(Nido Blog der Woche-Fragebogen) Helft mir mal!

Nido.de hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich mitmachen will, beim Blog der Woche… Dazu gibt es einen kleinen Fragebogen und ich will euch da mal bei einigen Fragen Fragen mit einbeziehen. Ihr als Leser von Babykram & Kinderkacke  könnt das sicher besser einschätzen als ich selbst. Davon mal abgesehen: In gewisser Weise ist es ja auch für mich interessant zu wissen ;-)

Also sagt doch mal:

  1. Wen könnte das {der Blog und die Themen} interessieren?
  2. Was hat der Blog, was andere nicht haben?
  3. Wie oft sollte man reinschauen?
  4. Lieblingseintrag aus dem Blog, den ihr anderen besonders ans Herz legen würdet?

Vielleicht möchte sich ja jemand daran beteiligen (und seine Stimme dann vielleicht bald auf nido.de finden ;-). Ich würde mich sehr freuen!

Eure moody

Über Vorzeigetum und Geschwistergedanken

5 Tage waren wir in der tschechischen Pampa, um den Teil der Familie zu besuchen. Ewig lange Zugfahrten bei glühender Hitze, viele fremde Gesichter und eine unbekannte Sprache inklusive. Vor der Reise haben wir uns echt Gedanken gemacht, wie das P. das so mitmachen wird. Mit Bravour.

Kleine Kinder sind anscheinend doch echt belastbarer als ich oftmals so denke. Man muss sie einfach mitnehmen, mitmachen lassen und sie einbinden. Das P. ist ja eh immer ausgeglichener, wenn viel Action ist. Sie wird eher „unangenehm“, wenn nichts los ist und sie sich langweilt. Auf jeden Fall war und bin ich schwer begeistert von meinem Kind, das den ganzen, teilweise echt anstrengenden Trip sehr gut mitgemacht hat. Mit lachen und brabbeln und Leute bespaßen und all den Dingen, weshalb kleine Kinder halt Spaß machen. Woher kommen nur diese frohen Gemüter? Ist das vielleicht tatsächlich ein Zeichen dafür, dass wir (bisher) nicht so viel „falsch“ gemacht haben?

Das P. ist total aufgeweckt und quatscht mit noch nicht einmal 2 schon wie ein Wasserfall. Neuerdings sagt sie „unser“ (unser Bad, unser Hause, …) und das finde ich schon echt weit. Wir haben einfach immer normal mit ihr geredet und nicht wie mit einem verblödeten Halb-Menschen oder für was auch immer Eltern ihre Kinder halten, die sie tagaus tagein mit so einem „Dutzi“-Gesäusel belatschern… Sie schläft wirklich, wirklich gut und zwar bis 8:30 morgens – und das schon seit Ewigkeiten. Ohne schreien lassen oder sonstige Dramen. Wir haben einfach von Anfang an abends feste Abläufe und die immer beibehalten bzw. leicht ergänzt oder verändert. Sie isst ein bisschen zu viel Süßkram, das müssen wir echt krampfhaft eindämmen und sie ist ein recht forderndes Kind… Aber ansonsten… Glück gehabt? Gut gemacht? Keine Ahnung.

Was mir aber auch wieder aufgefallen ist: Ich kann nicht so dauerhaft und ständig Kinderbespaßung machen. Ich will dann einfach mal ab und zu meinen Kopf wegbewegen von der Kinderaktion und hin zu meinen Sinnfragen bzw. der dazu passenden Lektüre. Unterwegs fiel mir das wieder extrem auf. Sowohl mein Bruder als auch K. halten die Kleinkindbespaßung länger und Buddha-mäßiger durch als ich. Ich hab darauf einfach irgendwann keine Lust mehr und versuche das mit „Mein Kind soll ja auch für sich oder mit Gleichaltrigen die Welt entdecken, ich find’s doof, sie andauernd zu bespielen“-Kram zu rechtfertigen. Manchmal bekomme ich die Quittung dafür: „Gibst du Mama deine Hand?“ – „Nein. Papi!“ Hm. Aber ich KANN und ich WILL einfach nicht dauernd… Ist das jetzt schlimm? Kümmere ich mich dann echt zu wenig direkt um sie? Muss ich dauernd, dauernd, dauernd total bei ihr und ihrem Kram sein? Ich bin mir da nach wie vor manchmal unsicher.

Und dann gibt es da aktuell noch so ein Thema im Kopf: Kaum hab ich den Studienplatz sicher – und auch aus anderem aktuellem Anlass – dreht sich das Gedankenkarussell ((jedes Mal muss ich googeln wie dieses blöde Wort geschrieben wird! K-A-R-U-S-S-E-L-L)) in eine andere Richtung… Japp, es ist: Die Geschwisterfrage. Es soll eins geben und das P. wird nicht jünger. Mein Bruder und ich sind 4 Jahre auseinander und das ist schon fast zu viel. Andererseits: Das P. ist gerade aus dem ersten gröbsten raus und ich bin froh, mich mal wieder anderen Dingen zuwenden zu können und freue mich auf mein Studium. Das dann gleich wieder unterbrechen für die Babyzeit? Und überhaupt: Ein Säugling? Jetzt ganz bald? Kann ich mir gar nicht vorstellen… Andererseits bin ich mir fast sicher, dass ich es in 10 Jahren lieber eher und damit näher zusammen gemacht hätte… Und wer weiß schon, wann und ob es noch ein 2. Mal so schnell klappt? Und dann kommen da auch noch solche Artikel

Netzwerk gestresster Mütter

Weil mama007 im „Netzwerk gestresste Mütter“ ;) tief blicken lässt, will ich euch auch mal mitteilen, was die Menschleins so suchen und wie und warum auch immer sie darüber zuweilen auf Babykram & Kinderkacke stoßen.

Meine erwähnenswertesten Suchanfragen über die Internetmenschen ihren Weg zu mir gefunden haben:

ausgefallene betten
Die meisten (!) kamen und kommen tatsächlich über diesen Suchbegriff hierher. Und zwar wegen diesem Foto-Beitrag hier über … ausgefallene Betten

new girl hört auf zu schreien
Auch wenn ich kein Fan von  degnlisch bin, hoffe ich sehr, dass es geklappt hat

die welt retten
Kann ja nicht schaden, den dabei zu haben, nech? Bin ich etwa ein GUTMENSCH???

baby schlechte laune
wie nett formuliert

über sofa hängen
interessante Vorstellung

baum nähen
Anleitung bitte an wtf@babykram.witz

sind wehen stärker wie presswehen
Das heißt ALS! AHAAALS!

wölfe im bett
Bitte???!?!

scheiß autoimmunerkrankungen
Kann ich nur bestätigen

wie mami den alltag mit baby beginnt
ähm. rede ich wirklich so?

hirnsuppe schwangerschaft
in dieser kombination irgendwie mehr als seltsam

crazy babykram
sollte  ich eventuell darüber nachdenken den Blog umzubenennen?

kann man da raus gehen wenn das kind hustet
Da bekommt das Theme „Long Tail Optimierung“ eine ganz neue Dimension

wann isst die welt untergang
hmm, lecker, „die welt untergang“ war schon immer eine meiner Lieblingsspeisen

mein kind ist ein pascha
meins auch ;)

((Einige ziemlich obszöne Suchbegriffe sind auch dabei. Aber ich habe nach wie vor nicht herausgefunden, warum man darüber bei mir landet.))

Übrigens: Jetzt auch hier noch einmal an prominenter Stelle: Ich freue mich über eine direkte Vernetzung mit euch via facebook!

Netzwerk gestresster Mütter

Blogempfehlungen Elternblogger

Aus gegebenem Anlass: Welche bloggenden Eltern lest ihr am liebsten / gerne / regelmäßig?

Weil ich einen neuen (Rechner) habe und deshalb alles – inklusive meinem BlogReader (Vienna for Mac) – neu einrichten möchte und muss, wollte ich mich mal auf den aktuellsten Stand bringen. Meine Favoriten seht ihr ziemlich aktuell in der <—— Blogroll.

Und: Wie heißt „das“ eigentlich??

Mütterblog?
Mamablog
Mom Blog?
Elternblog?
Bloggende Mütter/Eltern?
Babyblog
Kinderblog?
Blog über Kinder?
Blog über Elternschaft?

Wie nennt ihr das?

Neue Empfehlungs-Rubrik!

Wie ihr in der Navigation oben sehen könnt, habe ich eine neue Rubrik angelegt: „Gute Sachen, schlechte Sachen„.

Hier findet ihr einige Empfehlungen, Gedanken, Kauftips bzw. Entscheidungshilfen, die mir bisher so über den Weg gelaufen sind. Mit dabei sind u.a.: Manduca, wasserdichte Kleidung, Reboarder, Baby Björn und Bugaboo.

Die Empfehlungen beruhen auf absolut subjektiven Erfahrungswerten und meinem persönlichen Informationsstand, also bitte nicht schlagen!

Ich würde mich übrigens über allerlei Erfahrungen und auch Diskussionen im Kommentar-Bereich freuen :)

Ich werde die Liste laufend weiterführen, sobald ich mal wieder etwas besonders sinnvolles oder -loses entdeckt habe.

Zuhause.

Einer der schönsten Momente am Kinderhaben ist, wenn das Kind nach dem Auswärtsschlafen wieder nach Hause kommt!

Ich denke keinen Moment an nicht vorhandene Zeit für mich, die stressigen Mama-Momente oder meine mittlerweile vermutlich glatt gepressten Backenzahn-Oberflächen. (Ich habe mir scheinbar anscheinend angewöhnt meine Zähne zusammenzubeißen, wenn ich merke, dass P.s Schreien, Rumhampeln beim Wickeln, 1000. Versuch die Schuhe anzuziehen, Essen durch die Küche schmeißen uuuund so weiter mich latent aggressiv machen. Aggressionen, die natürlich nicht ans Kind gehören, die aber nun mal leider da sind. Ich bin sehr gespannt, was mein Zahnarzt dazu sagt. Jedenfalls sind dadurch endlich meine – seit mittlerweile 6 Jahren angekündigten -Weisheitszähne am Herauswachsen.)

Ich freue mich einfach, dass mein Kind da ist. Dass mein Kind sich freut, wenn es mich sieht. Dass es mich mit „Mama“ begrüßt und sich mir in die Arme wirft. Dass wir so ein kleines bezauberndes Etwas in unserem Leben haben. Dass dieser kleine Murkel so unschuldig ist und die ganze Scheiße da draußen Welt noch vor sich hat. Dass mich das kleine Etwas lehrt, den Moment (und nur den) zu schätzen und zu genießen. Dass ich durch sie gelernt habe, dass jeder Tag einzigartig ist.

Ich denke daran, dass sie mich davor bewahrt hat noch jahrelang besinnungslos durch die Welt zu slaufen, mit einem Knick im Kopf und der sinnlosen Suche nach dem großen Ganzen und vor allem dem Sinn dahinter. Dafür bleibt (zum Glück) nicht mehr viel Zeit. Sie ist mein Sinn und bringt mir bei, worum es eigentlich und letztendlich hier in meinem Leben geht. (Siehe dazu auch mein Artikel: „Fressen, Scheißen und Liebe“ bei Urlaub unter Wölfen)

K. denkt nicht mehr daran, dass ihm sein Junggesellendasein vielleicht fehlt. Daran, dass er irgendwie mal anders war. Es ist ihm nicht wichtig, dass er noch dies und jenes tun müsste und ab morgen wieder die ganze Woche schuften gehen muss, um das kleine Etwas und mich zu ernähren. Dass er vielleicht überfordert ist mit seiner Versorgerrolle. Dass er das Verlangen hat noch irgendwas „zu reißen“ in seinem Leben und er nicht weiß, wie er das realisieren soll. Dass auch ihm die Zeit für sich und außerfamiliäre Aktivitäten fehlt.

Er freut sich einfach, dass sein Kind da ist. Er freut sich, dass sein Kind sich freut, wenn es ihn sieht. Dass es ihn mit „Papa“ begrüßt und sich ihm in die Arme wirft. Über ihre kleinen Hände um seinen Hals, ihren kleinen P.o., der gerade noch so in eine seiner Hände passt, über ihre sprießenden Haare und darüber, dass sie für uns so vollkommen ist.

Er denkt daran, dass er die Hoffnung schon aufgegeben hatte. Dass er sich innerlich schon mit dem Gedanken angefreundet hat kinderlos älter zu werden. Dass er vor 2 Jahren nicht damit gerechnet hat, kaum anderthalb Jahre nach dem Kennenlernen seiner viel zu jungen Freundin doch noch Vater zu werden und tatsächlich eine Tochter zu bekommen, die er sich schon lange gewünscht hat. Er stellt sich vor, wie sie sein wird, wenn sie älter wird. Wenn sie beginnt zu laufen, zu sprechen und zu verstehen. Wenn er ihr Gute-Nacht-Geschichten vorliest und sie von ihrem Tag im Kindergarten erzählt.

Wir sind nicht gestresst. Wir fühlen uns wohl, verkatert wie wir sind. Wir hängen zusammen in P.s Zimmer ab und sind genau da, wo wir sein wollen. Zuhause.

Äs is ä Kreuz.

Hmmm.

Kennt ihr das? Wenn der Kopf so vollgeknallt ist mit Schmonz, dass nur ein „Hmmm“ rauskommt, wenn einer was konkretes wissen will?

Irgendwie bin ich ein bisschen überfordert. Weil wieder am Arbeiten, ein bisschen nur, aber doch zu viel, so zwischen Tür und Angel. Ohne KiTa. Immer nur in den Schlafpausen von P.. Und dann noch beschissen werden von unseriösen Auftraggebern. Versuchen sich nicht zu ärgern. Und man tut es ja trotzdem. Vertane Zeit. Verschwundenes Geld. Und wieder: Ärger.

Irgendwie bin ich ein bisschen sentimental. Das P. ist 1. Sie ist E-I-N-S. Um ihren Geburtstag herum haben wir alle paar Stunden auf die Uhr geschaut und überlegt, was wir ein Jahr zuvor gerade gemacht haben. Wie oft ich schon gestorben bin. Ob das P. schon da war. Was wir gedacht, gefühlt, erwartet haben. Wir haben abends meine Tagebücher rausgekramt und ich habe mich gewundert, dass ich tatsächlich ganz genau den Kreißsaal beschrieben habe. Ich weiß nicht wohin mit dieser Sentimentalität. K. meint, ich soll sie aushalten und genießen. Ich kann das nicht. Ich fühle mich immer wie ein Stein. Wo ist die Zeit hin, frage ich mich und weiß, dass diese Gedanken so mamamäßig klischeehaft sind. Ich weiß noch, wie ich schon am 2. Lebenstag von P. dachte: Ich begreife erst jetzt, was es heißt, dass jeder Tag einzigartig ist und genossen werden will. Manchmal schaffe ich es und manchmal nicht. Und manchmal ärgere ich mich am Ende des Tages, dass ich wieder den halben Tag nur damit beschäftigt war, darauf zu warten, dass P. schläft. Nur um irgendwas sinnloses zu machen. Dabei ist doch irgendwie jeder Moment ein bisschen kostbar.

Irgendwie bin ich ein bisschen herbstig. Der Sommer überfordert mich oft, weil er von mir verlangt ständig rauszugehen. Ja! Luxus-Probleme. Ich habe oft Couch-Potato-Phasen, in denen ich am liebsten den ganzen Tag in der Bude hängen will. Manchmal fühle ich mich draußen nicht wohl, das hat was mit meiner Gesundheit zu tun. Macht mein Kopf nicht mit, mit Kind. Man muss doch raus. Muss doch was sehen, von der Natur. Und überhaupt und sowieso. Abends habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht draußen war. Im Sommer kommt mir der nahende Herbst immer gelegen, weil ich mir einbilde, dass er mich weniger unter Druck setzen wird. Wenn er dann da ist, kotzt er mich an. Er ist grau und maximal fünf Tage bunt. Er macht mir bewusst, dass wieder fast ein Jahr durch ist. Er kündigt den Winter an. Er ist stürmisch und kalt und nass und bäh. Ich gebe zu viel Geld, was ich nicht habe, für „Funktions-Klamotten“ aus, die ich meine zu brauchen.

Irgendwie bin ich ein bisschen frustriert. Die Uni hat wieder angefangen, aber nicht für mich. Ich habe keinen Platz für mein Wunsch-Studium (Soziale Arbeit) bekommen, obwohl die Hochschule bei mir um die Ecke ist und wir einen Platz in der Campus-KiTa sicher gehabt hätten. 3000 Bewerber. 70 Plätze. NC bei 1,4. Und nicht mal mit dem Durchschnitt sind alle Bewerber ins Studium bekommen. Ich kann das Wort „Zufallsgenerator“ nicht mehr hören. Ich habe nur Chancen über den Härtefall-Antrag reinzukommen, aber (Zitat Studienberatung): „Das müssen Sie verstehen, Frau J., wir haben Ihren Antrag anerkannt und sie sind auch auf Platz 7 der Härtefälle. Aber dieses Jahr haben sich eine Blinde und ein Rollstuhlfahrer beworben, die haben natürlich Vorrang. Und das Kind können wir nicht berücksichtigen. Das haben Sie sich ja selbst ausgesucht.“ Ähm. Ja. Ist klar. Muss ich ir-gend-was dazu sagen??? Die Paralympics der Studienbewerber. Mann ey. In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Irgendwie bin ich ein bisschen gekränkt. Die Gründe hier breitzulatschen (breit zu latschen?) ginge mir zu weit, deshalb verweise ich dezent auf folgenden Artikel von Svenja und füge hinzu, dass es bei uns umgekehrt ist.

Irgendwie bin ich ein bisschen dddoingggg. Weil ich eigentlich finde, dass man sich nicht ständig beschweren sollte(, was mich nicht daran hindert es trotzdem ständig zu tun). Weil ich eigentlich weiß, dass man sich prinzipiell glücklich schätzen sollte, hier leben, sich ein Lebensmodell aussuchen und halbwegs frei entscheiden zu können, wer, wie und was mein sein und leben möchte. Weil ich eigentlich denke, dass diese nervtötende prä-post-pubertäre-watweeßickwasfüreine-Phase auch irgendwann mal durch ist und man sich (so etwas ähnliches wie) arrangiert mit sich und der Welt. Weil ich eigentlich so glücklich über mein P. bin, die jeden Tag unglaubliche Fortschritte macht und anfängt mich zu verstehen.

Aber nun ja… Wie sagt man so schön? Irgendwas ist halt immer. Man möge mir den Schmonz aus dem Hirn schmeißen. BITTE!

Angstzustände.

Vormittags 12:30. Das P. schläft, weil sie um die Uhrzeit immer schläft.

– Im übrigen hat das in mir eine der ersten panischen Mütterfragen ausgelöst, als die Krippenbegängnis des Kindes greifbar im Raum stand: OH MEIN GOTT! WIE SOLL DAS DENN BITTE GEHEN?! MEIN KIND BRAUCHT SEINEN V-O-R-MITTAGSSCHLAF! VOR DEM MITTAGESSEN! DAS IST ENORM WICHTIG, SONST LÄUFT HIER G-A-R NICHTS!!!) –

Prinzipiell ist das erstmal großartig: Das Kind pennt tatsächlich täglich von etwa 10 bis 13 Uhr, als würde ein überdimensionaler Wecker in ihr das kontrollieren. Super. Da kann man mit planen.

10:00 – FREIHEIT! 3 – (in Buchstaben: DREI) – Stunden FREI!!! YEAH! PARTY! Also fast: In aller Ruhe Tee trinken, duschen, watweeßick…

10:30 – Erste Euphoriewelle verflogen. Rechner.

11:30 – 9 Blogaktualisierungen gelesen, 7x Facebook aktualisiert, 3x in diverse Foren gesenft.

12:30 – Texterjobs durchforstet, nach billigen Gebrauchtwagen gesucht, Facebook 3x aktualisiert

13:03 – nervös.

13:05 – Sollte ich nicht mal gucken? Sie schläft jetzt schon über drei Stunden… Ist das noch normal?  Irre Szenarien von Kind-mit-Bettdecke-um-den-Hals-gewickelt-und-qualvoll-erstickt über Kindskopf-klemmt-zwischen-Gitterstäben (nicht, dass das tatsächlich möglich wäre) bishin zu SID. … Ich geh jetzt mal gucken. Kann ja leise sein.

—- M – O – M – E – N – T —-

BIST DU EIGENTLICH VÖLLIG BEHÄMMERT???

Sie schläft! Andere würden Unsummen dafür bezahlen, ihr Kind für drei Stunden regelmäßig und am Stück im Traumland zu wissen und de facto frei zu haben. Wenn du da jetzt reingehst, dann w-a-c-h-t sie a-u-f. Garantiert! Was soll der Mist?!

Ja. Was soll der Mist?! Warum ist man bitte so gluckenhaft überbesorgt? Warum kann man das Kind nicht schlafen lassen? Wenn K. sich mittags hinlegen würde, und mehr als drei Stunden am Stück schlafen würde, würde ich doch auch nicht reinrennen, seine Nackentemperatur (wegen der „Überhitzungsgefahr“), seine „Füßchen“ *hust* (wegen der Verkühlungsgefahr) und seinen Atem (man hört doch so viel) kontrollieren. Warum gelten denn beim Kind andere regeln? Jaja, ich weiß. Schutzbedürtig usw. Blabla. Aber trotzdem: Hört das irgendwann auch mal wieder auf???