Böse angezählt vom KV (und das kam so)

Mir geht’s momentan meistens kacke, manchmal „geht so“ – not worth to beschreib en Detail.

Die Eingewöhnung in der KiTa ist abgeschlossen – die Betreuungszeit wurde heute von 9 bis 14 Uhr beschlossen. Schlafen hat letzten Donnerstag auf Anhieb (und wider Erwarten) wunderbar funktioniert.

Da P. fängt an zu sprechen und zu verstehen. Auf einmal ganz schön viel. Am Wochenende, ziemlich genau am Sonntag, ist mir richtig bewusst geworden, dass sie sich gerade wieder total verändert (hat). Sie hat lange Haare bekommen und läuft und redet und macht nach und isst mit dem Löffel und trinkt aus dem Becher und, und, und… K. hat das vor kurzem auf den Punkt gebracht:

Es gibt Zeiten, da ist so ein Kind nur anstrengend. Und in den Zeiten ist es auch optisch ziemlich unsüß. Dann gibt es andere Zeiten, da könnte man das Kind auffressen, weil es so verschmust, verspielt, wissbegierig und schön ist. Gerade ist eine der anderen Zeiten. Und dann ist es ist auch wieder toll ein Kind zu haben.

Am Wochenende waren wir mit P. übrigens zum ersten Mal rodeln – bei so etwa 3 cm Schnee. Haha. Aber es hat geklappt, wenigstens hinten am großen „Berg“. Oh! Doch was erzählenswertes (halbwegs). Ich wurde nämlich von K. ganz böse angezählt. Und das kam so (ACHTUNG! POLEMIK! ;) )

K. beschließt am Sonntag total kurzfristig (so um 10 Uhr morgens), dass er mit P. doch mal den Schlitten einweihen könnte (so um 16 Uhr nachmittags). Ich wollte eigentlich Zuhause bleiben um mal in Ruhe zu „arbeiten“ (im Internet rumzuschnarchen). Kurzerhand habe ich mich aber doch für’s Mitgehen entschieden (nach 3 Tagen mal Frischluft ist ja auch nicht so verkehrt).

Der Schlitten für P. ist neu und unbenutzt (Geschenk von Oma zu Weihnachten). Im Geschenkpaket inbegriffen war so ein Rücken-Dranmach-Dings und ein Fußsack (braucht man heutzutage). Da(s) konnte(n) wir (er) natürlich nicht (mal eher) wissen (dran denken). Naja. Dann ohne Rückenteil. Wird schon so gehen. Jedenfalls hat der (meiner Meinung nach sowieso ständig viel zu überbesorgte) „Kindsvater“ mir dann MEHRFACH (allerdings) gesagt, dass ich aufpassen soll, wenn ich den Schlitten ziehe (wozu ich effektiv eh kaum kam, weil er es sicherheitshalber lieber selbst gemacht hat). Das wäre enorm wichtig, erklärte (befahl) er mir, weil nämlich: Das P. sitzt da gar nicht gut und sicher drauf (sie saß total okay drauf) und sie hält sich auch kaum fest (musste sie auch nicht, lag ja eh kaum Schnee, deshalb hat ER sie eh die meiste Zeit getragen und ICH habe den Schlitten getragen (-.-)).

Am Rodelberg (Hügelchen) angekommen, haben wir festgestellt, dass ganz schön was los war (das gesamte Viertel wollte scheinbar mit seinen „Bälgern“ den Minimalschnee nutzen). Wir sind dann 1 – 2  Mal den Hang runtergerutscht, das P. war auch bei recht guter Laune (abgesehen vom Keks-Geschrei) BIS (und jetzt kommt’s!): Die unvorsichtige Mutter (ich) mit dem armen P. den Berg runterrast (runter-schildkrötet würde es auch besser treffen). Kaum dass beide gut unten angekommen sind (nach 5 Minuten) will sie zurück auf den Berg stürmen (schlurfen). Dabei gibt sie natürlich NICHT (sehr wohl) hundertprozentig  darauf Acht, dass das Kind auch sicher auf dem Schlitten sitzt, OBWOHL (der nervtötend überbesorgte) K. sie doch vorher EXTRA MEHRMALS darauf hingewiesen hatte. Auf das ruckartig-hastige (völlig normale) Losziehen des Schlittens KONNTE das Kind verständlicherweise NICHT vorbereitet sein (P hat sich einfach zur Seite gedreht, weil da ein anderes Kind mit seinem Schlitten ankam). Das Kind wurde daraufhin unsanft (ganz, ganz, ganz leicht) von dem hohen Schlitten (aus MAXIMAL 30 cm Höhe) mit dem Kopf (mit der dick gepolsterten Schneeanzug-Wange) vom Schlitten gerissen (gerüttelt) und ist infolge dessen hart (seicht) auf den Boden GEKNALLT (lang gestriffen). Dabei hat es sich bestimmt mittelschwere (keine), eventuell bleibende Verletzungen zugezogen (ein bisschen Schnee ins Gesicht bekommen) und außerdem eine traumatisches Erlebnis erfahren müssen (sich erschrocken, weil es kalt im Gesicht war). Daraufhin war die Stimmung natürlich im Eimer (und K. war vorrangig pissig, weil sich P. nur von mir trösten lassen wollte und nicht von ihm. Haha!)

So jetzt wieder im Klartext:

Was mich daran angekotzt hat war, dass er ein totales Drama daraus gemacht hat und mich mit Vorwürfen à la „Ich hab’s dir doch gesagt und du passt dann MAL WIEDER nicht auf und dann passiert es natürlich doch!“ behaftet hat. Erstens: „Mal wieder“ (Ja klar, ich bin total UNFÄHIG auf mein Kind aufzupassen). Zweitens: Ich stelle mir vor, dass man in so einer Situation (und es war ECHT nicht schlimm) einfach gemeinsam das Drama-Kind beruhigt, ein bisschen in sich rein lacht und dafür sorgt, dass die Stimmung bald wieder okay ist. Stattdessen benimmt K. sich (für meine Begriffe) selbst wie ein Kind und zieht so eine „Das hast du nun davon, weil du nie auf mich hörst“-Nummer ab (-.-) Ich fand das mehr als albern und außerdem blöde, weil ich folgendes schon kommen sehe: In ein paar Jahren hat P. das „Spiel“ gecheckt und wird in solchen Momenten noch extra „Aua“ schreien und K. und mich dann schön gegeneinander ausspielen… Das habe ich ihm versucht zu erklären, er wollte das aber einfach nicht verstehen, weil er sich stur an der doofen Situation mit dem Schlitten festgehalten hat (um die es mir schon gar nicht mehr ging – typischer Frauenfehler).

Ich habe aber einfach keine Lust jedes kleine Drama von P. mit zu unterstützen und auch selbst eine große Nummer aus jedem „Aua-Weh“ zu machen – ich „hasse“ diese Art von Eltern! „Oh Gott, Junior, komm her, hast du Aua gemacht? Hast du Aua gemacht? Wenn ich den erwische, der dir das angetan hat…“

Ich finde, dass ein Kind mal hinfallen kann. Und ich finde, dass ein Kind sich mal die Finger einklemmen oder verbrennen kann. Vielleicht muss es das sogar. Es darf sich verschlucken, sich überfressen, sich ein Horn holen und stolpern… Und es darf (verdammt nochmal) beim Rodeln Schnee ins Gesicht bekommen! Solche Dinge passieren. Das gehört doch irgendwie auch dazu, oder?

Bin/war ich da zu „unsensibel“??