Schwanger sein: So war die 28. Woche

Die letzte Woche war irgendwie auch nicht viel besser. So ’ne chronische Sinusitis ist ätzen – immer dann, wenn man denkt, dass der Mist vorbei ist, kommt es wieder zurück. Donnerstag Abend war hier Chaos, Sturm, Unwetter-Kack – dadurch fuhren keine Bahnen, ich kam gerade aus meiner Uni-Stadt gependelt und klebte am Unwetter-stürmisch-regnerisch-kalten Bahnhof für über 1,5 Stunden fest. Super. Freitag war dann der drückende Kopf (also meiner) auch wieder da…

T. bewegt sich echt stark. Die Ärztin und die Hebamme haben mir ein bisschen gezeigt, wie man die Lage des Babys ertasten kann. Faszinierend, das. Seitdem versuche ich manchmal zu erraten, was ich  da erfühle und es kommt mir vor, als könnte ich T. so richtig durch die Bauchdecke streicheln. Er reagiert darauf extrem mit Pränatalgymnastik.

P. singt dem Bauch neuerdings Lieder vor und sie schlingt ihre Arme um meine Hüfte und küsst meinen Bauch: „Ooooooh, dicker Bauch!“ – ich denke, dass sie ganz schön verwundert sein wird, wenn der Bauch dann plötzlich nicht mehr dick ist. Wenn wir Dinge aussortieren oder sie Sachen nicht findet, dann behauptet sie jetzt „Das gehört jetzt dem T.“ – Haha ;-) Der Arme!

Beim Laufen fühle ich mich als hätte ich einen kleinen, festen Ball zwischen den Beinen. Es drückt echt ziemlich heftig nach unten und manchmal durchfährt mich ein stechender Messer-Schmerz, sodass ich nicht weiterlaufen kann. Meine Hebamme hat mir einen Beckengürtel empfohlen. Sie meinte, dass das unter anderem daran liegt, dass die Hormone alles weich machen und das Becken nicht mehr so gut „hält“ – der Gürtel drückt die Beckenknochen etwas zusammen und stabilisiert das Ganze dann beim Laufen. Ich werde meine Gyn beim nächsten Termin darauf ansprechen.

Oh. Und ich hatte einen echt strangen Traum: T.s Geburt, quasi. K, P und meine Mutter (wtf?) sind im Kreißsaal. Folgende Szene: Die Schwester/Hebamme kommt zur Tür hinein, mit dem kleinen T. im Handtuch – es guck nur das Gesicht heraus, wie bei P. damals. Er wird mir in die Arme gelegt. Alle sind happy. Nur ich wundere mich und bin extrem verwirrt. Ich kann mich nicht daran erinnern, ihn geboren zu haben. Ich liege zwar auf dem Kreißsaalbett, unten auch alles blutig, fühle mich erschöpft… Aber ich kann mich nicht erinnern, wie es ablief. Die Erinnerung ist einfach komplett weg. Ich fühle mich ganz ganz komisch… K und meine Mom sind aber ganz normal… Ich fühlte mich wie um meine Geburt betrogen und wünschte mir in dem Moment nur, ich hätte die Geburt bewusst erlebt… Versuche mir zu erklären, dass ich ihn wahrscheinlich geboren habe, aber so konzentriert oder voller Schmerzen war, dass ich wie „weg“ war…

In letzter Zeit habe ich immer Mal wieder recht panisch an die Geburt gedacht… Ich habe Angst, dass mich die Schmerzen wieder so wegballern. Obwohl ich mich dieses Mal natürlich schon besser vorbereitet fühle. Ich habe Angst, dass unter der Geburt etwas schief geht. Ich habe Angst, wieder das Gefühl zu haben, es einfach nicht zu schaffen. Ich habe mir mehr als einmal gewünscht, ich könnte T. einfach so haben, ohne dieses… äh… „Erlebnis“. Es ist, als hätte mir der Traum gesagt: Doch. Du brauchst die Geburt. Bewusst.

Trächtigkeitsstatus aktuell:

  • Letztes Schwangerschaftsdrittel, im 8. Monat
  • 29. SSW (rechnerisch), 28 Wochen + 0–6 Tage schwanger
  • 12 Wochen bis zum ET
  • 6 Monate nach Befruchtung
  • T. ist 26 Wochen alt
  • 183. bis 189. Tag der fetalen Entwicklung
  • Länge Baby komplett: ca. 39 cm
  • Scheitel-Steiß-Länge: ca. 26 cm
  • Durchmesser des Köpfchens: 7 – 8 cm
  • Gewicht: ca. 1200 g
  • Fußlänge: ca. 6 cm

Im 8. Monat jetzt… Phieuw.

Ich habe mal meinen altern Mutterpass rausgekramt – Vergleiche fetzen ja irgendwie. Bei 29+5 habe ich damals (im August 2010) 73,4 kg gewogen. Jetzt bin ich bei 76,6 kg. 3 kg mehr als 2010, allerdings bin ich mit 5 kg mehr gestartet. Ich habe jetzt aktuell ziemlich genau 10 kg zugenommen seit Start der 2. Schwangerschaft im *schnief* Dezember. Bei der letzten Schwangerschaft waren es um die Zeit etwa 12. Ist jetzt also gar nicht soooooo schlimm, wie es sein könnte/wie ich dachte.

Das Baby kann jetzt womöglich bitter schmecken – jedenfalls wurden bei Untersuchungen schon mimische Reaktionen auf bitteren Geschmack beobachtet.

T. liegt schon seit Wochen mit dem Kopf nach unten, auch in dieser Woche… Er ist im übrigen nach wie vor immer gegen 23 Uhr ziemlich aktiv.

Ach herrje bin ich gerade sentimental, dass ich mit T. zum letzten Mal ein so kleines Baby haben werde… Der kleine Kopf und so. Hach. Hach. Hach…

Noch 83 Tage bis zum errechneten Termin.

Quellen:

http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/Embryology/Woche27.htm

Schwanger sein: So war die 11. Woche

Nach dieser Woche ist das erste Schwangerschaftsdrittel um. Ich bin schon seit einem viertel Jahr schwanger! Verrückt…

Ja, ich habe tatsächlich das Gefühl, dass es mir langsam wieder etwas … „normaler“ geht. Ich bin nicht mehr so extrem müde, nicht mehr sofort erschöpft. Ich halte wieder länger durch. Die Symptome sind jetzt immerhin nicht mehr jeden Tag so knallhart spürbar, es gibt müdere und weniger müde Tage. Wenn das P. (wie gestern) allerdings 5 Uhr morgens panisch aufwacht, weinend in der Tür steht, zu uns ins Bett kommt und nicht mehr schlafen kann… Dann wird das ein müder Tag. Die graue Suppe da draußen macht es auch nicht besser. Ich habe gestern gelesen, dass dieser Winter der dunkelste seit Beginn der Aufzeichnungen ist und dass die Menschen sich erschöpft fühlen, weil das Sonnenlicht die Serotoninproduktion anregen würde. Wenig Sonnenlicht –> weniger Serotonin –> mehr Schlappheit, weniger Motivation. Es ist also offenbar nicht allein die Beele für meine Ekel-Stimmung verantwortlich. Tatsächlich schlurfen ziemlich viele Menschen dieser Tage nur so rum und sehen aus als hätten sie keine Lust auf gar nichts. Ich bin nicht allein!

Mein Bauch ist jetzt messbar gewachsen, um 2 Zentimeter genau. Seit Start hab ich etwa 1,4 kg zugenommen, wobei das immer mal hoch und wieder runter ging. Je nachdem, ob eher Fressanfälle oder Übelkeit vorrangig waren. Beides hat sich jetzt übrigens etwas normalisiert. Heißhunger auf dunkles Knäckebrot mit Frischkäse und Honig hab ich. Belegte Brote und Brötchen überhaupt. Und immernoch Kakao. Und Möhren. Und Zartbitter-Schokolade. (Habe ich gerade behauptet, es würde sich normalisieren?) Ich habe das dringende Bedürfnis, gesund zu essen und frisch zu kochen. Aber das Kochen gelingt mir nicht wirklich. Ich habe wahnsinnigen Durst! Immer! Auf Dauer kann das echt nervig sein. Das liegt wohl daran, dass der Körper höhere Blutmengen produzieren und pumpen muss. Dauerkalt ist mir auch nach wie vor. Das nervt mich langsam so richtig. Dadurch fühle ich mich so kränklich.

Ich hänge zu viel in Schwangerschaftsforen rum und habe immernoch Momente oder Tage, an denen ich versuche, bis ins kleinste Detail herauszufinden, in welchem Stadium sich mein Körper jetzt und die Beele sich etwa befindet. Ich höre andere Mütter sagen, dass die 2. Schwangerschaft eher nebenher und unbewusster abläuft. Viele sind traurig darüber. Bei mir ist das irgendwie nicht der Fall. Eher im Gegenteil. Ich denke ständig an die Beele, an die Schwangerschaft und daran, dass es voraussichtlich meine letzte sein wird. Ich denke daran, wie die Beele sein wird und wie wir ihn/sie nennen könnten. Ich habe einfach das Bedürfnis, mich damit zu beschäftigen, was mit mir passiert und kann mich kaum auf andere Dinge konzentrieren. Weniger davon wäre mir lieber, um ehrlich zu sein. Der Mädchenname steht übrigens fest :-) Mit Jungsnamen tun wir uns hingegen ziemlich schwer. Ein Zeichen?

Ich schlafe schlecht und ich träume wirres Zeug. In der ersten Schwangerschaft war das auch schon so. Ich wache nachts leicht auf und kann nicht mehr einschlafen, weil komische Geräusche die Treppe hochkriechen und derzeit Dachlawinen das Dach krachend runterrattern. Morgens fühle ich mich ziemlich gerädert.

Und die Beele? 

Ich bin in der 12. Schwangerschaftswoche, heute bei 11+1. Die Beele ist heute 9 Wochen und 1 Tag alt. Laut meiner schlauen Liste ist die Beele heute 4,6 cm groß. Jetzt ist sie/er/es schon so groß wie eine Walnuss.

walnuss

  • 12. SSW
  • 11 Wochen + 1-7 Tage (nach ärztlicher Berechnung)
  • 10. Woche nach der Befruchtung (9 Wochen + 1-7 Tage)
  • 64. – 70. Tag der fetalen Entwicklung
  • Scheitel-Steiss-Länge: ca. 43-53 mm
  • Fußlänge: ca. 9 mm
  • Durchmesser Kopf: 15-20 mm
  • Gewicht: ca. 15 g

Und so könnte sie/er im Moment aussehen:

12. ssw

3d 12. ssw

Die Finger und Zehen sind nicht mehr durch „Schwimmhäute“ verbunden, die Beele kann sie jetzt vielleicht schon richtig unabhängig voneinander bewegen, die Hand in den Mund nehmen und die Nabelschnur umfassen. Das Kleine reagiert reflexartig auf Reize. „Bis zu 20 Mal in der Minute kann das Baby die Position verändern, dabei übt und trainiert es das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln.“ (Quelle) Der Dottersack wird jetzt nicht mehr gebraucht und dürfte so gut wie verschwunden sein (faszinierend!), die Plazenta ernährt das Baby vollständig. Die Plazenta ist jetzt in etwa so groß wie eine Faust und wächst mit dem Baby mit. Alles ist jetzt fertig angelegt, die Beele muss eigentlich nur noch wachsen. Nach der 12. Woche sinkt das Risiko einer Fehlgeburt rapide.

Morgen habe ich einen Termin bei der Gyn, dann gibt es auch wieder ein echtes Beele-Bild. Ich freu mich schon!

Infoquellen:
http://www.swissmom.ch/schwangerschaft/woche-fuer-woche/medschwwfw12/medschwwfw12b.html
http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/Embryology/Tag64.htm

Bildquellen:
1) http://www.dr-uebele.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=22&idart=267&m=&s=
2) http://www.feindiagnostik.de/141,0,bildergalerie-ultraschall,index,0.html

Schwanger sein: Hallo Beele 7+1!

us 7+1, ultraschall 7+1

Entwicklung? Zeitgemäß. Herz? Schlägt. Größe? 11 Milimeter vom Kopf bis zum Schwanz. Entspricht? SSW 7+3.

Ach, Beele :-} Ich war dermaßen aufgeregt bevor es heute auf ‚den Stuhl‘ ging… „Warum? Warum?“ hab ich mich gefragt… Ich hatte echt Schiss, dass etwas nicht stimmt. Zu viel gelesen, fürchte ich.

Es ist also alles gut! Ich habe meinen Mutterpass bekommen. Der nächste Termin ist Ende Februar… (Puh, schon 12. Woche dann!)

Abends hab ich ekelhafte Schmerzen im Unterleib, die Müdigkeit nimmt noch mehr zu und diese Woche ist meine Horror-Woche des Semesters. Danach ist dann endlich Verschnaufpause, in der ich ‚in Ruhe‘ meine Hausarbeiten schreiben und mich mental auf’s nächste Semester (und die Klausuren an dessen Ende) einstellen kann.

Ich will nur noch schlafen, schlafen, schlafen… Wann ist der Müdigkeits-Peak und wann hört sie gleich nochmal auf??

Hard Facts für diese Woche:

  • momentan in der 8. SSW rechnerisch
  • 7 Wochen + 1 – 7 Tage (Berechnung nach Arzt)
  • 6. Lebenswoche der Beele nach der Befruchtung
  • 36. – 42. Tag der Embryonalentwicklung
  • Länge des Embryos: 9-16 mm (SSL)

(Quelle)

Schwanger sein: So war die 7. Woche

(Oder: 6+5)

Die Beele müsste so etwa 5-8 mm groß sein. Ich bin jetzt gerade noch in der 7. Schwangerschaftswoche = 6+1 bis 6+6 (morgen). Der Embryo ist 29 bis 35 Tage alt.

Die Beele wächst jetzt jeden Tag etwa einen Millimeter und hat immer noch seinen Urzeit-Schwanz. Wichtige Organe sind da und entwickeln sich weiter. Die Haut ist schon entwickelt (wow!) – Blick in den Bauch

Ich habe seltsame Gelüste: Entweder so richtig ungesund (BURGER! POMMES! PIZZA! MACCHERONI CHEESE!) oder richtig gesund (frische Ananas und Säfte zum Beispiel). Und KAKAO.

Weil ich schwanger bin, hab ich das Gefühl, dass alles ein bisschen erlaubter ist als sonst. Das ist cool. Eigentlich hätte ich zu tun und ich sollte nicht hier auf’m Sofa rumliegen, Schokolade fressen und Dummbrot-TV gucken? Hey! Ich bin schwanger, Faulheit gehört dazu! Ich habe einen Termin, bei dem ich Fotos machen soll und keine Kamera dabei? Hey! Ich bin schwanger, Verpeiltheit gehört dazu! Ich raunze K. wie bescheuert an, obwohl er eine normale Frage gestellt hat? Hey! Schwangäääär! Verstimmungen gehören dazu! Das Gute ist: Ich habe das Gefühl, dass ich mich auch mehr traue, den Sachen nachzugeben anstatt irgendwas zwingend durchzuziehen. Gut, das!

Ich plane, was ich alles tolles im Babyjahr anfangen kann. Endlich anfangen, an einem richtigen Buch zu schreiben. In meinem Hinterkopf kursiert von Zeit zu Zeit die utopische Vorstellung, dass es doch toll wäre, wenn ich tatsächlich nur schreiben bräuchte und damit unseren Lebensunterhalt verdienen könnte… Ächem… Käme mir entgegen, unserer Zeitplanung, meiner phasenweise auftretenden ‚Asozialität‘, meiner Krankheit. Außerdem auch ein guter Plan: Vertiefende Literatur für’s Studium lesen, mich spezialisieren und, und, und… Eine andere Stimme brüllt mir immer gleich rein: BULL! SHIT! Du wirst zu GAR NICHTS kommen außer dem kleinen und dem großen Baby! HA! Und die Gemäßigte sagt einfach: Konzentrier dich doch erst einmal auf die neue Situation, die dann da ist und nimm dir nicht schon wieder irgendwelche Dinge vor. Die sind dann nur wieder Auslöser für Gewissensbisse. Recht hat sie. Aber: Man wird muss ja wohl noch träumen dürfen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich ganz schön Angst davor, dass mir die Decke wieder so sehr auf den Kopf fällt wie im ersten Babyjahr.

Ich kann es nicht erwarten, dass der Januar vorbei geht. Es ist einfach zu stressig. Zu viele kleine Termine, ich hasse viele kleine Termine am Tag! Das macht mich immer durcheinander und nervös und überhaupt und sowieso. Jetzt ist kinderfreies Wochenende, was ich zum Entspannen nutzen könnte, aber nicht kann, weil ich einfach zu viel machen muss. Erwähnte ich, dass ich das scheiße finde?

Ich fühl mich kränklich, Hals kratzt., Nase stopft…. Ich will nach wie vor am liebsten eins: Meine Ruhe. Meine Brust verändert sich, das soll ja so sein, ist trotzdem ein bisschen anstrengend, weil so spürbar.

Nächsten Dienstag bei 7+1 sehe ich die Beele wieder, hoffentlich inklusive schlagendem Herzen. Dann geht auch das ganze Schwangerschafts-TammTamm los mit Blut abnehmen und wiegen und so. Äääähm… Hat jemand ’ne Ahnung, wieviel so ein Ultraschallgerät für Zuhause kosten würde? Pi mal Daumen? Anyone? Sollte ich einen Toxoplasmose-Test machen lassen? (Obwohl ich kaum Fleisch esse und gegen Katzen allergisch bin?)

Ich hab mir fest vorgenommen, mir keine Geburtsvideos auf YouTube mehr anzugucken. Gestern habe ich mich min. 12 Stunden lang (fast) gar nicht mit der Schwangerschaft beschäftigt.

Ich habe nach wie vor Angst, dass es irgendwie zu viel wird mit zwei Kindern, Studium, Pendeln und jung sein. An die, die 2 Kinder haben: Wie war/ist das bei euch?

Schwanger sein: So war die 6. Woche

(oder: So groß wie ein Apfelkern.)

Ich bin rechnerisch in der 6. Schwangerschaftswoche. Fachärzte würde sagen: SSW 5+1 bis SSW 5+6. Die Beele (der Embryo) ist 3 Wochen – 22 bis 28 Tage – alt und angeblich in etwa so groß wie ein Apfelkern, am Ende der Woche (also jetzt!) etwa 4-5 mm groß. Er/Sie/Es ist i.d.R. c-förmig gekrümmt, hat eine deutliche Wölbung am Vorderteil (Herz) und ein Schwanzteil.

Das war die erste Woche der ‚echten‘ Embryonalphase, in der sich die Organe entwickeln und die bis zur 12. Woche dauert, danach beginnt die ‚fetale Phase‘, das davor nennt Mensch ‚präembryonale Phase‘. Deshalb ist die Zeit jetzt und in den nächsten Wochen so wichtig. Das Herz bildet sich zum Beispiel in dieser Woche und beginnt, zu schlagen. Wenn Frau etwa um den 25. Tag der Emryonalentwicklung zum Arzt geht – also etwa drei Wochen nach dem wichtigen Sex, kann sie via Ultraschall vielleicht schon das Herz schlagen sehen. (Ich war bei 5+1 und es waren Fruchthöhle, Dottersack und embryonale Anlagen zu sehen, siehe unten.)

Wörter der Woche: Neuralrohr, Dottersack, Fruchthöhle

Mo, 14.01.2013 (5+0)

Ich verpenne alles: Lege Termine falsch, bin durch den Wind. Kann keine 5 Sätze hintereinander geradeaus denken und auch nicht mehr keine ordentlichen Sätze formulieren. Hitzewallungen. Frösteln. Hunger. Übel. DURST! PIPPI! STÄNDIG! AAH! Denke am Abend, nachdem gelesen, etwa 20 Mal „so groß wie ein Apfelkern… so groß wie ein Apfelkern… so groß wie ein…“ Morgen Termin beim FA. Wird die Fruchthöhle noch leer sein oder ist schon ein Punkt zu sehen? Gespannt, ich bin.

Merke: Ich finde es schön, schwanger zu sein und schon eine Ahnung zu haben, was mich erwartet. Also schwanger sein ohne die Angst vorm Unbekannten.

Di, 15.01.2013 (5+1)

Dachte irgendwie, beim Zweiten Mal würde alles eher nebenher laufen und weniger mit Aufgeregtheit und Hibbeln zu tun haben. Aber: Wieder kaum in den Schlaf gefunden letzte Nacht, erst irgendwann gegen 3 Uhr nachts. Wecker klingelt 6:30. Termin beim FA: 07:45. Wartezeit 1-2 Stunden (Minimum). Habe das P. gestern und heute nicht gesehen :( Habe schon jetzt die leise Befürchtung, dass sie zu kurz kommen wird… Renne beim Arzt 10 Mal aufs Klo, äußerlich cool. Gegen 9:30 dann rein da, aus das, rauf da. Und? Schon beim ersten Schwenk die Höhle gesehen. Und es ist sogar schon was drin! Große Freude! K. kommt mir auf der Treppe entgegen. Kurzer Lovestory-Moment, gemeinsames Frühstück, Freude, Flashbacks. Dann geht es also wirklich wieder los.

Mi, 16.01.2013 (5+2)

Bin eigentlich müde ab 17 Uhr, aber so viel zu tun. Nicht vor 1 ins Bett derzeit. Scheißkram, das. Fettige Haare! ICH! Mildes Shampoo, Waschen mit lauwarmen Wasser und Lufttrocknung soll helfen. Hunger! Nach wie vor. Aber so blöde unkonkret: Koche was, mag es dann aber nicht. Lieber Schokolade. Täglich. Magenprobleme vom Ekel-Essen und Genervtheit meinem Umfeld gegenüber… Wie unbefriedigend!

Do, 17.01.2013 (5+3)

Bin empfindlich und liebesbedürftig. Bin gereizt und unterkühlt. Bin müde und erschöpft. Bin nullbockmäßig und ‚asozial‘ drauf. Das P. ist krank. Ergo: Keine Uni heute. Das stinkt, weil: Semesterende, eh schon Stress. Booooh! P. weigert sich neuerdings gegen Mittagsschlaf. Und Ausziehen. Und nicht mit langen Schnüren im Bett spielen. Und Gemüse essen. Erinnere mich daran, dass ich sie NIE zum Mittagsschlaf zwingen wollte. Komme aber nicht mehr umhin. Erkläre, dass ich weiß, dass SIE keine Pause will, ich aber eine brauch. Scheint sie zu verstehen, wenn auch widerwillig. Bin zur Zeit ziemlich ideenlos, was Spielen betrifft. Frage mich, ob jemand, der so oft so ungern so richtig spielt wirklich 2. Kind…

Ertrage Geruch bei Öffnen des Kühlschranks nicht. Erschnüffle Ursache: Frische Ananas gemischt mit Stinkkäse. *Gänsehaut* Verspüre unbändigen Drang, Chaos zu beseitigen. Nestbautrieb? JETZT SCHON?!? Entferne den Weihnachtsbaum aus meinem Zimmer. 21.50. Fühle mich als wäre es nachts um 4. Mein Gesicht glüht. Jeden Tag kommt ein Wehwehchen hinzu. Rechne x 8 Monate á 4 Wochen. Angst!

Fr, 18.01.2013 (5+4)

Viel. Zu früh. Wach. Viel. Zu früh. Unterwegs. Viel. Zu viele. Termine. Viel. Zu wenig. Lust. Viel. Zu spät. Im Bett. Das P. Viel. Zu lange. Warten. Müssen. Bis zum nächsten FA-Termin. Vollkommen fertig nach Zubettbringen der „Erstgeborenen“… Wieder große Fragezeichen im Hirn: Schaffe ich das echt? Mit zwei Kindern? Wie viel stressiger wird das werden? Beele… Ich bin… wir sind sooo gespannt auf dich!

Sa, 19.01.2013 (5+5)

3 Stunden im Schnee gewesen. Habe gelesen, dass Eltern Kleinkinder gar nicht so sehr bespaßen müssen, sondern dass es viel sinnvoller ist, ihnen Erlebnisse zu vermitteln und ein Vorbild zu sein. Wieder eine eigentlich einfache Aussage, die aber „Klick“ gemacht hat. Frage mich nämlich immer mal wieder, was Eltern eigentlich tun sollen, wenn sie keine sonderlich verspielten Typen sind… Mit der Herangehensweise kann ich gut leben, glaub ich. Streit gibt’s auch, weil es nervt, dass ‚Erschöpfung‘ derzeit das fast einzige Thema hier ist… Hört das irgendwann auch wieder auf? Werde ich irgendwann damit mal besser klarkommen und es nicht mehr als so einschränkend empfinden? Wird K irgendwann mal nicht müde sein? Bin so verdammt dünnhäutig…

Ein Buch mit Klappen für P. geholt („Unser Baby„). P. guckt sich nun nichts anderes mehr an. Nach dem Schlafen am Nachmittag wecke ich sie und lege sie mir auf den Bauch (solange das noch geht). Schlaftrunken murmelt das P, auf meinem Bauch liegend und mit geschlossenen Augen: „Nis so doll machen aufen Bauch. Ganz lieb sein! Is ein Beeebi drin in den Bauch!“ Große. Liebe.

So, 20.01.2013 (5+6)

Müüüde! Durstig! Hunger! Tierische Fette hin oder her: ICH BRAUCH KÄSE!! Wenn ich mich vom Bauch auf die Seite drehe, spüre ich ein echt unangenehmes Ziepen in der Leistengegend. Meine B*ustwarzen sind EXTREM empfindlich. Habe schon überlegt, ob ich mir jetzt schon Stilleinlagen in den BH legen sollte. Tipps? Anyone? Lese alte Tagebücher aus der Zeit der Schwangerschaft mit P.: Das Band-Aus. Verarbeiten von fast 10 Jahren Tourleben. Angst vor dem, was kommt. Zuversicht. Freude. Liebe. Das lese ich da. Und jetzt? Viel hat sich verändert, in mir und hier. Einiges ist geblieben. Bin mehr bei mir, jetzt. Fast zu sehr, vielleicht. Gibt nicht allzu viele unbekannte Variablen in diesem neuen Gleichungssystem. Mein größtes Fragezeichen ist: Überfordern wir uns damit nicht? Es ist uns doch schon jetzt dann und wann zu viel. Was ist, wenn es ZU viel wird??

By the way, aber für mich eine wichtige Frage: Wie ist es euch eigentlich lieber? Regelmäßig kurze Updates zu einzelnen Tagen mehrmals pro Woche oder lieber wöchentlich und lang, so wie dieses hier? Mir ist das relativ egal.. Also sagt doch mal:


Meine Hauptquellen für die embryonale Entwicklung sind swissmom.com – Woche für Woche sowie onmeda.de.

Ich dokumentiere: Schwanger werden / schwanger sein

Werte Verrücktinnen und Verrückte,

ich bin ein Objekt. Freiwillig. Seit kurz vor Weihnachten ;-)

Ich werde diese (2.) Schwangerschaft vom Kinderwunsch bis… na mal sehen bis wohin ;) dokumentieren. Ich will versuchen euch zu erzählen, welche Fragen ich mir gestellt und welche Antworten ich gefunden habe, welche Erfahrungen ich zu welchem Zeitpunkt gemacht habe, was ich also bestätigen und nicht bestätigen kann und ich hoffe sehr, damit mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen:

Ich:

  • Befriedigung meines Mitteilungsbedürfnisses und ein Entgegenkommen der Tatsache, dass meine Gedanken eh die ganze Zeit darum kreisen
  • Erfüllen meines Dokumentationszwangs
  • neue Inhalte für meinen Blog und Befriedigung eurer werten Neugier

Hibbelnde / Menschen mit Kinderwunsch:

  • hoffentlich eine Zeitersparnis für alle, die genauso bekloppt sind wie ich. Also alle Extrem-Hibbeltanten, die sich total heiß machen und nicht locker lassen können. Die Leute, die mindestens 15 Schwangerschaftstests verbraten und 40 Stunden mit Googeln nach Themen wie „Warum wird die Testlinie nicht stärker“ oder „Kissen nach Befruchtungssex“ verbringen. Lest das hier. Ich denke, dass ich etwa 3/4 eurer Fragen beantworten kann, wenn ihr euch in etwa die Gleichen stellt wie ich.

LeserInnen von Babykram und Kinderkacke:

  • vielleicht irgendwie komisch für euch, weil an manchen Stellen so überdetailliert. Diejenigen, die das Thema nicht interessiert, werden eventuell nicht so viel damit anfangen können. Also vielleicht überspringt ihr einfach die Beiträge zu dem Thema… Ich verspreche, es wird auch weiterhin die üblichen Anderen geben!
  • Öhm… Ach ja: Ich bin schwanger ;-)

Bestandsaufnahme

ICH:

  • 24 
  • 1,60 m groß, (zu Beginn:) 65 kg
  • 2. Schwangerschaft, eine Tochter (*10/2010)
  • chronisch: Morbus Crohn
  •  Medikamente: Azathioprin, 150 mg/d
  • Hilfsmittel: Femibion 1, Ovulationstests (One Step)

HEUTE:

  • Januar 2013

Entbindungstermin:

  • Mitte September 2013

Ein Hinweis:

Ja, ich bin mir darüber bewusst, dass es ein bisschen riskant ist, damit so früh so laut rauszurücken… Aber: Ich finde den Gedanken gerade überaus faszinierend, den ganzen Prozess wirklich von Anfang an beobachten zu können. Und ich will euch daran teilhaben lassen. Sollte etwas schiefgehen, dann gehört das auch zu den Erfahrungen, die ich gerade mache und mit denen ich umgehen muss. Dazu ist das hier ja irgendwie auch da.