Ziel. Dann das nicht aufbaubare Kinderbettchen. P.’s Wutanfälle. Und nun heute die vermutliche Erklärung für letzteres.

Gestern war es tierisch (!) warm hier unten und Schreikeks hat geglüht – ich habe mir nichts dabei gedacht, denn geglüht haben wir alle bei 33 Grad. Schöner Mist, echt! Da haben wir extra den September gewählt mit statistisch 25 Grad Durchschnittstemperatur und was ist? Kaum ein Tag unter 30 Grad im Schatten…

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Dies und Das (1)

Wir sind: In Italien, Tortoreto, Abbruzzen (nach wie vor)
gewesen: genervt, weil min. 10 Mal wach in der Nacht (# Mücken + Kind)
gedacht: an L’Aquila, wo wir gestern waren. *
gelesen: Quattro Staggioni von Stefan Ulrich (weil’s so schön zu Italien passt)
erschrocken: Thermometeranzeige beim Kind = 38.9
gegeben: 1/4 Paracetamol (zum ersten Mal)
jetzt: Kind schläft, K. guckt nach Auto, ich = blogge
gehört: merkwürdige Schüsse/Knallen letzte Nach
gewundert: im „Grande Italia“ in Téramo bekommt man zu jedem Getränk automatisch etwas zu Essen…

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Autounfall im Urlaub!

GAU!

Wir haben einen UNFALL gebaut! Kurz vorm Ziel! Ich kann (und will) eigentlich immer noch nicht glauben, dass UNS das tatsächlich passiert ist! IM URLAUB!!! So ein verdammter Mist!

Wir hatten uns so sehr auf die Auszeit in Italien gefreut… Und hätten Entspannung und Erholung wirklich nötig gehabt, nach dem ersten Babyjahr mit viel Eingewöhnen, Geschrei, Arbeiten und Sorgen. Aber (offensichtlich) nix da.

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