KiTa-Eingewöhnung: Woche 3

Echt? 3 Wochen schon rum? Na dann wollen wir mal:

Alles paletti soweit. Seit Mittwoch isst das Fräulein regelmäßig mit. Ich werde von den EZinnen meistens mit „Alles bestens, sie hat zwei Mal Mittag gegessen“ begrüßt. Könnte nicht besser, oder?

Wir sind mittlerweile bei: Hinbringen um 9, direkt gehen und abholen kurz vorm Mittagsschlaf (aber gewindelt wird schon mit) gegen 11:30.

ököködaödöa

Am Dienstag (oder so) bekam ich ein vollkommen verrotz-heultes Kind in die Arme gedrückt. Kommentar dazu? „Alles bestens, sie hat zwei Mal Mittag gegessen“… Ääääääähm. Okay.

Ins Bett legen lässt sie sich noch nicht, aber windeln geht okay. Meistens. Und sie sitzt „brav“ beim Essen am Tisch. Nach einigen Anläufen jedenfalls.

Zwei Mal hat sie mich einfach beim Abholen übersehen. Und mehrmals hat sie ihre Bezugsperson EZ1 „Mama“ gerufen und geflennt und gebrüllt als wir den Krippenbereich verlassen wollten. Ich schätze, das ist ein gutes Zeichen. Tut trotzdem weh im Mama-Herz. „Wo ist denn die Mama?“ frage ich, sie auf dem Arm über die Straße wuchtend – „Daaaaaa“ ruft das Kind und zeigt in eine unbestimmte – aber in jedem Fall WEIT WEIT ENTFERNTE Richtung. *schluchz*

Die anstrengende FSJlerin ist gar nicht mehr so anstrengend und meckert auch nicht mehr rum. Oder ich bekomme es nicht mehr mit.

Nächste Woche wird dann Projekt Mittagsschlaf in Angriff genommen. Und eine tatsächlich wird die täglich mehrstündige Arbeitszeit immer greifbarer.

Was mir negativ aufgefallen ist:

Die gehen irgendwie nicht raus. Ich hoffe, dass das anders ist, wenn es wärmer und trockener ist. Ich bin ein bisschen neidisch auf eine andere Mama, deren KiTa-Gruppe jeden tag raus geht. Naja.

Das Essen ist echt kacke. Im wahrsten Sinne. Linsensuppe, die nach Blumenkohl riecht, am Montag. Und Mittwochs war in der Schüssel so Zeugs, das sah aus wie Katzenfutter oder -kacke. Ich weiß nicht. Hätte ich jedenfalls nicht essen wollen. Freitag gab’s Fisch mit Kräutersoße und Kartoffeln. Das ist okay. Mir wird trotzdem immer ein bisschen schlecht, wenn ich da rein komme.

Das gibt es so ein paar EZinnen im größeren Bereich… Maaaann ey, da bekomme ich schon nach 10,5 Minuten Kopfschmerz-Anfälle. Diese typisch-anstrengend-nichtssagenden Scheiß-Sprüche in dieser typisch-anstrengenden Knatsch-Tonlage: „Maria! Emma! Leonard! Bei euch piept’s wohl??? Es ist kurz nach halb! Jetzt aber Abmarsch!“

((Ob sich die Wahrscheinlichkeit eines Amoklaufs drastisch erhöht, wenn Kinder in Kleinkindertagen tagtäglich von solchen Hexen tyrannisiert wurden?? Sollte man mal untersuchen. Merke: Vielleicht kann ich das in mein Studium einbringen…))

Und sonst so?

Auf jeden Fall kann nur alles besser werden nach dieser ätzend-anstrengenden Woche: K. hat komplett 7 Tage hintereinander am Stück in einem anderen Bundesland gearbeitet.

Liebe Voll- und Teilzeit-Alleinerziehende: Ihr habt wirklich meinen allergrößten Respekt! Ich könnte das nicht. Wie zur Hölle macht ihr das???

Scheiß Laune hatte ich gestern, woooohar! Aber wie! Aber ich habe eine sehr, sehr, sehr, sehr interessante Doku in der Glotze gesehen – es ging um die Inuit und ich habe schon lange nicht mehr so eine bemerkenswerte Sache über das Fernsehen erfahren. Wer’s wissen will, darf in den Kommentaren fragen und ich erzähl’s gerne. Führt hier sonst zu weit ;-p

Heute ist die Laune besser, weil: Ich war mit P. im Zoo und trotz einiger Wutanfälle war es gut und weitgehend angenehm. Heute Abend kommt K. wieder und wir haben diese miese Woche hinter uns. Und ich habe endlich mal wieder was genäht und noch mehr davon vor. Soweit, so normal.

KiTa-Eingewöhnung: Woche 2

KiTa LeipzigSoooooo… Woche 2 ist überstanden. Die Tage hat vor allem K. das P. in die KiTa gebracht. Und das gibt’s zu berichten:

 

 


Montag

  • Wirkung Wochenende spürbar bei allen Kindern, auch bei P.
  • EZ1 + 2 im Stress
  • K. und ich haben P. zusammen hingebracht und abgegeben
  • Situation zu ungewohnt
  • trotzdem erster längerer Trennungsversuch
  • FRÜHSTÜCKEN gegangen – zu ZWEIT :) Luxus.
  • 10:15 P. abgeholt: Total verquollen und verheult
  • Zuhause: Koma

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

  • K. bringt das P. in die KiTa
  • P. weiß an welcher Haltestelle wir morgens aussteigen
  • Trennungsversuch 09:00 bis 10:15 (vor Obstfrühstück)
  • Eingewöhnungskind 2 brüllt KiTa zusammen
  • P. macht sich gut, langsam Verbindung zu EZ 1 + 2
  • FSJlerin verschwunden (ich hab nicht gefragt wohin)

Freitag

  • kalt, Schnee, Regen – bäh
  • P. scheint sich auf KiTa zu freuen
  • Nur kurz geweint bei „Übergabe“
  • Trennung 09:00 bis 10:45 + erster Versuch Mittagessen
  • Mist: Ich komme nach Absprache zur Sicherheit 10:15, falls Mittag nicht klappt
  • P. hört Tursummer als sie Runde mit EZ1 durch KiTa -> sieht mich (-_-)
  • ich bin mit im Gruppenraum beim Mittagessen und fasziniert:

Krippe Leipzig, Kindergarten LeipzigNach zwei Wochen hat sich wirklich einiges getan. P. macht alle möglichen Sachen ziemlich selbstverständlich mit (z.B. beim Essen am Tisch sitzen, versucht mit Löffel zu essen und trinkt selbst aus der Tasse). Ja: Ich bin sowas wie stolz, aber vorrangig froh. Sie scheint sich wohl zu fühlen. ich bin gespannt welche Auswirkungen das Wochenende jetzt auf die nächste Woche haben wird.

KiTa-Eingewöhnung: Tag 4

Haltet mich für bekloppt, ABER: Mir ist die Uhrzeit, zu der wir aktuell täglich in der KiTa antanzen müssen (NEUNUHRDREISSIG) echt entschieden zu früh. Wir kommen zu spät, und zwar bis jetzt täglich. Heute fetzige 15 Minuten. Kommentar EZ1: „Und wir dachten schon ihr kommt nicht mehr“ Narf. Mistmistmist. Ich komme immer und überall zu spät (liegt unter anderem am Chrohn (und an mir, weil ich wirklich keine Lust habe jedem auf die Nase zu binden, warum genau man, wenn man Morbus Chrohn hat ständig zu spät kommt)).

Angekommen
Gut, Kind hat gewunken und sich gleich ins Getümmel gestürzt

Ausprobiert
Trampolin, Bällebad, Rutsche

Teilgenommen
Obstfrühstück, „Dreiradrunde“ vorm Mittagessen

Größte Hürde
Ich (= Mama) musste aufs Klo ((Was für eine Überraschung!)) = 1. unfreiwilliger Trennungsversuch

Funktioniert 1
Klogang Mama hat P. gar nicht gemerkt

Funktioniert 2
EZ2 nimmt P. auf Arm

Funktioniert 3
P. lässt sich von der komischen FSJlerin trösten

Gewütet
Die EZinnen kennen jetzt auch P.s Wut-Ich (Grund: Zu langsame Vergabe der Apfelstücke)

Schade
P. wollte gerne mit Mittag essen, wir mussten gehen

Plan für morgen
Ich gehe nur kurz mit in den Gruppenraum, dann raus, wenn P. gut gelaunt.

Alles in allem
Wir sind gespannt :) Alles in allem scheint’s gut zu laufen und ich denke, dass wir das schneller als gedacht hinbekommen.

Krippenplatz (Das überraschend gute Ende)

Ich versuche ja ansonsten mich mit den zu klischeehaften Themen, die man in fast jedem MamBlog nachlesen kann, zurückzuhalten – von zu detaillierten Beschreibungen des Windelinhalts bis zu allzu normalen Banalitäten. Aber heute muss es doch sein:

Wir haben einen Krippenplatz für unser Kind! Ab Januar!

Dass es in diesem Land mit verfügbaren Krippenplätzen kaum besser aussieht als vermutlich in naher Zukunft mit den weltweiten Festplattenkapazitäten, dürfte allgemein bekannt sein. Wenn man dann noch 1. dazu neigt, sämtliche Fristen, Termine, etc. grundsätzlich gannnnnnz knapp zu verpassen und 2. genau in der Zeit einen Platz benötigt, in der die Stadt beginnt ihr „grandioses“ Platzvergabe-System zu testen einzuführen, macht es das nicht unbedingt einfacher.

Haha! Aber davon lassen wir uns natürlich nicht lumpen, schließlich bin ICH selbst ernannte Organisationsfanatikerin und Listenjunkie. Und ich kann Terror machen. Ich habe also alle KiTas in halbwegs erreichbaren Umkreis oder mit tollen pädagogischen Konzepten gelistet und genervt. Meistens wird man ja schon auf der Schwelle (meint: E-Mail-Posteingang/Telefon) mit einem (irgendwie ja auch verständlicherweise) recht entnervten „Hammwa nisch. Hamm keene Plätze. Könnwa nisch sagen… Wenn überhaupt ab März. Abor sieht jannnz schlecht aus dieses Jahr. Nur jaannnz wenige Schulanfänger 2012…“ abgewimmelt.

Ich war schon am verzweifeln – denn eine Tagesmutter wollte ich noch nicht bemühen, da ich P. noch nicht in eine Ganztagsbetreuung geben wollte – und hatte mich damit abgefunden, noch bis zum Herbst zwischen Tür und Angel arbeiten zu müssen. Ziemlich beschissene Aussichten, zumal ich auch wirklich das Gefühl habe, dass P. dringend Abwechslung und andere Kinder braucht und ich gerade nicht all das bieten kann, was sie eventuell braucht. Außerdem schwirrte mir auch nach wie vor eine nicht gerade hilfreiche Wunschvorstellung des Betreuungsplatzes im Kopf herum. Viel Wald, freiheitliches Konzept, selbst gekochtes Essen… Bei denen war ein Platz natürlich noch viel weniger wahrscheinlich und ich dementsprechend deprimiert.

Lange Rede, kurzer Sinn: Eine KiTa hatte sich doch plötzlich gemeldet, eine Familie sei abgesprungen und ab Dezember oder Januar ein Platz zu haben. Es ist nicht eine der Knaller-KiTas, die es hier so gibt, aber sie ist nah, hat einen konkreten Krippen-Bereich, 800 qm auf zwei Etagen, einen Garten, eine nette Leiterin und ein passables Konzept. Und vor allem: Einen Platz frei ab Januar mit Staffelungsmöglichkeit vier bis elf Stunden. Wir sind zufrieden, gespannt, überrascht und vor allem sehr froh, dass sich dieses Nerv-Thema vorerst erledigt hat.